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Meike MK-X1EM im Praxistest

Zusatzhandgriff für diverse spiegellose Vollformatkameras von Sony

Zusammen mit der Alpha 9 (Testbericht) hat Sony im Frühjahr 2017 den Batteriegriff VG-C3EM und die Griffverlängerung GP-X1EM vorgestellt. Während ersterer, den wir bereits letztes Jahr testen konnten, neben zusätzlichen Bedienelementen auch Platz für zwei Akkus bietet, soll der GP-X1EM allein das Handling der verwendeten Kamera verbessern. Die gleiche Aufgabe übernimmt der Meike MK-X1EM, der sich deutlich günstiger erwerben lässt. Wir haben ihn getestet.

Ein Vorteil von spiegellosen Systemkameras gegenüber Spiegelreflexkameras sind die kompakteren Abmessungen des Kameragehäuses. Der fehlende Spiegel erlaubt deutlich kleinere Konstruktionen. Klein bedeutet jedoch nicht in jedem Fall auch gut. Gerade beim Einsatz schwerer Objektive sorgt ein größeres Gehäuse in der Regel für ein besseres Handling und einen allgemein höheren Komfort beim Bedienen.

Dies wissen auch die Hersteller. Sony hat seine Alpha-7-Modell mit jeder Generationen einen Tick größer gebaut und trägt damit den professionelleren Einsatzgebieten seiner Kameras Rechnung. Wer die vergleichsweise kompakten Alpha-7-Modellen sowie die Alpha 9 immer noch zu klein findet, kann sich mit dem bereits erwähnten Batteriegriff VG-C3EM oder der Griffverlängerung GP-X1EM behelfen. Der Meike MK-X1EM übernimmt diese Aufgabe ebenfalls, passt laut Hersteller aber zusätzlich noch an die Sony Alpha 7 II, Alpha 7R II und Alpha 7 S II..

Der Meike MK-X1EM besteht größtenteils aus Metall:

Die Verarbeitung des Meike MK-X1EM lässt sich als sehr gut bezeichnen. Der 10,0 x 1,8 x 5,5cm große und rund 75g schwere Griff besteht fast vollständig aus Metall, lediglich die teilweise vorhandene, optisch scheinbar aus Leder bestehende Oberfläche wird aus Kunststoff gefertigt. Hier wäre eine Gummierung die etwas hochwertigere Wahl gewesen, in der Praxis stört das Kunststoffmaterial aber kaum. Eine Gummierung würde zwar für eine höhere Griffigkeit sorgen, der Griff der Alpha-Kameras liegt aber bereits sehr sicher in der Hand. Dem Meike MK-X1EM kommt daher nur die Aufgabe zu, den kleinen Finger abzustützen. Das „Problem“ des freiliegenden kleinen Fingers trifft man bei einigen kompakteren DSLM- und DSLR-Kameras an, dieses löst der Meike MK-X1EM sehr gut.

Der kleine Finger findet mit dem Griff sehr gut Halt:

Da die Form des Griffs fast optimal zur Gehäuseform der kompatiblen Alpha-Kameras passt, entstehen keine unnötigen Lücken oder Überstände. Letztere lassen sich unter anderem bei einigen L-Winkeln antreffen, welche die Aufgabe eines Zusatzgriffs ebenfalls übernehmen können. Die optimal gewählten Abmessungen des Griffs wirken sich auch auf die Optik positiv aus, zumindest auf den ersten Blick lässt sich der Griff kaum vom Gehäuse unterscheiden. Noch ein Vorteil des Griffs ist der Schutz der Unterseite der Kamera.

Durch eine besondere Bauform lässt sich der MK-X1EM als Stativplatte verwenden:

Der MK-X1EM macht aber nicht nur aus haptischer und optischer Sicht eine gute Figur, er kann auch noch eine weitere Aufgabe erfüllen: er dient nämlich als Arca-Swiss-kompatible Stativplatte. Dies ist dank seiner speziellen Bauform möglich. Eine Stativplatte kann man bei einem Arca-Swiss-kompatiblen Stativkopf somit einsparen.

Wer eine andere oder zusätzliche Stativplatte verwenden möchte, befestigt diese über ein herkömmliches 1/4-Zoll-Gewinde am Griff. Dieses liegt in der optischen Achse, aber ein kleineres Stück hinter dem Gewinde der Kamera.

Auf ein 1/4-Zoll-Stativgewinde muss man nicht verzichten:

Befestigt wird der Meike MK-X1EM über das Stativgewinde, zwei kleine Bolzen greifen in die Einkerbungen auf der Unterseite der Kamera und verhindern das Verdrehen des Griffs. Der MK-X1EM sitzt daher bombenfest, selbst nach mehrmonatiger Benutzung mussten wir die Befestigungsschraube nicht nachdrehen. Das Verschrauben des Griffs mit der Kamera dauert weniger als eine halbe Minute, zum Drehen der Schraube lassen sich kleinere Geldstücke (1 bis 20 Cent Münzen) verwenden. Ein Schraubenzieher ist also keineswegs ständig mitzuführen.

Der Griff passt fast wie angegossen, versperrt aber den Weg zum Akkufach:

Der Meike MK-X1EM sorgt für viele Vorteile, einen Nachteil hat er allerdings: er versperrt das Akkufach der Alpha-Kameras. Vor dem Wechseln des Akkus muss der Griff somit entfernt werden. Das ist nicht optimal, in der Praxis aber eigentlich kein Problem. Zum einen hält der Akku der neueren Alpha-7-Modelle und der Alpha 9 sehr lange, zum anderen dauert das Entfernen des Griffs nicht lange. Des Weiteren erlauben die Kameras das Laden per USB, dafür kann der Akku im Gehäuse verbleiben. Nicht wirklich als Nachteil sehen wir das schräge Aufliegen des Gehäuses. Das mag vielleicht etwas weniger ästhetisch aussehen, störend ist diese Tatsache jedoch nicht.

Die DSLM steht mit Griff nicht mehr ganz gerade, seine Aufgabe erfüllt der MK-X1EM aber bestens:

Unser Fazit:
Meike bietet mit dem MK-X1EM einen robust gebauten und einfach zu montierenden Handgriff an, der dank besonderer Bauart auch noch als Stativplatte verwendet werden kann. Im praktischen Einsatz überzeugt uns der Meike MK-X1EM seit dem ersten Tag. Auch wenn er bei kleineren Objektiven nicht unbedingt notwendig ist, verbessert er selbst hier das Handling.

Bei größeren Objektiven lässt sich der Unterschied bereits nach wenigen Minuten feststellen, die Hand wird deutlich weniger „belastet“. Wer eine Vollformat-Alpha-Kamera von Sony besitzt und beispielsweise eine günstige Alternative zum GP-X1EM (UVP 149,00 Euro) sucht, sollte sich den Meike MK-X1EM unbedingt ansehen.

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online- Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.

Kommentare

Hallo dkamera-Team, wo kann man ...

Hallo dkamera-Team,

wo kann man den Griff kaufen?
Kann man z.B. an den Streben unten oder sonst wo einen PeakDesign-Anchor befestigen?

VG Chris

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