Panasonic auf der Photokina 2016

Unser Bericht vom Panasonic-Stand in Halle 3.2 mit der Lumix DMC-LX15 und Lumix FZ2000

Während einige andere Kamerahersteller zur Photokina 2016 mit Neuerscheinungen gegeizt haben, hat Panasonic drei neue Kameramodelle vorgestellt sowie ein weiteres angekündigt. Wir haben den Stand von Panasonic in Halle 3.2 besucht und unter anderem die neuen Kameramodelle ausprobiert.

Nur zu betrachten und nicht in die Hand zu nehmen ist leider das kommende spiegellose Flaggschiff Lumix DMC-GH5.

Die Kamera befindet sich aktuell noch in der Entwicklung und scheint von der finalen Ausführung noch weit entfernt zu sein. Neben ein paar wenigen technischen Daten (Videoaufnahme mit 60 Vollbildern pro Sekunde in 4K-Auflösung sowie eine 6K-Fotofunktion mit 30 Bildern pro Sekunde bei 18 Megapixel) weiß daher kaum jemand etwas vom neuen Spitzenmodell.

Die Panasonic Lumix DMC-GH5:

Da die spiegellose Systemkamera noch entwickelt wird, ist sie leider nur hinter Glas zu bestaunen:

Sollte die am Stand ausgestellte Kamera bereits die finalen Abmessungen und ein finales Tastenlayout besitzen, lässt sich allerdings sagen, dass sich im Vergleich zur Panasonic Lumix DMC-GH4 (Testbericht) nur recht wenig verändert. Das Gehäuse besitzt sehr ähnliche Abmessungen, und es werden sich wieder einige Tasten frei belegen lassen. Auf zahlreiche Einstellräder wird des Weiteren nicht verzichtet werden müssen.

Ebenso in der Entwicklung befinden sich drei neue Leica Premium-Objektive:

Ein neues Spitzenmodell in der Kompaktklasse ist die Panasonic Lumix DMC-LX15. Diese setzt – anders als die seit 2014 erhältliche LX100 – auf einen Bildwandler im 1,0 Zoll Format. Das BSI-Modell löst 20 Megapixel auf und erlaubt eine kompaktere Bauweise. Während die Panasonic Lumix DMC-LX100 (Testbericht) mit 11,5cm x 6,6 x 5,5cm für eine Kompaktkamera sehr groß ausfällt, ist das Kameragehäuse der LX15 mit 10,6 x 6,0 x 4,2 cm wesentlich kleiner.

Die Panasonic Lumix DMC-LX15 ist das zweite kompakte Modell mit 1,0 Zoll Sensor:

Das 3x Leica-Zoom besitzt eine Lichtstärke von F1,4 bis F2,8:

Die LX15 passt daher zur Not auch in eine größere Hosentasche, bei der LX100 ist dies undenkbar. Das Objektiv der LX15 deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 72mm (KB) ab, die Lichtstärke liegt zwischen F1,4 und F2,8. Aktuell ist daher keine Kamera mit 1,0 Zoll Sensor lichtstärker ausgestattet. Doch zu früh freuen sollte man sich nicht, denn bei unserem Test wurde die größte Blendenöffnung von F1,4 nur genau bei 24mm Brennweite erreicht. Selbst wer nur einen Tick zoomt, liegt sofort bei F1,5. Ab 31mm (KB) liegt die größte Blendenöffnung außerdem schon bei F2,8. In der Praxis sollte man daher keine Wunder bei der Lichtstärke erwarten, ähnliche Kameras schneiden aber nicht viel besser ab. Das Fokussieren war im Test schnell möglich, zu den besten Modellen konnte die LX15 aus unserer Sicht aber nicht ganz aufschließen. Bei den im Handel erhältlichen Modellen kann dies jedoch durchaus anders sein.

Videos speichert die Digitalkamera in 4K-Auflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde:

Am Objektiv sind unter anderem zwei Einstellringe (z. B. für den Fokus und die Blende) zu finden:

Das Gehäuse der LX15 besteht unter anderem aus Metall, auf der Vorderseite liegt eine kleine Griffwölbung. Diese ist – wie schon bei der Panasonic Lumix DMC-TZ101 – aber glatt und sorgt daher für wenig Halt. Hier hätten wir uns eine andere Lösung gewünscht. Ansonsten macht die Kompaktkamera aber einen guten Eindruck. Viele Tasten und Wählräder erlauben den direkten Zugriff auf viele Parameter, die manuelle Belichtung kann komfortabel erfolgen. Dies ist nur bei recht wenigen Kompaktkameras der Fall.

