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Nixplay W10F – smarter Bilderrahmen im dkamera.de-Test

10,1 Zoll großer WLAN-Bilderrahmen mit Cloud-Anbindung

Fotos werden in unserem digitalen Zeitalter immer mehr aufgenommen. Milliarden bis Billionen Bilddateien kommen jedes Jahr zusammen, die meisten davon sind aber schnell wieder vergessen. Wirklich wichtige Fotos möchte man nicht nur auf dem Smartphone oder PC haben, sie sollen öfters betrachtet werden können. Das geht entweder per klassischem Fotoausdruck oder per digitalem Bildrahmen. Letztere Technik ist zweifellos nicht neu, Modelle gibt es viele. Die meisten davon werden per Speicherkarte oder USB-Stick mit Bildern versorgt. Für eine moderne Lösung hat sich der Hersteller Nixplay entschieden. Dieser bietet einen smarten Bilderrahmen mit Cloud-Anbindung an. Was dieser leistet, haben wir uns näher angesehen.

Der Lieferumfang:
Zum Lieferumfang des Nixplay 10,1 Zoll Bilderrahmens gehören zwei ausführliche Anleitungen, ein Netzteil mit rund zwei Meter langem Stromkabel, zwei Steckdosenadapter (EU/UK) und Befestigungszubehör. Mehr benötigt man nicht, der Rahmen ist bereits nach dem Auspacken einsatzbereit.

Das mitgelieferte Zubehör:

Überblick über das Angebot und die technischen Daten:
Nixplay bietet smarte Bilderrahmen in drei unterschiedlichen Größen an. Wir testen das 10,1 Zoll große Modell (W10F) mit einer Displayauflösung von 1.280 x 800 Pixel (Seitenverhältnis 16:10). Zudem lassen sich ein 9,7 Zoll großes Modell mit „2K“-Auflösung (2.048 x 1.536; Seitenverhältnis 4:3) und ein 13,3 Zoll großes Modell mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel; 16:9) erwerben. Während rund drei Megapixel bei etwas weniger als zehn Zoll großen Panel sicherlich als hoch einzuschätzen sind, wirken eine Million Bildpunkte auf 10 Zoll schon deutlich pixeliger. Nicht vergessen dürfen die unterschiedlichen Seitenverhältnisse der Panels.

4:3 sind für Fotos nur im Kompaktkamera-Segment und bei MFT-Kameras üblich, 16:9 Aufnahmen allenfalls bei Smartphones. Vor dem Kauf muss man sich also nicht nur für die Größe entscheiden, sondern auch die Auflösung und das Seitenverhältnis bedenken. Zu einem späteren Zeitpunkt gehen wir in diesem Artikel nochmals auf die Thematik „Seitenverhältnisses“ ein.

Mit dem biegsamen Standfuß wird der Rahmen aufgestellt:

Zurück zu unserem 10,1 Zoll großen Modell. Dieses misst 18,7 x 26,8 x 3,1cm und bringt laut Herstellerangabe 590g auf die Waage. Das Panel wird mit einer Helligkeit von 400cd/m2 angegeben, der interne Speichert ist 8GB groß. Zudem spricht die Produktseite von einem 512MB großen Arbeitsspeicher und zwei Monolautsprechern mit jeweils zwei Watt. Die Datenübertragung erfolgt nur per WLAN (802.11 b/g/n), einen Speicherkartenslot oder einen USB-Port gibt es nicht.

Der Nixplax W10F ist im klassischen Bilderrahmenlook gehalten, die Ränder sind jedoch deutlich dünner als die MItte. Er kann mittels eines biegsamen Standfußes, den der Nutzer selbst anpassen kann, aufgestellt oder per Halterung an der Wand befestigt werden. Der Standfuß macht den flexiblen Aufbau möglich, die Konstruktion aber auch etwas wackelig. Die Optik lässt den Rahmen sehr hochwertig erscheinen, als Material kommt dagegen nur Kunststoff zum Einsatz. Für den Praxiseinsatz ist das Aussehen natürlich wichtiger als das Material.

