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Huawei Mate 20: Smartphone- und Kameratest (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Kamera im Bildqualitäts-Check und Beispielaufnahmen in voller Auflösung

Nachdem wir im ersten Teil unseres Tests des Huawei Mate 20 auf die technischen Daten, das Handling und die Verarbeitung eingegangen sind, prüfen wir nun die Kameras des Smartphones. Mit unseren Beispielfotos und -videos können Sie sich zudem einen eigenen Eindruck von den Kameraqualitäten verschaffen.

Die Kameras:
Auf den ersten Blick hat Huawei beim Mate 20 die gleichen Kameras wie beim Mate 20 Pro verbaut. Anhand der in einem Quadrat zusammen mit der LED angeordneten Linsen könnte man dies zumindest glauben. Dieser Eindruck trügt allerdings. Das Mate 20 verfügt zwar wie das Mate 20 Pro über drei Objektive – noch dazu mit unterschiedlichen Brennweiten –, die Kameras fallen aber trotzdem unterschiedlich aus.

Das lässt sich bei genauerem Blick auf die Objektiv-Information auf der Rückseite erkennen. Es handelt sich laut Huawei um ein „Leica Vario-Summilux-H 17-52mm F1,8-F2,4 Asph.“. Der Brennweitenbereich fällt somit etwas kleiner als beim Mate 20 Pro mit 16 bis 80mm (KB) aus. Ein echtes Zoomobjektiv ist beiden Smartphones nicht zu finden, es wird mit jeweils drei Festbrennweiten simuliert.

Die Ultraweitwinkelkamera des Mate 20 Pro deckt eine Brennweite von 17mm (KB) ab, die Lichtstärke des Objektivs wird mit F2,2 angegeben. Zur Sensorgröße lassen sich keine Angaben finden, die Auflösung der Fotos liegt bei 16 Megapixel. Die Hauptkamera nutzt einen Chip der 1/2,3-Zoll-Klasse und nimmt Fotos mit 12 Megapixel auf. Das Objektiv mit 27mm KB-Brennweite wird mit einer Lichtstärke von F1,8 angegeben.

Verschiedene Sensoren im Größenvergleich:

Beim Teleobjektiv setzt Huawei auf einen 8 Megapixel auflösenden Sensor, das Objektiv mit 52mm KB-Brennweite verfügt über eine Blende von F2,4. Die Stabilisierung erfolgt bei allen drei Kameras elektronisch (Huawei-KI-Stabilisierungsmodus), die Fokussierung per Laser-, Phasen- und Kontrastfokus.

Wie beim Schwestermodell Mate 20 Pro stehen auf der Rückseite drei Kameras zur Verfügung:

So viel zur Theorie. In der Praxis hinterlassen die Kameras des Mate 20 einen sehr guten Eindruck. Sicherlich erreichen diese nicht das Qualitätsniveau der beim Mate 20 Pro verbauten Modelle, die Aufnahmen können sich aber trotzdem sehen lassen.

Zoomvergleich beim Huawei Mate 20: Weitwinkel-, Haupt- und Telekamera:

Die qualitativ besten Fotos speichert die Hauptkamera des Mate 20 (12 Megapixel). Bei guten Lichtverhältnissen kann man recht detailreiche und rauscharme Bilder aufnehmen. Die Weitwinkelkamera erlaubt bei ausreichend Licht ebenfalls gute Bildergebnisse, mit 16 Megapixel besitzen die Fotos sogar noch etwas mehr Bildpunkte. Die Telekamera, die vermeintlich mit dem kleinsten Sensor ausgestattet ist und deren Bilder mit 8 Megapixel nummerisch am geringsten aufgelöst sind, fallen qualitativ etwas ab. Im Vergleich zu Fotos, die nur digital gezoomt werden, sind die Aufnahmen jedoch zweifellos besser.

Schlechtere Lichtverhältnisse sind für die bei Smartphones oftmals zum Einsatz kommenden kleinen Bildwandler schnell ein Problem. Mit dem Mate 20 müssen sich Fotografen allerdings keine größeren Sorgen machen – solange die Hauptkamera zum Einsatz kommt. Der 1/2,3 Zoll große CMOS-Chip erlaubt selbst bei Dunkelheit vergleichsweise gute Bilder. Sicherlich lässt sich bei den Aufnahmen ein Rauschen erkennen, bzw. sorgt die Rauschreduzierung für weichere Bildergebnisse, die Bildqualität der Fotos stufen wir aber als überdurchschnittlich ein.

