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Huawei P20 Pro Smartphone- und Kameratest (Teil 3)

Teil 3 von 3: Kamera-App, Benchmarks und das P20 Pro in der Praxis

Im zweiten Teil unseres Testberichts des Huawei P20 Pro haben wir uns mit der Kamera und deren Bildqualität bei Fotos sowie Videos beschäftigt. In diesem dritten und letzten Teil gehen wir auf die Kamera-App und die Praxisleistung ein. Am Ende fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Die Kamera-App:
Die Kamera-App des P20 Pro ist in den Grundzügen unter anderem vom Huawei P10 Plus bekannt. Es gibt eine Liveansicht, links und rechts davon sind verschiedene Einstellungen möglich. Neben der Option, zur Frontkamera zu wechseln, lässt sich auf der rechten Seite der Wiedergabemodus erreichen, und Fotos werden per Touchauslöser aufgenommen.

Die App des Huawei P20 Pro hält sehr viele Einstellungen bereit:

Im Automatikmodus kann der Nutzer unter anderem das LED-Licht konfigurieren:

Auf die Fotos lassen sich eine Reihe von Filtern anwenden:

Daneben wird das Aufnahmeprogramm bestimmt. Hier kann sich der Fotograf unter anderem für die Bokeh-Simulation im Modus „Blende“, für Fotos bei Nacht oder die Videoaufnahme entscheiden. Hinter der Option „Mehr“ wird der Wechsel zur Monochromkamera sowie zur Zeitraffer- oder Zeitlupenaufnahme ermöglicht. Zudem stehen hier Filtereffekte und die Panorama- oder HDR-Aufnahme zur Wahl.

Der Pro-Modus für manuelle Einstellungen:

Unter anderem ist hier die Sensorempfindlichkeit wählbar:

Wer der Automatik nicht alle Einstellungen überlassen, sondern selbst eingreifen möchte, wählt den Pro-Modus. Hier sind die Belichtungsmessmethode (Matrix, Mittenbetont, Punkt), die Sensorempfindlichkeit (ISO 50 bis ISO 6.400), die Belichtungszeit (1/4.000 Sekunde bis 30 Sekunden), die Belichtungskorrektur (+/- vier Blendenstufen), der Fokusmodus (AF-S, AF-C und MF) und der Weißabgleich (unter anderem AWB, Sonne sowie Custom) wählbar. Fotografen können bis auf die Blende somit alle relevanten Parameter beeinflussen.

Für Videoaufnahmen (exklusive Zeitlupe) gibt es einen extra Videomodus:

Bei Videos sind neben der Belichtungsmessmethode und der Belichtungskorrektur der Fokusmodus und der Weißabgleich beeinflussbar. Das gefällt. Weniger optimal finden wir dagegen, dass die Optionen und Slider beim Fotografieren in der Horizontalen nicht mitgedreht werden, dadurch geht der ansonsten hohe Bedienkomfort etwas verloren.

Links neben der Liveansicht lässt sich der LED-Einsatz konfigurieren, zudem ist die Moment-Einstellung (diese nimmt kurze Videos zuzüglich zu Fotos auf) aktivierbar, und es gibt die Möglichkeit, die Sättigung zu beeinflussen. Außerdem erreicht man die weiteren Optionen.

Über den Reiter "Mehr" gelangt man zu allen Spezial-Funktionen der App:

Alle Eingaben werden zügig übernommen, die Wartezeiten fallen allenfalls sehr kurz aus. Wer Fotos nicht per Touch über das Display aufnehmen möchte, kann dies auch mit der Leiser-Taste als Auslöser. Damit wird zudem die Kamera-App gestartet.

Ein Teil der Optionen im Menü:

Benchmarks und Praxis:
Ein Flaggschiff wie das Huawei P20 Pro möchte natürlich nicht nur mit seinen Kameras überzeugen, auch die inneren Werte müssen stimmen. Dazu zählt unter anderem die Rechenleistung. Das beim Smartphone zum Einsatz kommende SoC HiSilicon Kirin 970 erreicht sehr gute Benchmark-Werte, kann zur Spitze (in diesem Fall das Galaxy S9) aber nicht immer aufschließen. Im CPU-Test des Geekbench wurden im Test 1.904 (Single-Core) bzw. 6.833 (Multi-Core) Punkte erreicht, beim das gesamte Smartphone testenden Antutu-Benchmark sind es 209.662 Punkte.

Ausgewählte Benchmark-Ergebnisse:

Beim PC Mark Work 2.0 liegt der Performance Score bei exzellenten 7.137 Punkten, im 3D Mark Sling Shot Extreme haben wir 3.008 Punkte gemessen. In der Praxis war ein zu jeder Zeit flüssiges Arbeiten möglich, der 6GB große Arbeitsspeicher bietet selbst für eine große Anzahl laufender Apps ausreichend Platz. Der integrierte Speicher erreicht eine Schreibrate von 205MB/s und eine Lesegeschwindigkeit von 489MB/s. Diese Werte sind exzellent.

