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FujiFilm X-A3 und Olympus PEN E-PL8 im Vergleich (Teil 1)

Teil 1 von 3: Spiegellose Systemkameras der Einsteigerklasse


Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Spiegellose Systemkameras werden in allen Preisklassen und für alle Anwendungsbereiche angeboten. Von High-End-Geräten über Mittelklasse-Modelle bis hin zu Einsteigerkameras. Letztere sind gegenüber ihren größeren Geschwistern natürlich mit weniger Features ausgestattet, aber auch deutlich preiswerter zu erwerben. Mit der FujiFilm X-A3 und der Olympus PEN E-PL8 haben wir zwei Einsteigermodelle miteinander verglichen.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der FujiFilm X-A3
Testbericht der Olympus PEN E-PL8

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Unsere beiden Kameramodelle gehören jeweils zur Einsteigerklasse und kosten in etwa gleich viel. Trotzdem gibt es größere Unterschiede. Diese resultieren unter anderem aus den unterschiedlichen Bildsensoren, auf die wir in diesem Testbericht später genauer eingehen.

Beide Systemkameras gehören, auch wenn die X-A3 optisch größer wirkt, zu den sehr kompakten Modellen und sind mit Abmessungen von 11,7 x 6,7 x 4,0cm (FujiFilm X-A3) bzw. 11,8 x 6,8 x 3,8cm (Olympus PEN E-PL8) klein. Beide besitzen nicht nur ähnliche Abmessungen, auch beim Gewicht unterscheiden sie sich kaum. Die E-PL8 bringt 365g auf die Waage, die X-A3 genau 334g.

Die Kameragehäuse beider Modelle sind ähnlich groß:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Diese Differenz dürfte unter anderem auf das hochwertigere Gehäuse der Systemkamera von Olympus zurückzuführen sein. Teile deren Gehäuses bestehen aus Metall, andere Teile aus hochwertigem Kunststoff. Die FujiFilm X-A3 ist zwar nicht schlecht verarbeitet, das Kunststoffmaterial wirkt aber zweifellos einfacher. Das lässt die E-PL8 deutlich hochwertiger als die X-A3 wirken.

Auf der Vorderseite befindet sich ein Handgriff bzw. eine "Griffunterstützung":

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Beim Handling gibt es keine größeren Unterschiede, auf der Vorderseite beider Kameras befindet sich jeweils eine kleine Griffunterstützung bzw. ein leicht geformter Handgriff. Die Griffe und die Seitenfläche sind mit einer Gummierung in Lederoptik überzogen. Auf der Rückseite liegen jeweils Ablageflächen für den Daumen, beide Male kommt hierfür leider nur Kunststoff zum Einsatz. Dies lässt den Bedienkomfort nicht ganz so hoch ausfallen.

Die Oberseiten beider Kameramodelle mit den Einstellrädern und Tasten im Vergleich:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Apropos Bedienung: Hier verfolgen FujiFilm und Olympus recht ähnliche Ansätze. Auf der Oberseite wählt der Fotograf das Fotoprogramm per Einstellrad, schaltet die Kamera ein und aus, löst aus und verändert einen Parameter per Wählrad. Bei der FujiFilm X-A3 wurde auf der Oberseite des Weiteren noch eine frei belegbare Fn-Taste platziert. Diese hat die Olympus PEN E-PL8 (Testbericht) nicht zu bieten, andererseits lassen sich bei ihr fünf Tasten auf der Rückseite frei belegen. Die DSLM von Olympus erlaubt daher mehr Eingriffe in die Bedienung.

Die Rückseite der FujiFilm X-A3:

FujiFilm X-A3.

Die Rückseite der Olympus PEN E-PL8:

Olympus PEN E-PL8.

Die Rückseiten sehen sich allerdings trotzdem sehr ähnlich: Es steht jeweils ein Steuerkreuz zur Verfügung, das von vier Tasten umringt wird. Die E-PL8 verfügt darüber hinaus über drei weitere Tasten, eine unterhalb und zwei oberhalb der Daumenablage. Auf Letztere hat FujiFilm verzichtet und seiner Kamera stattdessen ein zusätzliches Einstellrad spendiert.

Das gestaltet die manuelle Belichtung besonders komfortabel. Alternativ ist die Korrektur der Belichtung per Einstellrad sehr schnell vorzunehmen. Da der Fotograf das rückseitige Wählrad zudem drücken kann, sind Fokusvergrößerungen (vor der Aufnahme oder im Wiedergabemodus) sehr komfortabel möglich. Das Einstellrad hätte zwar gerne noch etwas größer ausfallen dürfen, lässt sich jedoch problemlos drehen. Bei der E-PL8 sind nicht die Einstellräder etwas klein geraten, sondern die Tasten.

