Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und DMC-G6 im Vergleich (Teil 3)

Teil 3 von 3: Bridgekamera vs. spiegellose Systemkamera mit 14-140mm-Objektiv


Im Bild sehen Sie links die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Panasonic Lumix DMC-G6.

Nachdem wir im zweiten Teil unseres Vergleichstests zwischen der Bridgekamera Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und der spiegellosen Systemkamera Panasonic Lumix DMC-G6 auf die Objektive, die Objektivauswahl, die Geschwindigkeit und die Bildkontrolle eingegangen sind, gehen wir in diesem Teil auf die Funktionen sowie Features, die Videoaufnahme und die Erweiterbarkeit ein.

Funktionen und Features:
Die Ausstattung an Funktionen und Features ist vor allem für diejenigen wichtig, die nicht nur die Vollautomatik verwenden wollen. Auf einem sehr guten Niveau bewegen sich dabei die hier verglichenen Digitalkameras. Auf der Seite der Fotoprogramme gibt es jeweils die PSAM-Modi und vier frei konfigurierbare Custom-Programme. Ebenso vorhanden sind ein Panoramamodus, 23 (G6) bzw. 24 (FZ1000) Motivprogramme sowie 19 (G6) bzw. 22 (FZ1000) Fotofilter.

Das Programmwählrad und die rechte Oberseite der FZ1000:

Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Das Programmwählrad und die rechte Oberseite der G6:

Panasonic Lumix DMC-G6.

Der Autofokus arbeitet jeweils mit der Kontrastmessung, bei der FZ1000 kommt allerdings auch noch die „Depth From Defocus“-Technologie zum Einsatz. Dadurch soll noch schneller scharfgestellt werden können (Lesen sie hierzu unseren Geschwindigkeitsteil). 23 AF-Messfelder hat die Systemkamera G6 zu bieten, 49 Messfelder die Bridgekamera FZ1000. Bei der G6 lassen sich dabei neben einem Messfeld alle Messfelder sowie nur ein Punkt-AF für sehr kleine Motive verwenden. Dies erlaubt auch die FZ1000, hier kann man den AF jedoch noch weiter konfigurieren. So lassen sich verschiedene AF-Felder als eigenes „Fokusfeld-Muster“ zusammen abspeichern. Das manuelle Fokussieren wird von beiden Kameras angeboten, hier kann man ein konfigurierbares Fokuspeaking und eine Displaylupe zuschalten.

Bei der Belichtung bietet die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 (Testbericht) Verschlusszeiten von 60 Sekunden bis zu einer 1/4.000 Sekunde mit dem mechanischen Verschluss an. Dazu ergänzend lässt sich zudem der elektronische Verschluss mit bis zu 1/16.000 Sekunde verwenden. Diesen bietet die G6 nicht und erlaubt daher „nur“ 60 Sekunden bis zu 1/4.000 Sekunde. Für noch längere Belichtungszeiten steht jeweils ein Bulbmodus zur Verfügung.

Die gute Ausstattung unserer beiden Vergleichskameras wird durch eine Zeitrafferaufnahme sowie Stop-Motion-Animationsaufnahme abgerundet. Mit ersterer Funktion wird die automatische Aufnahme von Bildern in bestimmten Abständen und für einen bestimmten Zeitraum ermöglicht. Mit der Zweiten lassen sich Animationsfilme besonders einfach erstellen. Bei der FZ1000 lassen sich aus den Einzelbildern dabei ohne weitere Hilfsmittel sogar fertige Videos erstellen.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 nimmt Videos auch in 4K/Ultra-HD-Auflösung auf:

Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Videoaufnahme:
Die Videoaufnahme hat Panasonic – im Gegensatz zu anderen Herstellern – schon immer mit einer hohen Priorität behandelt. Daher ist es kein Wunder, dass beide Kameramodelle auch exzellente Videokameras sind. Die FZ1000 kann sich durch die Möglichkeit der 4K/Ultra-HD-Videoaufnahme aber natürlich von der Panasonic Lumix DMC-G6 (Testbericht) absetzen. So lassen sich mit der Bridgekamera 3.840 x 2.160 Pixel mit 25 Vollbildern pro Sekunde festhalten. Dies ermöglicht gestochen scharfe Aufnahmen, die enorm viele Details auflösen. Auch der Export von Standbildern aus den Videos ist dank über acht Megapixel pro Bild kein Problem.

Vergleich der Videobildqualität bei maximaler Auflösung (FZ1000 mit 4K/UHD, G6 mit Full-HD):

Aber auch bei den weiteren Videofeatures trumpft die FZ1000 auf. Beachtlich ist beispielsweise die Möglichkeit High-Speed-Videos mit 100 Vollbildern pro Sekunde bei 1.920 x 1.080 Pixel festhalten zu können. Bei Full-HD sind zudem ebenfalls 50 Vollbilder pro Sekunde möglich, bei HD (1.280 x 720 Pixel) ebenso. Diese beiden Auflösungen bietet auch die G6. Zusätzlich sind jeweils ebenso 25 und 24 Vollbilder pro Sekunde sowie 50 Halbbilder pro Sekunde möglich. Als Dateiformat kann man sich zwischen AVCHD und MP4 entscheiden. Bei Full-HD-Auflösung ist die Bildqualität in etwa gleich und bewegt sich auf einem sehr guten Niveau. 4K/Ultra-HD unterstützt wie erwähnt nur die FZ1000, die Bildqualität ist hier nochmals deutlich besser. Aber auch mit Full-HD-Auflösung lässt sich bei beiden Kameras sehr gutes Material aufnehmen.