Der Stromanschluss befindet sich im Standfuß:

Der Einsatz in der Praxis:
Wie bereits erwähnt ist der smarte Bilderrahmen ohne größere Aktionen einsatzbereit. Dafür ist lediglich das stromführende Kabel des Netzteils in den Standfuß einzustecken. Diese Lösung finden wir einerseits clever, dadurch kann das Stromkabel sehr einfach versteckt werden. Andererseits schränkt sie beim Aufbauen des Rahmens etwas ein. Sind alle „Vorarbeiten“ abgeschlossen, steht das Einrichten der WLAN-Verbindung an.

Wie schon angesprochen, erfolgt die Datenzuspielung zum Rahmen nur per WLAN. Aine andere Möglichkeit existiert nicht. Das finden wir angesichts nicht überall vorhandener Netzwerke als nicht optimal. Als Backup würde beispielsweise ein SD-Slot zweifellos Sinn ergeben.

Die Infrarot-Fernbedienung des Nixplay W10F:

Wurde der Rahmen mit dem WLAN verbunden, wird zunächst ein automatisches Software-Update bzw. die Suche danach ausgeführt. Anschließend bekamen wir ein kurzes Einführungsvideo (auf englisch) zu sehen. Alle Schritte sind in der beiliegenden Bedienungsanleitung gut erklärt, das Video ist daher eigentlich nicht notwendig. Eingaben nimmt man am Rahmen grundsätzlich mit der mitgelieferten Fernbedienung vor. Das ist bei der Eingabe des WLAN-Schlüssels etwas umständlich, diese Aufgabe ist aber natürlich nur einmal zu erledigen.

Die Nixplay-App in der Übersicht:

Als nächstes muss der Bilderrahmen mit dem Benutzerkonto verbunden werden. Das geht mit der Nixplay-App oder per Browser über die Webseite des Unternehmens. Letztere Alternative finden wir sinnvoll, man kann den Bilderrahmen dadurch auch ohne Smartphone betreiben. Ein Konto benötigen Besitzer bei Nixplay F10F allerdings in jedem Fall, dabei kann man mit Daten aber sehr sparsam umgehen. Das Verbinden des Smartphones und des Rahmens bzw. des Kontos und des Rahmens funktioniert sehr einfach, dafür wird eine 16-stellige Nummer verwendet.

Das Bedienpanel des Nixplay-Kontos (Browser):

Der Bild-Upload im Konto:

Für den Bildupload erstellt man eine neue Playlist und speichert die ausgewählten Fotos darin ab. Danach erfolgt der automatische Bildupload zum Rahmen. Die Upload-Dauer hängt natürlich von der Bildgröße und der Übertragungsgeschwindigkeit des eigenen Internetanschlusses ab. Als Dateiformate sind JPEG (JPG) und PNG wählbar, ein Foto kann bis zu 21MB groß sein. Das ist mehr als ausreichend. Wurde eine Playlist (max 2.000 Bilder pro Liste) erstellt und aktiviert, lässt sich diese über den Rahmen auswählen.

Alternativ kann man die Bilder aller Playlists wiedergeben. Für die Auswahl wird die Fernbedienung verwendet. Wer Bilder aus anderen Quellen wiedergeben möchte, kann sein Konto mit dem Konto der klassischen Social-Media-Dienste wie Facebook oder Instagram verbinden.

Der Druck auf die Einstellungen-Taste öffnet ein kleines Menü:

Ein Teil der Einstellungsmöglichkeiten des Bilderrahmens:

Aus diesen Übergängen lässt sich wählen:

