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Sony VG-C3EM im Praxistest

Batterie- und Hochformatgriff für die Sony Alpha 9, Alpha 7R III und Alpha 7 III

Mit der 2017 vorgestellten Alpha 9 hat Sony ein neues Gehäusedesign für seine spiegellosen Systemkameras mit Vollformatsensor eingeführt. Dieses wurde auch bei den Kameras der dritten Generation der Alpha-7-Serie beibehalten, sodass alle drei Modelle ein bis auf kleine Ausnahmen fast identisches Kameragehäuse besitzen. Es fällt etwas größer als bei den Kameras der Vorgängergeneration aus und kann mit dem Batteriegriff VG-C3EM erweitert werden. Im folgenden Praxistest schauen wir uns diesen näher an.

Lieferumfang:
Der Sony VG-C3EM wird in einer kompakten Packung geliefert, die neben einer Reihe von Produktinformationen kein weiteres Zubehör enthält. Wer den Griff mit zwei Akkus betreiben möchte, muss den zweiten Akku (der „erste“ wird natürlich bei der Kamera mitgeliefert) separat erwerben.

Die Vorderseite des Sony VG-C3EM:

Die Rückseite des Sony VG-C3EM:

Technische Daten:
Beim Sony VG-C3EM handelt es sich um einen 12,7 x 10,8 x 6,2cm großen Griff, der ohne Akkus 272g auf die Waage bringt. Mit zwei eingelegten NP-FZ1000 Akkus (es kann jedoch auch nur einer genutzt werden), die jeweils eine Kapazität von 2.280mAh bei 7,2V besitzen, ergibt sich ein Gewicht von 436g.

Zusammen mit der von uns zum Test verwendeten Sony Alpha 7 III (Testbericht) haben wir ein Gesamtgewicht von 997g erhalten. Hierbei ist zu bedenken, dass der Griff den Einsatz eines Akkus in der Kamera nicht mehr möglich macht. Das Gesamtgewicht fällt daher nicht so hoch wie das Gewicht der Kamera (mit Akku) sowie des Batteriegriffs mit zwei eingesetzten Akkus aus.

Die Sony Alpha 7 III mit montiertem Griff:

Geladen werden die Akkus im Griff über den USB-Port der Kamera, einen eigenen Anschluss besitzt der VG-C3EM nicht. Sofern er nicht an der Kamera montiert ist, besteht somit keine Möglichkeit, die Akkus aufzuladen, ohne sie zu entnehmen. Diese Lösung finden wir nicht optimal, ein USB-Port zum Laden am Griff würde das Aufladen komfortabler gestalten. Hierzu sei allerdings auch gesagt: Da zwei Akkus im Regelfall selbst für einen langen Fotoeinsatz mehr als ausreichend sind, würden wir die fehlende Lademöglichkeit ohne Kamera nicht als allzu gravierend einstufen. Entnommen werden die Akkus durch das Herausziehen einer Schublade an der linken Seite, eine Sicherung verhindert deren ungewolltes Öffnen.

Eine Sicherung verhindert das versehentliche Öffnen des Akkufachs:

In die Akkuschale passen zwei NP-FZ1000-Akkus:

Natürlich funktioniert die Kamera auch nur mit einem Akku im Griff:

Beim VG-C3EM setzt Sony als Material größtenteils auf eine Magnesiumlegierung, wie bei den Kameragehäusen wird von einem Schutz vor Staub und Spritzwasser gesprochen. Gut zu wissen: Beim Einsatz des Griffs und der Objektivadapter LA-EA2/EA4 ist das Halten des Griffs laut Sony nur sehr schwer möglich, da die Lücke zwischen diesem und dem verwendeten Adapter sehr klein ausfällt.

