Dreitägige Fotomesse mit Vorträgen, Workshops und mehr; 2027 erfolgt der Umzug nach Köln
In Nürnberg hat am Wochenende die zweite Imaging World stattgefunden. Auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern konnten sich für Foto- und Videoaufnahmen interessierte Besucher über Kameras, Objektive und passendes Zubehör informieren. Die Halle 12 der Messe Nürnberg war von Freitag bis Sonntag gut gefüllt, an den Ständen und bei den Bühnen bildeten sich teilweise lange Schlangen. Nach dem erfolgreichen Startjahr 2025 dürfte daher auch die Imaging World 2026 als erfolgreiche Veranstaltung gewertet werden.
Sogar so erfolgreich, dass der Veranstalter Ringfoto bereits am Freitag den Umzug nach Köln mitgeteilt hatte. Ab 2027 wird der Name „Imaging World inspired by photokina“ lauten und wie die altehrwürdige Photokina in den Kölner Messehallen stattfinden. Um eine Fortsetzung der 2018 eingestellten Leitmesse der Fotografie soll es sich bei der kommenden Imaging World aber nicht handeln, wenngleich die Ausrichtung sicherlich etwas internationaler werden dürfte. Zudem soll die Messe wachsen:
„Mit der Imaging World inspired by photokina kommt ein bereits im Markt etabliertes Veranstaltungsformat mit einem klaren Profil und einer engagierten Community nach Köln. Gemeinsam mit Ringfoto wollen wir diese Stärken bewahren und gezielt weiterentwickeln. Dabei bringen wir auch die langjährige Imaging-Expertise und die internationalen Branchenkontakte ein, die die Koelnmesse über Jahrzehnte mit der photokina aufgebaut hat. Köln bietet dafür mit seiner Messeinfrastruktur, seiner internationalen Erreichbarkeit und seinem starken Medien- und Kreativumfeld hervorragende Voraussetzungen.“
Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse.
Aber zurück zur diesjährigen Imaging World. An den Ständen der mehr als 120 Marken ließ sich Foto- und Videoequipment ausprobieren sowie teilweise auch ausleihen. Dazu gehörte auch brandneue Technik, die erst vor wenigen Tagen oder Wochen vorgestellt wurde.
Bei Canon konnte man unter anderem die neue Einsteiger-DSLM in die Vollformatklasse, die EOS R8 Mark II, unter die Lupe nehmen. Diese setzt auf ein „neues“ Retro-Design und hebt sich vom Vorgängermodell zudem durch einen integrierten Bildstabilisator ab.
Bei OM Digital Solutions war natürlich die neue PEN ausgestellt. Auch hier steht das Retro-Design im Fokus. Von älteren PEN-Modellen hebt sich die neue DSLM unter anderem durch einen integrierten Sucher ab. Damit soll die Kamera ein kompaktes Allround-Paket darstellen.
Bei Nikon konnte die erst kürzlich vorgestellte Z5IIC ausprobiert werden. Diese basiert auf der Nikon Z5II, verfügt im Gegensatz zur schon länger erhältlichen Vollformatkamera aber über keinen Sucher. Als Zielgruppe soll die Z5IIC neben Content Creator Fotografen ansprechen, die eine möglichst kleine Kamera mit großem Bildwandler suchen.
Bei Sigma ließen sich u. a. das Standardzoom mit Ultraweitwinkelbereich 20-60mm F2,8-4 DG Contemporary sowie die sehr lichtstarke Festbrennweite 85mm F1,2 DG Art ausprobieren. Bei Sony standen neben den Kameras vor allem die brandneuen Superteleobjektive FE 400mm F4,5 GM OSS und FE 600mm F6,3 GM OSS im Fokus. Diese ergänzen das Portfolio um besonders leichte Modelle und wiegen mit weniger als einem Kilogramm erstaunlich wenig.
Bei B.I.G. photo equipment konnte man unter anderem die neuen Festbrennweiten von 7Artisans (AF 18mm F2 sowie AF 10mm F2,5 Max), TTArtisan sowie Laowa testen.
Bei Tamron stand wie schon bei einigen anderen Fotomessen das Thema "Reise" im Fokus. Neben zahlreichen Reisezoomobjektiven ließ sich natürlich auch das neue Tamron 12-20mm F2,8 unter die Lupe nehmen.
Auf der Mainstage mit großer Videowall, im Influencer Dome und teilweise auch direkt an den Ständen konnten die Besucher zudem Vorträge bekannter Fotografen verfolgen. Dazu gehörten Martin Krolop, Anatol Kotte oder Marcel Lämmerhirt. Darüber hinaus gab es über 60 Workshops, Seminare und Fotowalks. Zudem wurden kostenlose Check-&-Clean-Services angeboten.
Die „Imaging World inspired by Photokina" wird vom 24. bis 26. September 2027 in Köln stattfinden. Die Ausstellungsfläche soll dann rund 15.000 Quadratmeter groß sein. Zu den Ticketpreisen haben sich die Veranstalter noch nicht geäußert.