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Sony RX100 IV, RX100 III und Canon G5 X im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Unser Vergleichstest der Kompaktkameras mit 1,0 Zoll Sensor und elektr. Sucher


v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV, RX100 III und Canon PowerShot G5 X.

Nachdem wir im ersten Teil des Vergleichstests zwischen der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV​, der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III und der ​Canon PowerShot G5 X die Unterschiede bei den Abmessungen, der Bedienung und der Bildqualität angesprochen haben, vergleichen wir im folgenden zweiten Teil die Objektive, die Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Funktionen sowie Features.

Objektive:
Da sich die Objektive von Kompaktkameras nicht wechseln lassen, sollte das Objektiv zu den eigenen Fotografiegewohnheiten passen. Die Objektive unserer Testkameras sind im Grunde genommen recht .de ähnlich, ein paar Unterschiede gibt es aber doch.

Alle drei Objektive sind mit einer Blendenöffnung von F1,8 bis F2,8 sehr lichtstark:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV, RX100 III und Canon PowerShot G5 X.

Diese betreffen unter anderem die längste Brennweite. Die RX100 IV und RX100 III decken mit ihrem 2,9x Zoomobjektiv 24 bis 70mm ab, das 4,2x Zoom der G5 X hat mit 24 bis 100mm (jeweils KB-Brennweite) einen größeren Telebereich zu bieten. Mit der G5 X lassen sich weiter entfernte Motive daher besser vergrößern. Signifikant ist der Unterschied aber nicht.

Bei der Lichtstärke sieht es zumindest im ersten Moment so aus, dass alle drei Objektive über die gleiche Blendenöffnung von F1,8 bis F2,8 verfügen würden. Bei der genauen Prüfung lässt sich allerdings erkennen, dass das Objektiv der Canon PowerShot G5 X (Testbericht) etwas lichtstärker ausfällt. Deren Offenblende fällt nicht so schnell ab und erreicht F2,8 erst am Teleende. Bei der RX100 IV und RX100 III stehen bereits bei 35mm KB-Brennweite „nur“ noch F2,8 zur Verfügung. Die RX100-Kameras benötigen bei gleicher Brennweite somit eine etwas höhere Sensorempfindlichkeit oder die Belichtungszeit muss etwas länger ausfallen. Generell sind die Objektive jedoch zu den lichtstarken Modellen zu zählen.

Bei der Abbildungsleistung können die RX100 IV und III ein wenig mehr überzeugen, hier geht die Schärfe am Bildrand etwas weniger stark zurück. Frei von Schwächen ist allerdings keines der Objektive, dies kann man bei derart kompakten und lichtstarken Modellen auch kaum erwarten.

Unsere Wertung bei den Objektiven: Unentschieden.

Bei den RX100-Modellen muss der Sucher vor dem Verwenden ausgeklappt werden:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV, RX100 III und Canon PowerShot G5 X.

Bildkontrolle:
Da es sich bei unseren drei Vergleichsmodellen um Premium-Kompaktkameras handelt, lassen sich zur Bildkontrolle nicht nur Displays verwenden. Alle drei verfügen auch über einen elektronischen Sucher. Bei der Cyber-shot DSC-RX100 IV und RX100 III wurde dieser vollständig ins Gehäuse integriert und muss vor dem Verwenden ausgeklappt werden. Danach ist zudem das Herausziehen der Linse nach hinten nötig. Diese Sucher-Konstruktion hat natürlich den großen Vorteil, dass das Gehäuse sehr kompakt gebaut werden konnten und der Sucher bei Nichtgebrauch quasi nicht vorhanden ist.

