Panasonic GM5, GX7 und Olmypus OM-D E-M10 im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Spiegellose Systemkameras der Mittelklasse mit Sucher im Vergleich


v.l.n.r.: Panasonic Lumix DMC-GM5, Panasonic Lumix DMC-GX7, Olympus OM-D E-M10.

Im ersten Teil unseres Vergleichstests zwischen der Panasonic Lumix DMC-GM5, der Lumix DMC-GX7 und der Olympus OM-D E-M10 haben wir unter anderem die Abmessungen und die Bildqualität verglichen. In diesem zweiten Teil stehen die Geschwindigkeit, die Bildkontrolle, die Funktionen und Features auf dem Prüfstand.

Geschwindigkeit:
Die schnellste Serienbildrate besitzt von unseren drei Vergleichskameras mit Abstand die Olympus OM-D E-M10 (Geschwindigkeit). Sie kann acht Bilder pro Sekunde für 35 Aufnahmen in Folge im JPEG-Format festhalten, im RAW-Format sind es ebenfalls acht Bilder pro Sekunde für bis zu 18 Bilder in Folge. Auf Platz zwei folgt die Panasonic Lumix DMC-GM5 (Geschwindigkeit) mit 6,1 Bildern pro Sekunde ohne eine Begrenzung durch den kamerainternen Pufferspeicher (bei einer schnellen Speicherkarte).

Im RAW-Format sind noch 5,0 Bilder pro Sekunde für sieben Bilder in Folge möglich. 5,8 Bilder pro Sekunde (für eine ebenfalls nur durch die Größe der Speicherkarte begrenzte Bildanzahl in Folge) hält die Panasonic Lumix DMC-GX7 (Geschwindigkeit) im JPEG-Format fest. Knapp fünf Bilder pro Sekunde sind es bei RAW-Aufnahmen. Mit bis zu zwölf Bilder bei maximaler Geschwindigkeit liegt die GX7 hier aber vor den nur sieben Bildern der GM5.

Trotz kleiner Kameragehäuse muss man auf einen schnellen Autofokus nicht verzichten:

v.l.n.r.: Panasonic Lumix DMC-GM5, Panasonic Lumix DMC-GX7, Olympus OM-D E-M10.

Bei der Fokussierung liegt die Panasonic Lumix DMC-GX7 (Testbericht) mit 0,10 Sekunden auf Platz eins, die GM5 folgt mit 0,11 Sekunden und die Olympus OM-D E-M10 (Testbericht) mit 0,15 Sekunden. Bezieht man in diese Rechnung auch die Auslöseverzögerung mit ein, so ergeben sich für die GX7 genau 0,17 Sekunden, für die OM-D E-M10 sind es 0,20 Sekunden und für die GM5 sind es 0,22 Sekunden. In der Praxis lässt sich dieser Unterschied natürlich nicht feststellen, alle drei spiegellosen Systemkameras stellen richtig flott scharf.

Beim Einschalten können sich die beiden Panasonic-Modelle mit rund einer Sekunde Dauer (GX7: 1,01 Sekunden, GM5: 1,07 Sekunden) von der OM-D E-M10 mit deren 2,29 Sekunden deutlich absetzen. Da diese bei der ersten Aufnahme nach dem Einschalten allerdings deutlich schneller agiert (1,27 Sekunden), fällt der Vorsprung hier geringer aus. Die GX7 (0,90 Sekunden) und die GM5 (1,00 Sekunden) liegen aber trotzdem weiter in Front.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Olympus OM-D E-M10.

Der elektronische Sucher der Panasonic Lumix DMC-GX7 lässt sich auch nach oben klappen.

Panasonic Lumix DMC-GX7.

Bei der Panasonic Lumix DMC-GM5 und der Olympus OM-D E-M10 ist er fest verbaut.

Links im Bild sehen sie die Panasonic Lumix DMC-GM5, rechts die, Olympus OM-D E-M10.

