Samsung Galaxy Note 10+ Smartphone- und Kameratest (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones

Die Note-Serie von Samsung hebt sich von der S-Reihe durch den im Gehäuse versenkbaren S-Pen aus, der Eingaben auf mehrere Arten erleichtert. Neben dem Schreiben auf dem Display unterstützt der S-Pen unter anderem auch die Fernsteuerung. Nachdem bis zuletzt pro Jahr immer nur ein neues Note-Modell vorgestellt wurde, erschienen 2019 gleich zwei Smartphones der Note-Serie. Wir haben uns das unter anderem mit einem größeren und höher aufgelösten Display ausgestattete Samsung Galaxy Note 10+ näher angesehen.

Der Lieferumfang:
Das mitgelieferte Zubehör fällt beim Note 10 Plus ordentlich aus. Neben einem USB-A auf USB-C-Adapter und einem USB-C-Kabel liegt auch ein 25-Watt-Netzteil (2,77A bei 9V) bei.

Dieses Zubehör liegt bei:

Die technischen Daten:
Das Flaggschiff der Flaggschiffe – so könnte man das Samsung Galaxy Note 10+ bezeichnen. Beim 77 x 162 x 7,9cmm großen und 196g schweren Note 10+ verbaut Samsung ein 6,8 Zoll messendes Super AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 3.040 x 1.440 Pixel. Das Display mit HDR-Unterstützung besitzt eine Pixeldichte von 495ppi, der Fingerabdrucksensor wurde im bzw. unterhalb des Panels untergebracht. Als Prozessor kommt das neueste Exynos-Modell namens Exynos 9825 zum Einsatz, acht Kerne (2 × Exynos M4, 2,73 GHz, 2 × Cortex-A75, 2,40 GHz und 4 × Cortex-A55, 1,95 GHz) sollen Aufgaben möglichst schnell abarbeiten. Des Weiteren verfügt der SoC über 12GB Arbeitsspeicher.

Der Festspeicher ist in unserem Fall 256GB groß, außerdem gibt es eine 512GB-Version. Wer den Speicher aufrüsten möchte, kann dies per Micro-SD-Karte. Dann ist das Einsetzen einer zweiten SIM-Karte allerdings nicht möglich. Der S-Pen des Galaxy Note 10+ unterstützt unter anderem die Gestensteuerung, zudem dient er als Fernsteuerung. Da als Funkstandard Bluetooth verwendet wird, soll die Reichweite bei bis zu zehn Meter liegen. Wie üblich setzt Samsung bei seinen höherklassigen Modellen auf einen Metallrahmen und eine Rückseite aus Glas, das Gehäuse ist nach IP68-Spezifikation abgedichtet. Der fest verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 4.300mAh und lässt sich per USB-C oder drahtlos aufladen. WLAN wird nach den Verbindungsstandards 802.11a/b/g/n/ac/ax unterstützt, LTE erlaubt Datenraten von bis zu 2.000mbit/s. Natürlich sind auch Bluetooth, GPS und NFC mit an Bord.

