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Panasonic Lumix DMC-FZ1000 vs. Lumix DMC-FZ2000 (Teil 2)

Teil 2 von 3: Highend-Kameras der Bridgeklasse mit 4K-Videofunktionen

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Lumix DMC-FZ2000.

Nachdem wir im ersten Teil des Vergleichstests der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und der Panasonic Lumix DMC-FZ2000 unter anderem die Abmessungen und die Bildqualität verglichen haben, werden wir in diesem zweiten Teil einen Blick auf die Objektive, die Arbeitsgeschwindigkeit, die Bildkontrolle und die Funktionen sowie Features werfen.

Objektive:
Bei Bridgekameras stehen die Objektive besonders im Vordergrund und stellen gegenüber den Kompaktkameras eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale dar. Beide Kameras setzen auf eine „Leica“-Optik, es handelt sich jeweils um Vario-Elmarit-Modelle. Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 verfügt über ein 16-fach-Zoom, die FZ2000 über ein 20-fach-Zoom. Auf die Brennweitenbereiche hat dies folgende Auswirkungen: Das Objektiv der FZ1000 reicht von 25 bis 400mm, das Objektiv der FZ2000 von 24 bis 480mm (jeweils KB-äquivalent). Sowohl im Weitwinkel als auch in der Telestellung hat die neuere Bridgekamera somit etwas mehr zu bieten. Dies macht variablere Aufnahmen möglich. Auch mit der FZ1000 ist man in der Praxis aber sehr gut ausgestattet.

Die Objektive beider Kameramodelle decken große Brennweitenbereiche ab:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Lumix DMC-FZ2000.

Die Lichtstärke musste Panasonic bei der FZ2000 wegen des größeren Brennweitenbereichs am Teleende etwas reduzieren. Statt F4 bei der FZ1000 steht nur noch F4,5 zur Verfügung. Am Weitwinkelende kann man dagegen jeweils F2,8 nutzen. Der Blick auf die genaueren Blendenwerte verrät des Weiteren, dass die Optik der FZ2000 bei allen Brennweiten – außer dem Weitwinkelbereich – einen Tick lichtschwächer ausfällt.

Der Unterschied liegt allerdings unter einer Drittelblende und ist somit quasi nicht relevant. Gut zu wissen: F4,5 erreicht die FZ2000 ab rund 250mm, bei der FZ1000 kann man maximal F4 ab rund 170mm verwenden. Beide Objektive gehören insgesamt gesehen zu den lichtstärkeren Modellen, besonders lichtstark fallen sie aber auch nicht aus.

Bei der Abbildungsleistung schneidet die FZ1000 deutlich besser ab. Während sie bei allen Brennweiten schon bei Offenblende recht scharfe Bildergebnisse erlaubt, enttäuscht die FZ2000 im Weitwinkel bei Offenblende mit einer dürftigen Bildschärfe. Auch bei längeren Brennweiten kann uns die FZ2000 bei der größten Blendenöffnung nicht so sehr wie die FZ1000 überzeugen. Abblenden hilft allerdings weiter, schon bei einer Blendenstufe steigt die Bildschärfe sichtbar an. Insgesamt gesehen kann die FZ2000 beim Objektiv – trotz des größeren Brennweitenbereichs – nicht an die FZ1000 heranreichen.

Unser Sieger bei den Objektiven: Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Zur Bildkontrolle können die elektronischen Sucher oder Displays verwendet werden:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Lumix DMC-FZ2000.

Bildkontrolle:
Hochwertigere Kameramodelle verfügen im Regelfall sowohl über ein Display als auch einen Sucher. Auch unsere beiden Vergleichsmodelle sind damit ausgestattet. Die elektronischen OLED-Sucher liegen jeweils in der optischen Achse, durch 2,36 Millionen Subpixel fallen keine störenden Pixelraster auf. Vollkommen identisch sind beide Sucher aber trotzdem nicht: Der Sucher der FZ2000 vergrößert 0,74-fach, der Sucher der FZ1000 „nur“ 0,70-fach. Die FZ2000 hat daher noch ein etwas größeres Sucherbild zu bieten. Da auch der Sucher der FZ1000 vergleichsweise groß ausfällt, ist der Unterschied in der Praxis allerdings weniger relevant.