Bevor der Griff an das Gehäuse montiert werden kann, muss der Akkudeckel abgenommen werden:

Der "Akkudummy" des Griffs mit den benötigten Kontakten:

Im Einsatz:
Bevor der Sony VG-C3EM an einer Kamera montiert werden kann, muss zuerst das Akkufach geöffnet werden. Daraufhin entfernt man den Akku und den Deckel des Fachs. Letzteres ist nach dem Zurückziehen eines kleinen Schalters im Fach sehr einfach möglich.

Danach lässt sich der „Akkudummy“ des Griffs in das Fach einführen. Für die sichere Verbindung zur Kamera wird die Schraube am Griff in deren Stativgewinde gedreht. In der Praxis haben wir deutlich weniger als eine Minute Zeit zum Umbau der Kamera benötigt, die Demontage des Griffs dauert ebenso nicht länger.

Die Verschraubung erfolgt über das Stativgewinde der Kamera:

Der "Akkudummy" des Griffs wird in den Akkuschacht eingeführt:

Als Bedienelemente hat der Sony VG-C3EM nicht nur einen Fotoauslöser mit Lockschalter (zum Sperren der Bedienelemente am Griff) und zwei Einstellräder zu bieten, zusätzlich sind zwei Customtasten (C1 und C2) sowie eine AEL- und eine AF-ON-Taste vorhanden. Alle vier übernehmen die Funktionen der identisch beschrifteten Tasten an der Kamera. Zudem verfügt der Griff über einen Joystick. Bei Hochformat-Aufnahmen stehen somit die wichtigsten Bedienelemente zur Verfügung.

Auf der Oberseite des VG-C3EM befinden sich zwei C-Tasten, der Auslöser und ein Lockschalter:

Auf der Rückseite liegt ein Einstellrad, zudem gibt es zwei Tasten und einen Joystick:

Der Griff ist aber nicht nur für Fotografen interessant, die sich bei Hochformat-Aufnahmen optimal liegende Tasten oder eine längere Akkulaufzeit ohne Akkuwechsel wünschen, sondern auch für Personen mit größeren Händen. Die Gehäuse der Alpha-7-Kameras der dritten Generation und der Alpha 9 fallen zwar nicht allzu klein aus, der kleine Finger hängt (bei größeren Händen) aber durchaus ein wenig in der Luft.

Auch bei Aufnahmen im Querformat kann der Griff das Handling verbessern:

Hier hilft der Sony VG-C3EM, alternativ bietet der Hersteller die Griffverlängerung GP-X1EM an. In der Hand liegt die Kamera mit dem Griff sowohl bei herkömmlicher Benutzung als auch bei Hochformataufnahmen komfortabel, große gummierte Flächen sorgen für einen sehr guten Halt. Dazu tragen des Weiteren die ergonomische Form des Griffs und die Daumenablage auf dessen Rückseite bei. Zusammen mit dem VG-C3EM liegen die DSLMs von Sony somit noch etwas besser in der Hand, fallen jedoch auch deutlich größer aus.

Die größten Vorteile ergeben sich natürlich bei Hochformat-Aufnahmen:

Unser Fazit:Der Sony VG-C3EM stellt für alle Besitzer von Kameras der dritten Alpha-7-Generation sowie für Alpha-9-Eigentümer eine sehr interessante Ergänzung dar. Bei Hochformat-Aufnahmen lässt sich die spiegellose Systemkamera damit nicht nur besser festhalten, durch die zusätzlichen, optimal positionierten Tasten ist die Kamera auch deutlich besser zu bedienen.

Für den Griff sprechen zudem die Möglichkeit, die Ausdauer mit zwei Akkus zu verdoppeln, und das allgemein bessere Handling. Die Verarbeitung des Griffs fällt dank einer Magnesiumlegierung größtenteils hochwertig aus, Gummierungen sorgen für eine hohe Griffigkeit. Schade finden wir allein, dass das Laden der Akkus im Griff nur funktioniert, wenn dieser an der Kamera montiert wurde. Dies hätte Sony komfortabler lösen können.

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