Canon setzt dagegen auf einen zu jederzeit zugänglichen elektronischen Sucher. Dieser befindet sich im Sucherbuckel der Kamera und vergrößert natürlich die Abmessungen vom Gehäuse. Dafür ist der Sucher sofort einsatzbereit. Alle drei Sucher verfügen übrigens über einen Augensensor, sie lassen sich dadurch automatisch bei der Annäherung aktivieren. Nicht optimal: Wer den Sucher der RX100 III wieder einfährt, schaltet damit auch die Kamera aus. Bei der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV (Testbericht) lässt sich diese Funktion abschalten. Beim Sucherbilder liegen die RX100 IV und die G5 X etwa gleich auf, die RX100 III folgt mit kleinem Abstand. Deren Sucher ist mit 1,44 Millionen Bildpunkten etwas geringer aufgelöst als die Sucher der erstgenannten Kameras mit 2,36 Millionen Subpixel. In der Praxis ist der Unterschied sicherlich nicht allzu groß, Schriften werden vom Sucher der RX100 III aber einen Tick schlechter wiedergeben. Generell können alle drei Sucher aber überzeugen. Sie sind groß sowie hell und erlauben eine komfortable Bildkontrolle. Auch bei Schwenks bleibt die Wiedergabe flüssig, wobei die G5 X dank eines speziellen Modus mit 120 Vollbildern pro Sekunde am meisten überzeugen kann.

Die Displays der RX100-Kameras kann man schwenken, das LCD der G5 X auch drehen:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV, RX100 III und Canon PowerShot G5 X.

Bei den Displays kann sich die PowerShot G5 X von den Sony-Modellen durch die dreh- und schwenkbare Lagerung abheben. Während bei der RX100 IV und RX100 III das LCD jeweils um 180 Grad nach oben und um 40 Grad nach unten geschwenkt werden kann, lässt sich das Display der G5 X schwenken und drehen. Dadurch ist die Bildkontrolle flexibler möglich. Auch die LCDs der Sony-Modelle machen in der Praxis aber einen sehr guten Eindruck. Bei der Auflösung liegen diese mit 1,23 Millionen Subpixel vorne, das LCD der G5 X bietet 1,04 Millionen Subpixel. Die Schärfeleistung ist allerdings quasi identisch, denn die höhere Pixelzahl der Sony-Modelle kommt durch die RGBW-Technologie zustande. Hier sorgt ein zusätzlicher weißer Bildpunkt für eine höhere Helligkeit.

Nur das Display der Canon PowerShot G5 X verfügt über eine Touchoberfläche:

Canon PowerShot G5 X.

Besser zu gefallen weiß das LCD der G5 X allerdings durch das hier vorhandene Touchscreen. Dieses lässt sich unter anderem zur Wahl des Fokuspunktes verwenden. Es reagiert schnell und präzise. Ein Touchscreen würden wir uns auch bei den Sony-Kameras wünschen.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Canon PowerShot G5 X.

Alle drei Kameramodelle verfügen über einen Einstellring am Objektiv:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV, RX100 III und Canon PowerShot G5 X.

Geschwindigkeit:
Der Vergleich der Arbeitsgeschwindigkeit bringt größere Unterschiede zutage. Bei der Serienaufnahme können sich die RX100 IV und RX100 III sehr deutlich von der G5 X absetzen. Während die RX100 IV extrem schnelle 16,5 JPEG-Bilder pro Sekunde für 45 Bilder in Folge erreicht, sind es bei der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III (Testbericht) immer noch sehr gute 10,0 Bilder pro Sekunde für 50 Aufnahmen in Folge. Die PowerShot G5 X kann 7,2 Bilder pro Sekunde speichern, danach sind allerdings sechs Bilder pro Sekunde möglich, bis die Speicherkarte gefüllt ist. Bei den Sony-Modellen bricht die Bildrate nach der schnellsten Serie auf knapp über zwei Bilder pro Sekunde ein. Die G5 X eignet sich daher vor allem für lange Aufnahmeserien gut, in der Praxis sind aber auch die knapp 45 bzw. 50 Bilder in Folge der Sony-Modelle ein sehr gutes Ergebnis.

Prozentual noch deutlicher wird der Vorsprung der Sony-Kameras bei RAW-Aufnahmen. Die RX100 IV hält 8,7 Bilder pro Sekunde für 29 Aufnahmen in Folge fest, bei der RX100 III sind es 6,7 Bilder pro Sekunde für 26 Aufnahmen in Folge. Mit 1,2 Bildern pro Sekunde hat die G5 X hier keine Chance und liegt deutlich zurück. Bei JPEG+RAW ergibt sich ein sehr ähnliches Bild. Sobald die Speicherung im RAW-Format erfolgt, ist die G5 X schlicht chancenlos.

