Nikon auf der Photokina 2016

Unser Bericht vom Nikon-Stand in Halle 2.2 mit der Nikon D3400 und den KeyMission-Actionkameras

Nikon hat zur Photokina keine neuen Digitalkameras oder Objektive vorgestellt, sondern drei Actionkameras der KeyMission-Serie. Daher steht der Stand in Halle 2.2 zumindest zum Teil im Zeichen der neuen Actionmodelle. Bei den drei Kameras handelt es sich um grundverschiedene Ausführungen, mit denen Nikon auch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen möchte.

Das Spitzenmodell der KeyMission-Kameras ist die Nikon KeyMission 360. Sie verfügt über zwei Objektive mit einer Brennweite von 9mm KB und einer Lichtstärke von F2. Da zu jedem Objektiv natürlich auch ein Sensor gehört (21,1 Megapixel, 1/2,3 Zoll), lässt sich mit der Actionkamera eine 360-Grad-Ansicht aufzeichnen. Diese besitzt als Standbild entweder bis zu 30 Megapixel oder als Video eine maximale Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel.

Die Nikon KeyMission 360:

Die beiden Objektive erlauben das Speichern einer 360-Grad-Ansicht:

Das wasserdichte und stoßfeste Gehäuse der Actionkamera machte bei unserem kurzen Ausprobieren einen guten Eindruck, die Kamera ließ sich an den Seiten aber nicht optimal festhalten. Der Transport in der Hand ergibt allerdings grundsätzlich nur wenig Sinn, da dadurch in der Regel ein größerer Teil der Umgebung verdeckt wird. Die Bildkontrolle kann bei der KeyMission 360 nur per App vorgenommen werden, die normalerweise wichtige Kontrolle des Ausschnitts entfällt aber natürlich.

Die Actionkameras nehmen einen größeren Bereich am Nikon-Stand in Halle 2.2 ein:

Per VR-Brille lassen sich 360-Grad-Videos realitätsnah ansehen, der Andrang ist hier groß:

"I am on a mission" ist das Nikon-Motto zu den Actionkameras:

Eine fast in jeder Hinsicht klassische Actionkamera ist die Nikon KeyMission 170. Sie kann wie die aktuellen Spitzenmodelle auf dem Markt Videos mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel und 30 Vollbildern pro Sekunde speichern. In Full-HD kann die Bildrate auf 120 Vollbilder pro Sekunde vervierfacht werden. Das Objektiv zeigt einen 170 Grad Bildwinkel (15mm KB) und besitzt eine Lichtstärke von F2,8.

Die KeyMission 170:

Auf deren Rückseite befinden sich mehrere Tasten und ein Display:

Auch das Gehäuse der KeyMission 170 fällt robust aus, ohne Zusatzgehäuse ist es allerdings „nur“ bis zu zehn Meter wasserdicht. Da der hier auftretende Druck auch schon bei geringeren Wassertiefen erreicht werden kann, ist der Einsatz des Zusatzgehäuses WP-AA1 für Tiefen von bis zu 40m daher durchaus zu empfehlen. Bedienen kann man die Actionkamera durch ihre Tasten recht gut, mit dem ausreichend hoch aufgelösten 1,5“-LCD auf der Rückseite wird die Aufnahmekontrolle wesentlich vereinfacht. Auf den ersten Blick spricht daher nichts dagegen, dass die Nikon KeyMission 170 ein ernstzunehmendes Konkurrenzmodell für beispielsweise die GoPro-Kameras wird.

Die Nikon KeyMission 80:

Sie besitzt nicht nur eine ungewöhnliche Bauform, sondern auch eine Zweitkamera:

Ein ganz spezielles Produkt ist die Nikon KeyMission 80. Diese besitzt keine für Actionkameras herkömmliche Bauform und verfügt zudem über zwei Kameras: Eine auf der Vorderseite mit 12,4 Megapixel Auflösung und einem Objektiv mit 80 Grad Bildwinkel sowie eine auf der Rückseite mit 4,9 Megapixel und 90 Grad Bildwinkel. Beide sollen die Umgebung vor und hinter der Kamera aufzeichnen. In der Hand liegt die bis zu 1m Tiefe wasserdichte KeyMission 80 wegen ihrer Bauform sehr ungewohnt.

