Systemkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 1)

Hilfe für Ihre Kaufentscheidung: Aktuelle spiegellose Systemkameras zwischen 430 und 750 Euro

Große Sensoren und eine gute Bildqualität, viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten und wechselbare Objektive: Nein, Spiegelreflexkameras sind in diesem Artikel nicht gemeint, sondern die spiegellosen Systemkameras. Bereits seit einigen Jahren erreicht diese Kameraklasse immer höhere Marktanteile im gehobenen Kamerasegment und wächst zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für die Spiegelreflexkameras heran. Nach unseren Kaufempfehlungen für Kompakt- und Bridgekameras wollen wir Ihnen deshalb auch ausgewählte spiegellose Systemkameras vorstellen.

Systemkameras besitzen im Grunde genommen alle Vorteile einer Spiegelreflexkamera, nur auf den optischen Sucher muss verzichtet werden. Dafür bieten die spiegellosen Systemkameras einen mittlerweile ausgereiften und schnellen Autofokus, in der Regel eine sehr hohe Serienbildrate und eine im Vergleich zu Spiegelreflexkameras ähnliche Bildqualität – und das in konkurrenzlos kompakten Kamera-Gehäusen. Da Sie auch bei Systemkameras die Objektive wechseln können, müssen Sie auf den Komfort einer freien Objektivauswahl nicht verzichten.

Damit Sie sofort loslegen können, empfehlen wir in dieser Kaufberatung die Systemkameras zusammen mit einem Standard-Objektiv. Sollten Sie dieses nicht benötigen, weil Sie an einem anderen Brennweitenbereich interessiert sind oder bereits ein ähnliches Objektiv besitzen, können Sie unsere Kamera-Empfehlung natürlich auch ohne oder mit einem anderen Objektiv erwerben.

Um Ihnen die Suche nach der zu Ihnen passenden Digitalkamera zu erleichtern, haben wir die Systemkameras in vier Preisklassen unterteilt, wobei in diesem Artikel Einsteiger-Modelle zwischen 430 und 750 Euro mit ihren Stärken und Schwächen vorgestellt werden. Bitte beachten Sie, dass alle Bewertungskriterien nur für die entsprechende Preiskategorie gelten.

Samsung NX1000 mit NX 20-50mm F3,5-5,6 i-Function (ca. 430 Euro bei Amazon*)

Pro:

  • Gute Bildqualität
  • Hohe Serienbildrate
  • Großer Funktionsumfang

Contra:

  • Kein integrierter Blitz
  • Kein integrierter Sucher / keine Anschlussmöglichkeit für einen Sucher

Die Samsung NX1000 besitzt einen Bildsensor in APS-C-Größe (23,5 x 15,7mm) und mit 20,3 Megapixel Auflösung. Bei der Serienbildrate liefert die Digitalkamera mit 8 Bildern pro Sekunde ein sehr gutes Ergebnis ab, das Display ist 3,0 Zoll groß und löst 921.000 Subpixel auf. Leider lässt es sich weder drehen noch schwenken, was bei Sonnenschein zu einem Problem werden könnte, da auch ein Sucher fehlt. Weil außerdem kein integrierter Blitz vorhanden ist, muss ein kleiner externer Blitz entweder mit eingepackt oder auf dessen Einsatz verzichtet werden. Im Videomodus werden Videos in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde gespeichert. Die Samsung NX1000 ist für ca. 430 Euro bei Amazon* zusammen mit dem NX 20-50mm F3,5-5,6 i-Function (kleinbildäquivalente 30-75mm) eine gute Einsteiger-Systemkamera, nur wer unbedingt einen elektronischen Sucher einsetzen möchte, sollte sich die Samsung NX1000 nicht näher anschauen.

Sony Alpha NEX-F3 mit E 18-55mm F3,5-5,6 OSS (ca. 450 Euro bei Amazon*)

Pro:

  • Sehr gute Bildqualität
  • Hochauflösendes Display
  • Großer Funktionsumfang

Contra:

  • Kein integrierter Sucher

Die Sony Alpha NEX-F3 ist Sonys Einsteiger-Systemkamera. Sie besitzt einen 23,5 x 15,6 Millimeter großen APS-C-Sensor mit 16,1 Megapixel Auflösung und einer sehr guten Bildqualität. Das 3,0 Zoll große, nach oben und unten klappbare Display ist für diese Preisklasse mit 921.600 Subpixel sehr gut aufgelöst. Videos können in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 50 Halb- oder 25 Vollbildern gespeichert werden. Für einen Preis von ca. 450 Euro bei Amazon* erhält man bei der Sony Alpha NEX-F3 ein gutes Gesamtpaket. Das mitgelieferte Objektiv (E 18-55mm F3,5-5,6 OSS) deckt einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 27 bis 83 Millimeter ab, ein optischer Bildstabilisator verringert die Verwacklungsgefahr.

Panasonic Lumix DMC-GF5 mit Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3,5-5,6 OIS (ca. 500 Euro bei Amazon*)

Pro:

  • Gute Bildqualität
  • Sehr kompakte Kamera-Objektiv-Kombination
  • Guter Videomodus

Contra:

  • Kein integrierter Sucher / keine Anschlussmöglichkeit für einen Sucher

Die Panasonic Lumix DMC-GF5 ist Panasonics neuestes Systemkamera-Einsteigermodell und mit allerlei Features ausgestattet. Sie besitzt einen 17,3 x 13,0 Millimeter großen Live-MOS-Sensor mit einer Auflösung von 12,1 Megapixel, im Serienbildmodus kann sie vier Bilder pro Sekunde speichern. Weder dreh- noch schwenkbar ist das 3,0 Zoll große Display, mit 920.000 Subpixel ist es aber hoch aufgelöst und besitzt zudem eine Touchscreen-Oberfläche. Videos werden von der Panasonic Lumix DMC-GF5 in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 50 Halbbildern pro Sekunde aufgenommen. Zusammen mit dem Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3,5-5,6 OIS, das einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 28 bis 84 Millimeter abdeckt und einen optischen Bildstabilisator sowie einen Zoom-Motor besitzt, erhält man für ca. 500 Euro bei Amazon* die aktuell kompakteste spiegellose Systemkamera mit Zoomobjektiv.

