Neues Flaggschiff mit echtem Zoomobjektiv: Sony Xperia 1 IV

Drei verbaute Kameras decken folgende KB-Brennweiten ab: 16mm, 24mm und 85 bis 125mm

Sony hat mit dem Xperia 1 IV ein neues Flaggschiffmodell angekündigt. Wie schon bei früheren Smartphones und auch dem Sony Xperia Pro I (Hands-On-Test) steht beim Xperia 1 IV unter anderem die Fotofunktion im Fokus. Anders als das Pro I, das mit dem Sensor der Sony Cyber-shot RX100 VII ausgestattet ist, bringt das neue Smartphone allerdings keinen besonders großen Bildwandler mit, sondern ein echtes optisches Zoom mit.

Dieses deckt 85 bis 125mm Brennweite (KB-äquivalent) ab und besitzt eine Lichtstärke von F2,3 bis F2,8. Zoomfahrten sind bei Foto- wie Videoaufnahmen möglich, zusammen mit den anderen beiden Kameras bzw. Objektiven steht ein Brennweitenbereich von 16 bis 125mm (KB-äquivalent) zur Verfügung.

Bei der Ultraweitwinkel- und der Hauptkamera handelt es sich um bekannte Modelle, zudem ist ein 3D-iToF-Sensor zur Tiefenmessung verbaut. Die Ultraweitwinkelkamera wird mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 16mm und einer Blendenöffnung von F2,2 angegeben, der verbaute Bildwandler gehört zur 1/2,5-Zoll-Klasse. Bei der Hauptkamera mit 24mm KB-Brennweite und einer Lichtstärke von F1,7 setzt Sony auf einen Chip der 1/1,7-Zoll-Klasse, die Telezoomkamera ist mit einem 1/3,5-Zoll-Sensor ausgerüstet. In beiden Fällen sorgen optische Bildstabilisatoren weniger Verwacklungen.

Die Daten der drei Kameras auf der Rückseite im Detail:

Die Auflösung aller Bildwandler liegt bei zwölf Megapixel, die Exmor RS-Sensoren lassen sich besonders schnell auslesen. Dadurch wird nicht nur ein Autofokus mit Augenerkennung und Echtzeit-Tracking unterstützt, bei Videos sind auch 120 Vollbilder pro Sekunde in 4K-Auflösung möglich. Fotos nimmt das Sony Xperia 1 IV bis zu 20 pro Sekunde auf, das AE/AF-Tracking erfolgt bis zu 60-mal pro Sekunde. Verbessert hat Sony darüber hinaus die Frontkamera. Hier kommt ein zwölf Megapixel auflösender Exmor RS-Chip der 1/2,9-Zoll-Klasse mit zwölf Megapixel zum Einsatz. Die Kamera- und die Videography-Pro-App erlauben das Aufnehmen von Fotos und Videos mit manuellen Einstellungen und besonderen Bildstilen, eine neue Multiframe-Funktion soll den Dynamikumfang von Videos ohne Abstriche bei der Auflösung vergrößern können.

Livestreaming ist beim Sony Xperia 1 IV nun direkt über die Videography-Pro-App möglich, bei Youtube lässt sich dabei dank einer Vereinbarung mit Google auch unter 1.000 Abonnenten streamen. Zudem kann man das Smartphone mit dem Vlog-Monitor von Sony verbinden oder den Livestream einer Alpha-Kamera via 4G/5G ins World Wide Web schicken.

Die Autofokusfeatures des Xperia 1 IV stammen von den Alpha-Kameras:

Für Personen, die gerne mit dem Smartphone spielen, bringt das Sony Xperia 1 IV spezielle Funktionen mit. Unter anderem kann das um 50 Prozent hellere 4K-HDR-Display mit einer 6,5 Zoll großen Diagonalen 120 Bilder pro Sekunde wiedergeben. Eine Abtastfrequenz von 240 Hz sorgt zudem für eine schnellere Erkennung der Eingaben über das Touchscreen. Für eine hohe Rechenleistung greift Sony auf einen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1-SoC zurück, kombiniert wird dieser mit 12GB RAM und 256 GB Festspeicher. Letzteren kann man per microSD-Karte erweitern. Als neues Feature bringt das Sony Xperia 1 IV eSIm-Unterstützung mit. Die Tonausgabe erfolgt über zwei verbesserte Stereolautsprecher (mit 360 Reality Audio Upmix) oder einen 3,5mm Klinkenport, drahtlos kann man den Ton natürlich auch übertragen. Wer das Smartphone zur Audio-Aufnahme nutzen möchte, kann die Musikproduktionsanwendung Music Pro für eine optimierte Tonqualität (kostenpflichtiges Abonnement notwendig) einsetzen. Die Qualität von Filmen (ausgewählte Blockbuster und Neuveröffentlichungen) lässt sich über den Dienst Bravia Core verbessern.

