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Nikon D850 vorgestellt – mit dkamera.de Ersteindruck

45,4 Megapixel BSI FX-Sensor, 7 Bilder/Sek., 153 AF-Messfelder, Schwenk-LCD, 4K-Video (2160p30)

Die Nikon D850 löst die 2014 vorgestellte Nikon D810 (Testbericht) als "Megapixel-Flaggschiff" in der Spiegelreflexkameraklasse mit FX-Sensoren ab. Die D850 wurde gegenüber dem Vorgängermodell praktisch in allen Punkten verbessert. Dafür ist in die Kamera neue Technik, aber auch bekannte und bewährte Hardware der Nikon D5 (Testbericht) eingeflossen.

Als Bildwandler setzt Nikon bei der D850 auf einen 36 x 24mm großen CMOS-Sensor mit 45,4 Megapixel. Die rückwärtige Belichtung des Sensors soll trotz dessen hoher Auflösung ein geringes Bildrauschen ermöglichen. Zugunsten einer besonders detailreichen Darstellung verzichtet Nikon auf die Tiefpassfilterung. Die ISO-Wahl kann zwischen ISO 64 und ISO 25.600 erfolgen, über Low- und High-Erweiterungen lassen sich äquivalente ISO 32 bis 102.400 wählen.

Ein leistungsfähiger Expeed-5-Bildprozessor soll nicht nur das Rauschen reduzieren, er sorgt auch für eine hohe Datenverarbeitungsgeschwindigkeit. Ohne Zubehör nimmt die Nikon D850 sieben Bilder pro Sekunde in voller Auflösung sowie im RAW-Format auf. Mit dem optional erhältlichen Multifunktionshandgriff MB-D18 sowie einem EN-EL18-Akku lässt sich die Bildrate auf neun Fotos pro Sekunde erhöhen. Damit die Daten schnell auf die Speicherkarte geschrieben werden können, verfügt die DSLR über einen XQD- und einen SD-Karten-Slot (UHS-II-fähig).

Mit dem Multifunktionshandgriff MB-D18 und dem EN-EL18-Akku sind bis zu 9 Bilder/Sek. möglich:

Das Phasen-Autofokussystem (Multi-CAM 20K) der Nikon D850 stammt von der D5. Es besitzt 153 AF-Messfelder, 99 davon sind Kreuzsensoren. Mit dem mittleren Messfeld lässt sich ab -4EV scharfstellen, mit den restlichen Feldern ab -3EV. Die Belichtungsmessung übernimmt ein RGB-Messsensor mit 180.000 Pixel, natürlich werden alle üblichen Messmethoden (Mehrfeld, mittenbetont, lichterbetont, Spot) angeboten. Der zwischen 30 Sekunden und 1/8.000 Sekunde (länger per Bulb) arbeitende mechanische Verschluss der Spiegelreflexkamera wurde auf 200.000 Auslösungen ausgelegt. Wer diesen schonen möchte, kann zum völlig lautlosen elektronischen Verschlussmechanismus greifen.

Das 3,2 Zoll messende LCD der D850 lässt sich nach oben und unten schwenken:

Das 3,2 Zoll messende Display der D850 ist – wie unter anderem bei der Nikon D750 (Testbericht) – nach oben und unten schwenkbar, mit 2,36 Millionen Subpixel löst es so hoch wie bei der D5 oder 500 auf. Eingaben lassen sich per Touch vornehmen. Als Sucher kommt ein Pentaprismenmodell mit 100 Prozent Bildfeldabdeckung und besonders hoher Vergrößerung (0,75-fach) zum Einsatz.

Die Kamera kann über die Touchoberfläche des Displays bedient werden:

Mit dem Videomodus der Nikon D850 sind 4K-Videos (3.840 x 2.160 Pixel) ohne Crop mit einer Bildrate von bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde sowie Full-HD-Videos (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde (Ausgabe als 4-fache Zeitlupe) möglich. Die Tonaufnahme erfolgt per integriertem Stereomikrofon, ein externes Mikrofon und ein Kopfhörer sind anschließbar.

