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Preview: Hands-On der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV

1,0" Exmor RS-Sensor, elektr. Sucher, 4K-Video mit 30 Vollbildern/Sek., 1.000 FPS Video, WLAN

Die RX100-Serie von Sony sorgte mit der Vorstellung der Sony Cyber-shot DSC-RX100 (Testbericht) im Jahr 2012 für eine Revolution im Kompaktkameramarkt. Während die kompakten Kameras zu dieser Zeit mit Sensoren in Größen von 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll ausgestattet waren, fanden sich größere Bildwandler fast nur in Systemkameras. Eine wirklich für die Hosentasche taugliche Kamera mit größerem Sensor und Zoomobjektiv gab es zu dieser Zeit nicht. Die RX100-Serie wurde von Sony in den folgenden Jahren kontinuierlich erweitert, wobei sich das 2015er-Modell Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV nennt. Die RX100 IV bietet einen neuen Bildsensor (1,0" Exmor RS) und will vor allem mit einer in vielen Situationen – teilweise drastisch – gesteigerten Geschwindigkeit glänzen. Wir konnten das neue Kompakt-Flaggschiff von Sony unter die Lupe nehmen.

Optisch unterscheidet sich die RX100 IV nicht vom Vorgängermodell:

Beispielaufnahmen wurden uns wegen des Vorserienstatus der Kamera leider noch nicht erlaubt. Eine genaue Betrachtung der Bildqualität ist daher nicht möglich. Diese müssen wir uns für unseren Testbericht aufheben. Alle technischen Daten der RX100 IV finden Sie in unserem News-Artikel.

Das Kameragehäuse der RX100 IV ist daher genauso groß wie das Gehäuse der RX100 III:

Sony macht bei der Cyber-shot DSC-RX100 IV einiges neu, zumindest von außen lässt sich dies allerdings nicht erkennen. Hier ist das neue Flaggschiff nur durch den Schriftzug vom Vorgängermodell Sony Cyber-shot DSC-RX100 III (Testbericht) zu unterscheiden. Das Gehäuse fällt mit 10,2 x 5,8 x 4,1cm identisch aus, das Gewicht ist allerdings etwa 12g höher.

Beim Handling hat sich durch das gleich gebliebene Gehäuse im Vergleich zur RX100 III also nichts verändert. Wie gehabt macht das Kameragehäuse durch den Einsatz von Magnesium einen sehr hochwertigen Eindruck, die glatten Oberflächen lassen es aber nicht optimal in der Hand liegen. Daher muss man sich mit Zubehör, wie zum Beispiel dem aufklebbaren Handgriff AG-R1 (Zubehörtest), behelfen. 

Sucher und Blitz wurden wieder integriert und werden per Knopfdruck ausgeklappt:

Dieser passt natürlich auch bei der vierten Version der RX100-Serie und wird von uns dringend empfohlen. Wie gewohnt fallen auch die Bedienelemente recht klein aus, viele Parameter lassen sich allerdings schnell verändern. Mit dem Einstellring am Objektiv werden – wie schon bei der RX100 III – unter anderem die Blende oder die Belichtungszeit angepasst. Es gibt zudem wieder eine frei belegbare C-Taste und ein Fn-Menü für weitere wichtige Optionen. Beim Objektiv (24-70mm KB; Blende F1,8-2,8) handelt es sich um das Zeiss Vario-Sonnar-T*-Modell der RX100 III. Da Beispielaufnahmen wie erwähnt nicht möglich waren und die Abbildungsleistung wie bei der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III ausfallen sollte, gehen wir darauf nicht näher ein.

Das 3,0 Zoll-LCD lässt sich nach oben und unten schwenken:

Beim Display setzt Sony auf das bei der RX100 III verbaute LCD (Diagonale 3,0 Zoll). Dieses lässt sich um 45 Grad nach unten und für Selbstporträts um 180 Grad nach oben schwenken. 1,23 Millionen Subpixel (darunter ein Viertel zusätzliche weiße Bildpunkte für eine höhere Helligkeit) sorgen für eine sehr gute Detailwiedergabe. Durch den Schwenkmechanismus kann das LCD flexibel eingesetzt werden. Ein Touchscreen ist leider nach wie vor nicht vorhanden. Sony bleibt sich hier treu, was wir allerdings schade finden.

Der elektronische Sucher ist mit 2,36 Millionen Subpixel sehr hoch aufgelöst:

Der Sucher ist weiterhin platzsparend im Gehäuse untergebracht und muss vor dem Verwenden erst ausgefahren sowie nach hinten gezogen werden. Während sich diese Konstruktion im Vergleich zur RX100 III also nicht geändert hat, setzt Sony auf ein höher aufgelöstes Panel. 2,36 Millionen Subpixel löst der Sucher der RX100 IV auf, bei der RX100 III sind es „nur“ 1,44 Millionen Subpixel. Dies erlaubt eine noch etwas feinere Detailzeichnung, wobei davon vor allem die angezeigten Schriften profitieren. Für eine kompakte Digitalkamera ist der Sucher ohne Frage gelungen und ein echter Mehrwert.
Die wichtigsten und größten Neuerungen an der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV lassen sich von außen nicht erkennen, erst im Menü wird man fündig. Die wichtigsten neuen Features der Kompaktkamera sind die auf 16 Bilder pro Sekunde gesteigerte Serienbildfunktion (RX100 III: 10 Bilder pro Sekunde), der elektronische Verschluss und die deutlich verbesserte Videoaufnahme.

