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Samsung Galaxy Note 9: Smartphone- und Kameratest (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones

Die Note-Serie stellt innerhalb der Smartphone-Reihen von Samsung die Flaggschiffe dar. Gegenüber der Galaxy-S-Serie wird in der Regel noch etwas bessere Technik verbaut und – das ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal – ein zusätzlicher Stift mitgeliefert. Dieser lässt sich im Gehäuse unterbringen und fällt erst auf, wenn man ihn herauszieht. Wir schauen uns im Folgenden das neueste Note-Modell von Samsung, das Note 9, an.

Der Lieferumfang:
Zum Lieferumfang des Galaxy Note 9 zählen ein Schnellladegerät mit bis zu 1,67mAh bei 9V, ein USB-Kabel (Typ C auf Typ A), ein Kopfhörer mit auswechselbaren Ohreinsätzen, ein Micro-USB-auf-USB-C-Adapter und ein USB-Adapter zum Überspielen von Daten eines anderen Smartphones auf das Note 9. Zudem wird ein Öffnungswerkzeug für den SIM-Kartenschacht mitgeliefert. Der Lieferumfang umfasst somit alle Teile, die man für den sofortigen Einsatz des Smartphones benötigt.

Das mitgelieferte Zubehör:

Die technischen Daten:
Mit dem Galaxy Note 9 hat Samsung seit dem Sommer 2018 ein neues Spitzenmodell im Angebot, dessen Wurzeln sowohl auf das Note 8 als auch auf das Samsung Galaxy S9(+) zurückgehen. Die verbaute Hardware hat der Hersteller zum Teil aber nochmals verbessert. Als Display kommt ein Super-AMOLED-Panel mit 2.960 x 1.440 Pixel zum Einsatz, gegenüber dem S9+ wurde die Diagonale von 6,3 auf 6,4 Zoll vergrößert. Das Display ist im mittlerweile bekannten 18,5:9-Verhältnis gehalten und besitzt für möglichst kleine Ränder runde Ecken sowie abgerundete Kanten. Eine Notch gibt es nicht.

Für die notwendige Rechenpower sorgt ein Exynos 9810 mit vier Exynos-M3-Kernen (2,70GHz) sowie vier Cortex-A55-Kernen (1,80GHz). Die GPU Mali-G72 MP18 wird mit einem Takt von 572MHz angegeben, der Arbeitsspeicher ist 6GB oder 8GB groß. 6GB sind beim Modell mit 128GB integriertem Speicher vorhanden, 8GB bei der 512GB-Version. Für beide Geräte gilt: Der Speicher lässt sich per microSD-Karte erweitern. Eine 512GB große Karte kann den gesamten Speicher somit auf bis zu 1TB (Terabyte) erhöhen. Damit die entstehende Wärme von den heißesten Komponenten besser abgeführt wird, wurde ein neues Kühlsystem verbaut.

Die Kameratechnik des Galaxy Note 9 hat Samsung vom Galaxy S9+ übernommen. Bei der Hauptkamera kommt ein Weitwinkelobjektiv mit 26mm Brennweite (KB-äquivalent) und einer Lichtstärke von F1,5 (auf F2,4 schließbare Blende) zum Einsatz. Dahinter sitzt ein Sensor der 1/2,55-Zoll-Klasse mit 12,2 Megapixel. Wie das Plus-Modell verfügt das Note 9 zudem über eine Telekamera mit 52mm Brennweite und F2,4-Blende. Die Stabilisierung beider Objektive erfolgt optisch. Neue Software-Algorithmen sollen gegenüber den bereits erhältlichen Modellen von Samsung für bessere Bildergebnisse sorgen.

Videos nimmt das Galaxy Note 9 in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf, die Slow-Motion-Funktion hält bis zu 960 Bilder pro Sekunde fest. Auf der Vorderseite gibt es eine Frontkamera mit acht Megapixel, das Objektiv wird mit einer Anfangsöffnung von F1,7 angegeben.

Die Datenübertragung erfolgt per WLAN mit den Standards 802.11a, b, g, n oder ac, das Bluetooth-Modul entspricht dem 5.0-LE-Standard. Per LTE Advanced Pro werden Geschwindigkeiten von bis zu 1.200Mbit/s im Download und 200Mbit/s im Upload erreicht. NFC und GPS sind ebenso vorhanden. Der Akku des Galaxy Note 9 besitzt eine Kapazität von 4.000mAh, geladen wird er über USB-C oder drahtlos per Qi-Technologie. Der Datentransfer erfolgt mit dem USB-3.1-Protokoll. Unser Testgerät wurde mit Android 8.1 ausgeliefert, das Update auf Android 9 dürfte im Laufe des Jahres folgen. Die IP68-Zertifizierung des Smartphones sorgt dafür, dass Staub und Wasser nicht ins Innere vordringen können. Der als S-Pen bezeichnete Stift des Note 9 unterscheidet 4.096 Druckstufen und lässt sich dank Bluetooth zur drahtlosen Steuerung verwenden.

Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Samsungs Spitzenmodelle der Galaxy-S-Serie überzeugen seit Langem mit einem modernen Design und der hochwertigsten Verarbeitung. Für das Galaxy Note 9 gilt dies gleichfalls. Ein Metallrahmen verbindet die beiden Glasflächen auf der Vorder- sowie Rückseite, das Infinity-Display sorgt für einen praktisch nicht vorhandenen Rand an den Seiten. Der Einsatz von Gorilla Glass 5 soll eine hohe Bruch- und Kratzfestigkeit sicherstellen. Im Vergleich zum Samsung Galaxy S9(+) fällt das Note 9 etwas kantiger aus, das merkt man beim Festhalten sofort. Dies kann durchaus stören – wir meinen jedoch, dass das Smartphone dadurch besser festzuhalten ist. Eine Hülle gehört unserer Meinung nach trotzdem zum empfehlenswerten Zubehör, im Gegensatz zum S9(+) sehen wir sie aber als nicht ganz so notwendig an.

