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Preview: Hands-On-Test der Panasonic Lumix DMC-G81

Unser erster Praxistest der abgedichteten MFT-Kamera mit elektr. Sucher und Bildstabilisator

Mit der Lumix DMC-G81 stellt Panasonic das große Schwestermodell der 2015 eingeführten Lumix DMC-G70 vor. Die G81 stellt eine verbesserte Version der G70 dar und schließt teilweise sogar zum bisherigen Spitzenmodell Panasonic Lumix DMC-GH4 auf. Wir konnten die Kamera bereits unter die Lupe nehmen. Gut zu wissen: Da es sich bei unserem Testgerät um ein Vorserienmodell handelte, welches noch nicht das finale Design besaß, werden die im Handel erhältlichen Modelle in ein paar Punkten von unserer getesteten Kamera abweichen.

Die Panasonic Lumix DMC-G81 ist oberhalb der Panasonic Lumix DMC-G70 (Testbericht) einzuordnen. Sie übernimmt viele Funktionen der G70, einige neue Features sind allerdings hinzugekommen. Darauf werden wir im Laufe dieses Hands-On-Tests eingehen. Optisch hat sich das Kameragehäuse nur wenig verändert. Es ist grundsätzlich im Look der G70 gehalten und besitzt somit einen großen Sucherbuckel sowie ein Design mit vielen Rundungen.

Die Panasonic Lumix DMC-G81 (links) und Lumix DMC-G70 (rechts) im direkten Vergleich:

Auf den ersten Blick nicht zu sehen, aber doch zu spüren sind die Verbesserungen beim Kameragehäuse. Während die G70 aus Kunststoff besteht und daher durchaus etwas "einfacher" gebaut wirkt, ist das Gehäuse der G81 spürbar solider verarbeitet. Unter anderem wurde die gesamte Vorderseite aus Magnesium gefertigt, für einen Teil der Rückseite und der Seitenflächen gilt dies ebenso.

Neben dem besseren Material hat das Gehäuse der G81 zudem noch in einem anderen Punkt mehr zu bieten. Es ist abgedichtet und daher gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Beide Features – also der Einsatz von Magnesium und die Abdichtungen – sind für ein Gehäuse der Mittelklasse keineswegs üblich, sondern fast ein Alleinstellungsmerkmal. Damit kann die Panasonic Lumix DMC-G81 fraglos punkten.

Auf der rechten Oberseite befinden sich unter anderem zwei Einstellräder und drei Tasten:

Der Aufnahmemodus (Einzelbild, Serienbild, ...) wird per Rad auf der linken Oberseite angepasst:

Ein großer Handgriff und gummierte Oberflächen lassen die G81 solide in der Hand liegen:

Das Handling der Panasonic Lumix DMC-G81 unterscheidet sich von dem der G70 praktisch nicht – wir konnten zumindest keine signifikanten Unterschiede feststellen. Der Handgriff und die rutschhemmenden Gummierungen lassen die G81 sehr sicher und auch komfortabel in der Hand liegen. Das Gewicht der Kamera ist angenehm leicht. Da sich auch bei den Tasten fast nichts verändert hat, lässt sich die G81 zudem sehr gut bedienen. Die vielen frei belegbaren Bedienelemente und die Einstellräder machen selbst die manuelle Fotografie sehr komfortabel.

Zur Bildkontrolle stehen ein dreh- und schwenkbares LCD sowie ein Sucher zur Verfügung:

Die Bildkontrolle kann – wie von der G70 gewohnt – über einen Sucher oder ein LCD erfolgen. Der Sucher liefert mit einer 0,74-fachen Vergrößerung aber ein etwas größeres Sucherbild als der Sucher der G70 (0,70-fach). Da die Auflösung mit 2,36 Millionen Subpixel allerdings gleich geblieben ist, haben wir bei unserem Test kaum einen Unterschied erkennen können. Das 3,0 Zoll große Display kann man wie bekannt drehen und auch schwenken, per Touch ist das Bedienen der spiegellosen Systemkamera möglich. Sowohl das LCD als auch der Sucher überzeugen daher sehr.

Der Steckplatz für die SD-Speicherkarte ist bei der Systemkamera auf der rechten Seite zu finden:

Die Schnittstellen wurden alle auf der linken Seite platziert:

Eine Änderung gibt es bei den Schnittstellen. Da der Speicherkartenslot von der Unterseite auf die rechte Seite gewandert ist und deshalb einfacher erreicht werden kann, hat Panasonic alle Schnittstellen in einem Fach auf der linken Kameraseite zusammengefasst. Hier liegen der 3,5mm-Klinkeneingang, der 2,5mm-Fernbedienungsanschluss sowie der Micro-USB- und der Micro-HDMI-Port. Der Grund für den Wechsel des Speicherkartenschachtes auf die rechte Seite wird recht schnell klar, wenn man auf das Zubehör der G81 schaut. Hier wird unter anderem ein Batteriegriff aufgeführt. Dieser ergänzt die Kamera etwa um zusätzliche Schnittstellen und einen Hochformatgriff.

Bei Videos ist man nicht mehr auf die PAL-Bildraten beschränkt:

Auch in puncto Video gibt es Neuerungen zu berichten. Die Panasonic Lumix DMC-G81 kann als erste Kamera unterhalb der Modelle der GH-Serie Videos nicht nur mit PAL-Bildraten, sondern auch mit NTSC-Bildraten aufnehmen. Dies bedeutet, dass die G81 neben 24, 25 und 50 Vollbildern pro Sekunde nun auch 30 und 60 Bilder pro Sekunde aufzeichnet.

