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Neu: Canon EOS 90D – mit dkamera.de Ersteindruck

32,3 Megapixel APS-C-Sensor, 11 Bilder/Sek., AF-Joystick, 4K-Video (2160p30) ohne Crop

Rund 3,5 Jahre nach der Ankündigung der EOS 80D (Testbericht) hat Canon seine neueste „zweistellige“ DSLR vorgestellt. Ein Teil der Spezifikationen ist bereits vom Vorgängermodell bekannt, es kommt jedoch auch jede Menge neue Technik zum Einsatz. Neu ist unter anderem der Bildwandler. Dabei handelt es sich natürlich weiterhin um ein APS-C-Modell, auf dem Chip wurden aber so viele Bildpunkte wie auf keinen anderem Sensor dieser Klasse untergebracht. Insgesamt sind es knapp 32,3 Millionen und damit rund ein Drittel mehr als bei der EOS 80D (24 Megapixel). Der ISO-Bereich liegt zwischen 100 und 25.600, über die H-Erweiterung sind ISO-äquivalente 51.200 nutzbar.

Der neue Bildwandler wird mit einem neuen Fertigungsprozess produziert und kann schneller als der Sensor der EOS 80D ausgelesen werden. Diese Umstände erlauben unter anderem höhere Bildraten und ein niedrigeres Bildrauschen. Apropos Bildraten: Diese hat Canon bei der EOS 90D im Vergleich zum Vorgängermodell gleich mehrfach verbessert.

Fotos speichert die neue DSLR bis zu elf pro Sekunde im Liveviewmodus (mit Servo-AF sind es sieben Bilder pro Sekunde) und bis zu zehn Bilder pro Sekunde beim Blick durch den Sucher (Single-AF wie Servo-AF). Die Länge der Bildserie liegt bei bis zu 54 JPEG-Bildern oder 36 RAW-Fotos.

Die EOS 90D folgt auf die 2016 angekündigte EOS 80D:

Höhere Bildraten schafft die Canon EOS 90D zudem bei Videos. In Full-HD sind bis zu 120 Bilder pro Sekunde möglich, das erlaubt ansprechende Zeitlupenaufnahmen. Einen Schritt vorwärts macht Canon zudem bei 4K-Videos. Diese lassen sich mit ganzer Sensorbreite – oder alternativ auf Wunsch mit 1,2-fachem Cropfaktor – festhalten. Zu den weiteren Videofeatures der Spiegelreflexkamera gehören ein Mikrofonein- sowie Kopfhörerausgang und die Option zur Ausgabe eines Clean-HDMI-Signals.

Das Gehäuse hat sich nur wenig verändert:

Die Fokussierung übernimmt beim Blick durch den Sucher ein Phasen-AF-Modul mit 45 Kreuzsensoren, des Weiteren stehen neun Liniensensoren als „Hilfssensoren“ zur Verfügung. 27 Kreuzsensoren arbeiten bis zu einer Offenblende von F8, der Rest bis zu F5,6. Bis auf die neun Hilfssensoren ist das AF-System also schon von der EOS 80D bekannt. Den Liveview-AF, bei dem es sich wie üblich bei Canon um einen Dual Pixel CMOS-AF handelt, gibt Canon mit einer Lichtempfindlichkeit von -5LW an. 5.481 Fokuspositionen sind wählbar. Passend zur höheren Leistung ist die Canon EOS 90D mit den neuen Messfeldmodi „Priorität Gesichtserkennung“ und „Einzelfeld Spot AF“ ausgestattet, die Augenerkennung ist beim Liveviewbetrieb ebenso möglich.

Die Kontrolle der Aufnahmeparameter ist wie gewohnt per LCD auf der Oberseite möglich:

Für die korrekte Belichtungsmessung sorgt ein Messsensor mit 220.000 Pixel, dessen Leistung bewegt sich auf der Höhe der EOS 5D Mark IV oder EOS-1DX Mark II. Beim Verschluss kann man zwischen dem herkömmlichen mechanischen Verschluss und einem elektronischem Verschluss wählen. Der mechanische Verschluss arbeitet bis zu 1/8.000 Sekunde und funktioniert in allen Aufnahmemodi. Der elektronische Verschluss schafft bis zu 1/16.000 Sekunde, er lässt sich allerdings nur im Einzelbildmodus nutzen. Wie für die allermeisten Kameras gilt auch für die Canon EOS 90D beim Einsatz des elektronischen Verschlusses: bewegte Motive können durch den Rolling Shutter Effekt beeinflusst werden, bei Kunstlicht ist das Hervortreten von Banding möglich.

Die Displaykonstruktion erlaubt die Bildkontrolle in fast allen Aufnahmesituationen:

Den optischen Sucher und das Display hat Canon von der EOS 80D übernommen. Der Pentaprismensucher zeigt 100 Prozent des Bildfeldes und vergrößert 0,59-fach, das 3,0 Zoll große LCD mit 1,04 Millionen Subpixel lässt sich wie üblich bei Canon nicht nur drehen sondern auch schwenken.

Die 14,1 x 10,5 x 7,7cm große Canon EOS 90D bringt 701g auf die Waage und schafft mit einer Akkuladung 1.860 Bilder. Sie lässt sich ab dem 12. September 2019 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.299 Euro im Fachhandel erwerben, im Kit mit dem EF-S 18-135mm F3,5-5,6 IS USM sind es 1.699 Euro.

Einen APS-C-Sensor mit derart hoher Auflösung hat kein anderer Hersteller zu bieten:

Unser Ersteindruck:
Wir konnten uns die neue DSLR bereits kurz ansehen und geben im Folgenden unsere ersten Eindrücke wieder. Das Gehäuse der Canon EOS 90D erinnert stark an die EOS 80D, dadurch lässt sich auch deren Batteriegriff BG-E14 weiterverwenden. Das Äußere des Gehäuses besteht weiterhin nur aus Polycarbonat, die Verarbeitung geht aber völlig in Ordnung. Wichtiger: Auf Abdichtungen – die sich auf dem Niveau der EOS 80D bewegen – muss man nicht verzichten.

Die EOS 90D wurde in einigen Punkten überarbeitet und verbessert:

Wie gewohnt ist die DSLR mit einem großen Griff für ein komfortables Handling ausgestattet, die verwendete Gummierung trägt dazu ebenso bei. Auf der Oberseite lassen sich wichtige Einstellungen über das Kontroll-LCD ablesen, das ist jedoch nichts Neues.

Der Joystick gehört zu den wichtigsten neuen Features der DSLR:

Auf der Rückseite hat Canon eine der wichtigsten Neuerungen verbaut, den Joystick. Damit lässt sich das Messfeld flott und komfortabel verschieben. In der Praxis ist das von großem Vorteil. Die weiteren Bedienelemente haben sich dagegen effektiv nicht verändert, dadurch kommen Besitzer der Vorgängermodelle (oder anderer Kameras von Canon) sehr schnell zurecht.

Zur Datenspeicherung gibt es wie bei der EOS 80D nur einen SD-Slot:

Etwas schade: Canon verzichtet weiterhin auf einen zweiten SD-Slot. Der Sucher und das Display sind von der 80D bekannt. Bis auf die etwas geringe Vergrößerung des Suchers erwartet einen die gewohnt gute Qualität.

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