Das Hauptmenü der FujiFilm X-A3:

FujiFilm X-A3.

Das Hauptmenü der Olympus PEN E-PL8:

Olympus PEN E-PL8.

Die wichtigsten Parameter sind bei beiden Kameras entweder über die Direktwahltasten oder die jeweils vorhanden Quickmenüs zu erreichen. Dies erspart einem die Suche nach den richtigen Optionen im Hauptmenü. Die Hauptmenüs beider Kameras gehören aus unserer Sicht nicht gerade zu den strukturiertesten, die Übersicht und Anordnung einzelner Punkte hätten besser gelöst werden können.

Unser Sieger bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Die Olympus PEN E-PL8.

Die FujiFilm X-A3 besitzt einen APS-C-Sensor, die Olympus PEN E-PL8 einen MFT-Sensor:

Links sehen Sie die FujiFilm X-A3, rechts die Olympus PEN E-PL8.

Bildqualität:
Was die Bildqualität anbelangt, ist die FujiFilmX-A3 (Testbericht) aus rein technischer Sicht im Vorteil. Ihr Bildwandler gehört zur APS-C-Klasse und misst 23,5 x 15,7mm. Die Olympus PEN E-PL8 besitzt einen 17,3 x 13,0mm großen Micro-Four-Thirds-Sensor. Ein großer Unterschied ergibt sich auch bei den Auflösungen: Mit 24 Millionen Bildpunkten besitzt der Sensor der X-A3 fast genau 50 Prozent mehr Pixel als der Sensor der E-PL8 mit 15,9 Megapixel.

Die Sensoren beider Kameramodelle im Größenvergleich:

Auf die wählbaren Sensorempfindlichkeiten haben die bisher genannten Differenzen dagegen keinen Einfluss, beide Modelle erlauben minimal ISO 100 (= ISO Low bei der E-PL8) sowie maximal ISO 25.600. Bei der X-A3 sind RAW-Aufnahmen allerdings nur zwischen ISO 200 und ISO 6.400 möglich. Bei der Kamera von Olympus gibt es keine Einschränkungen.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 200 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Beim Vergleich der Bildqualität ist der Sieger schnell ausgemacht. Die FujiFilm X-A3 gibt bei unseren Tagesaufnahmen deutlich mehr Details wieder, der Unterschied ist nicht zu verachten. Grundsätzlich nimmt aber auch die E-PL8 detailreiche Bilder auf. Wer Fotos mit einer besonders guten Bildqualität benötigt, kommt an der FujiFilm X-A3 allerdings nicht vorbei.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 6.400 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Die Nachtaufnahmen zeigen ebenso einen großen Unterschied. Die Kamera von FujiFilm überzeugt mit einer für die Einsteigerklasse exzellenten Bildqualität und, muss sich mit diesem Ergebnis selbst vor deutlich teureren Kameras nicht verstecken.

Die sehr lobenswerte Bildqualität wird unter anderem durch ein sehr niedriges Bildrauschen erreicht, die kamerainterne Rauschreduzierung muss trotz der hohen Sensorempfindlichkeit nicht stark eingreifen. Bei der E-PL8 sieht dies schon anders aus: Wie für Micro-Four-Thirds-Kameras üblich, fällt die Bildqualität ab ISO 6.400 deutlich schlechter aus. ISO 3.200 sollte optimalerweise nicht überschritten werden.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Unser Sieger bei der Bildqualität: Die FujiFilm X-A3.

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der FujiFilm X-A3 und der Olympus PEN E-PL8 gehen wir unter anderem auf das Objektivangebot und die Arbeitsgeschwindigkeit ein.


Links zum Artikel:

 
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Kommentare

Äpfel und Birnen... Die Fuji ...

Äpfel und Birnen... Die Fuji kostet 1/3 mehr! Der wahre Gegner wäre die EM 10 mk2, die einiges mehr als die Fuji kann. Die hier angewandte Testmethode stellt die mögliche Bildqualität der Olympussen nicht recht dar. In diesem System braucht man praktisch nie mehr als 1600 ISO. Erst ab dieser Empfindlichkeit können größere Sensoren ihre Vorteile ausspielen. Dies wird ermöglicht durch den weltführenden Bildstabilisator (mit dem neuen 12-100 fünf Sekunden freihand) und dem Angebot an kleinen. leichten und lichtstarken Linsen. Im Endergebnis brauchen die 43er auch den Vergleich mit dem Vollformat nicht scheuen.

Der preisliche Abstand dieser beiden ...

Der preisliche Abstand dieser beiden Testkandidaten liegt aktuell bei ca. 50 bis 80 Euro und liegt damit absolut im Rahmen.

Die Olympus hat keine Custom-Programme?? ...

Die Olympus hat keine Custom-Programme?? Doch! Sie heissen "Mysets".

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