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Samsung Galaxy Note 10+ Smartphone- und Kameratest (Teil 3)

Teil 3 von 3: Kamera-App, Benchmarks und das Galaxy Note 10+ in der Praxis

Im zweiten Teil unseres Testberichts des Samsung Galaxy Note 10+ sind wir auf die Kameras und deren Bildqualität bei Fotos sowie Videos eingegangen. In diesem dritten und letzten Teil des Smartphones mit 6,8 Zoll großem Display und 256GB Speicher schauen wir uns die Kamera-App und die Praxisleistung an. Am Ende fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Die Kamera-App:
Bei der Kamera-App des Galaxy Note 10+ bleibt sich Samsung treu. Den Aufbau kennen Besitzer anderer Smartphones des koreanischen Unternehmens bereits gut. Einzig die Anordnung mancher Touchtasten hat sich geändert.

Hält man das Smartphone im Querformat, befinden sich auf der linken Seite verschiedene Einstellungen. Dazu gehören unter anderem die Wahl des Blitzlichtes, eines Timers, des Seitenverhältnisses der Bilder und des Bildstils. Rechts von der Liveansicht wählen Nutzer den Aufnahmemodus, die Kamera oder finden den Auslöser vor. Außerdem kann man zur Frontkamera wechseln. Dies funktioniert des Weiteren per Wischen über das Display von links nach rechts oder umgekehrt.

Die Kamera-App im herkömmlichen Fotomodus:

Beim Live-Fokus-Modus lässt sich das Bokeh konfigurieren:

Das Note 10+ hat zudem auch einen Panormama-Modus zu bieten:

Zu den Fotoprogrammen gehören ein Modus für „Essen“, einer für sehr  schlechte Lichtverhältnisse („Nacht“) und einer für Panoramen. Wer eine andere als die Hauptkamera von Hand auswählen möchte, kann dies nur im „normalen“ Fotomodus. Bei den meisten anderen Modi geht dies leider nicht, unter anderem im Pro-Modus. Hier werden die wichtigsten Aufnahmeparameter bestimmt.

Im Pro-Modus sind unter anderem die Belichtungszeit ....

... und der Fokus wählbar:

Dazu zählen die Sensorempfindlichkeit (ISO 50 bis ISO 800), die Blende (F1,5 und F2,4), die Belichtungszeit (1/24.000 Sekunde bis 10 Sekunden), der Fokus (AF oder MF), der Weißabgleich (2.300K bis 10.000K) und die Belichtungskorrektur.

Zudem lassen sich im Pro-Modus Bildeinstellungen wie der Kontrast, die Sättigung oder die Helligkeit der Schatten beeinflussen. Im „Live-Fokus“-Modus bestimmen Fotografen auf Wunsch die Art des simulierten Bokehs, bei Videos geht dies über den „Live-Fokus-Video“-Modus.

Der Videomodus des Galaxy Note 10+:

Wer herkömmliche Videos speichern möchte, entscheidet sich für den Videomodus der App, für Zeitlupenaufnahmen (bis 1080p240) stehen ein „Zeitlupe“-Modus und für extreme Verlangsamungen (720p960) der „Super Slow-Mo“-Modus zur Verfügung. Freunde von Zeitraffern nutzen dagegen den „Hyperlapse“-Modus.“

Weitere Kameraeinstellungen im Hauptmenü der App:

Benchmarks und Praxis:
Von einem Smartphone der Spitzenklasse erwarten Käufer nicht nur ein perfekt verarbeitetes Gehäuse, viele Features und eine gute Kamera, sondern auch eine grundsätzlich hohe Leistung. Um diese Ansprüche zu erfüllen, verbaut Samsung beim Galaxy Note 10+ einen Exynos 9825-SoC mit acht Kernen (2 × Exynos M4, 2,73 GHz, 2 × Cortex-A75, 2,40 GHz und 4 × Cortex-A55, 1,95 GHz), satte 12GB Arbeitsspeicher und 256 GB Festspeicher. Letzterer ist per UFS 3.0 angebunden. Die genannten technischen Daten sorgen für eine Performance auf Spitzenniveau. Die hohe Rechenleistung katapultiert das Note 10+ an die Spitze unserer Benchmarktests, die Ergebnisse werden von unseren Praxiseindrücken zweifellos bestätigt. Das Smartphone ist nicht nur schnell, es ist richtig schnell.

Ausgewählte Benchmark-Ergebnisse:

Im Antutu-Benchmark, der das komplette System testest, schafft das S10+ sehr gute 460.496 Punkte. Nicht weniger gut fallen die Werte des PC Mark (Work 2.0 Performance Score: 9.200) und im 3D Mark (Sling Shot Extreme: 5.047 Punkte) aus. Besonders beeindruckend sind jedoch die Schreib- und Lesegeschwindigkeit des verbauten Speichers. Dieser schafft 1.516MB/s beim Lesen und 586MB/s beim Schreiben.

