Nikon Coolpix P900 und Coolpix P610 im Duell (Teil 3)

Teil 3 von 3: Unser Vergleich der Bridgekameras mit 83,3x bzw. 60x Ultrazoom-Optik


Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

In diesem letzten Teil des Duells der Nikon Coolpix P900 und der Nikon Coolpix P610 gehen wir auf die Videofunktion und die Erweiterbarkeit sowie die Schnittstellen ein. Am Ende fassen wir alle Erkenntnisse zudem in einem Fazit zusammen. Hier gelangen Sie zu Teil 2 unseres Tests.

Videoaufnahme:
Bei der Videoaufnahme haben beide Bridgemodelle die gleichen Funktionen. 1.920 x 1.080 Pixel (Full-HD) sowie 1.280 x 720 Pixel (HD) lassen sich mit 60, 50, 30 oder 25 Vollbildern pro Sekunde speichern. Dadurch können auch bewegte Motive flüssig festgehalten werden. Die Bildqualität der Aufnahmen ist gut bis sehr gut. In VGA-Auflösung lassen sich bei 640 x 480 Bildpunkten 30 sowie 25 Vollbilder pro Sekunde wählen, mit der Zeitlupenfunktion ist eine vierfache Zeitlupe möglich. Wegen der nicht mehr zeitgemäßen VGA-Auflösung würden wir darauf aber verzichten.

Video-Bildqualitätsvergleich bei 1.920 x 1.080 Pixel:

Die Fokussierung ist per AF-S (Einzelbild) und AF-C (kontinuierlich) möglich, die Scharfstellung erfolgt recht schnell und ohne störendes Nachfokussieren. Bei den weiteren Videooptionen können beide Kameras dagegen nicht glänzen. Manuelle Optionen gibt es nicht, nur der Fokus und die Belichtung können gespeichert werden. Der Ton wird jeweils von einem auf dem Aufklappblitz liegenden Stereomikrofon aufgezeichnet, externe Mikrofone lassen sich nicht anschließen.

Unsere Wertung bei der Videoaufnahme: Unentschieden.

Die Schnittstellen fallen genau identisch aus (Micro-USB und Micro-HDMI):

Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Bridgekameras verfügen im Vergleich zu Kompaktkameras, die vor allem beim vorhandenen Platz beschränkt sind, oftmals über mehr Möglichkeiten zur Erweiterung. Bei der Nikon Coolpix P900 (Testbericht) und P610 ist dies leider anders. Auf den bei nicht wenigen Modellen vorhandenen Blitzschuh muss man daher verzichten, Systemblitzgeräte lassen sich somit nicht verwenden. Natürlich sind aber kleine Aufklappblitze vorhanden, wobei diese weniger Leistung besitzen und deutlich unflexibler eingesetzt werden können.

Auch bei den Kabelschnittstellen kommen beide Modelle nicht über das Standardangebot hinaus. Per Micro-HDMI ist die Bildausgabe auf einem externen Monitor möglich, über USB kann die Verbindung zu einem Computer erfolgen. Eine Kabelfernbedienung oder ein Mikrofon kann man somit nicht anschließen. Dies ist für höherklassige Kameras doch schade. Die P900 lässt sich immerhin per Infrarot-Fernbedienung "ML-L3" steuern.

Bei den modernen Drahtlostechnologien sieht es besser aus. Über NFC kann die Verbindungsaufnahme zu einem Mobilgerät schnell und komfortabel erfolgen, mittels WLAN ist das Fernsteuern und die Bildübertragung möglich. Die Nikon Wireless Mobile Utility App bietet allerdings kaum Aufnahme-Optionen, hier sind nur das Zoomen und das Auslösen möglich.

Zur Geopositionsbestimmung ist jeweils ein GPS-Empfänger (hier bei der P900) vorhanden:

Nikon Coolpix P900.

Wer wissen möchte, an welchem Ort die aufgenommenen Bilder entstanden sind, kann dafür den jeweils integrierten GPS-Empfänger verwenden. Dieser ist sowohl bei der P900 als auch der P610 vorhanden. Neben den Positionsdaten der Bilder lassen sich auch Routen aufzeichnen.

Unser Sieger bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Die Nikon Coolpix P900.

In vielen Punkten liegen die sehr ähnlich gestalteten Bridgekameras gleichauf:

Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Unser Fazit:
Die Nikon Coolpix P900 (Testbericht) und die Nikon Coolpix P610 (Testbericht) gleichen sich in vielen Punkten. Dies gilt unter anderem für die Anordnung der Tasten, das Hauptmenü, die Fotoprogramme oder auch den Videomodus. Überzeugen können uns dabei unter anderem die Einstellräder, das übersichtliche Menü und die gute Bildqualität der Videos sowie die hier einstellbaren 60 oder 50 Vollbilder pro Sekunde. Ebenso gleich: Beide Kameras speichern rund sieben Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus, die Bildwandler gehören beide zur 1/2,3 Zoll Klasse und lösen jeweils 15,9 Megapixel auf.

Die elektronischen Sucher und die Displays sind auch identisch, letztere wissen durch die dreh- und schwenkbare Ausführung besonders zu gefallen. Die Sucher kann man durch 920.000 Subpixel zwar als akzeptabel beurteilen, die Sucherbilder sind aber doch recht klein und bei Schwenks ist die Wiedergabe nicht flüssig.

Beim Zoombereich kann sich die Nikon Coolpix P900 von der P610 absetzen:
Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Trotz der Gemeinsamkeiten lassen sich aber auch einige Unterschiede feststellen. Diese betreffen hauptsächlich das Objektiv. Die Coolpix P900 deckt mit ihrem 83x Zoom eine deutlich längere Brennweite als die P610 mit ihrem 60x Zoom ab. Mit 2.000mm statt 1.440mm KB-Brennweite lassen sich Motive nochmals stärker vergrößern.

Ob man die 2.000mm in der Praxis wirklich ausnutzen kann, ist allerdings von vielen Faktoren abhängig. Dass die P900 durch ihr längeres Brennweitenende generell gesehen im Vorteil ist, kann man daher nicht sagen. Bei der Abbildungsleistung können beide Objektive überzeugen, da die P900 aber einen größeren Brennweitenbereich abdeckt, muss man diese noch ein wenig mehr loben.

Die Nikon Coolpix P900 ist nicht nur ein wenig, sondern deutlich größer:
Links sehen Sie die Nikon Coolpix P900, rechts die Nikon Coolpix P610.

Deutlich mehr zu gefallen weiß die P900 beim Autofokus. Im Weitwinkelbereich stellen beide Kameramodelle zwar fast genau gleich schnell scharf – je länger die Brennweite wird, desto weiter kann sich die P900 aber von der P610 absetzen.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Letztere benötigt am Teleende teilweise länger als eine Sekunde zum Fokussieren, die P900 braucht gerade einmal halb so lang. Nicht so groß ist der Unterschied beim Kunststoffgehäuse, aber auch hier sehen wir die P900 einen Tick vorne.

Unser Testsieger:

Schade finden wir, dass beide Bridgekameras keinen Mikrofoneingang und auch keinen Blitzschuh haben. Dies könnte man von höherklassigen Modellen durchaus erwarten. Ebenso muss man auf die RAW-Aufnahme verzichten. Dies ist eine Tatsache, die nicht wenige Fotografen als Ausschlusskriterium sehen.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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