Die Insta360 X6 360-Grad-Kamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

Insta360 ist der 360-Grad-Kamera-Pionier. Mit der X6 kann man bereits das siebte Modell dieser Serie erwerben. Hier setzt das Unternehmen als Neuerung unter anderem auf eine veränderte Bauform und natürlich kommt auch eine noch leistungsfähigere Aufnahme-Hardware zum Einsatz. Was das neueste Modell aus dem Hause Insta360 leistet, schauen wir uns in diesem Testbericht an.

Der Lieferumfang:
Insta360 bietet die X6 in unterschiedlichen Bundles an. Neben dem Standard-Bundle, das nur die Kamera, eine Tasche und ein USB-C-Kabel umfasst, kann man sich unter anderem auch für das Essentials-Bundle (u. a. mit zusätzlichem Akku und Selfie Stick), das Reise-Bundle (mit Fernsteuerungs-Selfie-Stick) oder das Rennrad-Bundle (u. a. mit spezieller Lenkerhalterung) entscheiden.

Beim Standard-Bundle liegen ein USB-C-Kabel und eine Hülle bei:

Unser Testgerät lag im Standard-Bundle vor. Wer dieses erwirbt, sollte zusätzlich einen Selfie-Stick erstehen. Unter anderem bietet Insta360 folgende drei Modelle an:

Optional lassen sich unter anderem diese Selfie-Sticks erwerben:

Die technischen Daten:
Dass Insta360 bei der X6 nicht nur ein paar kleinere Überarbeitungen vorgenommen, sondern es sich um eine fast komplett neue Kamera handelt, bemerkt man auf den ersten Blick. Die X6 fällt mit 5,0 x 10,0 x 4,0cm ein gutes Stück kürzer als die Vorgängermodelle (z. B. die 4,6 x 12,5 x 3,8cm messende X5) aus. Dafür ist sie einen Tick dicker und breiter. Auf der Waage kann man mit 196g (X5: 202g) jedoch praktisch keinen Unterschied feststellen. Die Dichtungen hat Insta360 bei seiner neuen 360-Grad-Kamera verstärkt, Einsätze sind nun in bis zu 20m Wassertiefe möglich. Die Betriebstemperatur bewegt sich mit -20 °C bis +40 °C auf dem Level der Vorgängermodelle.

Bei der X6 hat sich Insta360 für ein deutlich überarbeitetes Gehäuse entschieden:

Die Insta360 X6 fällt deutlich kleiner als die X5 aus:

Einfluss hat das neue Gehäuse auch auf das verbaute Display. Das OLED-Panel ist 2,32 Zoll groß, die genaue Auflösung nennt Insta360 allerdings nicht. Fast alle Hardware-Tasten hat Insta360 bei der X6 an die Seite verlagert, das OLED erlaubt via Touchscreen aber natürlich auch Eingaben. Der Akku, ein neues Modell mit 2.600mAh, verschwindet anders als bei der X5 vollständig im Gehäuse. Er teilt sich wie gewohnt jedoch ein Fach mit der microSD-Karte.

Zur Bildkontrolle und für Eingaben gibt es ein 2,32 Zoll großes OLED-Panel:

Letztere ergänzt den integrierten Speicher mit 47GB und kann bis zu 1TB groß sein. Um bei Aufnahmen in keine Probleme zu geraten, sollte man sich mindestens für ein Modell mit der Speedclass V30 entscheiden. Aufgeladen wird der Akku per USB-C in der Kamera, alternativ dazu bietet Insta360 auch eine externe Ladeschale an.

Eine Akkuladung reicht bei der 360-Grad-Kamera laut Herstellerangabe für bis zu 140 Minuten lange Aufnahmen in 8K-Auflösung. Drahtlos funkt die Kamera mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.3, als App kommt die bekannte Insta360-App zum Einsatz.

Der Akku besitzt eine neue Bauform, mit der microSD-Karte teilt er sich wie gewohnt ein Fach:

Zur Montage der Insta360 X6 befindet sich auf der Unterseite ein Stativgewinde, hierrüber werden unter anderem auch Selfie-Sticks angeschraubt. Zur magnetischen Halterung von Insta360 ist die Kamera ebenso kompatibel.

