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Sony RX100 und Canon G9 X im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 3: Unser Vergleich der Einsteigerkameras mit 1,0 Zoll Bildsensor


Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100, rechts die Canon PowerShot G9 X.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests der Sony Cyber-shot DSC-RX100 und der
Canon PowerShot G9 X unter anderem die Abmessungen und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, vergleichen wir in diesem zweiten Teil die Objektive, die Möglichkeiten zur Bildkontrolle, die Geschwindigkeit und die Funktionen sowie Features.

Objektive:
Die Objektive der Vergleichskameras in diesem Test unterscheiden sich sowohl bei der Brennweite als auch bei der Lichtstärke nur wenig. Beide Objektive beginnen bei jeweils 28mm KB-Brennweite, das 3,6x Zoom der RX100 endet bei 100mm und das 3,0x Zoom der G9 X bei etwas kürzeren 84mm.

Vom Weitwinkel bis zum leichten Telebereich lässt sich somit mit beiden Kameras fotografieren, weiter entfernte Motive kann man aber kaum vergrößern. Ebenso fehlen echte Weitwinkelbrennweiten unter 28mm. In der Praxis würden wir die Brennweitenbereiche insgesamt aber trotzdem als akzeptabel einstufen.

Bei der Lichtstärke können beide Objektive mit einer großen Blendenöffnung von F1,8 (RX100) bzw. F2 (G9 X) im Weitwinkel überzeugen. Die Lichtstärke fällt allerdings relativ schnell ab, bereits bei 35mm liegt sie „nur“ noch bei F2,8. Bei 50mm erreicht die RX100 dann F3,2, die G9 X genau F4. Am jeweiligen Teleende liegt die Offenblende bei F4,9.

Die RX100 hat ein 3,6x Zoom, die G9 X ein 3,0x Zoom:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100, rechts die Canon PowerShot G9 X.

Bei der Abbildungsleistung überzeugt das Objektiv der RX100 mehr, hier ist der Schärfeabfall geringer als bei der G9 X. Eine Verzeichnung und Vignettierung fällt bei beiden Kameras durch die jeweils vorhandenen internen Korrekturen nicht auf.

Unser Sieger bei den Objektiven: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100.

Die Displays sind jeweils 3,0 Zoll groß und wurden fest verbaut:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100, rechts die Canon PowerShot G9 X.

Bildkontrolle:
Die Bildkontrolle kann bei vielen Systemkameras mittlerweile über dreh- und/oder schwenkbare Displays erfolgen. In letzter Zeit sind sogar immer mehr Kompaktkameras mit derartigen Displays ausgestattet. Da es sich bei den beiden Modellen in diesem Test allerdings um etwas günstigere Premiumkameras handelt, sind die Displays jeweils fest verbaut.

Dies bedeutet, dass beispielsweise Selbstporträts nicht mit Blick auf das LCD möglich sind. Ebenso ist die Bildkontrolle durch das schräge Betrachten des LCDs nicht ganz so komfortabel. Problematisch sind die fest verbauten Displays durch jeweils große Einblickwinkel allerdings auch nicht. Wer die LCDs von der Seite betrachtet, bekommt keine Farbverfälschungen zu Gesicht.

Das LCD der PowerShot G9 X wird über das Touchscreen auch zur Bedienung verwendet:

Canon PowerShot G9 X.

Ebenso gut zu gefallen wissen beide Displays durch ihre jeweils hohen Auflösungen. 1,23 Millionen Subpixel sind es bei der RX100, 1,04 Millionen bei der G9 X. Der Unterschied kommt durch die RGBW-Technologie des LCDs der RX100 zustande, hier sorgt ein zusätzlicher weißer Bildpunkt für eine höhere Helligkeit. Die Bildschärfe beider Displays bewegt sich auf einem sehr ähnlichen Niveau. Einen Unterschied gibt es allerdings bei der Oberfläche. Bei der G9 X setzt Canon auf ein Touchscreen, Sony verzichtet bei der RX100 auf dieses. Wie bereits in Teil 1 des Tests erwähnt, hat dieser Unterschied auch einen Einfluss auf die Bedienung.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Canon PowerShot G9 X.

Das Objektiv der RX100 fällt etwas voluminöser aus:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100, rechts die Canon PowerShot G9 X.

