Teil 1 von 3: Die technischen Daten beider Smartphones im Überblick
Xiaomi bietet eine Reihe von Smartphones aller Klassen an. Zu den besten Modellen gehören das Xiaomi 14 und das Xiaomi 14 Ultra. Das Xiaomi 14 zählt zu den Geräten der Oberklasse, das Xiaomi 14 Ultra ist als Flaggschiff ein High-End-Smartphone. Beide Smartphones verbindet, dass die Kameras besonders im Fokus stehen und alle rückseitigen Sensoren 50 Megapixel auflösen. Im folgenden Vergleichstest gehen wir auf alle Features der Geräte sowie die Unterschiede ein.
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Unsere Einzeltestberichte der Smartphones im Überblick:
Testbericht des Xiaomi 14 Ultra
Testbericht des Xiaomi 14
Das Xiaomi 14 Ultra im Überblick:
Als Flaggschiff-Smartphone von Xiaomi bringt das 14 Ultra die beste Technik, die man von einem Gerät des Jahres 2024 erwarten kann. Dazu gehört der aktuell beste SoC, ein Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 mit acht Kernen (1 x Cortex X4 mit 3,30 GHz, 3 x Cortex-A720 mit 3,15 GHz, 2 x Cortex-A720 mit 2,96 GHz sowie 2 x Cortex-A520 mit 2,27 GHz) und der Adreno 750 GPU. Beim Arbeitsspeicher spart Xiaomi ebenfalls nicht, gleich 16GB (LPDDR5X) sind mit an Bord. Der Hauptspeicher ist 512GB groß und kann wie mittlerweile üblich nicht erweitert werden.
Das Display des Xiaomi 14 Ultra misst 6,73 Zoll, die Auflösung des AMOLED-Panels liegt bei 3.200 x 1.440 Pixel (521ppi). Natürlich kann man alle gängigen HDR-Inhalte wiedergeben, die Bildrate ist variabel und liegt zwischen 1 Hz und 120Hz. Die Datenübertragung erfolgt mit 5G, WLAN (802.11a/b/g/n/ac/ax/be), Bluetooth 5.4 und NFC, der USB-C-Port arbeitet mit dem 3.2 Standard. Beim Akku handelt es sich um ein 5.300mAh starkes Modell, aufladen kann man dieses mit bis zu 90 Watt. Auf die Waage bringt das Xiaomi 14 Ultra 220g, die Abmessungen liegen offiziell bei 161 x 75 x 9,2mm. Misst man das Gerät am Kamerabuckel, kommt man jedoch auf etwa 15mm in der Tiefe. Abgedichtet ist das Smartphone nach IP68-Standard, Xiaomis HyperOS-Betriebssystem basiert auf Android 14.
Das Xiaomi 14 im Überblick:
Eine gute Ecke kleiner und leichter ist das Xiaomi 14. Das 153 x 72 x 8,2mm große Gehäuse (Tiefe mit Kamerabuckel etwa 12mm) wiegt 193g, die IP68-Zertifizierung sorgt ebenso für den Schutz vor Staub und Wasser. Keinerlei Unterschied gibt es vom SoC zu berichten: Auch beim Xiaomi 14 wird ein Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 mit acht Kernen sowie der Adreno 750-GPU verwendet. Der Arbeitsspeicher fällt mit 12GB LPPDR5X-RAM etwas kleiner aus, beim Speicher kann man sich zwischen 256GB und 512GB entscheiden. Da wie beim Flaggschiff 14 Ultra die Möglichkeit zur Speichererweiterung fehlt, sollte die benötigte Speichermenge vor dem Kauf bekannt sein.
Die Kommunikationstechnologien des Xiaomi 14 sind vom Ultra-Modell bekannt (5G, WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be, Bluetooth 5.4 und NFC), den 4.610mAh starken Akku kann man mit bis zu 90 Watt aufladen. Beim Display handelt es sich um ein 6,36 Zoll messendes AMOLED-Panel mit 2.670 x 1.200 Pixel (460ppi) und einer Bildwiederholrate von 1 bis 120Hz. Natürlich kommt auch beim Xiaomi 14 das hauseigene HyperOS (= Android 14) zum Einsatz.
In puncto Handling sagt uns das Xiaomi 14 mehr zu. Dessen Kamerabuckel ist kleiner, die große Kameraeinheit des Xiaomi 14 Ultra macht das Smartphone deutlich kopflastig. Das verwendete Kunstleder des Ultra-Modells finden wir allerdings angenehmer als die Glasrückseite des Xiaomi 14. Störend kann beim 14 Ultra das laute Klappern des Bildstabilisators sein, dieses fällt beim Xiaomi 14 viel leiser aus. Aufgefallen ist uns des Weiteren die schnellere Erwärmung des Ultra-Modells bei Last auf dem SoC.
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Die technischen Daten der Kameras im Vergleich:
Wie schon für die weitere Hardware gilt auch für die Kamera-Ausstattung des Xiaomi 14 Ultra, dass Xiaomi die beste Technik verbaut hat. Neben der Frontkamera ist das Smartphone mit vier Rückseiten-Kameras ausgestattet. Beim Xiaomi 14 ist ebenso eine Frontkamera verbaut, auf der Rückseite gibt es allerdings nur drei Modelle.