Das Note 9 besitzt kleine Displayränder und ein besonders scharfes OLED-Panel:

Dass Samsung beim Galaxy Note 9 nochmals auf ein größeres Display (6,4 Zoll statt 6,2 Zoll) als beim S9+ setzt, ist aus unserer Sicht nicht ganz so optimal. Selbst Personen mit größeren Händen dürften das 76 x 162 x 8,9mm große Smartphone als ziemlich riesig empfinden. Durch die längliche Form kann man es zwar noch gut festhalten, an die Lautstärkewippe kommt man ohne umzugreifen jedoch nur schwer oder sogar überhaupt nicht heran. Die Bixby-Taste erreicht man dagegen gut – man will das in der Praxis aber oftmals gar nicht.

Durch das Always-On-Display sind wichtige Informationen immer ablesbar:

Das Display bietet mit 2.960 x 1.440 Pixel (Super AMOLED) eine sehr hohe Auflösung, die Bildschärfe, die Helligkeit und der Kontrast sind exzellent. Die Darstellung wirkt bei Bildern und Videos teilweise allerdings etwas zu stark gesättigt, gerade Fotografen sollten dem Bildeindruck eines Fotos auf dem Display nicht vorbehaltlos trauen. Ob das Seitenverhältnis von 18,5:2 einen riesigen Vorteil darstellt, müssen wir auch beim Galaxy Note 9 verneinen. Sehr gut: Über die stromsparende Always-On-Display-Funktion sind wichtige Informationen selbst dann zu sehen, wenn sich das Smartphone im Standby-Betrieb befindet.

Die gut spürbaren Tasten liegen an den Seitenflächen:

Das Entsperren des Note 9 funktioniert unter anderem per Fingerabdrucksensor auf der Rückseite:

Oberhalb des abgerundeten Displays hat Samsung neben der Frontkamera und der Hörmuschel mit zweitem Lautsprecher (für einen Stereoeindruck) mehrere Sensoren platziert. Einer davon übernimmt das Scannen der Iris und soll ein schnelles Entsperren ermöglichen. Im Praxistest gab es (wenn das Smartphone nicht zu schräg gehalten wurde) keine Probleme. Wir bevorzugen jedoch weiterhin den Fingerabdrucksensor.

Neben der SIM-Karte steht ein Slot für microSD-Karten zur Verfügung (bei Dual-SIM: 2x SIM möglich):

Auf der Unterseite befinden sich der Kopfhörerausgang, ein USB-C-Port und ein Lautsprecher:

Auf der oberen Seitenfläche des Gerätes hat Samsung das Fach für die Nano-SIM-Karte und eine zusätzliche microSD-Karte (bei der Dual-Sim-Variante passt in den microSD-Slot eine zweite SIM-Karte) untergebracht. An der Unterseite liegen der Lautsprecher, der USB-C-Port und der Kopfhöreranschluss (3,5mm-Klinkenstecker). Das ist so weit nichts Neues und schon vom Galaxy S9(+) bekannt.

Des Weiteren wird auf der Unterseite der S-PEN dem Gehäuse entnommen:

Der S-PEN erkennt 4.096 Druckstufen und lässt sich auch als Fernbedienung verwenden:

Das Galaxy Note 9 hat jedoch noch mehr zu bieten: den S-Pen. Dieser lässt sich auf der Unterseite nach einem kurzen Drücken auf den Stift aus dem Gehäuse herausziehen. Den S-Pen gibt es seit dem Note 1, es handelt sich um eine „Eingabehilfe“. Der Stift erlaubt unter anderem das Schreiben auf dem Display, dank 4.096 Druckstufen lässt sich sogar die Dicke des Strichs bestimmen.

Egal ob kurze Notizen oder längere Texte, mit dem S-Pen steht eine sehr gelungene Ergänzung zur Eingabe mit den Fingern zur Verfügung. Eine kurze Verzögerung ist beim Schreiben zwar spürbar, als störend würden wir diese aber nicht bezeichnen.

Nach dem Herausziehen des S-PENs öffnet sich bei entsperrtem Gerät ein spezielles Menü:

Sehr gut gefällt uns, dass deutlich geschriebene Wörter von der Handschrifterkennung in der Regel entziffert werden können und man Notizen sogar auf das ausgeschaltete Display schreiben kann. Der S-Pen des Galaxy Note 9 erlaubt dank Bluetooth-Anbindung jedoch noch mehr. Er agiert als Fernbedienung und lässt sich für rund 30 Minuten (solange hält der Akku) unter anderem zum Steuern von YouTube-Videos oder für Präsentationen verwenden. Das Laden des Akkus dauert nur 40 Sekunden, danach ist der S-Pen wieder eine halbe Stunde einsatzbereit.

Über das Display lassen sich unter anderem schnelle Notizen verfassen:

Im zweiten Teil unseres Testberichts des Samsung Galaxy Note 9 gehen wir im Detail auf die Kameras des Smartphones ein.

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Kommentare

Zum Samsung Note 9:Im Text ...

Zum Samsung Note 9:Im Text sprechen Sie von einem noch größeren Display mit 6,4 Zoll. In der Tabelle darunter mit den technischen Daten schrumpft das Display auf 6,2 Zoll.

Hallo, vielen Dank für Ihren ...

Hallo,

vielen Dank für Ihren Hinweis, wir haben dies korrigiert. Es sind 6,4 Zoll.

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