Bildkontrolle:
Beim Blick auf den Sucher fällt zuerst die unterschiedliche Positionierung auf. Bei den Kameras von Panasonic liegt dieser in der linken oberen Ecke, bei der OM-D E-M10 in der optischen Achse und fast in der Kameramitte. Alle drei Sucher verfügen über einen Augensensor zum automatischen Wechsel vom Sucher zum Display. Das Modell der GM5 löst mit 1,17 Millionen Subpixel am geringsten auf, der Sucher der Olympus OM-D E-M10 gibt 1,44 Millionen Subpixel wieder und bei der GX7 werden stattliche 2,76 Millionen Subpixel aufgelöst. Dessen Sucherbild ist daher am schärfsten. Bei der Größe des Sucherbildes liegen die Olympus OM-D E-M10 und die Panasonic Lumix DMC-GX7 in etwa gleich auf, hier kann man das Motiv sehr gut betrachten. Deutlich kleiner ist der Sucher der GM5. Die Bildecken werden unserer Meinungen nach auch teilweise etwas unscharf wiedergegeben. Eine Besonderheit gibt es noch beim Sucher der GX7 zu erwähnen. Diesen kann man um 90 Grad nach oben klappen.

Nur das Display der Panasonic Lumix DMC-GM5 ist fest verbaut:

v.l.n.r.: Panasonic Lumix DMC-GM5, Panasonic Lumix DMC-GX7, Olympus OM-D E-M10.

Zu den Displays: Nach unten und oben lassen sich die LCDs der GX7 und der E-M10 klappen. Dadurch hat man in den allermeisten Situationen das Motiv gut im Blick. Das LCD der GM5 kann man nicht klappen, es ist fest verbaut. Hier muss man also auch schräg auf das Display blicken, wenn es nötig ist. Große Einblickwinkel, die allerdings bei allen drei Kameras zu finden sind, erlauben dies aber auch. Eine gute Darstellungsqualität wird auch durch die jeweils hohen Auflösungen gewährleistet. Knapp 1,04 Millionen Subpixel sind es bei der GX7 und der E-M10, 921.000 Subpixel bei der GM5. Das Display der GM5 besitzt ein Seitenverhältnis von 16:9, die anderen Kameras besitzt ein LCD mit 3:2-Format. Dies ist bei der standardmäßigen Aufnahme von Bildern im 4:3-Format natürlich besser. Die GM5 zeigt Videos dafür bildfüllend.

Alle Displays verfügen über eine Touchoberfläche, damit kann man besonders komfortabel den Fokuspunkt wählen. Im Gegensatz zu den beiden Touchscreens der Panasonic-Modelle funktioniert das Touchscreen der E-M10 aber nicht immer. So besitzt es im Menü keine Funktion, im Wiedergabemodus kann man „nur“ durch die Bilder wechseln und zoomen. Daher bieten auch nur die GX7 und die GM5 Touch-Fn-Tasten.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Panasonic Lumix DMC-GX7.

Funktion und Features:
Bei den Fotoprogrammen haben unsere Vergleichskandidaten jeweils eine Vollautomatik, Szenenprogramme und Filter zu bieten. 24 Szenenprogramme sind es bei der OM-D E-M10 und der GX7, genau 23 sind es bei der GM5. 12 Filter hat die OM-D E-M10 zu bieten, zudem gibt es einen Photostory-Modus. 22 Filter können bei der GX7 und der GM5 auf die Bilder angewendet werden. Zur halbautomatischen und manuellen Kontrolle werden natürlich die PSAM-Modi angeboten. Nur bei der GM5 und der GX7 lassen sich verschiedene Einstellungen abspeichern und über Custom-Programme abrufen.

Alle drei Systemkameras haben sehr viele Einstellungsmöglichkeiten zu bieten:

v.l.n.r.: Panasonic Lumix DMC-GM5, Panasonic Lumix DMC-GX7, Olympus OM-D E-M10.

