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Testbericht der FujiFilm instax mini LiPlay

Hybride Sofortbildkamera mit Zusatzfunktionen und drahtloser Steuerung

Fotografieren mit Sofortbildkameras ist im Trend, die Rekord-Verkaufszahlen fallen wegen der ansonsten sinkenden Kameraumsätze noch einmal beeindruckender aus. Davon möchte FujiFilm nachhaltig profitieren und brachte vor kurzem mit der instax mini LiPlay ein neues Modell auf den Markt. Dabei handelt es sich um eine Hybrid-Kamera mit Display, die zusätzlich zu Fotos auch Audio-Schnipsel aufzeichnen kann. Wir haben uns die neue Sofortbildkamera genauer angesehen.

Auslösen, Ausdrucken und schon ist es da, das fertige Bild. Gerade in unserer "durchdigitalisierten" Welt, hat das für viele Charme. Gedruckte Bilder haben die meisten vermutlich schon länger nicht mehr in der Hand gehalten. Als hybride Sofortbildkamera kann die instax mini LiPlay aber noch mehr, sie lässt sich auch als kompakter Fotodrucker für Smartphone-Fotos nutzen.

Die kompakte instax mini LiPlay gibt Fotos im Format 86 x 56mm aus:

Bevor wir auf die Praxis eingehen, kommen wir aber zunächst zu den technischen Daten. Die instax mini LiPlay ist eine 255g schwere und 8,3 x 12,3 x 3,7cm große Kamera mit Kunststoffgehäuse. Sie nimmt Fotos mit einem 4,9 Megapixel auflösenden Sensor der 1/5-Zoll-Klasse auf, die Bilder werden im integrierten Speicher (Platz für circa 45 Stück) oder auf der zusätzlich einsteckbaren microSD-Karte (rund 850 Bilder pro GB) abgelegt. Für die Ausgabe nutzt der instax mini LiPlay die bekannten instax mini Filme, in einer Packung befindet sich Filmmaterial für zehn Bilder.

Dieses misst einzeln 86 x 56mm, das eigentliche Bild ist aber nur 62 x 46mm groß. Das sorgt für den üblichen Sofortbildlook. Pro Akkuladung des integrierten Lithium-Ionen-Akkus, der per Micro-USB aufgeladen wird, lassen sich etwa 100 Bilder ausdrucken. Die Ladezeit des Akkus beträgt zwei bis drei Stunden.

Neben dem integrierten Speicher können Fotos auf einer microSD-Karte abgelegt werden:

Das Objektiv der instax mini LiPlay gibt FujiFilm mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 28mm an, die Lichtstärke liegt bei F2. Das Fokussieren ist mit der Sofortbildkamera ab 10cm Abstand vom Motiv möglich, die Belichtungszeit liegt zwischen 1/4 und 1/8.000 Sekunde. Zum Aufhellen wurde ein Blitz verbaut, für Selbstporträts gibt es einen kleinen Selfie-Spiegel und einen Selbstauslöser (2 oder 10 Sekunden Vorlaufzeit).

Auf der Vorderseite wurde ein kleiner Selfie-Spiegel verbaut:

Die FujiFilm instax mini LiPlay in der Praxis:
Die instax mini LiPlay gehört zur mittlerweile großen Riege der Sofortbildkamera und hier zu den kleinsten Modellen. Deutlich kleiner als eine instax mini 9 oder eine Polaroid One Step 2. Die kompakten Abmessungen verhindern natürlich die Ausgabe von großen Bildern, die mit Rand 86 x 56mm großen Fotos haben nur Kreditkartengröße. Die effektive Größe der Bilder liegt wie bereits erwähnt lediglich bei 62 x 46mm. Für ein „Erinnerungs-Foto“ reicht das aber aus, zu transportieren sind die Bilder dadurch zudem sehr einfach.