4K/Ultra-HD-Videos sind mit 24, 25 oder 30 Vollbildern pro Sekunde möglich:

Besonders Letztere steht bei der Digitalkamera im Fokus. 4K/Ultra-HD-Videos (3.840 x 2.160 Pixel) hält die RX100 IV mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde fest, bis zu fünf Minuten am Stück lässt sich dabei filmen. Danach stoppt die Aufnahme, kann aber sofort wieder gestartet werden, wenn sich die Kamera nicht zu stark erhitzt hat. Dies geschieht bei 4K/Ultra-HD-Videos deutlich schneller als bei Full-HD, weshalb Sony die Beschränkung hier auf fünf Minuten gesetzt hat. Da alle Pixel des Sensors für die 4K/Ultra-HD Videoaufnahme verwendet werden (sogenannter Full Pixel Readout), soll die Qualität der Aufnahmen besonders gut ausfallen. Wer Videos per HDMI aufzeichnen möchte, kann dies in 4:2:2 uncompressed, intern erfolgt die Speicherung in 4:2:0 und mit einer Datenrate von bis zu 100Mbit/s.

Das Highspeed-Menü ("HFR") der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV:

Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV kann Videos aber nicht nur mit einer höheren Auflösung speichern, auch die Bildrate wurde deutlich erhöht. Dies macht sie zumindest anhand der technischen Daten zu einer der besten Kameras für Zeitlupenaufnahmen. Beachtliche 1.000 Bilder pro Sekunde (bei PAL) kann die RX100 IV festhalten, dabei werden 1.136 x 384 Pixel vom Sensor ausgelesen. Die Ausgabe der Videos erfolgt mit einer 40-fachen Zeitlupe mit 25 Vollbildern pro Sekunde oder 20-facher-Zeitlupe mit 50 Vollbildern pro Sekunde.

Bei 500 Bildern pro Sekunde liest die Kamera 1.676 x 566 Pixel aus und bei 250 Bildern pro Sekunde sind es 1.824 x 1.026 Pixel. Zwei Sekunden Videomaterial kann die RX100 IV in dieser Auflösung speichern (= "Quality Priority"-Modus), die Ausgabelänge liegt bei bis zu 80 Sekunden. Zeitlupenclips mit vier Sekunden Aufnahmedauer sind im "Shoot Time Priority"-Modus möglich, hier wird die effektive Auflösung aber etwa halbiert. Um die Aufnahme von Zeitlupen zu vereinfachen, werden zwei Auslöseoptionen angeboten. Der „Start Trigger“ startet die Aufnahme wie üblich durch das Drücken des Auslösers, der „End Trigger“ nimmt durch eine kontinuierliche Speicherung das Video vor dem Drücken des Auslösers auf (bis zu zwei bzw. vier Sekunden ). Damit lässt sich also in die „Vergangenheit filmen“. Eine ähnliche Funktion bietet unter anderem die Panasonic Lumix DMC-G70 (Hands-On).

Bis zu 1.000 Bilder pro Sekunde lassen sich mit der RX100 IV als Zeitlupe festhalten:

Die uns präsentierten Zeitlupen-Aufnahmen der Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV zeigten bei 500 Bildern pro Sekunde eine sehr gute Qualität und sollten sich daher ohne größere Abstriche mit Full-HD-Material mischen lassen. Möglich macht die eben genannten High-Speed-Funktion ein neuer Exmor-RS-Bildwandler (1,0 Zoll; ISO max 25.600), der eine sogenannte Stacked-Sensor-Bauweise bietet und dadurch fünfmal schneller als ein konventioneller Bildwandler ausgelesen werden kann.

Der elektronische Verschluss erlaubt bis zu 1/32.000 Sekunde als Belichtungszeit:

Dies ermöglicht bei der RX100 IV zudem die Integration eines elektronischen Verschlusses mit einer extrem kurzen Belichtungszeit von nur 1/32.000 Sekunde, eine verzerrungsfreien Aufnahme von schnellen Objekten („Anti Distortion Shutter“) sowie Reihenaufnahmen bei voller Auflösung mit bis zu 16 Bildern pro Sekunde. Das Fotografieren mit der Offenblende war mit der RX100 IV im Test selbst bei starkem Sonnenschein problemlos möglich, zudem ist auch noch ein zusätzlicher ND-Filter (drei Blendenstufen) mit an Bord.

Die vierte RX100-Kamera ist das neue kompakte Flaggschiff-Modell von Sony:

Unser Fazit:
Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV ist bei Fotos wie Videos auf maximale Geschwindigkeit getrimmt und hier in den meisten Punkten allen anderen Digitalkameras auf dem Markt überlegen. Dies macht sie – sofern die Bildqualität stimmt, wovon man aber wohl ausgehen kann – ohne Frage zur besten Kombination aus Foto- und Videokamera in Hosen bzw. Hemdtaschengröße auf dem Markt. Der Preis der RX100 IV ist mit 1.150 Euro (UVP) sicherlich ambitioniert, die Liste der Features jedoch auch mit keinem anderen Modell vergleichbar.

Die neue Sony Cyber-shot DSC-RX10 II (links) und die neue RX100 VI im Größenvergleich:

Wer hauptsächlich Bilder aufnehmen möchte, keine Serienaufnahmen mit 16 Bildern pro Sekunde benötigt und auch mit Full-HD-Videos zufrieden ist, ist bei der um mehrere Hundert Euro günstigeren RX100 III allerdings ebenso gut aufgehoben. Einzig beim Sucher hat die vierte RX100 für diesen Personenkreis auf den ersten Blick Vorteile zu bieten.

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