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Canon EOS 700D und Nikon D5300 im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 3: Unser Vergleichstest der Spiegelreflexkameras der gehobenen Einsteigerklasse


Links die Canon EOS 700D, rechts die Nikon D5300.

Nachdem wir in Teil 1 unseres Vergleichs der Canon EOS 700D und der Nikon D5300 unter anderem die Verarbeitung, die Bildqualität und die Geschwindigkeit verglichen haben, folgen in diesem Teil die Kitobjektive, die Bildkontrolle, die Funktionen und Features.

Die Kitobjektive:
Kitobjektive sind bei Systemkameras eine kostengünstige Lösung für Einsteiger. Wer eine Kamera im „Kit“ erwirbt, erhält ein Objektiv dazu, mit dem man für den Anfang recht gut ausgestattet ist. Bei der Nikon D5300 wird wahlweise das AF-S DX Nikkor 18-55mm F3,5-5,6G VR II als Kitzoom mitgeliefert, bei der Canon EOS 700D das EF-S 18-55mm F3,5-5,6 IS STM. Mit dem Objektiv der D5300 lassen sich kleinbildäquivalente 27 bis 83mm bei einer Blende von F3,5 bis F5,6 abdecken, bei der Canon EOS 700D sind es 29 bis 88mm.

Die Kitobjektive der Canon EOS 700D und Nikon D5300 im Vergleich:

Das EF-S 18-55mm F3,5-5,6 IS STM (links), das AF-S DX Nikkor 18-55mm F3,5-5,6G VR II (rechts).

Bei den weiteren Ausstattungspunkten liegt das Canon EF-S 18-55mm F3,5-5,6 IS STM dank völlig geräuschlosem und sehr schnellen STM-Fokusmotor vorne. Hier kann das AF-S DX Nikkor 18-55mm F3,5-5,6G VR II nicht mithalten, denn der Autofokus arbeitet doch langsamer und auch etwas lauter. Ansonsten gleichen sich die Ausstattungsdaten. Ein optischer Bildstabilisator ist jeweils vorhanden, es gibt einen eigenen Fokusring und per Schalter kann am Objektiv zwischen dem manuellen und dem automatischen Fokus gewählt werden. Bei der Größe liegt dann das AF-S DX Nikkor 18-55mm F3,5-5,6G VR II vorne, dieses kann man in eine Parkposition einfahren und spart damit etwas Platz.

Bei der Abbildungsleistung liegen beide Objektive in etwa auf dem gleichen Niveau. Die Bildschärfe lässt am Rand vor allem im Weitwinkel stärker nach, hier sollte abgeblendet werden. Das Bildzentrum ist dagegen bei jeder Brennweite und Blende scharf. Die Verzeichnung ist bei beiden Objektiven im Weitwinkel je nach Motiv gut sichtbar.

Unser Sieger beim Kitobjektiv: Die Canon EOS 700D mit dem EF-S 18-55mm F3,5-5,6 IS STM durch den deutlich schnelleren und sehr leisen Autofokusmotor.

Das Objektivangebot für beide Spiegelreflexkameras ist riesig:

Links die Canon EOS 700D, rechts die Nikon D5300.

Objektivangebot:
Das Objektivangebot mag für Einsteiger nicht von Bedeutung sein, wer tiefer in die Fotografie einsteigen möchte, sollte allerdings auf ein größeres Objektivangebot achten. Da Canon und Nikon seit mehreren Jahrzehnten Objektive für Spiegelreflexkameras entwickeln, ist das Objektivangebot bei diesen beiden Herstellern natürlich sehr groß. Mit fast jeder erdenklichen Brennweite wird ein Objektiv angeboten, ebenso sind auch alle Objektivtypen abgedeckt. Zudem werden beide Bajonette auch von Drittherstellern sehr gut versorgt, was für weitere Alternativen sorgt. Eine kleine Einschränkung: Da die Nikon D5300 keinen integrierten Fokusmotor besitzt, muss man bei manchen älteren Objektiven auf die automatische Fokussierung per Motor verzichten.

Unsere Wertung beim Objektivangebot: Unentschieden.

Bildkontrolle:
Bei einer Spiegelreflexkamera ist der optische Sucher ein Abgrenzungsmerkmal von den spiegellosen Systemkameras. Die in unseren Kameras verwendeten Pentaspiegelmodelle geben jeweils 95 Prozent des Bildfeldes wieder, die Vergrößerung unterscheidet sich mit 0,82x (D5300) zu 0,85x (700D) nur minimal. Praktisch lässt sich zwischen beiden Suchern daher kein Unterschied erkennen.