Geschwindigkeit:
Die Serienaufnahme ist mit der RX100 mit bis zu 9,6 Bildern pro Sekunde für 13 Bilder in Folge möglich, danach lassen sich 2,5 Bilder pro Sekunde speichern. Die G9 X ist mit 6,1 Bildern pro Sekunde langsamer, ihre Bildanzahl in Folge wird aber nur durch die Speicherkarte begrenzt.
Während die RX100 bei JPEG-Aufnahmen also mit einer höheren Bildrate und die G9 X dafür mit einer längeren Bildserie punkten kann, gibt es bei Bildern im RAW-Format einen klaren Sieger. Die RX100 kann hier 3,4 Bilder pro Sekunde für 13 Aufnahmen in Serie (RAW) bzw. 4,3 Bilder pro Sekunde für zehn Bilder in Serie (JPEG+RAW) speichern. Danach sind zwischen 0,6 und 0,8 Bildern pro Sekunde möglich. Die PowerShot G9 X hält maximal ein Bild pro Sekunde im RAW-Format fest, bei JPEG+RAW sind es sogar nur 0,8 Bilder pro Sekunde. Die RX100 ist bei RAW-Aufnahmen zwar nicht unbedingt schnell, sie erreicht aber ein akzeptables Ergebnis. Die G9 X ist bei RAW-Aufnahmen ohne Frage zu langsam.

Die Rückseite der RX100 im Detail, neben dem Display liegt ein Einstellrad und Steuerkreuz:

Sony Cyber-shot DSC-RX100.

Die Rückseite der G9 X im Detail, neben dem Display liegen nur vier Tasten:
Canon PowerShot G9 X.

Bei der Fokussierung liegen die Vergleichskameras dann wieder gleich auf. Die RX100 stellt in 0,25 Sekunden scharf, die G9 X in 0,26 Sekunden. Bei der Auslöseverzögerung liegt die RX100 mit 0,01 Sekunde zu 0,04 Sekunden (G9 X) leicht vorne. Dafür ist die PowerShot G9 X schneller eingeschaltet, 1,58 Sekunden benötigt diese bis zur Anzeige aller Displayinformationen. Bei der RX100 messen wir 1,94 Sekunden. Auch das erste Bild nach dem Kamerastart nimmt die G9 X mit 1,52 Sekunden schneller als die RX100 mit 2,26 Sekunden auf. Hier ist der Unterschied in der Praxis deutlicher spürbar.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100.

In einem Fach auf der Unterseite finden jeweils der Akku und die Speicherkarte Platz:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100, rechts die Canon PowerShot G9 X.

Funktionen und Features:
Bei den Fotoprogrammen lässt sich jeweils aus zwei Automatiken, den PSAM-Modi sowie einem Customprogramm wählen. Bei der RX100 bietet Letzteres aber drei Speicherplätze, bei der G9 X muss man mit einem auskommen. Bei der G9 X kommen zudem 14 Szenenprogramme und Filtereffekte hinzu, bei der RX100 sind es 27. Dazu gehört bei der Sony-Kamera unter anderem auch ein Modus für Panoramen.

Das Hauptmenü der Sony Cyber-shot DSC-RX100:

Sony Cyber-shot DSC-RX100.

Zur Fokussierung setzen beide Kameras auf die Kontrastmessung, die Messfeldwahl kann dabei von Hand oder automatisch durch die Kamera erfolgen. Während die RX100 dabei nur eine Messfeldgröße zu bieten hat, kann bei der G9 X zwischen „Normal“ und „Klein“ gewählt werden.

Das kontinuierliche sowie manuelle Scharfstellen unterstützen beide Kameras ebenso, eine Fokuslupe und ein Peaking stehen hier zur Kontrolle zur Verfügung. Auch bei den Makrofähigkeiten gibt es keinen Unterschied, beide Kameras erlauben die Bildaufnahme ab 5cm Abstand vom Motiv.

Das Hauptmenü der Canon PowerShot G9 X:

Die Belichtung regelt bei beiden Kameras ein Zentralverschluss, dieser erlaubt Belichtungszeiten zwischen 30 Sekunden und 1/2.000 Sekunde. Mit 1/2.000 Sekunde sind die Belichtungszeiten somit nicht besonders kurz. Da dies durchaus zu einem Problem werden kann, hat Canon bei der PowerShot G9 X einen ND-Filter verbaut. Dieser lässt sich von Hand zuschalten oder wird von der Digitalkamera automatisch aktiviert. Er verringert den Lichteinfall auf den Sensor um drei Blendenstufen. Somit ist das Abblenden auch bei Sonnenschein nicht zwingend nötig, um korrekt belichten zu können. Wer länger als 30 Sekunden belichten möchte, kann zudem jeweils den Bulbmodus verwenden.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Canon PowerShot G9 X.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichs der Sony Cyber-shot DSC-RX100 und der
Canon PowerShot G9 X kümmern wir uns um die Videoaufnahme sowie die Erweiterbarkeit und die Schnittstellen.


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