Durch ihre aufgeraute Oberfläche kann man sie allerdings recht sicher festhalten. Das Display auf der Rückseite lässt sich gut ablesen, zur Befestigung an anderen Gegenständen ist eine Öse vorhanden. Der Einsatz als klassische Digitalkamera ergibt wegen der Abmessungen und auch der technischen Daten aus unserer Sicht aber keinen Sinn. Es mag jedoch Situationen geben, für die man eine derartige Kamera benötigt.

Natürlich lassen sich am Stand auch andere Nikon-Kameras ausprobieren:

Dazu zählen beispielsweise die Coolpix-Modelle der Bridgeklasse ...

... oder auch die wasserdichten Outdoorkameras:

Profi-DSLRs wie die Nikon D500 kann man ebenso in die Hand nehmen:

Oder man wählt eine Vollformat-Spiegelreflexkamera:

Am Nikon-Stand auf der Photokina 2016 sind natürlich auch „echte“ Digitalkameras zu sehen. Da Nikon in der letzten Zeit allerdings nur wenige Modelle auf den Markt gebracht hat, findet man nur wenig Neues. Die eigentlich für den Juni dieses Jahres geplanten Nikon DL-Modelle wurden auf unbestimmte Zeit verschoben und lassen sich deshalb leider nicht in Augenschein nehmen.

Das neueste DSLR-Einsteigermodell ist die Nikon D3400:

Sie ist vergleichsweise kompakt und besitzt ein Kunststoffgehäuse:

Das Display misst 3,0 Zoll in der Diagonalen und ist fest verbaut:

Vom Vorgängermodell D3300 unterscheidet sich die Spiegelreflexkamera kaum:

Ein noch recht neues und am Stand verfügbares Modell ist die Nikon D3400. Die Spiegelreflexkamera der Einsteigerklasse verfügt über einen 24 Megapixel auflösenden APS-C-Sensor, speichert bis zu fünf Bilder pro Sekunde und besitzt einen Phasen-AF mit elf Messfeldern (mittiger Kreuzsensor). Die Bildkontrolle kann per optischem Sucher oder mittels 3,0“-LCD mit 921.000 Subpixel vorgenommen werden. Im Vergleich zum bisherigen Modell Nikon D3300 (Testbericht) hat sich effektiv kaum etwas verändert. Das Kameragehäuse besteht – wie üblich in der Einsteigerklasse – aus Kunststoff und ist vergleichsweise klein. Ein gut geformter Griff erlaubt ein recht komfortables Festhalten. Eine Kamera für die Actionfotografie ist die D3400 sicherlich nicht, ein solides Einsteigermodell dagegen schon. Wie immer wird unser Testbericht über die Schwächen und Stärken der Spiegelreflexkamera Aufschluss geben.

Das AF-S Nikkor 105mm F1,4E ED fällt groß und schwer aus:

Am Gehäuse ist nur der AF-/MF-Schalter vorhanden:

Der Blick auf die Frontlinse zeigt die hohe Lichtstärke:

Nicht zur Einsteiger-, sondern zur Spitzenklasse zählt das AF-S Nikkor 105mm F1,4E ED. Sowohl die Abmessungen (9,5 x 10,6cm) als auch das Gewicht (985g) lassen daran schon im ersten Augenblick keine Zweifel. Das Objektiv ist ein echtes Schwergewicht, selbst an einer Vollformat-DSLR wird der Schwerpunkt dadurch deutlich nach vorne verlagert. Trotzdem will man die sehr lichtstarke Festbrennweite nicht mehr aus der Hand legen, denn die Ergebnisse sprechen für sich.

Beispielbild des AF-S Nikkor 105mm F1,4E ED bei F1,4 (Kamera Nikon D750):

Freistellen lässt sich mit dem Objektiv spielend, der Hintergrund verschwimmt in einem sehr weichen Bokeh. Der SWM-Autofokus des AF-S Nikkor 105mm F1,4E ED stellt natürlich keine Rekorde auf, in der Praxis sollte er jedoch schnell genug sein.

Bei Vorträgen erfährt man Wissenswertes über die Arbeit verschiedener Fotografen:

Neben den ausgestellten Produkten werden am Stand von Nikon verschiedene Vorträge gehalten, zudem kann man einen Blick auf das gesamte Portfolio des japanischen Unternehmens werfen. Dazu zählen beispielsweise auch Ferngläser.

Weitere Eindrücke vom Nikon-Stand:

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