Die Kameras des Samsung Galaxy Note 10+ kennt man bis auf wenige Ausnahmen vom im Frühjahr 2019 vorgestellten Schwestermodell Galaxy S10+. Ein Triple-Kamera-Setup soll bei verschiedenen Aufnahmesituationen die bestmöglichen Ergebnisse liefern. Bei der Hauptkamera nutzt Samsung den bekannten 12,2 Megapixel-Sensor, dieser gehört zur 1/2,55-Zoll-Klasse. Das Objektiv zeigt den Bildwinkel eines Kleinbildmodells mit 27mm, die Blende lässt sich zwischen F1,5 und F2,4 wählen. Der optische Bildstabilisator der Festbrennweite reduziert Verwacklungen. Die Hauptkamera des Samsung Galaxy Note 10+ wird von einer Ultraweitwinkelkamera und einer Telekamera ergänzt. Das Ultraweitwinkelmodell speichert Fotos mit 16 Megapixel, der Sensor gehört vermutlich zur 1/3,06-Zoll-Klasse. Die kleinbildäquivalente Brennweite des Objektivs liegt bei 13mm, die Lichtstärke der Optik beträgt F2,2. Bei der Telekamera hat Samsung die Blendenöffnung gegenüber des Galaxy S10+ von F2,4 auf F2,1 erhöht, wie bei der Hauptkamera gibt es auch hier einen optischen Bildstabilisator. Der 12,2-Megapixel-Sensor fällt mit 1/3,6 Zoll am kleinsten aus. Das Autofokussystem arbeitet mit einem Phasen-AF, bei der Ultraweitwinkelkamera müssen Fotografen jedoch gänzlich ohne Fokus auskommen. Als vierte Kamera hat Samsung beim Galaxy Note 10+ eine sogenannte ToF-Kamera verbaut. Diese ist allein für die Speicherung von Tiefeninformationen zuständig. Dadurch kann das Smartphone unter anderem ein künstliches Bokeh bei Videos simulieren. Die Frontkamera besitzt 10 Megapixel und erreicht einen Bildwinkel entsprechend einem 26mm-Objektiv.

Alle vier Kameras können Videos in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) speichern, anders als die Hauptkamera (bis zu 4K60p) schaffen die Ultraweitwinkel-, die Tele- und die Frontkamera jedoch maximal 30 Vollbilder pro Sekunde. Bei Zeitlupenaufnahmen liegt die Hauptkamera mit 240 Vollbildern in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) ebenfalls vorne, in HD (1.280 x 720 Pixel) sind sogar bis zu 960 Vollbilder pro Sekunde möglich. Als Videoverbesserungen nennt Samsung gegenüber dem S10+ eine überarbeitete Stabilisierung und die Tonaufnahme mit Richtcharakteristik.

Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Beim Galaxy Note 10+ setzt Samsung auf seine bekannte Formsprache, gegenüber des S10+ wurden am Gehäuse aber doch Veränderungen vorgenommen. So hinterlässt das Note 10+ in der Hand einen kantigeren Eindruck, die Ecken an der Ober- und Unterseite wurden weniger stark als beim S10-Modell abgerundet. An den Seiten erwartet einen dagegen die gewohnte Abrundung, das Display geht – wie mittlerweile bei vielen Smartphones – in den Rand über. Samsung nennt diese Displayart „Infinity-O“.

Das 6,8"-Display nimmt nahezu die gesamte Vorderseite ein, die Ränder sind extrem klein:

Das Gehäuse des Smartphones besteht am Rahmen aus hochwertigem Metall, die Vorder- und Rückseite wird aus Glas gefertigt. Dies ist bei den höherklassigen Modellen von Samsung mittlerweile Standard. Die Verarbeitungs- und Materialqualität fällt wie immer bei den Galaxy Note- und S-Modellen besonders hochwertig aus, der abgeflachte Rahmen macht das Note 10+ durchaus zu einem Handschmeichler. Freude werden am Smartphone aber nur diejenigen haben, die sich ein großes Gerät wünschen. Die Abmessungen von 77 x 162 x 7,9mm sind nämlich sehr groß. Das Gewicht von 196g empfinden wir angesichts des großen Gehäuses als vergleichsweise leicht, effektiv gehört das Note 10+ aber zu den schwersten Modellen am Markt. Das muss man freilich mögen. Ein Vorteil des großen Gerätes ist natürlich das riesige Display. Bei 6,8 Zoll handelt es sich fast schon um Tablet-Größe, in früheren Zeiten gab es jedenfalls einige Tablet-Modelle mit 7 Zoll messenden Panels.
Das Display nimmt fast die gesamte Frontseite ein, die Ränder fallen äußerst klein aus. Diese Tatsache lässt das Samsung Galaxy Note 10+ chic und modern wirken. Auch sonst sorgt das Super AMOLED-Panel nur für Freude. Die Darstellung wirkt dank 3.040 x 1.440 Pixel (495ppi) richtig scharf, die OLED-Technologie sorgt für den maximalen Kontrast. Ebenso exzellent: Die hohe Displayhelligkeit macht Outdooreinsätze problemlos möglich. Die maximale Helligkeit kann man jedoch nicht manuell einstellen, sondern lediglich automatisch durch die Software wählen lassen. Das finden wir nicht ganz optimal.