Die Sofortbildkamera im geöffneten Zustand:

Das Einlegen einer Filmkassette ist denkbar einfach:

Bevor sich mit der FujiFilm instax mini LiPlay fotografieren lässt, muss zunächst eine Filmkassette eingelegt werden. Diese kann man im Fachhandel in Einer- oder Doppelpackungen erwerben, in einer Filmkassette sind zehn Bilder enthalten. Zum Einlegen der Kassette öffnet man die Kamera auf der Rückseite mit einem kleinen Schieber, danach kann der Nutzer die Kamera aufklappen. Die Kassette wird in die Sofortbildkamera eingelegt und das Fach wieder geschlossen.

Daraufhin gibt die Kamera ein filmähnliches Papier aus, dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Bild. Nach diesem Vorgang ist die FujiFilm instax mini LiPlay einsatzbereit. Gut zu wissen: In unserem Test zeigte sich die Kamera ab- und zu "zickig" und wollte das erste Papier nicht ausgeben. Hier half das erneute Öffnen und Schließen des Fachs weiter.

Ein Teil der Optionen der LiPlay-App:

Im Gegensatz zu analogen Sofortbildkameras, die Bilder direkt nach der Aufnahme ausgegeben, bietet die FujiFilm instax mini LiPlay einige Vorteile. Es handelt sich nämlich um eine hybride Sofortbildkamera, diese speichert Fotos digital. Das erlaubt nicht nur das digitale Abspeichern eines Fotos zur späteren Weiterverwendung oder die Bildkontrolle nach der Aufnahme, die FujiFilm instax mini LiPlay druckt Fotos auch von anderen Quellen – zum Beispiel dem Smartphone. Für Letzteres wird die LiPlay-App benötigt, die sich kostenlos für iOS und Android beziehen lässt. Die App ist aber nicht nur für das Drucken zuständig, sie dient auch zur Konfiguration der Kamera und erlaubt die Livebild-Kontrolle. Konfigurieren lassen sich bei der FujiFilm instax mini LiPlay die drei Direktwahltasten an der linken Seitenfläche, darüber fügt der User unter anderem Rahmen oder andere Verzierungen zu den Bildern hinzu.

Weitere Menüs der App:

Wer das Livebild der Kamera ansehen möchte, entscheidet sich für den Reiter „Fernbedienungsaufnahmen“. Die App erlaubt in diesem Modus das Auslösen, das Konfigurieren des Blitzes und des Selbstauslösers. Die Live-Ansicht lässt allerdings zu wünschen übrig, sie ist klein und sehr pixelig. Den Bildausschnitt – und damit das Wichtigste – kann der Fotograf immerhin kontrollieren. Daneben wird die App zum Koppeln des Mobilgeräts mit der instax mini LiPlay und zum Hochladen von Soundfiles benötigt. Soundfiles? Ja, ganz recht. Die Sofortbildkamera speichert zusätzlich zu Bildern auch Audiodateien. Dabei handelt es sich um kurze Ton-Schnipsel, die sich zu einem Bild speichern lassen. Das können Glückwünsche, kurze Informationen oder Umgebungsgeräusche sein. Die Dateien werden auf einem Server von FujiFilm abgelegt und lassen sich dort für ein Jahr abrufen. Kostenlos versteht sich. Den Ton kann der Nutzer per QR-Code abrufen, diesen druckt die Kamera auf das Bild. Das geht denkbar einfach und ist ein nettes Gimmick. Ob diese Funktion auch nach längerer Zeit noch Spaß macht, können wir allerdings nicht bewerten. Dass die Sounddateien nur ein Jahr gespeichert bleiben, sehen wir angesichts der deutlich längeren Haltbarkeit eines Bildes als wenig sinnvoll an. Eigentlich müssten es fünf oder besser zehn Jahre sein, denn auch nach so einer langen Zeit will man Bilder noch betrachten und den Ton anhören können.

Auf der Rückseite wird die Kamera bedient, zudem steht ein Display zur Verfügung:

Die Tasten auf der Rückseite im Detail: "Menü", "zurück", "Wiedergabemodus" und "Drucken"

Wer mit der instax mini LiPlay nur fotografieren möchte, benötigt die App jedoch keinesfalls. Dafür hat die Kamera alle notwendigen Tasten und auch ein Display auf der Rückseite zu bieten. Das 2,7 Zoll messende LCD ist mit 230.000 Subpixel gering aufgelöst und auch die Blickwinkel sind alles andere als groß. Für die einfache Aufnahmekontrolle reicht das Display allerdings aus. Unterhalb des LCDs sind vier Tasten und ein Steuerkreuz zu finden. Damit navigiert der User durch die Menüs, kann Bilder wiedergeben und den Druck starten. Die meisten Funktionen der instax mini LiPlay erklären sich von selbst, spätestens nach ein wenig Herumprobieren kommt man gut zurecht.