Beim fest verbauten Akku handelt es sich um ein Modell mit 5.000mAh, per Schnelladefunktion lässt sich dieser in nur 30 Minuten auf 50 Prozent laden. Wireless Charging ist ebenso möglich. In allen Fällen sorgt Sonys Lademanagement (Xperia Adaptive Charging) für möglichst geringe Belastungen. Beim Gehäuse des Smartphones setzt Sony auf Metall und Glas, in letzterem Fall handelt es sich um das besonders robuste Corning Gorilla Glass Victus. Die Abdichtungen des Gerätes erfüllen die IP65/IP68-Standards, dadurch sind bis zu 30 Minuten lange Unterwassereinsätze (Süßwasser) in maximal 1,5m Tiefe möglich.

Das Gehäuse ist gegen Staub und Wasser abgedichtet:

Erwerben kann man das Sony Xperia 1 IV (165 x 71 x 8,2mm; 185g) ab Mitte Juni 2022 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.399 Euro. Wer das Gerät ab heute bis Ende Juni vorbestellt oder kauft, bekommt neben dem Smartphone einen WH-1000XM4 Noise Cancelling-Kopfhörer als Bonus dazu. Als Zubehör bietet Sony für das Xperia 1 IV ein Style Cover mit antibakteriellem Material für 34,99 Euro (UVP) an.

Dass Sony beim Xperia 1 IV ein echtes Zoom integriert hat, ist optisch nicht zu erkennen:

Der dkamera.de-Ersteindruck:
Anhand eines Vorserienmodells konnten wir uns die neue Zoomfunktion des Xperia 1 IV bereits ansehen. Wobei es zumindest beim Gehäuse des Smartphones allerdings nicht viel zu sehen gibt. Die Telekamera steht nicht weiter aus dem Gehäuse heraus als die anderen Kameras des Xperia 1 IV und bewegt sich beim Zoomen auch nicht. Alle Linsenbewegungen erfolgen innerhalb des Objektivs, wie andere Hersteller setzt Sony dabei auf die Periskop-Bauweise.

Das Zoom im Einsatz in der Kamera-App des Smartphones:

Selbst im Einsatz bemerkt man vom optischen Zoom nicht viel, der Zoomregler wird in der App wie bei einem digitalen Zoom verwendet. In der Praxis sollte der optische Zoom im Vergleich zu einem digitalen Zoom natürlich für eine deutlich höhere Bildqualität sorgen, dies konnten wir allerdings noch nicht genau unter die Lupe nehmen.

Die Vorderseite des Smartphones besitzt ein klassisches Design:

In der Praxis steht und fällt der Vorteil des optischen Zooms gegenüber mehreren Festbrennweiten mit der Bildqualität. Im Vorteil sind dabei alle Nutzer, die sich für eine Brennweite zwischen den sonst üblichen Festbrennweiten entscheiden möchten. Am Teleende oder generell bei besonders langen Brennweiten dürfte der Einsatz eines Zooms nicht von Vorteil sein, hier lassen sich bei Festbrennweiten normalerweise größere Sensoren verwenden. Alle Details des Zoomobjektivs und die Vor- sowie Nachteile werden wir in unserem ausführlichen Testbericht des Sony Xperia 1 IV genau klären. Dass Sony ein Zoomobjektiv in einem sehr flachen Smartphone unterbringen konnte, ist allerdings unabhängig davon eine reife Leistung. Dies verspricht in der Zukunft weitere Fortschritte bei der „Konstruktion“ von Smartphone-Kameras.

Autor: dkamera.de Redaktion
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