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Canon EOS 6D Mark II und EOS 80D im Vergleich (Teil 3)

Teil 3 von 3: Oberklasse-Spiegelreflexkameras von Canon


Links sehen Sie die Canon EOS 6D Mark II, rechts die Canon EOS 80D.

Nachdem wir uns im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Canon EOS 6D Mark II und der Canon EOS 80D unter anderem die Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit und die wichtigsten Features angesehen haben, vergleichen wir jetzt die Videofunktionen und die Erweiterbarkeit.

Videoaufnahme:Bei der Videofunktion hinken die Spiegelreflexkameras von Canon zum Teil dem Markt hinterher. Aufnahmen in der mittlerweile gängigen 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) unterstützen nur wenige DSLRs, bei der breiten Masse sind Full-HD-Videos das Maximum. Dies gilt auch für die beiden Kameras in unserem Vergleich. Die EOS 6D Mark II und die EOS 80D speichern Videos in Full-HD-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde, für HD-Aufnahmen gilt das Gleiche.

SD-Aufnahmen können mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde erfolgen. Auf der Pro-Seite ist zu nennen, dass man sich zwischen allen herkömmlichen Bildraten entscheiden kann. Neben einer Standardkompression steht eine Light-Version mit geringerer Bitrate zur Verfügung, bei der EOS 80D sind zusätzlich Aufnahmen mit der ALL-I-Codierung möglich. Dies funktioniert jeweils aber nur bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde.

Video-Bildqualitätsvergleich bei 1.920 x 1.080 Pixel:

Die Bildqualität der Aufnahmen stufen wir für Full-HD-Videos als gut bis sehr gut ein, teilweise treten allerdings Moiré-Artefakte auf. Details gibt die 80D teilweise noch etwas besser wieder. Mit 4K-Videos können die Aufnahmen beider Modelle keineswegs mithalten, die Detailwiedergabe fällt wesentlich schlechter aus. Dies ist wegen der vierfach höheren Auflösung von 4K-Videos allerdings kein Wunder. Sehr gut gefallen uns an beiden Kameramodellen die manuellen Belichtungsoptionen sowie die weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Die Tonpegelung kann beispielsweise in feinen Stufen vorgenommen werden. Die 80D setzt sich mit einem Mikrofoneingang und einem Kopfhörerausgang von der 6D Mark II mit lediglich einem Mikrofoneingang ab. Bei der automatischen Fokussierung punkten dagegen beide DSLRs: Dank ihres Dual-Pixel-CMOS-AFs werden selbst schneller bewegte Motive scharf eingefangen.

Ein Pluspunkt für die 6D Mark II: Bei ihr hat Canon einen digitalen Videostabilisator integriert, der auch bei Objektiven ohne IS (oder den Pendants anderer Hersteller) für deutlich ruhigere Aufnahmen sorgt. Der Bildwinkel wird hier jedoch etwas kleiner. Damit kann man in der Regel trotzdem auskommen.

Unsere Wertung bei der Videoaufnahme: Unentschieden.

Die Schnittstellen der Canon EOS 6D Mark II:

Canon EOS 6D Mark II.

Die Schnittstellen der Canon EOS 80D:

Canon EOS 80D.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Obwohl beide Kameras sehr ähnlich aussehen, ergeben sich bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen größere Unterschiede. Aber zuerst zu den Gemeinsamkeiten: Bei beiden Kameras sind ein 3,5mm Klinkeneingang für Mikrofone, ein Mini-HDMI-Ausgang und ein Mini-USB-Port zu finden. Einen Anschluss für eine Fernbedienung gibt es ebenso jeweils, dafür werden jedoch unterschiedliche Schnittstellen genutzt.

So erfolgt der Anschluss bei der 6D Mark II per 3-poligem Stecker, bei der 80D per Klinkenstecker. Nur bei der EOS 80D anzutreffen ist ein Kopfhörerausgang. Die 6D Mark II erlaubt während der Aufnahme somit keine Tonkontrolle (mit Ausnahme der Pegel-Balken). In puncto Drahtlos-Features kann sich dagegen die EOS 6D Mark II absetzen. Neben WLAN und NFC, die auch bei der EOS 80D vorhanden sind, stehen Bluetooth sowie GPS zur Verfügung. Per Bluetooth bleibt die Verbindung zu einem Mobilgerät stetig aufrechterhalten, per GPS-Modul kann das Geotagging der Aufnahmen ohne weitere Hilfsmittel erfolgen.

