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Preview: Hands-On-Test der Canon EOS 250D

Unser Ersteindruck von der neuen Spiegelreflexkamera mit kleinem Gehäuse und 4K-Video

Die Canon EOS 250D ist die neue Spiegelreflexkamera von Canon mit einem Bildwandler in APS-C-Größe und zugleich das erste spiegellose Modell mit diesen Sensorabmessungen, das mit der 4K-Videoaufnahme aufwarten kann. Daneben setzt sich die DSLR von der Konkurrenz mit einem sehr leichten und kleinen Gehäuse ab. Wir konnten uns die Kamera bereits näher ansehen.

Die EOS 250D ist das dritte von Canon vorgestellte Kameramodell mit besonders kompakten Abmessungen. Die Vorgängermodelle der EOS 250D sind die 2013 angekündigte EOS 100D und die 2017 vorgestellte EOS 200D.

Interessant ist die EOS 250D unter anderem für Fotografen, die eine kleine und leichte Kamera suchen, bei den spiegellosen Systemkameras – aus welchen Gründen auch immer – aber nicht fündig geworden sind. Technisch gleicht die EOS 250D in Teilen der Canon EOS M50 (Testbericht) , diese würde sich deshalb als Alternative zur EOS 250D anbieten.

Auf der Oberseite der Spiegelreflexkamera liegen verschiedene Bedienelemente:

Das Kameragehäuse der Canon EOS 250D besteht im Inneren (Chassis) aus einer Aluminiumlegierung, äußerlich aus glasfaserverstärktem Polycarbonat. Die Verarbeitung bewegt sich auf Einsteigerniveau, eine besonders hohe Qualität und Magnesium kann man in der unteren Preisklasse nicht erwarten. Dafür gibt es teurere Modelle. Den Griff der DSLR hat Canon trotz des kleinen Gehäuses recht tief konstruiert, dadurch lässt sich die Kamera sicher festhalten. Größere Hände werden den Griff als etwas zu klein empfinden, eine kleine Kamera und ein großer Griff schließen sich aber natürlich aus. In Relation zum Gehäuse finden wir das Handling ansprechend.

Auf der Rückseite sind ebenfalls einige Tasten zu finden:

Das Angebot an Tasten und Wählrädern entspricht dem der Canon EOS 200D (Testbericht) . Direktwahltasten gibt es somit nicht besonders viele, ein Einstellrad (zur Wahl der Blende oder der Belichtungszeit) und ein Programmwählrad sind allerdings vorhanden. Daneben findet der Nutzer einen Schalter zur Wahl zwischen dem Foto- und Videomodus sowie dem Ausschalten der Kamera vor. Ergänzt wird das Angebot um ein rückseitiges Steuerkreuz. Alle Bedienelemente fallen der Gehäusegröße entsprechend klein bis sehr klein aus, die richtige Tasten zu treffen und keine anderen mitzubedienen, ist für Fotografen mit größeren Händen durchaus etwas „schwieriger“. Wer eine besonders kleine Kamera sucht, darf sich über diese Tatsache allerdings auch nicht beschweren.

Der Sensor im APS-C-Format misst 22,3 x 14,9mm:

Als Bildwandler nutzt Canon bei der EOS 250D einen CMOS-Sensor der APS-C-Klasse. Dieser besitzt Abmessungen von 22,3 x 14,9mm und löst die mittlerweile klassischen 24 Megapixel auf. Vermutlich kam der Sensor auch schon beim Vorgängermodell 200D zum Einsatz, technische Unterschiede sehen wir jedenfalls keine. Als Sensorempfindlichkeiten kann der Fotograf ISO 100 bis ISO 25.600 einstellen, über die H-Erweiterung steht eine maximale Empfindlichkeit von 51.200 zur Verfügung.