Die Displays sind jeweils dreh- und schwenkbar gelagert, dies macht die Bildkontrolle nicht nur einfach, sondern auch komfortabel. Bei Selbstporträts ist es dem Fotografen möglich, auf das LCD zu blicken oder bei Videoaufnahmen den Bildausschnitt zu kontrollieren. Die Auflösung beider LCD-Panels im 3:2-Format liegt bei rund einer Million Subpixel (FZ1000 0,92 Millionen, FZ2000 1,04 Millionen Subpixel), das ist für eine sehr gute Wiedergabequalität ausreichend. Nur bei der Lumix DMC-FZ2000 kann man Eingaben per Touch vornehmen.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Panasonic Lumix DMC-FZ2000.

Die Lumix DMC-FZ2000 lässt sich per Touch bedienen:

Panasonic Lumix DMC-FZ2000.

Geschwindigkeit:
Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 war bei ihrer Vorstellung eines der schnellsten Kameramodelle auf dem Markt, mit bis zu zwölf Bildern pro Sekunde waren damals nur wenige Kameras noch schneller. Die FZ2000 arbeitet einen Tick langsamer, hat dafür aber einen größeren Pufferspeicher zu bieten. Diese Tatsache ist in der Praxis wichtiger als die leicht höhere Serienbildrate der FZ1000. Aber nun zu den genauen Werten: Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 erreicht bei JPEG-Aufnahmen 12,0 Bilder pro Sekunde für 53 Aufnahmen in Serie. Die FZ2000 schafft laut unserer Messung 11,3 Bilder pro Sekunde für 100 Bilder in Serie und macht damit etwa doppelt so lange Aufnahmeserien möglich. Noch größer ist der Vorteil der FZ2000 bei RAW-Bildern. Während die FZ1000 hier 11,0 Aufnahmen pro Sekunde für 13 Fotos in Serie schafft, sind es beim Schwestermodell 10,3 Bilder pro Sekunde für 34 Bilder in Folge. Sehr ähnlich schneiden beide Kameras bei der JPEG+RAW-Aufnahme ab. Die FZ1000 kommt auf 10,3 Bilder pro Sekunde für 12 Bilder in Serie, die FZ2000 auf 10,7 Bilder pro Sekunde für 32 Aufnahmen in Folge.

Hinsichtlich der automatischen Fokussierung haben wir im Weitwinkel Zeiten von 0,07 Sekunden (FZ1000) und 0,09 Sekunden (FZ2000) ermittelt. Beide Werte sind beeindruckend und machen die Kameras absolut Schnappschuss-tauglich. Am Teleende stellen sie etwas langsamer scharf, bleiben aber weiterhin Schnappschuss-tauglich.

Bei der Einschaltzeit kann sich die FZ1000 mit 0,98 Sekunden deutlich von der FZ2000 absetzen, diese benötigt bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft 1,70 Sekunden. Das dürfte unter anderem am Objektiv liegen, welches beim Kamerastart sehr weit aus dem Gehäuse herausfährt. Auf das erste Bild nach dem Drücken des Auslösers wartet man bei der FZ1000 genau 1,01 Sekunden. Die FZ2000 ist mit 1,35 Sekunden etwas langsamer.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Panasonic Lumix DMC-FZ2000.

Die Kameragehäuse werden jeweils aus Kunststoff gefertigt und sind nicht abgedichtet:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Lumix DMC-FZ2000.

Funktionen und Features:
Mit besonderen Features können heutzutage nahezu alle höherwertigen Kameras aufwarten. Die neuen Modelle von Panasonic setzen sich von der Konkurrenz unter anderem mit der 4K-Fotofunktion (bei der FZ1000 durch das Firmware-Update 2.0 nachrüstbar) ab. Diese erlaubt das Speichern von 30 Bildern pro Sekunde mit rund acht Megapixel. Die FZ1000 ist allerdings auf 29 Minuten und 59 Sekunden begrenzt, bei der FZ2000 bestimmt nur die freie Kapazität auf der Speicherkarte die maximale Aufnahmelänge.

Die hohe Bildrate lässt sich bei der FZ2000 zudem auch für die Post-Focus-Funktion nutzen. Diese speichert ein Motiv mit verschiedenen Schärfeebenen und erlaubt unter anderem das Erzeugen eines Fotos mit großer Schärfentiefe. Grundsätzlich gilt allerdings für alle 4K-Fotofeatures, dass lediglich JPEG-Bilder gespeichert werden können und auch nur der elektronische Verschluss zur Verfügung steht. Für die Focus-Bracketing-Funktion der FZ2000 gelten diese Einschränkungen dagegen nicht. Intervallaufnahmen unterstützen beide Bridgemodelle, dies gilt auch für die Stop-Motion-Aufnahme.

