Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones
Seit mittlerweile einigen Generationen gehören die Smartphones von Xiaomi zu den Modellen mit den besten Kameras am Markt. Um das zu erreichen, setzt das Unternehmen neben der aktuellsten Technik auch auf viele Software-Features. In diesem Testbericht nehmen wir das 2025er Flaggschiff Xiaomi 15 Ultra unter die Lupe.
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Der Lieferumfang:
Während der Lieferumfang von Smartphones der Spitzenklasse früher üppig ausfiel, bekommt man heutzutage kaum noch etwas kostenlos mitgeliefert. Unserem Testgerät lag immerhin noch ein USB-C auf USB-A-Kabel sowie eine (sehr einfache) Schutzhülle bei. Ein Ladegerät gibt es anders als beim Xiaomi 14 Ultra dagegen nicht mehr. Noch zu erwähnen ist die Schutzfolie auf dem Display. Diese muss man daher nicht mehr erwerben.
Die technischen Daten:
Das Xiaomi 15 Ultra ist als Spitzenmodell von Xiaomi natürlich mit der besten, aktuell erhältlichen Hardware ausgestattet. Wie üblich kommt Qualcomms Flaggschiff-SoC zum Einsatz, konkret handelt es sich um den Snapdragon 8 Elite. Dieser verfügt über zwei Prime-Cores mit jeweils 4,32 GHz und sechs Performance-Cores mit 3,53 GHz. Zum SoC gehören zudem die Adreno 830-GPU und eine Hexagon-NPU für KI-Aufgaben. Unser Testgerät ist mit 16GB LPDDR5X-RAM und 512GB UFS 4.1-Speicher ausgestattet, alternativ lässt sich auch eine Version mit 1TB Speicher erwerben.
Das LTPO-AMOLED-Display des Xiaomi 15 Ultra ähnelt dem des Vorgängermodells sehr stark. Es misst 6,73 Zoll, löst 3.200 x 1.440 Pixel auf und besitzt eine Pixeldichte von 521ppi. Mit bis zu 3.200 Nits ist es in der Spitze jedoch heller (vs. 3.000 Nits beim Vorgängermodell). Die Bildwiederholrate liegt zwischen einem Hertz und 120 Hertz, der DCI-P3-Farbraum wird vollständig abgedeckt. Xiaomi Shield Glass 2.0 soll für eine noch höhere Robustheit sorgen, abgedichtet ist das 161 x 75 x 9,4mm große und 226g schwere Gehäuse nach IP68-Standard. Der USB-C-Port (3.2 Standard) erlaubt das Aufladen des 5.410mAh starken Akkus mit bis zu 90 Watt, drahtlos geht dies zudem mit bis zu 80 Watt. Zur Kommunikation sind alle Mobilstandards bis 5G, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 mit an Bord. Als Betriebssystem kommt Xiaomis auf Android 15 basierendes HyperOS 2 zum Einsatz.
Die Kamera-Ausstattung des Xiaomi 15 Ultra umfasst wie beim Vorgängermodell vier Kameras auf der Rückseite (zusammengefasst als Leica Vario-Summilux 14-100mm F1,63 bis F2,6) sowie eine Frontkamera. Bei der Hauptkamera greift Xiaomi auf den bereits letztes Jahr verwendeten Sony LYT-900-Sensor zurück. Dieser Bildwandler gehört zur 1,0-Zoll-Klasse und löst 50 Megapixel auf. Wie üblich lassen sich vier Bildpunkte mittels des 4-in-1-Superpixel-Verfahrens zusammenlegen. Das verdoppelt die Kantenlänge eines Bildpunktes auf 3,2μm, reduziert die Auflösung jedoch auf 12,5 Megapixel. Der Sensor soll einen besonders großen Dynamikumfang von 14 Blendenstufen erreichen, alle Pixel werden zum Fokussieren verwendet. Beim Objektiv der Hauptkamera handelt es sich um eine Festbrennweite mit 23mm (KB-äquivalent). Die Blende ist nicht mehr variabel und liegt nun fest bei F1,63, zum Einsatz kommen acht Linsen und natürlich auch ein OIS.
Bei der Ultraweitwinkelkamera setzt Xiaomi auf einen Samsung JN5-Sensor. Dieser gehört zur 1/2,76-Zoll-Klasse und löst 50 Megapixel auf. Auch hier kann man sich für das Pixel-Binning (4 zu 1) entscheiden und dadurch die Kantenlänge der Pixel von 0,64μm auf 1,28μm vergrößern. In diesem Fall lösen die Bilder 12,5 Megapixel auf. Das Objektiv gibt Xiaomi mit 14mm KB-Brennweite und einem Bildwinkel von 115 Grad sowie einer Blende von F2,2 an.
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Bei der ersten Telekamera des Xiaomi 15 Ultra mit 70mm KB-Brennweite kommt der Sony IMX858 zum Einsatz. Dieser gehört zur 1/2,51-Zoll-Liga und löst 50 Megapixel auf. Auch hier wird ein Pixel-Binning angeboten, damit steigt die Kantenlänge der Pixel von 0,7μm auf 1,4μm. Das Objektiv mit Floating-Focus-Konstruktion macht Makroaufnahmen aus zehn Zentimetern Entfernung möglich, ist mit einem OIS ausgestattet und verfügt über eine Lichtstärke von F1,8. Diese Daten sind größtenteils vom Xiaomi 14 Ultra bekannt.
