Hybrid-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen: Sony Alpha 7 IV

33 Megapixel BSI, 10 Bilder/Sek., 759 Phasen-AF-Punkte, 3,68 Mio. Subpixel Sucher, 4K (2160p60)

Sony hat mit der Alpha 7 IV eine neue spiegellose Systemkamera angekündigt. Diese ist mehr als ein einfaches Einsteigermodell, die Leistung und der Preis machen sie größtenteils zu einer Premiumkamera. Das Gehäuse der neuen DSLM wurde weitestgehend von der Alpha 7S III übernommen, das Herzstück ist ein neu entwickelter Vollformatsensor. Im Detail handelt es sich um einen 35,9 x 23,9mm großen Exmor R-Chip mit rückwärtiger Belichtung und 32,7 Millionen Bildpunkten. Der Einsatz einer Kupferverdrahtung soll das schnellere Auslesen sowie auch die schnellere A/D-Wandlung ermöglichen.

Als ISO-Bereich werden ISO 100 bis ISO 204.800 genannt, wie schon bei mehreren Alpha-Modellen lassen sich neben JPEG- und RAW-Dateien (komprimiert, verlustfrei komprimiert oder verlustbehaftet komprimiert) auch HEIF-Bilder speichern. Der Sensor übernimmt wie bei den Kameras von Sony üblich aber nicht nur die Bildaufnahme, er ist auch noch für weitere Aufgaben zuständig. Dazu gehört unter anderem die Bildstabilisierung. Diese kann in fünf Achsen erfolgen, als Kompensationsleistung gibt Sony bis zu 5,5 Blendenwerte an.

Die Oberseite der Alpha 7 IV:

Das automatische Scharfstellen übernimmt ein Hybrid-AF mit 759 Phasen-AF- und 425 Kontrast-AF-Feldern. Erstere decken rund 94 Prozent der Sensorfläche ab. Nutzen lässt sich der Autofokus ab -4EV, dank künstlicher Intelligenz sollen noch bessere Ergebnisse erzielt werden können. Unter anderem unterstützt die Sony Alpha 7 IV den Echtzeit-Augen-AF und das Echtzeit-Tracking, ersterer funktioniert als Neuerung auch bei Vögeln.

Neben einem CFexpress- und SD-Slot besitzt die Alpha 7 IV einen zweiten reinen SD-Slot:

Bei Serienaufnahmen bewegt sich die Sony Alpha 7 IV auf der Höhe des Vorgängermodells, die Kamera kann bis zu zehn Bilder pro Sekunde mit kontinuierlichem Autofokus und kontinuierlicher Belichtungsmessung festhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich für den mechanischen oder elektronischen Verschluss entscheidet. Beide arbeiten zudem bis zu 1/8.000 Sekunde. Beim Einsatz einer CFexpress-Typ-A-Karte sind mehr als 1.000 JPEG- oder RAW-Bilder in Folge möglich, beim Verwenden von SD-Karten soll es zumindest bei JPEG-Fotos keine effektive Grenze geben. Speicherkartenslots besitzt die Sony Alpha 7 IV zwei Stück. Der erste Slot nimmt CFexpress- und SD-Karten auf, im zweiten Slot lassen sich nur SD-Modelle einsetzen. Für die Datenverarbeitung ist der Bionz-XR-Chip der Alpha 1 zuständig, dessen Rechenleistung fällt bis zu achtmal höher die eines Bionz-X-Prozessors aus.

Das Display lässt sich drehen und schwenken:

Im Fokus steht bei der Sony Alpha 7 IV aber nicht nur die Aufnahme von Fotos, sondern auch von Videos. In 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) lassen sich bei vollem Sensor-Readout (7K Oversampling) bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde speichern, im APS-C-Cropmodus sind es bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde. Für Zeitlupenvideos oder Zeitraffer ist der bekannte S&Q-Modus mit an Bord, in Full-HD hält die Kamera bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde fest.

Natürlich bietet die Kamera aber nicht nur eine einfache Videofunktion, selbst Profis sollten die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten der DSLM zu schätzen wissen. Unter anderem erlaubt die Alpha 7 IV die Aufnahme mit geringer Kompression (4:2:2, 10Bit) und besonderen Bildstilen (S-Cinetone, S-Log). Dazu kommen ein AF-Assistent, die Kompensation von Focus Breathing und Schnittstellen für Kopfhörer oder Mikrofone. Damit Aufnahmen lange möglich sind, hat Sony nicht nur das 30-Minuten-Limit aufgehoben, sondern auch die Wärmeableitung der Kamera optimiert. Zu den weiteren Schnittstellen gehören HDMI (Fullsize), USB-C, WLAN und Bluetooth. Über den Zubehörschuh lässt sich nicht nur ein Blitz ansteuern, sondern auch ein analoges oder digitales Tonsignal einspeisen.

Zu den Schnittstellen gehört unter anderem ein Fullsize-HDMI-Port:

Die Ausrichtung der Sony Alpha 7S III als Hybrid-Kamera hat auch einen Einfluss auf das Gehäuse. Sony jetzt hier auf das Design der Alpha 7S III, hat jedoch auch ein paar Überarbeitungen vorgenommen. Unter anderem erfolgt der Wechsel zwischen der Foto- und Videoaufnahme (normale Aufnahme sowie S&Q) jetzt per Schalter, das Belichtungskorrekturrad lässt sich zudem mit anderen Funktionen belegen.

Das Menüdesign ist von der Alpha 7S III und Alpha 1 bekannt:

Beim Sucher der Alpha 7 IV hat sich Sony für ein OLED-Modell mit 3,68 Millionen Subpixeln und einem Vergrößerungsfaktor von 0,78 entschieden, die Wiedergabe kann mit 60 oder 120 Bildern pro Sekunde erfolgen. Das 3,0 Zoll messende Display löst 1,04 Millionen Subpixel auf. Eingaben lassen wie bei der Alpha 7S III oder Alpha 1 per Touch in allen Menüs vornehmen, durch die dreh- und schwenkbare Lagerung ist die Bildkontrolle auch bei Selfies oder Vlogs möglich.

Sony bietet die 13,1 x 9,6 x 8,0cm und 658g schwere spiegellose Systemkamera ab Dezember 2021 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.799 Euro an.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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