Die Kameras stehen auf der Rückseite minimal aus dem Gehäuse heraus:

Wie schon beim Galaxy S10+ hat Samsung die Frontkamera auch beim Galaxy Note 10+ im Display integriert. Es gibt also keine Notch, sondern nur einen kleinen runden, mittig platzierten „Punkt“. Diese Kamera-Ausführung gefällt nicht jedem, wirkt aber doch modern. Ebenso modern ist der Fingerabdrucksensor. Ihn bekommt man nicht zu Gesicht, denn er befindet sich im – oder besser gesagt – unterhalb des Displays. Er prüft den Finger mittels Ultraschall und ermöglicht das schnelle Entsperren des Gerätes. Als weitere Entsperrungsoptionen stehen die Gesichtserkennung oder die PIN-Eingabe zur Wahl.

Die Lautstärkewippe und die Power-Taste sind an der linken Seite zu finden:

Die Tasten, einmal die Lautstärkewippe und einmal die Power-Taste, befinden sich an der linken Seite. Weitere Bedienelemente gibt es nicht. Zumindest nicht im herkömmlichen Sinn. Denn da ist ja noch den S-Pen. Dieser findet im Rahmen auf der rechten Seite Platz und wird über die Unterseite entnommen. Der S-Pen misst rund 11cm und verfügt über eine Taste.

Der S-Pen ist ein auf verschiedene Arten einsetzbares Bedienelement:

Die Hauptaufgabe stellt natürlich der Einsatz als Stift dar:

Per Stift kann man nicht nur auf das Display schreiben, er ist auch zur Fern- und Gestensteuerung zu verwenden. Das funktioniert dank Bluetooth selbst noch aus mehreren Metern Entfernung. Im Kameramenü lässt sich beispielsweise das Aufnahmeprogramm wechseln oder die Zoomstufe verändern. Ob Fotografen diese Funktion in der Praxis wirklich benötigen, ist aus unserer Sicht allerdings fraglich. Sinnvoll finden wir dagegen die Fernauslöser-Funktion.

Durch das Drücken der S-PEN-Taste nehmen Nutzer Bilder auf oder können Videos starten bzw. stoppen. Wer handschriftliche Notizen verfassen möchte oder wem die Bedienung per Stift gegenüber dem Einsatz des Fingers mehr zugesagt, wird den S-PEN zweifellos zu schätzen wissen.

Auf der Unterseite befinden sich der USB-C-Port, ein Lautsprecher und ein Schacht für den S-Pen:

Den Kopfhöreranschluss hat Samsung beim Galaxy Note 10+ weggelassen, Kopfhörer mit 3,5mm-Anschluss sind nur mehr per USB-Adapter mit dem Smartphone zu verbinden. Wer Geräusche ohne Kopfhörer ausgeben möchte, kann dafür die Stereo-Lautsprecher verwenden. Das Fach für die beiden SIM-Karten wird über die Oberseite erreicht, anstatt einer zweiten SIM-Karte lässt sich auch eine microSD-Karte zum Erweitern des Speichers einsetzen.

Auf der Oberseite des Gehäuses liegen der SIM- und microSD-Steckplatz:

Im zweiten Teil unseres Testberichts des Samsung Galaxy Note 10+ gehen wir im Detail auf die Kameras des Smartphones ein.

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