Die Bildqualität unseres Modells entspricht auf den ersten Blick dem bei Canon in der APS-C-Klasse üblichen Niveau. Nichts anderes haben wir erwartet. Wie üblich könnten die Aufnahmen noch eine etwas stärkere interne Schärfung vertragen, bis ISO 1.600 sind grundsätzlich keine größeren Abstriche hinzunehmen. Ab ISO 6.400 zeichnet die kamerainterne Rauschreduzierung die Aufnahmen deutlich weicher. Noch höhere ISO-Stufen sind besser zu vermeiden.

Als weitere Hardware kommt bei der Canon EOS 250D ein Digic-8-Bildprozessor zum Einsatz. Dieser erlaubt Serienaufnahmen mit einer Bildrate von fünf Fotos pro Sekunde. Das ist genauso schnell wie bei der EOS 200D.

Die höhere Rechenleistung des neueren Prozessors macht sich allerdings in anderen Punkten bemerkbar. Zum einen hat Canon die digitale Objektivoptimierung (DLO) integriert. Diese korrigiert Abbildungsfehler des Objektivs und sorgt somit für eine bessere Qualität der Fotos.

4K-Aufnahmen erlaubt keine andere DSLR im gleichen Preissegment:

Als weiteres Feature hat die EOS 250D die 4K-Videoaufnahme zu bieten. 4K-Aufnahmen speichert die DSLR mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel und Bildraten von 24 oder 25 Aufnahmen pro Sekunde. Die sonst ebenso üblichen 30 Vollbilder pro Sekunde lassen sich nicht einstellen. Das kennt man unter anderem von der bereits angesprochenen EOS M50. Die Gemeinsamkeiten enden hier aber noch nicht: Auch in puncto Video-AF und Crop schneidet die EOS 250D gleich ab. Zum einen hat sie die Fokussierung per Phasendetektion (Dual Pixel CMOS AF) nur hinauf bis zur Full-HD-Auflösung zu bieten. Darüber ist lediglich die Kontrastmessung aktiv. Für die Praxis heißt das: Während die Spiegelreflexkamera bei Full-HD-Videos besonders schnell und präzise scharfstellt, muss man in 4K mehr Zeit einplanen.

Die Bildausschnitte bei Full-HD und 4K im Vergleich:

Das zweite angesprochene Manko ist der starke Cropeffekt. Dieser entsteht durch das spezielle Auslesen des Bildwandlers. Canon nutzt zur Video-Generierung lediglich acht Megapixel im Bildzentrum, diese sind genau für die 4K-Auflösung ausreichend. Die genannte Methode sorgt für eine scheinbare Brennweitenverlängerung, mit dem Kitobjektiv ergibt sich eine kürzeste Brennweite von rund 45mm (KB). Besitzer der EOS 250D müssen damit auskommen oder zu einem weitwinkligeren Modell greifen. Dass eine kompakte und günstige Kamera 4K-Videos unterstützt, muss trotzdem gelobt werden. Das gab es in der DSLR-Klasse schließlich noch nie. Wer eine 4K-fähige DSLR zu einem möglichst günstigen Kurs sucht, kommt an der EOS 250D also nicht vorbei. Die Bildqualität der Kamera fällt in Relation zum Preis sehr gut aus, gegenüber der Full-HD-Auflösung ist der Vorteil deutlich sichtbar. Daneben punktet die Kamera mit einem Mikrofoneingang. Auch das ist in der Preisklasse um 500 Euro keine Selbstverständlichkeit. Ebenso gut zu wissen: Wer Einzelbilder aus den Videoaufnahmen exportieren möchte, kann das im Menü erledigen.