Das Display mit guter Wiedergabequalität kann man für Selbstporträts um 180 Grad nach oben schwenken, über den schnell und präzise reagierenden Touchscreen lassen sich – wie üblich bei Panasonic – diverse Eingaben vornehmen. Dass Panasonic bei der Lumix DMC-LX15 auf einen elektronischen Sucher verzichtet, mag im Vergleich zu den Konkurrenzmodellen aus dem Hause Sony etwas „schwach“ erscheinen, bei einer Kompaktkamera ist dies jedoch nicht wirklich negativ zu sehen.

Die Panasonic Lumix DMC-FZ2000 gehört zur Klasse der Bridgekameras:

Sie besitzt ein Kunststoffgehäuse und liegt durch ihren größeren Handgriff sehr gut in der Hand:

Ebenfalls zur Photokina 2016 wurde die Panasonic Lumix DMC-FZ2000 vorgestellt. Diese basiert auf der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 (Testbericht) und fällt in vielen Punkten ähnlich aus. Im Vorteil ist die FZ2000 – zumindest beim Vergleich der technischen Daten – allerdings bei dem Objektiv, dem Display sowie dem Sucher und den Videofunktionen. Das Leica DC Vario-Elmarit deckt statt 25 bis 400mm nun 24 bis 480mm KB-Brennweite ab, mit F4,5 (statt F4) muss man am Teleende allerdings eine etwas kleinere Blendenöffnung in Kauf nehmen. Das Objektiv der FZ2000 fährt nach dem Kamerastart weit aus dem Gehäuse heraus, verändert seine Größe dann aber nicht. Dies kann in Situationen von Vorteil sein, in denen sich die Größe der Kamera während des Zoomvorgangs nicht mehr ändern sollte. Der Nachteil dieser Konstruktion ist allerdings, dass der herausgefahrene Objektivtubus zu jeder Zeit weit aus der Kamera heraussteht.

Das 3,0 Zoll messende LCD auf der Rückseite besitzt eine Touchoberfläche:

Am Objektiv liegen drei Fn-Tasten und ein Schalter für den ND-Filter:

Beim Kameragehäuse scheint Panasonic auf Kunststoff zu setzen, ein Wetterschutz fehlt leider. Dagegen hat die Bridgekamera jede Menge Tasten und Wählräder zu bieten, in der Hand liegt sie dank ihres ergonomisch geformten und gummierten Griffs sehr gut. Das dreh- und schwenkbare Display und der Sucher sind hoch aufgelöst und gut einzusehen, als Neuerung verfügt die FZ2000 – im Gegensatz zur FZ1000 – über einen Touchscreen. Videos speichert die Kamera nicht nur mit den PAL-, sondern auch den NTSC-Bildraten. Der variable ND-Filter ist für Videoproduktionen sehr interessant.

Das dritte neue Modell ist die Panasonic Lumix DMC-G81. Da wir zu dieser allerdings bereits einen ausführlichen Hands-On-Test verfasst haben, verweisen wir an dieser Stelle darauf.

Auch bei Panasonic wird man durch Vorträge über verschiedene Themen informiert:

Viele Kameras und Objektive lassen sich testen:

Für verschiedene Motive ist gesorgt:

Wie bei den meisten Ständen der größeren Hersteller lassen sich auch am Panasonic-Stand Shows und Vorträge ansehen, außerdem können Kameras oder Micro-Four-Thirds-Objektive ausprobiert werden. Experten von Panasonic beantworten aufkommende Fragen. Wer seine Kamera einer Reinigung unterziehen möchte, kann diese bei Panasonic-Modellen kostenfrei ausführen lassen. Informationen zur 4K-Foto- und Videoaufnahme sowie Bildergalerien von Lumix-Fotografen runden den Stand ab.

Bei Fragen helfen Experten weiter:

Bildergalerien dürfen natürlich nicht fehlen:

Weitere Eindrücke vom Panasonic-Stand:

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