Das zweite Teleobjektiv der Kamera wurde im Vergleich zum Vorgängermodell dagegen drastisch überarbeitet: Hier verbaut Xiaomi einen Samsung HP9-Chip. Dieser löst 200 Megapixel auf und ist ein Sensor der 1/1,4-Zoll-Klasse. Wer sich größere Bildpunkte wünscht, kann die Auflösung auf bis zu 12,5 Megapixel absenken (16 zu 1 Pixel-Binning) und die Kantenlänge von 0,56μm auf 2,24μm erhöhen. Die Brennweite der Teleoptik entspricht umgerechnet auf Kleinbild einem 100mm-Objektiv, auf Pixelebene kann man mit 50 Megapixel 200mm realisieren. Die Blende liegt bei F2,6, ein OIS minimiert Verwacklungen.
Videos lassen sich mit den Kameras auf der Rückseite des Xiaomi 15 Ultra mit bis zu 8K-Auflösung (30 Vollbilder pro Sekunde) aufnehmen. Daneben geht dies in 4K mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde sowie mit bis zu 1920 Vollbildern pro Sekunde in Full-HD (Zeitlupe). Zu den weiteren Videofeatures gehören das 10-Bit-Recording und die Dolby Vision-Aufnahme (maximal 4K60p).
Die Frontkamera des Xiaomi 15 Ultra speichert Fotos mit 32 Megapixel, der Sensor gehört zur 1/3,1-Zoll-Klasse. Videos lassen sich in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde aufnehmen, das 21mm-Objektiv (KB-äquivalent) besitzt eine Blende von F2.
Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Optisch kommt das Xiaomi 15 Ultra dem Vorgängermodell 14 Ultra sehr nahe. Das liegt am sehr ähnlichen Design und den praktisch identischen Abmessungen. Mit 161 x 75 x 9,4mm gehört das 15 Ultra zu den großen und mit 226g zu den schweren Smartphones. Dafür bekommt man allerdings auch ein großes Display (6,73 Zoll). Dieses löst mit 3.200 x 1.440 Pixel sehr hoch auf und erreicht dank AMOLED-Technologie eine über jeden Zweifel erhabene Darstellung.
Dazu gehören große Blickwinkel, hohe Kontraste und eine hohe Helligkeit. Der DCI-P3-Farbraum wird vollständig abgedeckt, HDR-Videos (HDR10+, Dolby Vision) lassen sich darstellen. Mit bis zu 120 Hz bleibt die Wiedergabe stets flüssig, zum Stromsparen kann die Bildwiederholrate auf bis zu 1 Hz abgesenkt werden.
Im unteren Drittel des Displays, das zu den symmetrischen Rändern hin ganz leicht abgerundet ist, befindet sich ein schneller Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Die Frontkamera wurde im Display am oberen Rand integriert. Beim Rahmen setzt Xiaomi auf Aluminium, die Rückseite besteht aus Glas. Daraus ragt der Kamerabuckel hervor, der wie schon beim Vorgängermodell sehr wuchtig ausfällt.
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Das von Xiaomi als vulkanförmig bezeichnete Design soll diesen optisch jedoch etwas weniger auffällig erscheinen lassen. Tatsächlich finden wir ihn nicht ganz so "hervorstechend", groß bleibt er aber. Als weiteres Designelement ist ein roter Ring hinzugekommen. Uns gefällt das neue Design des Kamerabuckels sehr gut, die mittige Platzierung sorgt für ein rechts stabiles Liegen des Smartphones auf der Rückseite. Zum Schutz der Objektive wird Corning Gorilla Glass 7i verwendet.
In der Hand macht das Xiaomi 15 Ultra einen äußerst soliden und hochwertigen Eindruck, die Ränder sind aber auch glatt. Ohne eine Schutzhülle würden wir das Smartphone nicht verwenden, allzu leicht kann es einem (vor allem bei nicht ganz trockenen Händen) entgleiten. Sollte das Smartphone doch einmal herunterfallen, sollen Schäden durch eine besonders hohe Sturzfestigkeit (16-mal höher als beim Xiaomi 13 Ultra) minimiert werden. Um das zu erreichen, setzt Xiaomi auf die sogenannte Guardian Structure und Shield Glass 2.0. Gut zu wissen: Das typische Klappern des Bildstabilisators, das keineswegs auf eine Beschädigung hinweist und völlig normal ist, hört man auch beim Xiaomi 15 Ultra. So laut wie beim Vorgängermodell empfinden wir das Geräusch allerdings nicht.
Die Bedienelemente befinden sich an den bekannten Stellen (Lautstärkewippe und Powertaste an der rechten Seite), zwei Nano-SIM-Karten lassen sich auf der Unterseite einsetzen. Darüber hinaus kann man auch eSIMs verwenden. Daneben sind an der Unterseite der USB-C-Port und ein Lautsprecher zu finden. Der andere Lautsprecher wurde mit der oberen Hörmuschel kombiniert. Beide zusammen liefern einen sehr guten Stereoklang.
Im zweiten Teil unseres Tests des Xiaomi 15 Ultra gehen wir auf die Kameras und die Bildqualität des Smartphones im Detail ein.