Diese Einschränkung haben wir bei den bisherigen Modellen nie verstanden, hier wurde per Software einfach ein Feature beschnitten. Dass man nun endlich auch NTSC-Bildraten einstellen kann, dürfte viele Videofilmer erfreuen. Videos mit 30 Bildern pro Sekunde wirken zum Teil deutlich flüssiger als Aufnahmen mit 25 Bildern pro Sekunde.

Der Bildsensor im MFT-Format ist beweglich gelagert und besitzt keinen Tiefpassfilter:

Der Bildsensor der G81 stammt von der Panasonic Lumix DMC-GX80 (Testbericht) . Er misst wie bei allen Micro-Four-Thirds-Kameras 17,3 x 13,0mm. Die Auflösung liegt bei 15,9 Megapixel, ein Tiefpassfilter ist nicht vorhanden. Die ISO-Wahl kann zwischen 100 und 25.600 vorgenommen werden. Belastbare Bilder konnten wir mit der Systemkamera noch nicht aufnehmen, der Vorserienstatus ließ keine finale Bewertung zu. Da die GX80 wie erwähnt den identischen Bildwandler besitzt, wird die Bildqualität mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit allerdings recht ähnlich oder sogar identisch ausfallen. Daher sind eine Detailwiedergabe und ein Bildrauschen auf gutem Micro-Four-Thirds-Niveau zu erwarten.

Ebenso von der GX80 bekannt – zumindest teilweise – ist der im Kameragehäuse integrierte Bildstabilisator. Die Verwacklungskompensation kann in bis zu fünf Achsen erfolgen, durch verbesserte Algorithmen soll die Kamera zusammen mit den Objektiveigenen Stabilisatoren aber eine noch bessere Stabilisierungsleistung erzielen. In unserem Praxistest leistete der integrierte Bildstabilisator zusammen mit dem Objektivbildstabilisator des Lumix G Vario 12-60mm eine überzeugende Arbeit. Objektive ohne eigenen Bildstabilisator ließen sich des Weiteren mit deutlich längeren Belichtungszeiten verwenden. In diesem Punkt ist die Panasonic Lumix DMC-G81 der G70 zweifellos deutlich überlegen.

Neben dem integrierten Blitzgerät ist auch ein Blitzschuh vorhanden:

Beim Autofokus greift Panasonic auf Bekanntes zurück. Die Kontrastmessung und die DFD-Technologie ermöglichen eine sehr schnelle Scharfstellung. Das Angebot an Fokusmessfeldern ist mit 49 ebenso nichts Neues. Von daher darf diesbezüglich keine Verbesserung im Vergleich zur G70 erwartet werden. Diese war allerdings auch nicht nötig, die Fokussierungszeiten der G70 gehören zu den schnellsten auf dem Markt. Die G81 präsentierte sich in unserem kurzen Test ebenso sehr flott.

Eine sinnvolle Verbesserung hat dagegen der mechanische Verschluss erfahren. Dessen neue Konstruktion hat Panasonic mit der GX80 eingeführt. Ein magnetischer Antrieb erlaubt einen besonders leisen und verwacklungsarm arbeitenden Verschluss. Dies reduziert Verwacklungen, mit der Kamera lässt sich zudem noch unauffälliger arbeiten. Des Weiteren besitzt natürlich auch die G81 einen zusätzlichen elektronischen Verschluss. Wie üblich bei Panasonic, können damit Verschlusszeiten von bis zu 1/16.000 Sekunde realisiert werden.

Die Serienbildfunktion der Kamera wurde mit neun Bildern pro Sekunde gegenüber der G70 (acht Bilder/Sekunde) nur marginal verbessert, bei Aufnahmen im RAW-Format bleibt die höchste Geschwindigkeit aber wesentlich länger aufrechterhalten. Die von Panasonic genannten 40 Bilder erschienen uns im Test als sehr gut möglich.

Abdichtungen gegen Staub und Spritzwasser erlauben den Einsatz bei vielen Wetterbedingungen:

Unser Fazit:
Panasonic ergänzt die bereits sehr gute G70 um ein paar sinnvolle Funktionen und hat mit der Panasonic Lumix DMC-G81 eine nochmals besser ausgestattete Kamera geschaffen. Das Gesamtpaket ist für ein Modell der Mittelklasse, das auch mit dem Kitobjektiv Lumix G 12-60mm F3,5-5,6 für unter 1.000 Euro erworben werden kann, ausgesprochen attraktiv. Im Vergleich zur G70 sind vor allem der integrierte Bildstabilisator, das Magnesiumgehäuse mit Abdichtungen sowie die Videofunktion mit 30 Vollbildern pro Sekunde zu nennen. Selbst mit dem langjährigen Spitzenmodell GH4 kann die G81 in vielen Punkten mithalten.

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Kommentare

Hallo liebes dkamera Team! Vielen ...

Hallo liebes dkamera Team!
Vielen Dank für das Preview der Panasonic Lumix DMC-G81! Sehr Interessante Kamera in der Tat!
Ob dieses Zitat: "Das Gesamtpaket ist für ein Modell der Mittelklasse, das auch mit dem Kitobjektiv Lumix G 12-60mm F3,5-5,6 für unter 1.000 Euro erworben werden kann,…" sich in jüngster Zeit bewahrheitet, bezweifle ich stark. Allerdings: Schön wärs!
Viele Grüße
Stefan K.

Hallo liebes dkamera Team, zu ...

Hallo liebes dkamera Team,
zu meinem vorigen Kommentar: Ja Sie haben Recht! Ea gibt die LumixG81 schon für unter 1000€ mit 12-60 mm Optik! Me aculpa! Aber um so besser!
Grüsse aus Hamburg!
Stefan K.

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