Die DJI Osmo 360 II im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten der 360-Grad-Kamera im Überblick

DJI stellt mit der Osmo 360 II die zweite hauseigene 360-Grad-Kamera vor. Diese folgt auf das erste Modell, das im Sommer 2025 auf den Markt kam. Bei der Osmo 360 II ermöglicht DJI unter anderem den Wechsel der Linsen und erlaubt höhere Bildraten. Wie sich die 360-Grad-Kamera in der Praxis schlägt, zeigt unser Testbericht.

Der Lieferumfang:
Bei der von uns getesteten Adventure Combo legt DJI eine Reihe von Zubehörprodukten bei. Dazu gehören drei Akkus inklusive passender Ladeschale, ein Linsenschutz, eine Transporttasche, ein Selfie-Stick ("Invisible Selfie Stick" mit 120cm), ein Halterungsadapter mit drehbarem Kopf sowie ein USB-C-Kabel. Bei den anderen Combos ergibt sich ein abweichender Lieferumfang, weshalb dieser vor dem Kauf geprüft werden sollte.

Der Lieferumfang der Adventure Combo:

Die Ladeschale bietet Platz für bis zu drei Akkus:

Die Kamera mit dem Linsenschutz:

Die technischen Daten:
Bei seiner zweiten Kamera-Generation von 360-Grad-Kameras setzt DJI auf bekannte Hardware. Sowohl äußerlich als auch im Inneren. Die Abmessungen der DJI Osmo 360 II entsprechen 1:1 der Osmo 360. Mit Abmessungen von 8,1 x 6,1 x 3,6cm fällt die Actionkamera kürzer als die Insta360 X5 und X6 aus, ist aber natürlich auch deutlich breiter. In puncto Gewicht hat DJI ebenso nichts verändert, mit knapp über 180g handelt es sich um eine recht leichte Kamera. Geändert wurde dagegen die Austauschbarkeit der Linsen bzw. Schutzgläser. Diese lassen sich nun von jedem Nutzer tauschen, was das Einschicken der Kamera bei Beschädigungen unnötig macht. Kratzer sind bei Kameras dieser Art aufgrund der zweiäugigen Konstruktion vergleichsweise häufig, die Objektive kann man bei Aufnahmen schließlich nur bedingt schützen.

Die Osmo 360 II verfügt über ein bekanntes Gehäuse ...

... die Linsen lassen sich nun aber tauschen:

Damit Kratzer seltener auftreten, wurde ein neues Lens-Coating mit härterer Oberfläche verwendet und mit den „Transparent Lens Protectors“ werden die Linsen doppelt geschützt. Apropos Schutz: Die DJI Osmo 360 II ist nach IP68-Standard abgedichtet und lässt sich zwischen minus 20 Grad Celsius und 45 Grad Celsius einsetzen.

Die Sensoren aktueller 360-Grad-Kameras im Vergleich:

Als Bildwandler sitzen hinter den Fisheye-Objektiven mit einer Blende von F1,9 quadratische Sensoren der 1/1,1-Zoll-Klasse. Deren genaue Auflösung nennt DJI nicht, die Auflösung der Fotos und Videos ist aber natürlich bekannt. Bei Fotos kann man sich für 15.520 x 7.760 Pixel (120 Megapixel) oder 7.776 x 3.888 Pixel (30 Megapixel) bei 360-Grad-Dateien entscheiden, die HDR-Option vergrößert dabei den Dynamikumfang.

Während das JPEG-Format bei beiden Auflösungen wählbar ist, bleibt das RAW-Format (DNG) auf die kleinere Auflösung beschränkt. Kommt nur ein Objektiv der Kamera zum Einsatz, liegt die maximale Fotoauflösung bei 6.400 x 4.800 Pixel (31 Megapixel). Den maximalen Dynamikumfang von Aufnahmen gibt DJI mit 14,5 Blendenstufen an.