Da kommen selbst viele in Computern verbaute SSD-Festplatten nicht mit. Die Datenraten der von uns eingesetzten Speicherkarte fanden wir dagegen weniger spannend. Mit 69MB/s beim Lesen und 45,6MB/s beim Schreiben werden „nur“ sehr ordentliche Geschwindigkeiten erreicht. Die Akkulaufzeiten sind dagegen wieder hervorragend. Bei unserem Test (Abspielen eines Youtube-Videos über WLAN mit halber Displayhelligkeit) erreichten wir tolle 12,5 Stunden Spielzeit. Das entspricht einem Verbrauch von lediglich acht Prozent pro Stunde.

Das Samsung Galaxy Note 10+ überzeugt in fast jedem Punkt, der S-Pen ist eine gute Ergänzung:

Unser Fazit:
Das etwas bessere Galaxy S10+: So könnte man unseren Testbericht des Samsung Galaxy Note 10+ zusammenfassen. Dafür sorgen die leicht bessere Hardware-Ausstattung und vor allem der S-PEN. Letzterer ist ein exzellentes Eingabegerät und erlaubt neben dem Schreiben auf dem Display auch das Steuern mancher Funktionen aus der Ferne. Unter anderem lassen sich durch Gesten Eingaben ausführen, eine Fernbedienung für die Kamera stellt der S-PEN ebenso dar. Der etwas bessere Prozessor und der größere Arbeitsspeicher sorgen für eine längere Zukunftssicherheit, die Leistung des Samsung Galaxy Note 10+ fällt ausgesprochen hoch aus. Das gilt für die Ergebnisse in unseren theoretischen Tests als auch die Praxiseindrücke.

Das Gehäuse des Smartphones ist wie gewohnt exzellent verarbeitet, das Display richtig scharf und kontrastreich. Der Fingerabdrucksensor im Display gehört zu modernen Geräten mittlerweile dazu, die Ränder des Smartphones sind äußerst klein. Dem neuen Design des Gehäuses ist leider der Kopfhörerausgang zum Opfer gefallen, somit müssen Besitzer des Gerätes USB-C-Kopfhörer verwenden oder einen Klinkenadapter nutzen. Das finden wir doch etwas schade. Mit an Bord ist dagegen noch ein microSD-Karten-Slot zum Erweitern des Speichers. Des Weiteren sind das drahtlose Laden, die schnelle Datenübertragung per USB und die IP68-Abdichtung auf der Habenseite zu nennen.

Die Quadkamera liefert sehr gute Bilder sowie Videos:

Bei der Kamera hat sich vergleichsweise wenig getan. Durch die zusätzliche ToF-Kamera wird die Bokeh-Simulation verbessert, die etwas größere Blende des Teleobjektivs ermöglicht einen Tick bessere Ergebnisse bei nicht optimalen Lichtverhältnissen. Von diesen beiden Vorteilen bemerkt man in der Praxis in der Regel aber wenig. Das ist jedoch kein Problem, denn das Triple-Kamera-Setup weiß zu überzeugen. Die drei Kameras (Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele) decken viele Aufnahmesituationen ab und liefern in vielen Fällen sehr gute Bildergebnisse. Wie schon beim Samsung Galaxy S10+ fehlen uns allerdings echte Alleinstellungsmerkmale wie ein großer und hochauflösender Sensor oder eine lange Telebrennweite.

Diesbezüglich sind wir von anderen mehr Herstellern mehr gewohnt. Wem Bilder mit 12 Megapixel ausreichen und wer bei Fotos mit 52mm KB-Brennweite auskommt, der erhält jedoch eine sehr gute Kamera. Am meisten kann uns die Leistung der Hauptkamera überzeugen, die Ultraweitwinkel- und die Telekamera liefern gute Ergebnisse. Leider lassen sich manuelle Aufnahme-Einstellungen nur bei der Hauptkamera vornehmen, für RAW-Aufnahmen gilt das ebenso. Abseits dieses Mankos sind viele Einstellungen möglich, die App kann man bis auf die teilweise etwas kleinen Touchtasten sehr gut bedienen.

Unsere Bewertung des Samsung Galaxy Note 10+:

Bei Videos schneidet das Samsung Galaxy Note 10+ exzellent ab, mit 60 Vollbildern pro Sekunde in 4K (nur mit der Hauptkamera), einer tollen Stabilisierung und einer sehr guten Detailwiedergabe kommen Video-Interessierte im Alltag sehr gut aus. Der Autofokus arbeitet sowohl bei Fotos als auch bei Videos richtig schnell und treffsicher.

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