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FujiFilm stellt die GFX 100 vor – mit dkamera.de Ersteindruck

DSLM mit 102 Megapixel Mittelformat-Sensor (43,8 x 32,9mm), Hybrid-AF und 4K-Video (2160p30)

Zur Photokina 2018 hatte FujiFilm neben einigen weiteren Neuheiten auch die Entwicklung des ersten eigenen Kameramodells mit 100 Megapixel angekündigt. Nun wurde die spiegellose Mittelformatkamera FujiFilm GFX 100 offiziell vorgestellt. Sie wird ab Ende Juni 2019 erhältlich sein und 10.999 Euro kosten. Wir konnten uns bereits ein erstes Modell der Kamera ansehen und geben Ihnen am Ende dieses Artikels unsere ersten Eindrücke wieder.

Mittelformatmodelle hat FujiFilm bereits mit der GFX 50S und GFX 50R im Programm, die Auflösung beider Kameras liegt aber „nur“ bei 50 Megapixel. Die GFX 100 besitzt einen Sensor mit doppelt so vielen Bildpunkten, genau genommen sind es 101,8 Megapixel.

Die Größe des Sensors hat sich im Vergleich zur GFX 50S und GFX50R dagegen nicht verändert, der Chip misst noch immer 43,8 x 32,9mm (etwa 66 Prozent größer als Vollformat). Der ISO-Bereich der DSLM beginnt bei ISO 50 und endet erst bei ISO 102.400. Wer keine Erweiterungen nutzen möchte, kann minimal ISO 100 und maximal ISO 12.800 einstellen.

Die bewegliche Lagerung des Bildwandlers erlaubt die Bildstabilisierung in der GFX 100:

Der Sensor der FujiFilm GFX 100 setzt sich von den Bildwandlern der FujiFilm GFX 50S und GFX 50R unter anderem auch durch eine rückwärtige Belichtung ab. Das ermöglicht trotz der kleinen Bildpunkte ein besseres Rauschverhalten. Auf dem Chip befinden sich 3,76 Millionen Phasendetektion-Pixel, diese erlauben die Phasendetektion auf nahezu 100 Prozent der Sensorfläche. Da die Kamera zusätzlich die Kontrastmessung verwendet, handelt es sich um einen Hybrid-AF. Ebenso neu in der Mittelformatklasse: Wie bei der X-H1 (Testbericht) nutzt FujiFilm den Bildwandler zur Stabilisierung. Das System gleich Verwacklungen in fünf Achsen aus und ermöglicht um bis zu 5,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten. Aktuell arbeitet die interne Stabilisierung der GFX 100 noch nicht mit dem OIS der Objektive zusammen, dieses Feature soll allerdings per Software-Update nachgerüstet werden.

Die Oberseite der spiegellosen Systemkamera:

Für die notwendige Rechenleistung setzt FujiFilm bei der Mittelformatkamera auf einen X-Prozessor 4. Dank diesem kann die GFX 100 bis zu fünf Bilder pro Sekunde aufnehmen, der Pufferspeicher bietet ausreichend Platz für 14 Fotos. Die hohe Rechenleistung des Bildprozessors erlaubt auch die Aufnahme von 4K-Videos. Im Vergleich zu Kameras mit kleineren Sensoren wirken die technischen Daten sicherlich nicht spektakulär, Kameras mit sehr großen Sensoren sind aber deutlichen Einschränkungen unterworfen. Die 4K-Videofunktion (4.096 x 2.160 Pixel oder 3.840 x 2.160 Pixel) der DSLM mit einer Bildrate von bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde kann sich daher zweifellos sehen lassen. Intern erfolgt die Aufnahme mit 4:2:0 und 10 Bit, extern mit 4:2:2 und ebenfalls 10 Bit. Dass FujiFilm bei der Entwicklung der GFX 100 durchaus an Videografen gedacht hat, zeigen auch der Mikrofonein- und der Kopfhörerausgang. Daneben unterstützt die Systemkamera Aufnahmen mit HLG- und F-Log-Profil.

Den abnehmbaren Sucher kann man flexibel schwenken:

Die Bildkontrolle ist bei der FujiFilm GFX 100 natürlich per Sucher oder Display möglich. Das Display mit einer Diagonalen von 3,2 Zoll und einer Auflösung von 2,36 Millionen lässt sich in drei Achsen schwenken, diese Technik kennt man unter anderem von der X-T3. Der abnehmbare elektronische Sucher bewegt sich mit 5,76 Millionen Subpixel im Spitzensegment, ein Augensensor steht zum komfortablen Wechseln zwischen Sucher und LCD zur Verfügung. Abhängig von den gewählten Parametern bewegt sich die Wiederholrate des Suchers zwischen etwa 50 und 80 Bildern pro Sekunde.