Die Montage der Actionkamera erfolgt über eine Halterung oder ein 1/4-Zoll-Gewinde:

Wie bei allen 360-Grad-Kameras sind bei der X6 zwei Fisheye-Objektive verbaut. Insta360 gibt diese mit einer Brennweite von 8mm und einer Lichtstärke von F2 an. Die hinter den Linsen sitzenden Sensoren zeichnen jeweils ein Bild mit einem Bildwinkel größer als 180 Grad auf, das Zusammenrechnen (= Stitchen) der Daten erfolgt in der Kamera.

Zwei Fisheye-Objektive nehmen bei der Insta360 X6 die komplette Umgebung auf:

Diese Aufgabe erledigen drei Bildprozessoren. Eine in 4nm Fertigungsgröße gebaute 8-Kern-CPU wird durch zwei Imaging-Chips ergänzt. Gegenüber der X5 sollen diese 500 Prozent mehr Rechenleistung bieten und trotzdem 35 Prozent weniger Energie verbrauchen.

Die Sensoren aktueller 360-Grad-Kameras im Vergleich:

Die Aufnahmedaten liefern zwei quadratische Sensoren der 1/1,1-Zoll-Klasse. Konkrete Auflösungen der einzelnen Bildwandler nennt Insta360 nicht, die Pixelgröße (2,44μm) und der Dynamikumfang (14,5 Blendenstufen) sind jedoch bekannt. Zusammen erzeugen die Sensoren JPEG- oder RAW-Fotos mit bis zu 120 Megapixel (15.520 x 7.760). Als Einzelbildauflösung kann man sich zudem für 42 Megapixel (6.528 x 6.528 Pixel) entscheiden.

Bei Videoaufnahmen gibt es eine lange Liste von Auflösungen und Bildraten. Im normalen Videomodus lassen sich bei 8K-Auflösung (7.680 x 3.840 Pixel) 24, 25, 30, 48 und 50 Vollbilder pro Sekunde aufzeichnen, in 6K-Auflösung (6.016 x 3.008 Pixel) kommen noch 60 Vollbilder pro Sekunde hinzu. Bei 4K-Auflösung (3.840 x 1.920 Pixel) sind zudem bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich. Wer im PureVideo-Modus filmen möchte, kann bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde wählen und mit dem Bullet-Time-Modus sind bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde bei 4K (3.840 x 960 Pixel) möglich. Daneben gibt es noch eine Zeitraffer-Option mit bis zu 16K-Auflösung (15.360 x 7.680 Pixel) und einer Ausgabe-Bildrate von bis zu 30 Bildern pro Sekunde.

Wer die Insta360 X6 als normale Kamera nutzen möchte, kann in 5K-Auflösung (5.120 x 3.840 Pixel oder 5.120 x 2.880 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde filmen, in 4K-Auflösung (3.840 x 2.880 Pixel oder 3.840 x 2.160 Pixel) sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich und in 2,7K-Auflösung (2.688 x 2.016 Pixel oder 2.688 x 1.520 Pixel) wird diese Bildrate ebenfalls angeboten. Darüber hinaus gibt es Optionen für Hochkant-Aufnahmen (3:4 oder 9:16), den PureVideos für Aufnahmen bei wenig Licht und FreeFrame-Videos zum nachträglichen Festlegen des Seitenverhältnisses. Unverwackelte Aufnahmen werden durch die FlowState-Stabilisierung sowie die 360-Grad-Horizontsperre sichergestellt, als Sichtfeldoptionen stehen ein durchgängiger "Zoom" sowie ActionView, MaxView, MegaView und Linear zur Wahl.

Videos werden maximal in 8K und Fotos mit bis zu 120 Megapixel aufgezeichnet:

Damit der Dynamikumfang der Videos möglichst groß ausfällt, bietet Insta360 das Dolby-Vision-Format und den I-Log-Modus an. 10-Bit-Aufnahmen sorgen zudem für einen größeren Spielraum beim Nachbearbeiten.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der Insta360 X6 gehen wir unter anderem auf die Bedienung und die Menüs ein.

Autor: dkamera.de Redaktion
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