Auf der linken Seite befinden sich Anschlüsse für eine Fernbedienung und ein Mikrofon:

Die Fokussierung erfolgt bei der Spiegelreflexkamera bei heruntergeklapptem Spiegel mit einem AF-Sensor mit neun Messfeldern. Letztere Zahl ist zum einen nicht besonders hoch, zum anderen handelt es sich lediglich beim mittleren Messfeld um einen Kreuzsensor. Dieser erkennt sowohl horizontale als auch vertikale Kontraste, die anderen Sensoren unterstützen nur eines von beiden. Hier hätten wir uns durchaus etwas mehr erwartet, zumindest der Einsatz von neun Kreuzsensoren wäre angebracht. Wer nur einen Kreuzsensor benötigt, kommt mit der DSRL aber gut aus. Dafür sorgt dank Kitobjektiv mit STM-Motor auch die sehr schnelle Fokussierung. Im Liveviewmodus sind gegenüber höherklassigen Kameras keine Abstriche hinzunehmen, der Dual Pixel CMOS AF arbeitet wie gewohnt solide und flott.

Beim Menü und den Fotoprogrammen bleibt sich Canon treu, das Design und die angebotenen Optionen kennt man von älteren Kameras. Für Einsteiger hält die DSLR nicht nur verschiedene Anleitungen und Automatiken bereit, es gibt auch jede Menge spezielle Einstellungsmodi (z. B. für Porträts, Landschaften oder HDR-Fotos).

Zu den Motivprogrammen der Kamera gehören mehrere Modi für HDR-Aufnahmen:

Die Bildkontrolle kann bei der Canon EOS 250D – wie bei allen Spiegelreflexkameras der neueren Generationen – per Display oder Sucher erfolgen. Beim optischen Sucher handelt es sich um ein einfaches Pentaspiegelmodell mit 0,54-facher Vergrößerung und lediglich 95 prozentiger Bildfeldabdeckung. Diese Werte sind im Einsteigersegment üblich Der Sucher ist damit aber weder besonders groß noch erlaubt er die vollständige Bildfeldkontrolle. Das LCD gefällt uns besser: Mit der 3,0 Zoll großen Diagonalen und einer Auflösung von 1,04 Millionen Subpixel kommt man im Alltag problemlos aus. Die dreh- und schwenkbare Lagerung sorgt für einen hohen Komfort, die Touchoberfläche erkennt Eingaben problemlos.

Der Akku und die Speicherkarte befinden sich in einem Fach auf der Unterseite:

Unser Fazit:
Die Canon EOS 250D ist eine besonders kompakte und leichte Spiegelreflexkamera, mit der Fotografen erstmals auch im Einsteiger-DSLR-Segment in den Genuss kommen, 4K-Videos aufzunehmen. Dass ist angesichts eines Preises von 549,00 Euro (ohne Objektiv) oder 649,00 Euro (mit Kitobjektiv EF-S 18-55mm F4-5,6 IS STM) beachtlich. Bei Videos kann die DSLR mit ihren großen Geschwistern aber nicht ganz mithalten. Dafür fehlt ihr in 4K der Dual Pixel CMOS-AF (der in Full-HD überzeugend arbeitet), der starke Crop schränkt ebenso ein.

Die Serienbildrate der EOS 250D fällt mit fünf Aufnahmen pro Sekunde nicht besonders hoch, aber für eine günstige Einsteigerkamera solide aus, der Autofokus mit neun Messfeldern und einem Kreuzsensor ist doch etwas veraltet. Vom optischen Sucher (klein und nur 95-prozentige Bildfeldabdeckung) darf man nicht zu viel erwarten, das dreh- und schwenkbare LCD überzeugt dagegen vollständig. Das Gehäuse eignet sich dank sehr kompakter Abmessungen unter anderem für kleines Gepäck, in der Hand liegt die Kamera trotzdem sicher. Große Tasten darf man angesichts der kompakten Größe natürlich nicht erwarten.

Beispielaufnahmen:

Links eine Nahaufnahme, rechts eine HDR-Aufnahme:

Links eine 4K-Aufnahme (2160p25), rechts eine Full-HD-Aufnahme (1080p50):

Zwei 4K-Aufnahmen (2160p25):

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Kommentare

Also der erste Satz macht ...

Also der erste Satz macht ja nicht wirklich Sinn.
Es handelt sich also um eine Spiegellose DSLR ?

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