Sony RX100 V, RX100 IV und RX100 III im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 3: Premium-Kompaktkameras der RX100-Serie mit 1,0 Zoll Bildwandler


v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, RX100 IV und RX100 III.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests der Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV und der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III die Gehäuse und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, gehen wir nun auf die Objektive, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Möglichkeiten zur Bildkontrolle ein.

Objektiv:
Beim Objektiv ergeben sich – wie schon bei den Abmessungen – keinerlei Unterschiede zwischen den drei Testkameras. Es kommt jeweils das Objektiv Zeiss Vario-Sonnar T* mit 24 bis 70mm KB-Brennweite sowie einer größten Blendenöffnung von F1,8 bis F2,8 zum Einsatz. Die Lichtstärke fällt recht schnell ab, F2,8 wird daher bereits ab 33mm erreicht. Trotzdem dürfen die Objektive noch als lichtstark bezeichnet werden.

Die Objektive decken jeweils 24 bis 70mm KB-Brennweite bei einer Lichtstärke von F1,8 bis F2,8 ab:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, RX100 IV und RX100 III.

Bei der Abbildungsleistung schneiden die 2,9x Zooms gemischt ab. Bei Offenblende ist die Bildschärfe vor allem im Weitwinkel und an den Rändern durchaus verbesserungsfähig, abblenden hilft allerdings weiter. Im Zentrum fällt die Detailwiedergabe dagegen generell sehr gut aus. Weitere optische Fehler wie die Verzeichnung oder Vignettierung werden bereits kameraintern sehr gut korrigiert.

Unsere Wertung beim Objektiv: Unentschieden.

Die Aufklappsucher sparen durch ihre Konstruktion beim Transport viel Platz:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, RX100 IV und RX100 III.

Bildkontrolle:
Sucher sind als zusätzliche Möglichkeit zur Bildkontrolle nur bei wenigen Digitalkameras der Kompaktklasse anzutreffen. Alle drei RX100-Modelle in diesem Test haben sie verbaut, dies muss grundsätzlich lobend erwähnt werden. Die Sucher können bei Nichtgebrauch komplett im Kameragehäuse verstaut werden und nehmen daher keinen Platz weg. Vor dem Einsatz muss man sie zuerst per seitlicher Taste ausfahren. Mit dem Einfahren im Gehäuse wird die Kamera ausgeschaltet, bei der RX100 IV und RX100 V kann man diese Funktion jedoch auch deaktivieren. Von außen sehen alle drei elektronischen Sucher identisch aus, die verbauten LCD-Panel sind es jedoch nicht. Während die Sucher der RX100 IV und RX100 V jeweils 2,36 Millionen Subpixel auflösen, weist der Sucher der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III (Testbericht) nur 1,44 Millionen Subpixel auf. Die Vergrößerung fällt dagegen identisch aus (0,59x). In der Praxis ist die niedrigere Auflösung bei der RX100 III im direkten Vergleich zu erkennen, als bedeutend würden wir diesen Unterschied jedoch nicht bezeichnen.

Mit den schwenkbaren Displays ist die Bildkontrolle sehr komfortabel möglich:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, RX100 IV und RX100 III.

Die Displays der Kompaktkameras sind völlig identisch. Sie messen 3,0 Zoll in der Diagonalen, durch die RGBW-Technologie verfügen sie über einen zusätzlichen weißen Bildpunkt und lösen 1,23 Millionen Subpixel auf. Große Einblickwinkel sind  vorhanden, die LCDs können zur besseren Einsicht außerdem nach oben (180 Grad) und nach unten (45 Grad) geschwenkt werden. Dadurch stellt die Bildkontrolle auch bei Selbstporträts kein Problem dar.

Unsere Sieger bei der Bildkontrolle: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V und Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV.

Bei der RX100 V und IV lässt sich einstellen, ob das Einfahren des Suchers die Kamera ausschaltet:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 V und IV.

Geschwindigkeit:
Die Arbeitsgeschwindigkeit der Kameras der RX100-Serie war schon immer vergleichsweise hoch. Von Modell zu Modell hat es Sony dabei geschafft, mit der Reihenaufnahme-Funktion immer höhere Bildraten zu ermöglichen. Ganz vorne liegt daher die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V (Testbericht) dank ihres Front-End-LSI-Chips. Sie speichert bis zu 23,9 Bilder pro Sekunde. Mit 157 JPEG-Bildern in Folge hat die neueste RX100-Kamera zudem auch den größten Pufferspeicher zu bieten. Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV schafft 16,5 Bilder pro Sekunde für 45 Aufnahmen in Serie, die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III zehn Bilder pro Sekunde für 50 Bilder in Folge. Alle Werte gelten für Aufnahmen im JPEG-Format. Bei RAW-Bildern kann die RX100 V ihren Vorsprung noch einmal ausbauen. Mit 24,0 Bildern pro Sekunde arbeitet die RX100 V rund dreimal so schnell wie die RX100 IV, die „nur“ noch 8,7 Bilder pro Sekunde erreicht. Die RX100 III kann bei RAW-Aufnahmen maximal 6,7 Bilder pro Sekunde speichern. Auch bei der Serienlänge liegt die RX100 V vorne. Mit 73 RAW-Bildern in Folge hält sie deutlich mehr Bilder in Serie als die RX100 IV (29) oder die RX100 III (26) fest. Bei JPEG+RAW-Aufnahmen ändern sich die Bildraten nicht mehr, die Aufnahmelänge wird mit 64 (RX100 V), 26 (RX100 IV) und 24 Bildern (RX100 III) aber etwas kürzer. Gut zu wissen: Bei der höchsten Bildrate beherrscht nur noch die RX100 V das kontinuierliche Fokussieren.