An der Seite wird die mini Liplay eingeschaltet, die Tasten "1", "2" und "3" rufen Vorgaben auf:

Mit den seitlich platzierten Tasten lässt sich die FujiFilm instax mini LiPlay unter anderem einschalten, über die Tasten „1“, „2“ und „3“ können drei unterschiedliche Vorgaben für Fotos geladen werden. Damit blendet der Fotograf beispielsweise Rahmen ein. Auf der Vorderseite der Sofortbildkamera befinden sich nur der Auslöser und die Taste zum Speichern der Audio-Schnipsel.

Die Vorderseite der Kamera mit dem Auslöser und der Taste zum Speichern von Geräuschen:

Fotografische Einstellung hat die instax mini LiPlay praktisch keine zu bieten. Lediglich die Belichtungskorrektur ist anpassbar. Die Zielgruppe wird aber vermutlich keine Optionen vermissen.

Kommen wir zum Wichtigsten, den Bildern. Auf deren Größe sind wir ja bereits eingegangen. Die Bildqualität der Fotos fällt klassenüblich aus. Das heißt: Für Schnappschüsse geeignet, eine wahre Detailfülle sollte man aber nicht erwarten. Die Farben werden je nach Motiv mal passend oder mal weniger passend abgebildet. Wegen des analogen Charmes können die meisten Nutzer darüber aber wohl hinwegsehen.

Nach dem Starten des Druckvorgangs vergehen rund zwölf Sekunden bis zum Bild:

Die Dauer eines Druckvorgangs liegt pro Foto bei rund zwölf Sekunden, pro Minute lassen sich also mehrere Bilder ausgeben. Danach dauert es noch ein paar Minuten, bis die Aufnahme fertig entwickelt ist. Angesichts eines Preises von mindestens 60 Cent pro Bild sollte man nicht jeden Schnappschuss drucken, sondern die besten Bilder auswählen.

Die FujiFilm instax mini LiPlay ist eine Sofortbildkamera mit Bonus-Funktionen:

Unser Fazit:
Die FujiFilm instax mini LiPlay lässt analoges Feeling aufkommen, sie hat als Hybrid-Kamera aber noch mehr zu bieten. Sie druckt als mobiler Fotodrucker Fotos von Smartphones, kann Bilder mit zusätzlichen Audi-Schnipseln versehen und erlaubt die Bildkontrolle nach der Aufnahme. Einer klassischen Sofortbildkamera hat sie damit einiges voraus. Die Bedienung fällt einfach aus, per Smartphone wird die drahtlose Steuerung ermöglicht.

Von links nach rechts: "Bild in Bild"-Effekt, Filter-Effekt, "normal", mit QR-Code, "Black Frame"

In puncto Bildqualität ist die instax mini LiPlay einer „richtigen“ Kamera natürlich deutlich unterlegen, um den richtigen Moment einzufangen, braucht man aber nicht immer den größten Sensor oder das lichtstärkste Objektiv. Wer eine Sofortbildkamera mit Zusatzfeatures sucht, sollte einen Blick auf die instax mini LiPlay werfen.

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Kommentare

Vielen Dank für den aufschlussreichen ...

Vielen Dank
für den aufschlussreichen Test der Sofortbildkamera, für mich nur ein Gimmik aber auch diese werden immer besser.

Intressant würde ich finden, ob ...

Intressant würde ich finden, ob die Kamera nun bessere Fotos als ein "Oberklasse"-Smartphone, wie das iPhone Xs, macht. Lohnt es sich also, die Kamera mitzunehmen oder kann man besser die Fotos mit dem Handy machen und dann damit drucken? ...auch wenn dann der charme etwas kaputt geht.

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