Huawei P40 Pro Plus vs. Samsung Galaxy S20 Ultra (Teil 1)

Teil 1 von 3: Kameravergleich der beiden Flaggschiff-Smartphones mit großen Sensoren

Die Kameras von Smartphones haben sich in den letzten Jahren stark verbessert, auch von der letzten zur aktuellen Generation war dies der Fall. Neben immer mehr Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten wurden die Abmessungen der Sensoren weiter vergrößert. Wir schauen uns im folgenden Test mit dem P40 Pro Plus von Huawei und dem Galaxy S20 Ultra von Samsung zwei Flaggschiff-Modelle mit besonders guten Kamera-Funktionen an.

Unsere Einzeltestberichte der Smartphones:
Testbericht des Huawei P40 Pro Plus
Testbericht des Samsung Galaxy S20 Ultra

Die Kurzvorstellung:
Huawei P40 Pro Plus
Das Huawei P40 Pro Plus ist ein Smartphone der P40-Serie, zu dieser gehören neben dem P40 Pro Plus unter anderem noch das P40 Pro, das P40 und das P40 Lite. Das „Plus“-Modell besitzt innerhalb der Reihe die beste Ausstattung, vom P40 Pro hebt es sich jedoch fast „nur“ durch ein besseres Kamera-Setup ab. So verfügen beide Modelle unter anderem über ein 6,58 Zoll messendes OLED-Display mit 2.640 x 1.200 Pixel und einer Wiedergabe von 90 Hz. Das Entsperren kann unter anderem per Fingerabdrucksensor im Display erfolgen. Als Prozessor kommt ein HiSilicon Kirin 990 mit 5G-Support zum Einsatz, zu den insgesamt acht Kernen gehören zwei Cortex-A76-Kerne mit 2,86 GHz, zwei Cortex-A76-Kerne mit 2,36 GHz und vier Cortex A55-Kerne mit 1,95 GHz. Daneben sind eine Mali-G76 MP16-GPU, 8GB Arbeitsspeicher und ein 512GB großer interner Speicher mit an Bord. Die Speichererweiterung erfolgt mittels einer Nano-Memory-Karte, deren Einsatz verhindert allerdings das Verwenden einer zweiten SIM-Karte.

Beim 158 x 73 x 9mm großen Gehäuse mit einem Gewicht von 226g greift Huawei auf Metall und Glas zurück, die Abdichtungen nach IP68-Standard sorgen für den Schutz vor Staub und Wasser. Wie bereits erwähnt unterstützt das P40 Pro Plus das Funken im neuen 5G-Standard, auf LTE, WLAN, Bluetooth und NFC muss man ebenso nicht verzichten. Der 4.200mAh starke Akku wird über USB-C oder kabellos aufgeladen.

Beide Smartphones gehören mit ihrer Ausstattung zum Premium-Segment:

Samsung Galaxy S20 Ultra
Beim Galaxy S20 Ultra handelt es sich um das Spitzenmodell der S20-Serie, diese umfasst auch noch das S20+ und das S20. Beim Flagschiff verbaut Samsung ein 6,9 Zoll messendes OLED-Panel mit einer Auflösung von 3.200 x 1.440 Pixel. Von anderen Displays hebt sich das Panel durch eine maximale Bildwiederholrate von 120 Hz (bei reduzierter Auflösung) ab, ein Fingerabdrucksensor erlaubt das Entsperren. Zur Rechenhardware des Samsung Galaxy S20 Ultra gehören ein Samsung Exynos 990 mit zwei Exynos M5-Kernen (2,73 GHz), zwei Cortex-A76-Kernen (2,60 GHz) und vier Cortex A55-Kernen (2,0 GHz). Der Arbeitsspeicher ist 12GB groß, der Festspeicher 128GB. Erweitern lässt sich letzterer durch eine microSD-Karte, in diesem Fall wird allerdings der zweite Nano-SIM-Slot belegt.

Als Gehäusematerialien kommen Metall und Glas zum Einsatz. Die Vorder- und Rückseite des 220g schweren Smartphones bestehen aus Glas, ein Metallrahmen hält beide Flächen zusammen. Das 76 x 167 x 8,8mm große Gehäuse verfügt über Abdichtungen nach IP68-Standard, der 5.000mAh fassende Akku lässt sich kabellos oder per USB-C aufladen. WLAN, LTE und je nach Version auch ein 5G-Modem sind genauso mit an Bord wie NFC und Bluetooth.

Die technischen Daten der Kameras im Vergleich:
Nach den wichtigsten Daten für den alltäglichen Einsatz wollen wir uns nun die Kameras der beiden Smartphones näher ansehen. Jeder Hersteller setzt hier auf seine eigene Philosophie, die Basics sind jedoch sehr ähnlich. So kommen unter anderem einzelne Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten zum Einsatz. Huawei verbaut beim P40 Pro Plus insgesamt sechs Kameras (Leica Vario-Summilux-H 18-240mm F1,8-4,4 Asph.). Jeweils eine davon auf der Vorder- und der Rückseite ist aber allein für die Aufnahme von Tiefeninformationen zuständig. Effektiv stehen somit vier Kameras auf der Rückseite und eine auf der Vorderseite zur Verfügung. Samsung verbaut insgesamt fünf Kameras (eine auf der Vorder- und vier auf der Rückseite), auf der Rückseite befindet sich wie beim P40 Pro Plus allerdings eine Tiefenkamera. Effektiv stehen somit drei Kameras für Fotos- oder Videos zur Verfügung.