Die Autofokussysteme arbeiten auf Basis der Kontrastmessung, mit der Depth-from-Defocus-Technologie soll das Scharfstellen darüber hinaus beschleunigt werden. Dass dies gelingt, zeigen die ultrakurzen Fokussierungszeiten. Beim Scharfstellen kann man die Messfeldwahl der Kamera überlassen, selbst ein oder mehrere Messfelder festlegen sowie einen Punkt-AF für besonders kleine Objekte verwenden. Bewegte Motive lassen sich außerdem verfolgen, und die Gesichtserkennung stellt Gesichter automatisch scharf. Makroaufnahmen ermöglichen beide Kameras im Makromodus ab 3cm Abstand von der Frontlinse. Dadurch kommt man sehr nahe an das Motiv heran, das große Objektiv kann aber auch für unerwünschte Abschattungen sorgen. Manuelles Fokussieren ist durch die erwähnten Objektivringe besonders einfach, mit dem zuschaltbaren Peaking und der Displaylupenfunktion stellt man treffsicher scharf.

Die Hauptmenüs der Bridgemodelle sind sehr ähnlich aufgebaut:

Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und  Lumix DMC-FZ2000.

Als Verschluss verwenden beide Kameramodelle standardmäßig einen Zentralverschluss im Objektiv. Dieser erlaubt eine kürzeste Belichtungszeit von jeweils 1/4.000 Sekunde. Die Belichtungszeit ist – wie bei allen Zentralverschlüssen – aber von der Blende und der Brennweite abhängig. Deutlichere Einschränkungen gibt es diesbezüglich von der Lumix DMC-FZ2000 zu berichten, hier ist bei Offenblende nur 1/2.000 Sekunde möglich. Im Weitwinkel muss man für 1/4.000 Sekunde auf F4,5 abblenden, am Teleende gar auf F8. Die FZ1000 erlaubt im Weitwinkel und bei Offenblende 1/4.000 Sekunde, am Teleende ist bei F4 bis zu 1/3.200 Sekunde möglich. 1/4.000 Sekunde steht bei 400mm (KB) ab F5 zur Verfügung.

Unbedingt kritisch muss man diese Einschränkungen allerdings nicht sehen, als Ergänzung zum mechanischen Verschluss hat Panasonic beide Modelle mit einem elektronischen Verschluss ausgestattet. Damit können Fotografen Belichtungszeiten bis zu 1/16.000 Sekunde realisieren. Des Weiteren arbeiten die Kameras damit quasi geräuschlos. Als Nachteil der elektronischen Verschlussmechanismen muss unter anderem die erhöhte Gefahr des Rolling-Shutter-Effekts genannt werden. Außerdem können bei Kunstlicht Artefakte zum Vorschein kommen.

Bei der FZ2000 kann die Belichtung zusätzlich durch einen variablen ND-Filter geregelt werden. Dieser hat drei Stellungen zum Reduzieren des einfallenden Lichts auf 1/4, 1/16 oder 1/64 zu bieten, eine Automatik ist ebenso vorhanden. Natürlich ist der Filter auch vollständig zu deaktivieren.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Panasonic Lumix DMC-FZ2000.

Im dritten Teil unseres Vergleichstests der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und FZ2000 gehen wir auf die Videoaufnahme sowie die Erweiterbarkeit ein und ziehen ein Fazit.

Links zum Artikel:

 
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Kommentare

Wo ist denn der dritte ...

Wo ist denn der dritte Teil des Vergleichs (Videofunktion und Fazit). Finde den nicht.

Hallo. Teil 1 ist am ...

Hallo. Teil 1 ist am 02.01.2017 erschienen. Teil 2 ist am 07.01.2017 erschienen. Der dritte Teil ist noch in Arbeit und wird in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Ich habe bei früheren Bewertungen ...

Ich habe bei früheren Bewertungen von einem andauerndem Betriebsgeräusch bei der FZ1000 gelesen. Wurde das in der Zwischenzeit gelöst? Gibt es das auch bei der FZ2000?

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