Die Gehäuse sind größtenteils aus Metall gefertigt und daher hochwertig verarbeitet:

v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV, RX100 III und Canon PowerShot G5 X.

Bei der Fokussierung sind die Ergebnisse wieder auf Augenhöhe. Am schnellsten stellt die RX100 IV mit 0,21 Sekunden scharf, nur wenig langsamer sind allerdings auch die G5 X (0,24 Sekunden) und die RX100 III (0,25 Sekunden). Bei der Auslöseverzögerung ergibt sich mit 0,01 (RX100 IV und III) und 0,02 Sekunden (G5 X) quasi ein Gleichstand.

Bei der Einschaltzeit bis zur vollständigen Displayanzeige wendet sich das Blatt wieder und die PowerShot G5 X arbeitet mit 1,63 Sekunden am schnellsten. Mit etwas Abstand folgt die RX100 III (1,91 Sekunden), die RX100 IV ist mit 2,01 Sekunden am langsamsten. Die gleiche Reihenfolge ergibt sich auch bei der ersten Bildaufnahme nach dem Einschalten. Mit 1,53 Sekunden liegt wieder die G5 X in Führung, die RX100 III kommt auf 2,05 Sekunden und die RX100 IV auf 2,12 Sekunden.
In der Praxis können beide Sony-Kameras vor allem wegen ihrer höheren Bildrate bei RAW-Aufnahmen mehr überzeugen. Die 1,2 Bilder pro Sekunde der G5 X im RAW-Format sind ein echtes Manko der Kamera.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV.

Funktionen und Features:
Bei den Fotoprogrammen ist das Angebot jeweils sehr groß, zusätzlichen zu den Automatiken, Szenenprogrammen und Filtereffekten lassen sich alle drei Modelle natürlich auch über die PSAM-Modi steuern. Ebenso ist jeweils ein Customprogramm vorhanden. Die Sony-Kameras haben drei Speicherplätze, bei der G5 X ist nur einen Speicherplatz vorhanden. Zur automatischen Scharfstellung wird bei allen drei Kameras die Kontrastmessung verwendet, die Messfeldwahl ist automatisch oder manuell möglich. Zudem kann die Messfeldgröße vorgegeben werden. Gesichter können ebenso erkannt werden und auch die kontinuierliche Scharfstellung von bewegten Motiven ist möglich. Makroaufnahmen kann man jeweils ab 5cm Abstand von der Frontlinse realisieren.

Das Quickmenü der Sony Cyber-shot DSC- RX100 IV und RX100 III:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV und RX100 III.

Das Quickmenü der Canon PowerShot G5 X:

Canon PowerShot G5 X.

Die manuelle Fokussierung lässt sich über die Einstellräder der Kameras sehr komfortabel vornehmen, eine Fokuslupe und ein Peaking (jeweils konfigurierbar) können zur Bildkontrolle hinzugeschaltet werden. Hier stehen die Kompaktkameras in diesem Vergleich auch Systemkameras in nichts nach.

Alle drei Kameras haben einen Zentralverschluss mit einer kürzesten Belichtungszeit von 1/2.000 Sekunde. Da diese Verschlusszeit bei Nutzung der Offenblende zu lang zur korrekten Belichtung sein kann, ist zudem jeweils auch ein ND-Filter mit drei Blendenstufen vorhanden. Die ND-Filter lassen sich entweder manuell zuschalten, diese Aufgabe kann allerdings auch automatisiert von der Kamera übernommen werden. Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV (Testbericht)​ hat zudem noch einen elektronischen Verschluss zu bieten. Dieser erlaubt mit bis zu 1/32.000 Sekunde ultrakurze Belichtungszeiten. Die längste Belichtungszeit liegt bei allen drei Modellen bei 30 Sekunden, über den Bulbmodus kann man diesen Zeitraum jedoch verlängern.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV.

Im dritten und letzten Teils des Tests der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV​, der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III und der ​Canon PowerShot G5 X gehen wir auf die Videofunktion und die Erweiterbarkeit sowie die Schnittstellen ein.

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