Bis ISO 800 kann man in der Regel gut arbeiten, auch ISO 1.600 lässt sich noch verwenden. Erst darüber sinkt die Detailwiedergabe stärker ab. Für die Ultraweitwinkelkamera und die Telekamera gilt das allerdings nicht. Deren Fotos zeigen deutlich schneller ein stärkeres Rauschen, die verbauten Objektive sind unter anderem nicht so lichtstark wie das Objektiv der Hauptkamera.

Mit dem Nachtmodus lassen sich beeindruckende Aufnahmen aus der Hand realisieren:

Behelfen kann man sich – zumindest bei statischen Motiven – mit dem Nachtmodus, der Fotos mit sehr langen Belichtungszeiten aufnimmt (bzw. viele Fotos zu einer Aufnahme kombiniert). Dessen Ergebnisse können sich sehen lassen. Weitere Pluspunkte vergeben wir für die RAW-Aufnahme, die alle drei Kameras unterstützen. Wer Bilder nachbearbeiten möchte, kann dies beim Mate 20 also sehr gut. Schade ist dagegen, dass die manuelle Belichtung nur mit der Hauptkamera funktioniert. Die Automatik leistet allerdings in der Regel gute Dienste. Apropos Automatik: Die Master-AI würden wir eher nicht verwenden, es sei denn, man findet Aufnahmen mit hohem Kontrast und starker Sättigung ansprechend.

Bei Videos hält das Mate 20 mit dem Spitzenmodell Mate 20 Pro problemlos mit. Neben Aufnahmen in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel, bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde) lassen sich Videos unter anderem auch in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel, bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde) und HD (1.280 x 720 Pixel, bis zu 960 Vollbilder pro Sekunde) festhalten. In Full-HD sind somit bis zu 4-fache und in HD bis zu 32-fache Zeitlupen realisierbar. Die Qualität erreicht in 4K ein sehr gutes bis exzellentes Niveau, in Full-HD immer noch ein gutes. Dass sogar die Ultraweitwinkel- und die Telekamera 4K- sowie Zeitlupenvideos speichern können, ist beachtlich. Die 32-fache Zeitlupenaufnahme erlaubt durchaus beeindruckende Aufnahmen, die recht wenig überzeugende Qualität und die kurze Aufnahmezeit sind aber größere Mankos. Grundsätzlich gilt für Videos: Geräusche könnten noch besser wiedergegeben werden, teilweise klingen diese verzerrt.

Die Bildstabilisierung erfolgt bei allen drei Kameras im Foto- sowie Videomodus rein elektronisch, die Stabilisierungsleistung ist überzeugend. Freihand-Aufnahmen sind problemlos möglich. Einen guten Eindruck hinterlässt auch der Autofokus: Er arbeitet fast immer schnell und präzise.

Beispielaufnahmen:

Brennweitenvergleich (Weitwinkel, Standardkamera, Tele):

Brennweitenvergleich mit Master-AI-Einsatz:

Links eine Aufnahme mit Bokeh-Simulation F16, rechts mit F0,95:

Zwei Nahaufnahmen:

Links eine Aufnahme mit LED-Licht, rechts mit der Weitwinkelkamera:

Links eine Standardaufnahme, rechts mit dem speziellen Nachtmodus:

Nachtaufnahmen mit ISO 1.600 (links) und ISO 3.200 (rechts):

JPEG+RAW-Aufnahme mit der Weitwinkelkamera:

JPEG+RAW-Aufnahme mit der Hauptkamera:

JPEG+RAW-Aufnahme mit der Telekamera:

JPEG+RAW-Aufnahme mit der Hauptkamera:

Links eine 4K-Aufnahme der Weitwinkelkamera, rechts von der Hauptkamera:

Links eine 4K-Aufnahme der Telekamera, rechts von der Hauptkamera:

Links eine 4K-Aufnahme mit der Hauptkamera, rechts eine Zeitlupenaufnahme (1080p120):

Links eine Zeitlupenaufnahme (720p960), rechts eine 4K-Aufnahme im Gehen:

Im dritten und letzten Teil unseres Smartphone-Tests des Huawei Mate 20 schauen wir uns die Kamera-App und die allgemeine Leistung an.

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