GPS gibt es ohne zusätzliche Geräte nur bei der EOS 6D Mark II:

Canon EOS 6D Mark II.

Für Systemblitze haben beide Kameramodelle einen Blitzschuh zu bieten, die EOS 80D verfügt zudem über ein eingebautes Blitzgerät. Dieses erreicht bei ISO 100 eine Leitzahl von zwölf. Bei der Blitzsynchronzeit liegt die 80D vorn: Mit 1/250 Sekunde erlaubt sie eine etwas kürzere Belichtungszeit als die 6D Mark II mit 1/180 Sekunde.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Unentschieden.

Unsere Testkandidaten sind praktisch gleich groß und schwer, sie bedienen sich fast identisch:

Links sehen Sie die Canon EOS 6D Mark II, rechts die Canon EOS 80D.

Unser Fazit:
Am Ende unseres Vergleichstest gilt, es folgende Frage zu beantworten: Ist der Kauf der Canon EOS 6D Mark II (Testbericht) unbedingt nötig oder lassen sich mit der Canon EOS 80D (Testbericht) zumindest ähnliche Ergebnisse erreichen? Diese Frage lässt sich recht deutlich beantworten: Abseits der Bildqualität setzt sich die Canon EOS 6D Mark II nur in wenigen Punkten von der EOS 80D ab. Hier ist die höhere Vergrößerung des optischen Suchers zu nennen, der die Bildkontrolle angenehmer gestaltet. Des Weiteren verfügt die DSLR über zusätzliches GPS sowie Bluetooth, und bei Videos sorgt der digitale Bildstabilisator bei Objektiven ohne eigene Stabilisierung für bessere Ergebnisse.

Viele Features und Funktionen machen beide DSLRs zu vielfältig einsetzbaren Kameras:

Links sehen Sie die Canon EOS 6D Mark II, rechts die Canon EOS 80D.

Es gibt jedoch auch einige Kriterien, bei denen sich die günstigere EOS 80D abhebt. Neben einem ab und zu durchaus nützlichen integrierten Blitzgerät punktet sie mit einem zusätzlichen Mikrofonausgang sowie einer kürzeren Verschlusszeit (1/8.000 Sekunde gegenüber 1/4.000 Sekunde). Die Abdeckung mit AF-Messfeldern fällt des Weiteren größer aus. Dies macht die Fotografie teilweise wesentlich komfortabler. In vielen anderen Punkten schneiden beide Modelle gleich oder zumindest sehr ähnlich ab.

Am Ende liegt die EOS 6D Mark II vor allem wegen der besseren Foto-Bildqualität einen Hauch vorn:

Links sehen Sie die Canon EOS 6D Mark II, rechts die Canon EOS 80D.

Wie groß ist der Unterschied bei der Bildqualität? In puncto Detailwiedergabe liegen beide Kameramodelle durch ihre fast gleich auflösenden Sensoren praktisch auf einem Niveau. Hier kann man vom größeren Sensor kaum profitieren. Wer die geringere Schärfentiefe einer Vollformatkamera schätzt, hat von der EOS 6D Mark II natürlich trotzdem einen Nutzen. Dieses Kriterium wollen wir beim Punkt Bildqualität allerdings nicht bewerten.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Bei höheren Sensorempfindlichkeiten setzt sich die EOS 6D Mark II von der EOS 80D ab. Je weiter der ISO-Wert ansteigt, desto größer wird der Abstand. Bei ISO 3.200 fällt er das erste Mal sichtbar aus, bei ISO 6.400 ist er dann schon groß. Während wir ISO 6.400 mit der EOS 80D keinesfalls überschreiten würden, ist ISO 12.800 mit der EOS 6D Mark II noch recht gut nutzbar.

Unser Testsieger:

ISO 25.600 geht mit deutlichen Einschränkungen einher, sorgt im Unterschied zur EOS 80D jedoch noch für einigermaßen brauchbare Ergebnisse. Wer häufig höhere Sensorempfindlichkeiten (ISO 3.200 und darüber) benötigt, greift daher besser zur EOS 6D Mark II.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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