Bilder und Videos landen nach der Aufnahme auf einer oder zwei SD-Speicherkarten:

Zur Datenspeicherung hat FujiFilm bei der GFX 100 zwei SD-Kartenslots integriert. Beide Slots unterstützen den UHS-II-Standard und erlauben dadurch hohe Datenraten. Zur drahtlosen Datenübertragung stehen WLAN und Bluetooth zur Verfügung. Im 15,6 x 16,4 x 10,3cm großen und 1.400g schweren Magnesiumgehäuse finden zwei Akkus mit einer Kapazität von 1.250mAh Platz.

Die FujiFilm GFX 100 arbeitet deutlich flotter als vergleichbare Mittelformatkameras:

Bei unserem Ersteindruck, den wir anhand eines nicht finalen Vorserienmodells erlangt haben, hat die FujiFilm GFX 100 die Stärken einer Mittelformatkamera voll ausgespielt, sie überraschte zudem aber gleich in mehrfacher Hinsicht positiv. Einen bleibenden Eindruck hat bei uns vor allem das Autofokussystem hinterlassen. Mittelformatkameras lagen in puncto Autofokus bislang deutlich hinter Kameras mit kleineren Sensoren zurück. Die GFX 100 zeigte sich bei unserem kurzen Ausprobieren so flott und reaktionsfreudig wie keine andere Mittelformatkamera. Dabei war es dank 100 prozentiger Phasen-AF-Abdeckung völlig egal, wo sich das Motiv im Bildfeld befand.

Der Bildwandler mit 102 Megapixel besitzt Abmessungen von 43,8 x 32,9mm:

In puncto Bedienung wagt FujiFilm neues. Viele bekannte Bedienelemente, wie die beiden Einstellräder auf der Vorder- und der Rückseite sowie der Joystick, bleiben zwar erhalten, das große Kontrolldisplay auf der Oberseite übernimmt jedoch eine neue Aufgabe. Auf Wunsch des Users lassen sich hier ein digitales Verschlusszeiten- und ISO-Rad einblenden. Hardware-Räder sind bei der Kamera dafür nämlich nicht mehr vorhanden. Dieser Verzicht erlaubt kleinere Gehäuse-Abmessungen und soll laut FujiFilm für weitere Vorteile im Studio-Einsatz sorgen. Ob einem diese Lösung zusagt, muss jeder selbst entscheiden. Wir finden sie clever, im ersten Augenblick ist sie jedoch ungewohnt.

Das Kontroll-LCD auf der Oberseite fungiert als digitale "Einstellrad-Anzeige":

Neben dem Kontrolldisplay auf der Oberseite hat FujiFilm auf der Rückseite noch ein weiteres Kontrolldisplay untergebracht. Dieses gestattet das Einblenden weiterer wichtiger Parameter. Grundsätzlich gilt für die GFX 100: Klein ist sie nicht, sie bleibt einem aber als nicht zu groß oder zu schwer in Erinnerung. Der Hochformatgriff bietet nicht nur Platz für zwei Akkus, bei Porträts oder anderen Hochformataufnahmen sorgt er für ein wesentlich besseres Handling.

Das Haupt-LCD und der elektronische Sucher, den man bei Bedarf auch abnehmen kann, überzeugen dank besonders hoher Auflösungen (LCD mit 2,36 Millionen Subpixel und Sucher mit 5,76 Milionen Subpixel) mit einer richtig scharfen Wiedergabe.

Das Display lässt sich in drei Richtungen schwenken:

Unser erstes Fazit:
Die FujiFilm GFX 100 ist keine Kamera für die Masse, sondern ein Modell für Fotografen, welche die beste Leistung (in fast jeder Hinsicht) benötigen. Das kann die GFX 100 nach unseren ersten Eindrücken liefern. Neben der Bildqualität, die bei einer Mittelformatkamera erwartungsgemäß exzellent ausfällt, überzeugt die DSLM auch in Punkten, in denen Modelle mit sehr großen Sensoren bislang hinter Kameras mit kleineren Bildwandlern deutlich zurückgeblieben sind.

Die FujiFilm GFX 100 stellt technisch alle bisherigen Mittelformatkameras in den Schatten:

Hiermit meinen wir vor allem den Autofokus und die Videofunktion. Das AF-System der GFX 100 ist für eine Mittelformatkamera geradezu revolutionär, bei Videoaufnahmen steht die Kamera vielen Modellen ebenfalls in nichts nach. Wer auf 60 Vollbilder pro Sekunde in 4K verzichten kann, diese Bildrate schaffen ja selbst die meisten Vollformatkameras nicht, erhält mit der FujiFilm GFX 100 ein vielfältig einsetzbares Werkzeug.

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