Fotos nimmt die Osmo 360 II mit bis zu 120 Megapixel auf:

360-Grad-Videos zeichnet die DJI Osmo 360 II mit bis zu 7.680 x 3.840 Pixel (8K) auf. Daneben sind Aufnahmen mit 6.000 x 3.000 Pixel (6K) möglich. Bei beiden Auflösungen werden alle üblichen Bildraten von 24 bis 60 Vollbildern pro Sekunde angeboten. Mit an Bord sind bei der 360-Grad-Kamera zudem verschiedene Spezialmodi. Beim Selfie-Modus stellen 3.840 x 3.840 (max. 60p) das Maximum dar, beim Super-Night-Modus sind es 7.680 x 3.840 Pixel (max, 60p) und beim Vortex-Modus bis zu 7.680 x 3.840 Pixel mit maximal 120 Vollbildern pro Sekunde. Zeitraffer-Aufnahmen können in 8K- oder 16K-Auflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde erfolgen, Zeitlupen-Videos sind bei 3.840 x 1.920 Pixel mit 100, 200 oder 240 Vollbildern pro Sekunde möglich.

Bei Aufnahmen mit einem Objektiv kann man sich für bis zu 3.840 x 2.880 Pixel mit 60 Vollbildern pro Sekunde entscheiden. Die klassische 4K-Aufösung (3.840 x 2.160 Pixel) wird ebenso angeboten und auch 2,7K-Videos sind möglich. Mehr als 60 Vollbilder pro Sekunde lassen sich dabei allerdings nur wählen, wenn man den Boost-Modus aktiviert. Hier ergibt sich mit 170 Grad auch ein größerer Bildwinkel als beim klassischen Videomodus. Dieser sollte nahezu dem kompletten Bildwinkel einer der Fisheye-Optiken entsprechen. Beim normalen Videomodus ergibt sich dagegen der typische Bildeindruck von Actionkameras. Als maximale Bitrate gibt DJI für die Osmo 360 II 170Mbit/s an, Aufnahmen erfolgen stets mit 10-Bit und mit normalem oder D-LOG M-Bildprofil.

Den Ton zeichnen intern mehrere Mikrofone auf, bei der Aufnahme kann man zwischen Mono und Stereo wählen. Zudem lässt sich die Actionkamera natürlich mit externen Funkmikrofonen verbinden. Die Stabilisierung erfolgt bei der DJI Osmo 360 II wie bei allen 360 Grad-Kameras rein digital, die RockSteady 3.0-Stabilisierung erlaubt bei 360-Grad-Videos sowie normalen Aufnahmen die korrekte Horizontausrichtung (HorizonSteady).

Der Akku und die Speicherkarte finden in einem Fach Platz:

Der USB-C-Port liegt auf der gegenüberliegenden Seite:

Beim Display hat sich DJI wieder für ein 2,0 Zoll messendes OLED mit einer Auflösung von 556 x 314 Pixel und einer maximalen Helligkeit von 800 Nits entschieden. Eingaben sind via Touch oder über drei Hardware-Tasten möglich. Den Akku und die Speicherkarte kann man über ein Fach an der linken Seite entnehmen, der USB-C-Port befindet sich gegenüber an der rechten Seite. Beim Akku handelt es sich um ein verbessertes Modell mit einer Kapazität von 2.150mAh (Osmo 360: 1.950mAh). Aufladen kann man dieses wie bisher in der Kamera oder mit der mitgelieferten Ladeschale mit Platz für bis zu drei Akkus.

Die Aufnahmen lassen sich auf einer microSD-Karte oder auf dem integrierten Speicher ablegen:

Als Datenspeicher dienen weiterhin microSD-Karten (min. V30 Speedclass) oder der integrierte Speicher mit einer Kapazität von 105GB. Bei der maximalen Videoqualität lassen sich damit rund 68 Minuten Material abspeichern.

Die Montage der 360-Grad-Kamera erfolgt unter anderem per 1/4-Zoll-Gewinde:

Zur Montage auf einem Stativ oder einem Selfiestick kann man auf ein 1/4-Zoll-Gewinde oder die DJI-Magnethalterung zurückgreifen. Passende Modelle wie der im Lieferumfang befindliche „Invisible Selfie Stick“ werden aus dem Bild „herausgerechnet“ und sind nicht zu erkennen.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der DJI Osmo 360 II schauen wir uns die Bedienung sowie optional erhältliches Zubehör an.

Autor: dkamera.de Redaktion
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