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Canon EOS M50 und FujiFilm X-T100 im Vergleich (Teil 3)

Teil 3 von 3: Systemkameras mit APS-C-Sensor der gehobenen Einsteigerklasse


Links sehen Sie die Canon EOS M50, rechts die FujiFilm X-T100.

Nachdem wir uns im zweiten Teil dieses Tests der Canon EOS M50 und der FujiFilm X-T100 unter anderem mit der Bildkontrolle und der Arbeitsgeschwindigkeit beschäftigt haben, vergleichen wir in diesem dritten und letzten Teil die Videofeatures und die Erweiterbarkeit. Anschließend fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Videoaufnahme:
Die moderne 4K-Auflösung ist mittlerweile nicht mehr nur bei Kameras der Oberklasse anzutreffen, selbst viele Einsteigerkameras bieten diese inzwischen an. Auch die beiden DSLMs in unserem Test werben mit 4K-Funktionen, dabei gibt es jedoch einige Einschränkungen zu beachten. Das gilt im Besonderen für die FujiFilm X-T100.

Sie speichert Videos zwar mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel, dies allerdings mit gerade einmal 15 Vollbildern pro Sekunde. Für flüssige Aufnahmen reicht das nicht, allein bei Zeitraffervideos ergeben sich keine Einschränkungen. Effektiv ist die 4K-Funktion somit in der Regel nicht zu gebrauchen.

"Echte" (= flüssige) 4K-Videos sind nur mit der EOS M50 möglich:

Canon EOS M50.

Die Canon EOS M50 macht das besser, in 4K-Auflösung können sich Videografen für 24 oder 25 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. Die bei anderen Kameras üblichen 30 Vollbilder pro Sekunde stehen ebenso nicht zur Wahl. Des Weiteren zeigen die 4K-Videos, da lediglich die Bildpunkte aus der Mitte verwendet werden, einen starken Crop. Die Brennweite verlängert sich bei Videos dadurch circa um den Faktor 1,6. Schade ist zudem, dass der Dual Pixel CMOS-AF nur bei HD- und Full-HD-Auflösung funktioniert. Der Kontrast-AF der DSLM von Canon arbeitet langsamer und hat bei bewegten Motiven seine Probleme.

Videovergleich mit 3.840 x 2.160 Pixel (M50) und 1.920 x 1.080 Pixel (X-T100):

In Full-HD sind dagegen keine Einschränkungen hinzunehmen – das gilt für beide Kameras. Auch hier gefällt uns die EOS M50 besser. Der Autofokus arbeitet schnell und die Bildqualität fällt besser aus. Manuelle Optionen haben beide DSLMs zu bieten, neben den integrierten Stereomikrofonen besteht jeweils die Möglichkeit, externe Mikrofone anzuschließen und zu pegeln. Während Canon dafür auf einen herkömmlichen 3,5mm Klinkeneingang setzt, verfügt die FujiFilm X-T100 über einen 2,5mm Klinkenport. Für die allermeisten Mikrofone am Markt wird daher ein Adapter benötigt.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Canon EOS M50.

Die Schnittstellen der DSLM von Canon:

Canon EOS M50.

Die Schnittstellen der DSLM von FujiFilm:

FujiFilm X-T100.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Da es sich bei beiden Kameras in unserem Vergleich um Modelle der gehobenen Einsteigerklasse handelt, stehen ein paar Schnittstellen mehr als bei klassischen Einsteigerkameras zur Verfügung. Neben USB und HDMI gibt es jeweils einen Eingang für ein Mikrofon. Bei der X-T100 nimmt der für Mikrofone etwas unübliche 2,5mm-Klinkeneingang zudem eine Fernbedienung auf. Über die Blitzschuhe lassen sich externe Blitzgeräte oder Blitzanlagen ansteuern, die integrierten Blitzgeräte helfen in Situationen, bei denen nicht ganz so viel Blitzleistung benötigt wird. Wer die Kameras drahtlos ansteuern möchte, kann dies in beiden Fällen per WLAN und Bluetooth tun. Die EOS M50 unterstützt außerdem NFC, dies erleichtert die Verbindungsaufnahme zu einem Mobilgerät.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Unentschieden.