Wir haben folgende Benchmarks mit dem Huawei P20 Pro Smartphone durchgeführt:

Benchmarks

Ergebnis

Antutu Benchmark (7.0.7)

209.662 Punkte

Geekbench (4.2.0)

1.904 Punkte (Single-Core)
6.833 Punkte (Multi-Core)

3D Mark (Sling Shot Extreme)

3.008 Punkte

PC Mark for Android (Work 2.0)

7.137 Punkte

Datendurchsatz

Ergebnis

A1 SD Bench (interner Speicher)

488.9MB/s (Write) / 204.7MB/s (Read)

A1 SD Bench (microSD, 1.000x Lexar UHS II)

nicht möglich

Akkutest YouTube

Ergebnis

Akku-Test (1080p, WLAN, 75% Helligkeit)

10% Akkuverbrauch pro Stunde

Unser Fazit:
Mit dem P20 Pro hat Huawei im Frühjahr 2018 ein Smartphone vorgestellt, das in Zeiten der zuletzt nur noch langsamen Kameraentwicklungen im Smartphone-Segment als Meilenstein angesehen werden kann. Dank seiner Triple-Kamera und des besonders großen sowie hochauflösenden Hauptsensors übertrifft das P20 Pro bei Fotos alle aktuellen Smartphones deutlich. Das gilt sowohl für Aufnahmen bei Tag als auch bei Nacht. Das Huawei P20 Pro setzt sich dabei gleich in mehrfacher Hinsicht an die Spitze. Der 40 Megapixel auflösende Bildwandler der 1/1,7-Zoll-Klasse liefert in fast allen Situationen bessere Bilder, als es die Sensoren anderer Kameras schaffen.

Bei Tag profitiert man von seiner hohen Auflösung, bei Nacht vor allem von seiner größeren Fläche. Zusammen mit der intelligenten Automatik lassen sich dabei Bilder erstellen, die dank einer für Freihand-Aufnahmen unvorstellbar langen Belichtungszeit besonders gute Ergebnisse erlauben. Hier macht dem P20 Pro keiner etwas vor. Die Master AI überzeugt uns jedoch nicht immer. Bei Tag werden die Fotos teilweise sehr stark gesättigt, der Kontrast ist ebenso höher, als er sein sollte. Wer realistische Fotos aufnehmen möchte, muss daher zum Pro-Modus wechseln oder die Master AI deaktivieren.

Im Pro-Modus kann der Fotograf fast alle relevanten Einstellungen selbst vornehmen, die manuelle Belichtung und Fokussierung stellt kein Problem dar. Weitere Pluspunkte sammelt das Smartphone durch die RAW-Aufnahme und die Monochrom- sowie Telekamera. Die Monochromkamera erlaubt besonders detailreiche Schwarz-Weiß-Bilder, mit der Telekamera lässt sich ohne eine deutlich schlechtere Bildqualität zoomen. Das funktioniert bis zu 3-fach. Mit dem 5-fach-Hybridzoom sind in vielen Fällen immer noch gute Ergebnisse möglich. Der Autofokus des Huawei P20 Pro arbeitet zu jeder Zeit sehr flott, Wartezeiten gibt es bei Fotoaufnahmen fast nie. Die Kamera-App gefällt mit einem übersichtlichen Aufbau und vielen Optionen.

Dank dreier Kameras macht das P20 Pro bessere Bilder als alle von uns getesteten Geräte:

Bei Videoaufnahmen sorgt das Smartphone für etwas gemischte Gefühle. Die Qualität der 4K- und Full-HD-Aufnahmen weiß zu gefallen, der Autofokus stellt flott scharf. Die Bildstabilisierung funktioniert jedoch nur bis 30 Vollbilder pro Sekunde in Full-HD zuverlässig, bei höheren Auflösungen oder Bildraten werden Verwacklungen kaum mehr verhindert. Hier hätten wir mehr erwartet. Gleiches gilt für die Aufnahme mit bis zu 32-facher Zeitlupe. Diese Aufnahmen sind merkwürdig ruckelig, die Detailwiedergabe kann uns zudem nicht wirklich überzeugen.

Auch abseits der Kamera hat das Smartphone ein sehr gutes Gesamtpaket zu bieten:

Das stattliche Kamerapaket wird von einem sehr hochwertig verarbeiteten Kameragehäuse, einem hellen und scharfen OLED-Display sowie einem leistungsfähigen Prozessor abgerundet. Dass Huawei auf die Integration eines 3,5mm-Klinkenanschlusses und eines microSD-Slots verzichtet hat, finden wir dagegen schade.

Der 128GB große interne Speicher dürfte für die allermeisten Personen allerdings ausreichend sein. Ein schneller Fingerabdrucksensor und moderne Übertragungstechnologien fehlen beim P20 Pro natürlich ebenfalls nicht.

Unsere Bewertung des Huawei P20 Pro:

Um Ihnen eine Übersicht zu geben, welche Punktzahlen unsere bisher getesteten Smartphones jeweils im reinen Kameratest erreicht haben sowie welche Smartphone Gesamtwertung diese jeweils erzielen konnten, haben wir folgende Tabelle erstellt:

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