Die Displays beider Kameras lassen sich Klappen sowie Drehen:

Links die Canon EOS 700D, rechts die Nikon D5300.

Das Display der D5300 misst stolze 3,2 Zoll, das der EOS 700D dagegen nur 3,0 Zoll. Einen wirklichen Unterschied merkt man in der Praxis hier aber ebenso kaum. Dies liegt auch daran, das die Auflösung identisch ausfällt. Beide Displays kommen auf knapp 1,04 Millionen Subpixel. Dies sorgt für eine sehr gute Detailwiedergabe ohne sichtbare Pixel. Da sich beide LCDs klappen und drehen lassen, ist die Bildkontrolle aus jeder erdenklichen Position möglich. Eine komfortablere Lösung ist aus unserer Sicht nicht möglich.

Ein Vorteil für das Display der Canon EOS 700D ist dessen Touchoberfläche. Damit kann man im Menü navigieren oder auch den Fokuspunkt im Liveviewbetrieb setzen. Das Touchscreen gehört dabei zu den besten Modellen, die sich aktuell in Digitalkameras finden.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Canon EOS 700D durch ihr Touchscreen-LCD.

Funktionen und Features:
Bei einer Kamera der Einsteigerklasse stehen nicht nur die manuellen Optionen im Vordergrund, sondern auch die verschiedenen Automatiken, mit denen auch Anfänger gute Bilder aufnehmen können sollen. Die Nikon D5300 bietet hier eine Vollautomatik, 17 Szenenprogramme und neun Filtereffekte. Ob es so viele unterschiedliche Szenenprogramme geben muss, steht auf einem anderen Blatt. Die EOS 700D bietet neben der Vollautomatik neun Szenenprogramme an, Filtereffekte gibt es sieben an der Zahl. Jeweils lobenswert finden wir die Integration eines „Blitz-Aus“-Modus. Damit lässt sich das ungewünschte Aufklappen und Auslösen des Blitzes trotz Vollautomatik verhindern. Zudem kann man bei beiden Kameras natürlich auch die PSAM-Modi nutzen. Im Vergleich zu höherklassigen Modellen fehlen nur die frei konfigurierbaren Custom-Programme.

Beide Spiegelreflexkameras sollten viele Fotografen zufriedenstellen:

Links die Canon EOS 700D, rechts die Nikon D5300.

Die D5300 besitzt zum Scharfstellen das Multi-CAM 4800DX-Fokusmodul mit 39 Messfeldern, neun davon sind Kreuzsensoren. Alle neun Kreuzsensoren liegen in der Bildmitte, darum herum wurden Liniensensoren platziert. So viele Messfelder konnte man wenige Jahre zuvor nur in Spitzenmodellen finden. Die Hersteller haben ihre Einsteigermodelle in den letzten Jahren also deutlich aufgerüstet.

Die Canon EOS 700D besitzt „nur“ neun Fokusmessfelder, diese sind allerdings allesamt Kreuzsensoren. Daher lässt sich auch außerhalb des Bildzentrums damit scharfstellen. Beide Autofokussysteme stellen – wie in dieser Klasse üblich – bis zu einer Offenblende von F5,6 scharf.

Die Belichtung ist bei beiden Vergleichskameras jeweils zwischen 30 Sekunden und 1/4.000 Sekunde möglich. Ebenso ist jeweils ein Bulbmodus für längere Belichtungszeiten vorhanden. Bei der EOS 700D lässt sich neben der Mehrfeldmessung, der mittenbetonten Messung und der Selektivmessung auch noch die Spotmessung verwenden, bei der D5300 muss man auf die Selektivmessung verzichten. Ein besonderes Feature der Nikon D5300 ist die Intervallaufnahmefunktion. Damit können Bilder von der Kamera automatisiert in bestimmten Zeiträumen aufgenommen werden.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Mit einem kleinen Vorsprung gewinnt die Nikon D5300.

Im dritten und letzten Teil des Vergleichstests der Canon EOS 700D und der Nikon D5300 werfen wir einen Blick auf die Videofunktion, die Erweiterbarkeit und ziehen ein Fazit.

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Kommentare

Da bei der Nikon explizit ...

Da bei der Nikon explizit darauf hingewiesen wird: hat denn die Canon einen eingebauten Fokusmotor? In den Specs habe ich dazu nichts gefunden, also eher nicht?

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