Die Hauptkamera des Huawei P40 Pro Plus (Standardeinstellung mit 12,6 Megapixel):

Die Hauptkamera des Samsung Galaxy S20 Ultra (Standardeinstellung mit 12 Megapixel):

Die wichtigste Kamera bleibt nach wie vor die Hauptkamera. Diese steht besonders im Fokus, schließlich wird sie am häufigsten verwendet. Daher setzen hier viele Hersteller auf besonders hochauflösende und große Sensoren. Das gilt auch für unsere Testkandidaten: Beim P40 Pro Plus verbaut Huawei einen Chip der 1/1,28-Zoll-Klasse, dieser löst 50 Megapixel auf. Als Besonderheit kommt statt eines herkömmlichen RGB-Farbfilters ein RYB-Modell (Gelb statt Grün) zum Einsatz. Standardmäßig verfügt die Kamera über eine Auflösung von 12,6 Megapixel, hier werden vier Pixel zwecks einer besseren Bildqualität zu einem großen Bildpunkt zusammengelegt. Beim Objektiv handelt es sich um eine Festbrennweite mit 23mm (KB-äquivalent), die Lichtstärke liegt bei F1,9. Ein optischer Bildstabilisator reduziert Verwacklungen.

Samsung nutzt einen 1/1,33-Zoll großen Sensor mit 108 Megapixel. Die Abmessungen unterscheiden sich vom P40 Pro Plus somit praktisch nicht, die Auflösung ist jedoch mehr als doppelt so hoch. Statt vier Pixel fasst Samsung neun Pixel zusammen (Nonacell-Technologie), die standardmäßige Auflösung der Fotos liegt daher bei 12 Megapixel. Das Objektiv gibt Samsung mit einer Lichtstärke von F1,8 und einer Brennweite von 25mm an. Auch hier steht eine optische Bildstabilisierung zur Verfügung.

Die Ultraweitwinkelkamera des Huawei P40 Pro Plus:

Die Ultraweitwinkelkamera des Samsung Galaxy S20 Ultra:

Bei den Ultraweitwinkel-Kameras, also den Modellen die eine kürzere Brennweite als die Hauptkameras besitzen, ergeben sich größere Unterschiede. Huawei hat sich für den Einsatz eines großen Sensors und einer vergleichsweise langen Brennweite entschieden. Der 40 Megapixel auflösende Sensor gehört zur 1/1,54-Zoll-Klasse, Bilder werden allerdings grundsätzlich nur mit 10 Megapixel ausgegeben. Das Objektiv mit 18mm KB-Brennweite verfügt über eine Blendenöffnung von F1,8. Samsung setzt dagegen auf ein Objektiv mit 13mm KB-Brennweite und einer Lichtstärke von F2,2. Der Sensor ist etwa 1/2,55-Zoll groß und löst 12 Megapixel auf.

Die 3-fach-Telekamera des Huawei P40 Pro Plus:

Die 10-fach-Telekamera des Huawei P40 Pro Plus:

Telekameras für Aufnahmen entfernter Motive gibt es beim Huawei P40 Pro Plus gleich zwei. Eine sorgt für den Bildwinkel eines 80mm-Objektivs (F2,4), die Brennweite des anderen entspricht einem 240mm-Objektiv (F4,4). Hinter der Linse der „kürzeren“ Telebrennweite arbeitet ein etwa 1/4-Zoll großer Sensor mit acht Megapixel, bei der „längeren“ Telebrennweite ist es vermutlich ein 1/3,6-Zoll großes Modell mit ebenfalls acht Megapixel. Beide Objektive sind optisch stabilisiert, das 240mm-Objektiv nutzt die Teleskopbauweise. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion mit Umlenkspiegel, dieser leitet das Licht im Inneren zum eigentlichen Objektiv weiter.

Die Telekamera des Samsung Galaxy S20 Ultra:

Diese Konstruktion nutzt Samsung beim Galaxy S20 Ultra ebenfalls. Dadurch lässt sich trotz des großen Sensors (1/2-Zoll-Klasse) eine Brennweite von 103mm (KB) realisieren. Die Lichtstärke des Objektivs liegt bei F3,5, auch hier wird ein optischer Stabilisator verbaut. Fotos gibt die Telekamera mit 12 Megapixel aus, beim eigentlich 48 Megapixel auflösenden Chip werden dafür vier Bildpunkte zusammengelegt.

Im zweiten Teil unseres Testberichtes vergleichen wir unter anderem die Bildqualität bei Tag sowie bei Nacht.

Autor: dkamera.de Redaktion
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