Wie üblich fasst Xiaomi alle Objektive zu einem Modell zusammen: Beim Xiaomi 14 Ultra trägt dieses die Bezeichnung Leica Vario-Summilux 12-120mm F1,6-2,5, beim Xiaomi 14 Leica Vario-Summilux 14-75mm F1,6-2,2 Asph. Hier fällt sofort auf, dass das Ultra-Smartphone über einen deutlich größeren Brennweitenbereich verfügt. Um ein echtes Zoom handelt es sich allerdings bei beiden Smartphones nicht, die Brennweitenlücken zwischen den Festbrennweiten werden per Digitalzoom geschlossen.
Grundsätzlich gilt für alle Kameras auf der Rückseite, dass diese Fotos mit bis zu 50 Megapixel speichern können. Durch Pixel-Binning lassen sich zudem vier Pixel zu einem großen Bildpunkt zusammenlegen, das ermöglicht unter anderem bessere Fotos bei weniger Licht. Dass alle Sensoren 50 Megapixel auflösen, heißt allerdings noch lange nicht, dass es sich um die identischen Bildwandler handelt. Die größten Sensoren nutzt Xiaomi bei den Hauptkameras. Das Xiaomi 14 Ultra verwendet hier einen Sony Lytia LYT-900, das Xiaomi 14 einen OmniVision OVX9000. Ersterer gehört zu 1,0 Zoll-Klasse, die Bildpunkte messen daher 1,6μm. Der OmniVision OVX9000 gehört zur 1/1,31-Zoll-Klasse, die Pixel sind nur 1,2µm groß.
Obwohl der Unterschied 1,0 Zoll vs. 1/1,31 Zoll recht gering wirken mag, fällt der Sensor des Xiaomi 14 Ultra rund 70 Prozent größer als der Chip des Xiaomi 14 aus. Kommt das bereits erwähnte 4-in-1-Superpixel-Verfahren zum Einsatz, ergeben sich Kantenlängen von 3,2μm bzw. 2,4μm.
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Die weiteren Daten der Kameras weichen ebenso voneinander ab: Beide Objektive werden zwar mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 23mm angegeben, die Optik des 14 Ultra fällt mit F1,6 zu F1,7 allerdings geringfügig lichtstärker aus. Während die Blende des Xiaomi 14 stets bei F1,7 liegt, kann man sich beim Ultra-Modell zudem zwischen F1,6 und F4 in feinen Stufen entscheiden. Bei der Stabilisierung der Objektive nutzt Xiaomi unter anderem einen OIS.
Die Ultraweitwinkelkameras unserer beiden Testmodelle liegen mit 12mm (Xiaomi 14 Ultra) und 14mm (Xiaomi) etwas weiter auseinander, die Optik des Flaggschiffs fällt mit F1,8 statt F2,2 zudem ein gutes Stück lichtstärker aus. Während Xiaomi beim 14 Ultra einen Sony IMX858-Chip der 1/2,51-Zoll-Klasse verwendet, kommt beim Xiaomi 14 ein Samsung ISOCELL JN1 (1/2,8 Zoll) zum Einsatz. Die Bildpunkte des Sony-Chips messen 0,7μm, beim Samsung-Modell sind es 0,64μm. Auch hier ist durch Pixel-Binning die Verdopplung der Kantenlängen möglich.
Telekameras zur Aufnahme etwas weiter entfernter Motive sind beim Xiaomi 14 Ultra zwei Stück verbaut, das Xiaomi 14 verfügt nur über eine. In beiden Fällen ist jeweils eine 3-fach-Telekamera mit 75mm KB-Brennweite und optischer Stabilisierung vorhanden, das Xiaomi 14 Ultra hat jedoch eine größere Blendenöffnung (F1,8 statt F2) und einen größeren Bildwandler (1/2,51 Zoll statt 1/2,8 Zoll) zu bieten. Die Sensoren sind gut bekannt und entsprechen jeweils dem Modell, das bei der Ultraweitwinkelkamera verwendet wird.
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Als zweite Telekamera hat das Xiaomi 14 Ultra eine Optik mit 120mm KB-Brennweite und einer Lichtstärke von F2,5 zu bieten. Hierbei handelt es sich um ein Modell mit Periskop-Bauweise und optischem Stabilisator. Die Teleobjektive der beiden Smartphones eignen sich durch ihre Floating-Focus-Konstruktion auch für die Aufnahme naher Motive, bei der 3-fach-Teleoptik muss man sich als Beispiel nur 10cm davon entfernt befinden. Die Naheinstellgrenze der 5-fach-Telekamera des Xiaomi 14 Ultra liegt bei 30cm.
Bei den Frontkameras scheint es sich um die identischen Modelle zu handeln. Die Datenblätter sprechen jeweils von 32 Megapixel auflösenden Bildwandlern und Objektiven mit 22mm KB-Brennweite sowie einer Blende von F2.
Videos nehmen beide Smartphones in 8K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde auf, in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) sind bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde mit dem Xiaomi 14 Ultra und bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde mit dem Xiaomi 14 möglich. Zudem kann man in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 1.920 Vollbildern pro Sekunde (Xiaomi 14 Ultra) bzw. 960 Vollbildern pro Sekunde (Xiaomi 14) Zeitlupen erstellen. Als besonderes Feature ist die Log-Aufnahme mit 10-Bit zu nennen, vier Mikrofone sollen den Ton zudem aus allen Richtungen optimal aufzeichnen.
Im zweiten Teil unseres Vergleichstests des Xiaomi 14 Ultra und des Xiaomi 14 schauen wir uns die Bildqualität aller Kameras im Detail an.