Panasonics Lumix DMC-G5 mit Lumix G Vario 14-42mm F3,5-5,6 OIS (ca. 600 Euro bei Amazon*)

Pro:

  • Gute Bildqualität
  • Display und Sucher hochauflösend
  • Sehr gutes Handling

Contra:

  • Keine bedeutenden Schwächen

Die Panasonic Lumix DMC-G5 ist das Spiegelreflex-ähnlichste Kameramodell in diesem Artikel. Der 17,3 x 13,0 Millimeter große Bildsensor löst 16,0 Megapixel auf und liefert eine gute Bildqualität. Das Gehäuse ist gut verarbeitet, durch den großen Handgriff liegt die Digitalkamera sicher und komfortabel in der Hand. Zur Bildkontrolle kann entweder das dreh- und schwenkbare 3,0 Zoll große und mit 920.000 Subpixel hoch aufgelöste Touchscreen-Display verwendet werden oder der mit 1,44 Millionen sehr gut auflösende elektronische Sucher. Bei der Serienbildrate kann die Digitalkamera mit 6 Bildern pro Sekunde überzeugen, der Autofokus arbeitet schnell und treffsicher. Videos kann die Panasonic Lumix DMC-G5 in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 50 Vollbildern pro Sekunde aufnehmen. Die Panasonic Lumix DMC-G5 für ca. 600 Euro bei Amazon* besitzt alles, was eine gute Systemkamera ausmacht. Zusammen mit Lumix G Vario 14-42mm F3,5-5,6 OIS (kleinbildäquivalente 28-84mm) ist man bereits für viele Situationen gut gerüstet.

Sony Alpha NEX-5R mit E 18-55mm F3,5-5,6 OSS (ca. 640 Euro bei Amazon*)

Pro:

  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr hohe Serienbildrate
  • Mit Zusatzprogrammen (Apps) erweiterbar

Contra:

  • Kein integrierter Sucher

Die Sony Alpha NEX-5R besitzt einen Bildsensor in APS-C-Größe (23,5 x 15,6mm) und 16,1 Megapixel Auflösung. Das kompakte Gehäuse ist sehr gut verarbeitet, das 3,0 Zoll Touchscreen-Display löst 921.600 Subpixel auf und kann nach oben und unten geschwenkt werden. Der Autofokus arbeitet dank Hybrid-Technologie sehr schnell und treffsicher, 10 Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus sind ein sehr guter Wert. Als erste Digitalkamera von Sony lässt sich die Sony Alpha NEX-5R mit Zusatzprogrammen (Apps) um zahlreiche Software-Funktionen erweitern. Videos werden in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 50 Vollbildern pro Sekunde aufgenommen. Wer eine schicke und kleine Systemkamera sucht, die sich zudem mit Apps aufrüsten lässt, kommt an der Sony Alpha NEX-5R für ca. 640 Euro bei Amazon* nicht vorbei. Mit dem mitgelieferte Objektiv (18-55mm F3,5-5,6 OSS) wird ein kleinbildäquivalenter Brennweitenbereich von 27 bis 83 Millimeter abgeddeckt, der optische Bildstabilisator verringert die Verwacklungsgefahr.

Olympus PEN Lite E-PL5 mit M.Zuiko digital 14-42mm F3,5-5,6 II (ca. 700 Euro bei Amazon*)

Pro:

  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr hohe Serienbildrate
  • Integrierter Bildstabilisator

Contra:

  • Display könnte höher aufgelöst sein
  • Kein integrierter Sucher
  • Kein integrierter Blitz

Erst zur diesjährigen Photokina vorgestellt wurde die Olympus PEN Lite E-PL5. Der 17,3 x 13,0 Millimeter große CMOS-Sensor löst 16,1 Megapixel auf und bietet eine sehr gute Bildqualität. Das nach oben und unten klappbare Display stellt 460.000 Subpixel dar, mit acht Bildern pro Sekunde liefert der Serienbildmodus eine sehr schnelle Bildfolge. Im Videomodus werden Videos in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde gespeichert. Die Olympus PEN Lite E-PL5 ist das bisher beste PEN-Modell und für ca. 700 Euro bei Amazon* eine durchweg gute Systemkamera. Auf einen integrierten Blitz muss aber leider verzichtet werden. Mit dem Kit-Objektiv (M.Zuiko digital 14-42mm II) wird der wichtigste Brennweitenbereich (kleinbildäquivalente 28-84 Millimeter) abgedeckt, der Bildstabilisator sitzt bereits im Gehäuse der Olympus PEN E-PL5 und stabilisiert somit alle Objektive.

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Hinweis: Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Zufriedenheitsgarantie für unsere Kaufempfehlungen.

Unsere Digitalkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 in der Übersicht:

Kompaktkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 1): Bis 250 Euro

Kompaktkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 2): Über 250 Euro

Bridgekamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 1): 100 bis 250 Euro

Bridgekamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 2): Über 250 Euro

Systemkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 1): Bis 750 Euro

Systemkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 2): Über 750 Euro

Spiegelreflexkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 1): Bis 750 Euro

Spiegelreflexkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2012 (Teil 2): Bis 750 Euro

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