Unser Fazit:
Canon und FujiFilm bieten eine Reihe von Systemkameras für praktisch alle Kameraklassen an. Die EOS M50 und die X-T100 gehören zur gehobenen Mittelklasse und setzen sich von besonders günstigen Einsteigermodellen durch mehr Features und einen elektronischen Sucher ab. Wer kein allzu großes Budget besitzt, aber trotzdem etwas umfangreicher ausgestattete Kameras sein Eigen nennen möchte, ist bei Modellen der gehobenen Einsteigerklasse gut aufgehoben.

Im direkten Vergleich schneiden beide Modelle bei einigen Bewertungspunkten ähnlich ab, Unterschiede gibt es trotzdem. So wird die FujiFilm X-T100 zum Teil aus Metall gefertigt, die EOS M50 komplett aus Kunststoff. Die EOS M50 liegt dank eines Griffes und einer Gummierung auf der Rückseite allerdings besser in der Hand, bei der X-T100 sollte der zusätzliche Griff angeschraubt werden. In puncto Bedienelemente ergibt sich kein klares Bild. Die DSLM von FujiFilm verfügt über deutlich mehr Einstellräder, die EOS M50 erlaubt dafür das Konfigurieren von mehr Tasten. Des Weiteren kann sich Canons DSLM mit einem besseren Menüdesign absetzen.

Beide Kameras haben für Modelle der Einsteigerklasse viele Features zu bieten:

Links sehen Sie die Canon EOS M50, rechts die FujiFilm X-T100.

In puncto Bildqualität liegt die X-T100 von FujiFilm bei Tag sowie Nacht vorn. Ihre Aufnahmen sind detailreicher und zeigen weniger Bildrauschen. Der Punkt für das Objektivangebot geht ebenso an die X-T100, ohne den Einsatz eines Adapters stehen wesentlich mehr Modelle zur Verfügung. Hinsichtlich der Arbeitsgeschwindigkeit überzeugt uns die EOS M50 mehr. Sie nimmt Fotos mit einer höheren Bildrate auf und fokussiert wesentlich flotter.

Was die elektronischen Sucher betrifft, sehen wir beide spiegellosen Systemkameras gleichauf. Das Display der EOS M50 ist etwas flexibler einsatzbar, die Touchscreenfunktion wurde außerdem noch besser umgesetzt. Die hybriden Autofokussysteme bewegen sich fokussiertechnisch in etwa auf einem Niveau, Besitzer der EOS M50 können den Phasen-AF jedoch auch außerhalb des Bildzentrums nutzen. In puncto Fotoprogramme sehen wir beide Kameras mit fast allen wichtigen Modi gleichauf. Absetzen kann sich die X-T100 von FujiFilm mit einem universell einsetzbaren elektronischen Verschluss, der obendrein besonders kurze Belichtungszeiten erlaubt.

Die Canon EOS M50 sehen wir am Ende leicht vor der FujiFilm X-T100:

Links sehen Sie die Canon EOS M50, rechts die FujiFilm X-T100.

Für Videoaufnahmen eignet sich die Canon EOS M50 zweifellos besser. Sie zieht an der X-T100 mit höheren Bildraten, einer besseren Bildqualität und einem schnelleren Video-AF vorbei. Daneben ist der 3,5mm-Klinkeneingang für Mikrofone deutlich besser nutzbar als der 2,5mm-Klinkeneingang der X-T100.

Dafür gestattet dieser den Anschluss einer Fernbedienung. Die integrierten Blitzgeräte erlauben jeweils das Aufhellen von näheren Motiven, über die Blitzschuhe lassen sich auch externe Systemblitze nutzen.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Für Fotografen, die auf eine besonders hohe Bildqualität Wert legen und viele Parameter selbst einstellen wollen, stellt die FujiFilm X-T100 das bessere Modell dar.

Unser Testsieger:

Wer eine Allroundkamera sucht, mit der man auch 4K-Videos aufnehmen kann, greift zur Canon EOS M50.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

Links zum Artikel:

 
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