Zu den Optionen des smarten Bilderrahmens gehören unter anderem die Helligkeit oder die Lautstärke. Über die App bzw. den Browser kann man zudem einen „Schlafplan“ festlegen oder den „Motion-Sensor“ konfigurieren. Mit dem Schlafplan wird bestimmt, zu welchen Zeiten der Rahmen grundsätzlich ausgeschaltet sein soll. Der Motion-Sensor deaktiviert den Rahmen nach einer gewissen Zeit, wenn keine Bewegungen erkannt werden. Beide Optionen finden wir sehr sinnvoll. Daneben kann man die Wiedergabedauer eines Bildes (fünf Sekunden bis eine Stunde) festlegen oder sich für einen Übergangseffekt (Schwenken, Zoomen, Kachel, …) entscheiden. Optionen gibt es also mehr als genug. Der Speicherplatz des WLAN-Rahmens liegt laut Datenblatt bei 8GB, die installierte Software benötigt davon wie üblich allerdings schon einen gewissen Teil. Im Menü des Rahmens wurden uns vor dem Aufspielen von Bildern 96 % Prozent freier Speicher (von 5GB gesamt) angezeigt. Nachdem von Aufspielen von mehr als 30 Bildern änderte sich merkwürdigerweise nichts. Welchen Sinn diese Anzeige hat – oder ob sie bei uns einfach nicht funktionierte – bleibt unklar.

Links der Infrarot-Empfänger für die Signale der Fernbedienung, rechts der Bewegungssensor:

Die Bildqualität des Panels ist ordentlich, Farben werden realitätsnah dargestellt. Pixel sind bei einem normalen Betrachtungsabstand nicht zu erkennen, bei genauerem Hinsehen aus kürzeren Entfernungen aber sehr wohl. Wer sich daran stört, erwribt die höher aufgelösten Versionen. Sehr gut gefallen haben uns die großen Einblickwinkel des Panels, dadurch kann man den Rahmen auch ohne Einschränkungen von der Seite betrachten.

Nicht optimal finden wir dagegen, dass herkömmliche Bilder wegen des 16:10-Panels immer mit Rändern wiedergegeben werden. Egal ob 4:3, 3:2 oder 16:9, immer sind schwarze Ränder (an der Seite bzw. oben und unten) sichtbar. Ein Seitenverhältnis abseits der üblichen Seitenverhältnisse von Bildern zu wählen, ist wenig sinnvoll. Schließlich will man möglichst viel vom Bild und wenig Rand sehen. Dagegen sehr gut gelöst: Ein Sensor erkennt die Drehrichtung des Rahmens automatisch und passt die Wiedergabe daran an.

Der Nixplay W10F ist ein "moderner" Bilderrahmen mit Stärken und Schwächen:

Unser Fazit:
Der smarte 10,1 Zoll große WLAN-Bilderrahmen von Nixplay hat im Test einen guten, aber auch etwas zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Zu den positiven Seiten zählen die schnelle und einfache Einrichtung, die zahlreichen Optionen und der integrierte Lagesensor zur automatischen Ausrichtung. Der flexible Standfuß erlaubt den optimalen Aufbau, er macht die Konstruktion aber auch etwas wackelig. Die Integration des Kabels im Ständer hat ebenso seine Vor- und Nachteile. Die Bildqualität des Rahmens finden wir aus normalem Betrachtungsabstand gut, allzu nah sollte man aber nicht herangehen. Dann werden schnell Pixel sichtbar. Die Blickwinkelstabilität und die Farbwiedergabe überzeugen dagegen auf ganzer Linie.

Ein echtes Ärgernis ist das für Bilder wenig geeignete 16:10-Seitenverhältnis des zum Einsatz kommenden Panels. Dadurch sind unabhängig vom gewählten Aufnahme-Seitenverhältnis (16:10 natürlich ausgenommen) immer schwarze Ränder sichtbar. Das sieht zum einen nicht ansprechend aus, zum anderen verschenkt man einfach Platz. Bei den weiteren Modellen des Herstellers tritt dieser „Mangel“ immerhin nicht auf. Nicht optimal finden wir zudem die alleinige Datenübertragung per WLAN.  Eine Backup-Lösung per USB-Stick oder SD-Karte wäre sehr sinnvoll. Damit bliebe der Rahmen funktionstüchtig, wenn sich mangels WLAN oder entsprechendem Konto keine neuen Bilder aufspielen lassen.

Der dkamera.de Award zum smarten Bilderrahmen Nixplay W10F:

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