Alle drei Modelle erreichen trotz kompakter Abmessungen hohe Bildraten:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, RX100 IV und RX100 III.

Der Autofokus arbeitet bei der Sony Cyber-shot DSC-RX100 V mit 0,18 Sekunden am schnellsten, das neueste der drei Modelle verfügt als einziges auch über spezielle Phasendetektionspixel. Diese erlauben die Phasendetektion auf Sensorbasis. Die RX100 IV und RX100 III sind bei statischen Motiven mit 0,21 Sekunden bzw. 0,25 Sekunden allerdings nur wenig langsamer. Bewegte Motive kann die RX100 V durch die Phasendetektion deutlich treffsicherer – da schneller – scharfstellen, hier ist der Vorteil gegenüber der reinen Kontrastmessung am größten. Die Auslöseverzögerung unterscheidet sich mit jeweils 0,01 Sekunden nicht.

Bei der Einschaltzeit liegt dagegen die RX100 III mit 1,91 Sekunden in Führung, danach folgt die RX100 IV mit 2,01 Sekunden. Leicht abgeschlagen ist dagegen die RX100 V. Mit 2,56 Sekunden benötigt sie bis zur vollständigen Bereitschaft rund eine halbe Sekunde länger. Bei der Aufnahme des ersten Bildes nach dem Einschalten liegen die drei Digitalkameras dagegen wieder eng zusammen. Hier erreicht die RX100 V mit 2,03 Sekunden die Spitzenposition, die RX100 III ist mit 2,05 Sekunden allerdings kaum langsamer. Gleiches gilt auch für die RX100 IV mit 2,12 Sekunden.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V.

Bei den Kameragehäusen setzt Sony vor allem auf Metall:
v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, RX100 IV und RX100 III.

Funktionen und Features:
Kompakte Premiumkameras stehen bei den Funktionen und Features oftmals nicht mehr hinter größeren Modellen mit Wechselobjektiven zurück. Dies beweisen unter anderem auch die drei RX100-Kameras in diesem Test. Für Anfänger haben sie Fotoprogramme in Form von Automatiken und Szenenprogrammen zu bieten, ambitionierte Fotografen können die PSAM-Modi oder die Memory-Recall-Programme nutzen. Letztere erlauben das schnelle Abrufen von vorher abgespeicherten Parametern. Die Wahl des Fotoprogramms ist jeweils schnell per Einstellrad möglich.

Die Autofokussysteme nutzen bei der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV (Testbericht) und RX100 III nur die Kontrastmessung, die RX100 V stellt zudem per Phasendetektion scharf. Dazu besitzt sie einen Bildwandler mit 315 Messfeldern. Auf die Autofokusoptionen hat dieser Unterschied allerdings keine Auswirkungen. Neben der automatischen Messfeldwahl durch die Kamera kann man sich für ein mittiges Messfeld entscheiden oder das Messfeld frei im Bildfeld verschieben und dessen Größe anpassen. Die RX100 IV und die RX100 V erlauben des Weiteren die Messfeld-Erweiterung. Wer nicht nur den Autofokus zum Scharfstellen verwenden will, wechselt zum direkt-manuellen-Fokus (Vorfokussierung per AF, danach MF möglich). Natürlich wird aber auch ein rein manueller Fokusmodus angeboten. Die Fokuskontrolle ist per Displaylupe oder mit einem konfigurierbaren Fokuspeaking möglich.

Blick in das identisch aufgebaute Hauptmenü:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, RX100 IV und RX100 III.

Als Verschluss verwenden alle drei Kameras einen Zentralverschluss im Objektiv. Damit sind Belichtungszeiten von 30 Sekunden (länger per Bulb) bis zu 1/2.000 Sekunde realisierbar. Wer kürzere Verschlusszeiten benötigt, muss den elektronischen Verschluss nutzen. Damit sind allerdings nur die RX100 IV und die RX100 V ausgestattet. Bis zu 1/32.000 Sekunde lässt sich hiermit arbeiten, ein besonders schnelles Auslesen des Sensors verhindert Verzerrungen. Bei Kunstlicht kann der elektronische Verschluss allerdings zu Artefakten führen.

Jeweils vorhanden ist ein ND-Filter. Dieser reduziert das einfallende Licht um drei Blendenstufen, die Aufnahme bei Offenblende ist bei Sonnenschein daher selbst mit dem mechanischen Verschluss möglich. Auch mit der RX100 III, die keinen elektronischen Verschluss besitzt, kann somit blendenunabhängig fotografiert werden.

Unsere Sieger bei den Funktionen und Features: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V und Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichstests der Sony Cyber-shot DSC-RX100 V, der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV und der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III gehen wir auf die Videofunktion, die Erweiterbarkeit und die Schnittstellen ein.

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