Als Belichtungszeiten sind bei allen drei Kameras bis zu 60 Sekunden möglich, zusätzlich gibt es aber auch noch einen Bulbmodus. Bei der OM-D E-M10 lässt sich dieser zudem um eine Liveansicht erweitern. Hier kann man die Belichtung des Bildes über das Display verfolgen. Als kürzeste Verschlusszeit mit mechanischem Verschluss hat die Panasonic Lumix DMC-GM5 durch deren besonders kompakten Verschlussmechanismus nur 1/500 Sekunde zu bieten. Bei der Olympus OM-D E-M10 sind es 1/4.000 Sekunde und 1/8.000 Sekunde bei der Panasonic Lumix DMC-GX7. Da die GM5 und die GX7 allerdings auch über einen elektronischen Verschluss verfügen, lässt sich mit diesem ergänzend dazu arbeiten. Bei der GX7 ist damit zwar nur 1/8.000 Sekunde möglich, weshalb der Vorteil des elektronischen Verschlusses in der lautlosen Aufnahme liegt. Bei der GM5 lässt sich die Belichtungszeit aber von 1/500 Sekunde auf 1/16.000 Sekunde erweitern. Somit bietet diese die kürzeste Verschlusszeit aller drei Kameras.

Der Autofokus arbeitet bei allen drei Kameras auf Basis der Kontrastmessung und erlaubt die automatische sowie die manuelle Messfeldwahl. Bei der Panasonic Lumix DMC-GM5 und der Panasonic Lumix DMC-GX7 stehen 23 Fokusfelder zur Wahl, bei der Olympus OM-D E-M10 sind es 81 Messfelder. Jedes Feld lässt sich händisch auswählen, bei der OM-D E-M10 kann man zudem neun Messfelder als Zonen-AF festlegen. Die Größe des Messfeldes lässt sich bei der E-M10 mit der Spot-Option verkleinern, bei den Panasonic-Modellen werden unterschiedliche Größen (bis zu 15 bei der GM5) angeboten. Zudem gibt es auch einen Punkt-AF für besonders kleine Objekte. Neben der Einzelfokussierung werden eine kontinuierliche Fokussierung, eine Gesichtserkennung und auch ein AF-Tracking angeboten. Beim manuellen Scharfstellen helfen jeweils eine Displaylupe und ein Fokuspeaking.

Dass auch kompakte Modelle viele Funktionen besitzen können, zeigen unsere Testkandidaten:

v.l.n.r.: Panasonic Lumix DMC-GM5, Panasonic Lumix DMC-GX7, Olympus OM-D E-M10.

Die gute Ausstattung setzt sich auch bei den weiteren Optionen fort. So kann man im Menü alle nur denkbaren Optionen einstellen. Vorhanden ist zudem jeweils ein Intervallmodus, mit dem sich beispielsweise Zeitraffer erstellen lassen.

Ein integrierter Bildstabilisator ist bei der GX7 und der E-M10 vorhanden. Dieser kann bei der E-M10 für die Aufnahme von Fotos sowie Videos verwendet werden, bei der GX7 lässt er sich nur für Fotos nutzen. Ganz auf einen Bildstabilisator verzichten muss die GM5. Bei vielen Objektiven von Panasonic ist das zwar kein Problem, da diese selbst einen Bildstabilisator besitzen, gerade bei lichtstarken Festbrennweiten ohne Bildstabilisator ist die E-M10 aber im Vorteil. Ein kleiner Nachteil ist hier allerdings der bei leisen Umgebungen hörbare Stabilisatormotor. Bei Videos kann dieser durchaus auf der Tonspur wahrgenommen werden.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.

Im dritten Teil unseres Vergleichstests zwischen der Panasonic Lumix DMC-GM5, der Lumix DMC-GX7 und der Olympus OM-D E-M10 gehen wir auf die Erweiterbarkeit ein, schauen uns die Videoaufnahme näher an und ziehen ein Fazit.

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