Videos speichert die Spiegelreflexkamera aber nicht nur mit ihrem Videomodus, per Intervallaufnahme sind auch Zeitraffer zu erstellen. Intern funktioniert dies bis in 4K-Auflösung, per Software (wird nicht von Nikon angeboten) lassen sich die in 8K-Auflösung aufgenommenen Einzelbilder auch zu 8K-Zeitraffern (7.680 x 4.320 Pixel) zusammenschneiden. Des Weiteren beherrscht die Kamera die Reihenaufnahme mit einer Fokusverlagerung.

Die 14,6 x 12,4 x 7,9cm große D850 bringt mit Akku 1.005g auf die Waage:

Zu den weiteren Features der 14,6 x 12,4 x 7,9cm großen und mit Akku 1.005g schweren Nikon D850 zählen die RAW-Aufnahme in drei unterschiedlichen Auflösungen, teilweise beleuchtbare Bedienelemente und die Fokussierungsunterstützung per Peaking. Das integrierte WLAN-Modul erlaubt die Datenübertragung und Fernauslösung per SnapBridge, für weitere Drahtlos-Funktionen muss ein optional erhältlicher WLAN-Adapter verwendet werden. Der Akku der D850 ist für rund 1.840 Bilder ausreichend, das Kameragehäuse aus Magnesium hat Nikon abgedichtet.

Ab dem 07. September 2017 kann die Nikon D850 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 3.799 Euro bei von Nikon ausgewählten Vertriebspartnern erworben werden. Im Kit ist die Kamera mit dem AF-S Nikkor 24-120mm F4G ED VR für 4.599 Euro erhältlich.

Das Kameragehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung und ist abgedichtet:

Unser Ersteindruck:
Wir hatten bereits die Möglichkeit, ein Vorserienmodell der Nikon D850 zu begutachten und geben im folgenden Abschnitt unsere ersten Eindrücke von der Kamera wieder. Mit dem Nachfolgemodell der D850 hat sich Nikon rund drei Jahre Zeit gelassen. Ein Zeitraum, in dem sich im Kamerasegment einiges verändert hat. Um diesbezüglich mithalten zu können, hat Nikon auf einige neue Technik zurückgegriffen. In einem Punkt bleibt sich der japanische Hersteller allerdings treu: dem Gehäuse. Es besteht aus einer soliden Magnesiumlegierung, ist tadellos verarbeitet und bringt ordentlich Gewicht auf die Waage. Klein ist es natürlich ebenso nicht, sodass die D850 auch mit kleineren und leichteren Objektiven ein stattliches Gesamtpaket ergibt. Mit seinen zahlreichen und großen Bedienelementen bewegt es sich allerdings fraglos in der Profiliga. Sehr viele Optionen sind direkt zu erreichen, die teilweise beleuchtbaren Tasten (auf der linken Ober- und Rückseite) helfen in dunklen Umgebungen. In der Hand liegt die Kamera auch ohne Griff vorzüglich – das ist durch das höhere Gewicht aber auch ein Muss.

Mit der D850 hat Nikon eine echte Allroundkamera angekündigt:

Sehr positiv sehen wir das schwenkbare (aber trotzdem robust gebaute) Display: Es gestaltet die Bildkontrolle komfortabel, per Touch sind zudem Eingaben möglich. Letztere machen das Setzen des Fokuspunktes vor allem im Liveviewmodus einfach. Apropos Liveview: Nikon setzt hier – und natürlich auch im Videomodus – weiterhin auf einen reinen Kontrast-AF. Dieser arbeitet gefühlt zwar etwas schneller als bei den bekannten Modellen, mit den AF-Systemen anderer Hersteller kommt er jedoch zweifellos nicht mit. Zur Bildqualität und der Reihenaufnahme können wir noch keine Wertung abgeben, die technischen Daten sind jedoch vielversprechend. Dass das Autofokussystem zu den besten AF-Systemen am Markt gehören wird, kann man durch den Einsatz in der D5 annehmen. Daher meinen wir: Das Gesamtpaket der Nikon D850 lässt nach aktuellem Stand fast keine Wünsche offen.

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Kommentare

Leider kann ich wie schon ...

Leider kann ich wie schon gesagt nicht in die Lobhudelei mit einstimmen, wenn Nikon die User mit ihrer SnapBridge Lösung weiterhin verärgert und das sind nicht wenige die ein offenes WLAN verlangen, z.B. hier 490 User! gwegner.de/blog/offener-brief-an-nikon

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