Ricoh feiert das 30-jähirge Jubiläum der GR-Serie

Von der analogen Ricoh GR1, über die Ricoh GR Digital zur aktuellen GR IV

Der Kameramarkt hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Anfang dieses Jahrhunderts lösten digitale Modelle analoge Kameras ab, Ende der 2000er Jahre kamen die ersten spiegellosen Systemkameras auf den Markt und seit rund zehn Jahren sind Smartphones für einfachere Kameras zu einer ernsthaften Konkurrenz geworden. An keiner Modellreihe sind diese Änderungen spurlos vorbeigegangen, am eigentlichen Konzept hat sich bei einer Serie jedoch nur recht wenig geändert: der Ricoh-GR-Serie. Diese feiert dieses Jahr das 30-jährige Jubiläum.

Die Modelle der Ricoh-GR-Reihe verbinden seit jeher kompakte Abmessungen und eine hohe Bildqualität. Zum Konzept der Serie gehören laut Ricoh zudem eine schnelle Reaktion und die stetige Weiterentwicklung. Diese Philosophie ließ die GR-Reihe alle Änderungen im Kamerasegment der letzten 30 Jahre überstehen. Als erste Kamera der GR-Serie kam 1996 die Ricoh GR1 auf den Markt. Bereits hier ist das klassische Weitwinkelobjektiv mit 28mm Brennweite und einer Lichtstärke von F2,8 verbaut, das die meisten Kameras der Serie besitzen. Im Laufe der Jahre wurde die Serie zudem um Modelle mit leicht abweichenden Brennweiten erweitert. Die 2001 vorgestellte Ricoh GR21 ist beispielsweise mit einem 21-mm-Objektiv mit einer Blende von F3,5 ausgestattet.

Alle GR-Modelle im Überblick:

Während die ersten fünf GR-Modelle Fotos noch analog aufnahmen, vollführte Ricoh im Jahr 2005 den Wechsel zur Digitalfotografie. Die Ricoh GR Digital ist mit einem 8 Megapixel auflösenden Bildwandler der 1/1,8-Zoll-Klasse ausgestattet, das F2,4-Objektiv besitzt auf Kleinbild umgerechnet wieder die bekannte Brennweite von 28mm. Im Laufe der Jahre erhielt die GR Digital drei Nachfolgemodelle. Hier wurde sowohl die Auflösung der Sensoren erhöht als auch deren Größe leicht verändert.

Die 2005 vorgestellte Ricoh GR III Digital ist das erste Modell mit digitalem Bildwandler statt Film:

Der Schritt zu einem Bildwandler in APS-C-Größe erfolgt allerdings erst bei der 2013 präsentierten Ricoh GR. Seitdem sind alle GR-Modelle mit einem Sensor dieser Klasse ausgerüstet. Während die Sensor-Auflösung bei den ersten beiden Modellen noch bei 16 Megapixeln lag, wurde diese bei der GR III auf 24 Megapixel und bei der Ricoh GR IV auf 26 Megapixel erhöht.

Keine Auflösungssprünge gab es dagegen bei Videos. Seit dem ersten GR-Modell mit APS-C-Chip lassen sich Videos in Full-HD aufzeichnen. Die Videofunktion stand bei den Kameras der GR-Reihe allerdings nie im Fokus, weshalb der Verzicht auf moderne Videofeatures für die meisten Käufer der GR-Modelle verschmerzbar ist.

Seit der dritten GR-Generation minimiert ein optischer Bildstabilisator Verwacklungen

Zu den wichtigsten Upgrades der neueren Modelle gehören der Sensor-Shift-Bildstabilisator und die Fokussierung mittels Phasendetektion. Beide Features sind ab der dritten GR-Generation vorhanden. Ab hier muss man jedoch auf einen integrierten Blitz verzichten, der bei älteren Kameras noch vorhanden ist. Wie schon zu früheren Zeiten bietet Ricoh zudem wieder Modelle mit unterschiedlichen Brennweiten an. Während bei den Standardmodellen eine 28mm-Optik (KB-äquivalent) mit Blende F2,8 verbaut ist, verfügt die GR IIIx über ein 40mm-Objektiv (KB-äquivalent) mit F2,8.

Das Objektiv der GR IIIx fällt mit 40mm weniger weitwinkelig als das klassische 28mm-Modell aus:

Daneben lassen sich zwei weitere spezielle Modelle erstehen: die Ricoh GR III bzw. die Ricoh GR IV mit dem Zusatz HDF und die Ricoh GR IV Monochrome. Während die GR IV Monochrome nur Schwarz-Weiß-Bilder aufnimmt, ist bei den HDF-Versionen ein „Highlight Diffusion“-Filter statt des regulären ND-Filters verbaut. Dieser lässt sich bei Bedarf einschwenken und sorgt für einen „weicheren“ Bildlook.

Zu zukünftigen Modellen hat sich Ricoh bislang noch nicht geäußert, die Vorstellung der Ricoh GR IVx mit 40mm-Objektiv (KB) dürfte wegen der aktuell hohen Nachfrage nach Kompaktkameras aber nur eine Frage der Zeit sein.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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