Außerdem überzeugend: Die Autofokussysteme stellen auch im Videomodus flott und treffsicher scharf, belichten lässt sich halb automatisch sowie manuell und ein Klinkeneingang für ein externes Mikrofon ist vorhanden. Der Tonpegel lässt sich zudem auf dem Display anzeigen und im Menü kann man ihn individuell anpassen. Bei der FZ1000 zwischen -12 und +6dB, bei der G6 in 19 Stufen. Wünsche bleiben somit quasi nicht offen.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 (Testbericht).

Zu den Beispielaufnahmen der Kameras:

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Erweitern kann man vor allem Systemkameras in der Regel gut. Da es sich bei der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 aber um eine Bridgekamera der Oberklasse handelt, ist dies auch hier kein Problem. Beide in diesem Test unter die Lupe genommenen Digitalkameras haben bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen einiges zu bieten. Jeweils vorhanden sind nicht nur die üblichen USB- und HDMI-Ports, sondern auch ein Eingang für eine Kabelfernbedienung und ein Mikrofon. Somit werden alle im Amateurbereich üblichen Schnittstellen angeboten. Ebenso bieten die Modelle neben einem integrierten Blitz auch einen Blitzschuh für externe Systemblitze.

Die Schnittstellen der Panasonic Lumix DMC-FZ1000:

Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Die Schnittstellen der Panasonic Lumix DMC-G6:

Panasonic Lumix DMC-G6.

Zusätzlich zu den Kabelschnittstellen erlauben unsere Vergleichsmodelle außerdem die WLAN-Übertragung. Damit lassen sich die Aufnahmen zu einem Smartphone oder Tablet-PC senden. Des Weiteren ist auch das kabellose Steuern per App („Panasonic Image App“) möglich. Ein NFC-Chip erleichtert die Verbindungsaufnahme.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Unentschieden. Beide Digitalkameras liegen auf einem hohen Niveau gleich auf.

Unser Fazit:
Brauche ich eine Systemkamera oder reicht doch eine Bridgekamera? Diese Frage lässt sich seit der Vorstellung der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 oder auch der Sony Cyber-shot DSC-RX10 (Testbericht) deutlich schwerer beantworten. In unserem Vergleich hat sich gezeigt, dass die FZ1000 in fast allen Punkten auf einem Niveau mit der Panasonic Lumix DMC-G6 (Testbericht) liegt, in manchen kann sie sogar vorbeiziehen.

Dies gilt in erster Linie für die sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit mit bis zu zwölf Bildern pro Sekunde und den rasanten Autofokus. Hier würden allerdings auch fast alle anderen Systemkameras den kürzeren ziehen. Auch die G6 kann bei der Arbeitsgeschwindigkeit überzeugen, es gibt fast nichts zu kritisieren.

Beide Kameras sind hervorragend ausgestattet aber trotzdem noch relativ kompakt:

Im Bild sehen Sie links die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Panasonic Lumix DMC-G6.

Das zweite herausragende Merkmal der FZ1000 ist die Videoaufnahme. Mit 4K/Ultra-HD-Auflösung ist man selbst in fünf oder noch mehr Jahren „up to date“. Die Bildqualität dieser Videos ist schlicht sensationell. Bei Full-HD liegen beide Kameras dann fast gleich auf. Sie überzeugen zudem mit einer sehr guten Bildqualität, vielen Einstellungsmöglichkeiten und einem Mikrofoneingang. Auf etwa gleichem Niveau bewegen sich unsere Vergleichskameras zudem bei der Bildkontrolle. Bei der FZ1000 gefällt uns der elektronische Sucher besser, bei der G6 dank eines Touchscreens das Display. Bedienen kann man beide Modelle gut, verarbeitet sind sie ordentlich.

Unser Testsieger:

Dass die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 (Testbericht) etwas größer ausfällt, wird durch das tolle Objektiv und das etwas bessere Handling gerechtfertigt. Nur wer auch Brennweiten außerhalb des Bereichs der FZ1000 von 25 bis 400mm (KB-äquivalent) nutzen möchte, oder auf lichtstarke Festbrennweiten nicht verzichten will, ist mit einer Systemkamera der Mittelklasse wirklich besser bedient. In allen anderen Punkten muss sich die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 nicht verstecken. Ihre Ausstattung ist exzellent, ihre Leistung toll.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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Kommentare

Vielen Dank für diesen (gewohnt) ...

Vielen Dank für diesen (gewohnt) hervorragenden Testbericht, der mir meine letzten Zweifel an meiner Kaufentscheidung nimmt. Wäre es zu gewagt gewesen, die GH4 einzubeziehen.

Schade vielleicht, dass der Test wenige Wochen zu früh kommt, da im Sommer die G70 die Nachfolge der G6 antritt. Aber es gilt immer, dass der Feind des Guten das Bessere ist und dass nichts so wenig von Dauer ist wie "das Beste" und "das Neueste".

Ob es angesichts der G70 die in Foren diskutierten Mark2 der RX10 und der FZ1000 gibt.

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