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Sony RX100 VI und Panasonic TZ202 im Duell (Teil 3)

Teil 3 von 3: Reisezoomkameras mit 1,0-Zoll-Sensor und 4K-Videoaufnahme


Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI, rechts die Panasonic Lumix DC-TZ202.

Nachdem wir im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI und der Panasonic Lumix DC-TZ202 unter anderem die Objektive und die Optionen der Bildkontrolle untersucht haben, gehen wir jetzt auf die Videoaufnahme und die Schnittstellen ein. Anschließend fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Videoaufnahme:
Wer mit den beiden Kameras in unserem Vergleich Videos aufnehmen möchte, kann zwischen vielen unterschiedlichen Bildraten und Auflösungen wählen. In 4K mit 3.840 x 2.160 Pixel sind jeweils 24, 25 und 30 Vollbilder pro Sekunde einstellbar. Während die RX100 VI bei dieser Auflösung allerdings den kompletten Bildsensor ausliest, nutzt die TZ202 nur Pixel aus der Bildmitte.

Dadurch entsteht beim Modell von Panasonic ein Cropeffekt, die kürzeste Brennweite liegt umgerechnet bei 36mm. Besitzer der R100 VI müssen dafür mit einer auf fünf Minuten beschränkten Videolänge leben, die TZ202 schafft dreimal so lange Aufnahmen. In Full-HD liegt die längste Aufnahmedauer pro Video jeweils bei 29 Minuten und 59 Sekunden, die Bildausschnitte sind etwa gleich weitwinkelig. Während die TZ202 Bildraten zwischen 24 und 60 Vollbildern pro Sekunde erlaubt, sind bei der RX100 VI 24 bis 120 Vollbilder pro Sekunde wählbar.

Videovergleich bei 3.840 x 2.160 Pixel:

Für höhere Bildraten besitzt die TZ202 einen speziellen Zeitlupenmodus, hier speichert sie jedoch unter anderem keinen Ton. Einen Zeitlupenmodus hat auch die RX100 VI, dieser nennt sich „HFR“. Die vierfache Zeitlupe der TZ202 wird allerdings bei Weitem übertroffen, mit den maximal wählbaren 1.000 Vollbildern pro Sekunde lässt sich eine 40-fache Zeitlupe realisieren. Videos sind hier als Einschränkung aber maximal sieben Sekunden (Aufnahmezeit) lang.

Im HFR-Modus hält die RX100 VI Videos mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde fest:

Die Belichtung und Fokussierung sind mit beiden Kameramodellen automatisch sowie manuell möglich, der Video-AF und die Stabilisierung der RX100 VI arbeiten etwas besser. Zusätzlich punktet die Kamera von Sony mit professionellen Videofeatures. Hier können als Beispiel die S-Log/HLG-Aufnahme, der Timecode und die Proxy-Aufnahme genannt werden. Den Ton speichern beide Kameras in Stereo mit integrierten Mikrofonen, für externe Mikrofone gibt es keinen Eingang.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI.

Die Schnittstellen im Vergleich:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI, rechts die Panasonic Lumix DC-TZ202.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Wer kompakte Kameras mit Zubehör erweitern möchte, hat in der Regel wenige Möglichkeiten. Ein Blitzschuh oder eine Vielzahl von Schnittstellen lässt sich wegen der kleinen Gehäuse kaum unterbringen. Daher verwundert es wenig, dass auch die beiden Kameras in diesem Vergleich – obwohl sie zum Premiumsegment zählen – nicht viele Schnittstellen besitzen. Zur Kommunikation per Kabel stehen jeweils nur ein Micro-USB- und ein Micro-HDMI-Port zur Verfügung. Alle weiteren Verbindungen müssen drahtlos erfolgen. Sony hat die RX100 VI dazu mit dem vollen Programm ausgestattet. Neben WLAN und NFC ist Bluetooth mit an Bord. WLAN und Bluetooth besitzt die TZ202 auch, NFC dagegen nicht. Das macht die Verbindungsaufnahme nicht ganz so einfach und schnell möglich. Drahtlos steuern kann man beide Kameras, bei der RX100 VI geht das zudem über den USB-Port per Kabelfernbedienung.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Unentschieden.

Beide Kameras gehören zu den besten Modellen in der Kompaktklasse:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI, rechts die Panasonic Lumix DC-TZ202.

Unser Fazit:
Sony und Panasonic bieten mit ihren Kameras zwei Premium-Modelle an, die deutlich mehr zu bieten haben als „herkömmliche“ Reisezoomkameras. Dank großer Bildsensoren lassen sich Fotos mit einem geringen Bildrauschen und einer sehr guten Detailwiedergabe festhalten. Wer kompakte Kameras mit großen Zoombereichen und einer trotzdem ansprechenden Bildqualität sucht, ist hier genau richtig.

Beide Modelle überzeugen zudem mit hochwertigem Gehäuse und vielen Tasten, die manuelle oder halbautomatische Belichtung stellt daher kein Problem dar. Die RX100 VI ist wegen ihrer glatten Oberfläche allerdings nur schlecht festzuhalten, Panasonic hat dies mit einer kleinen gummierten Grifffläche besser gelöst. Der Brennweitenbereich der TZ202 fällt deutlich größer bei der RX100 VI aus, dafür muss man jedoch mit einer geringen Lichtstärke auskommen. Hier muss jeder selbst entscheiden, was er dringender benötigt.

Eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit und eine exzellente Bildqualität gehören u. a. zu den Stärken:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI, rechts die Panasonic Lumix DC-TZ202.

In vielen weiteren Bewertungskriterien erreichen beide Kameras sehr gute Ergebnisse, die RX100 VI hat jedoch ein Quäntchen mehr zu bieten. Das gilt unter anderem für den Sucher und das Display. Der Sucher der RX100 VI fällt größer aus und ist im praktischen Einsatz komfortabler zu verwenden. Er spart dank Klappmechanismus außerdem Platz. Wegen des schwenkbaren Displays der RX100 VI sind Selbstporträts besser möglich, aber auch beim Einsatz in Bodennähe oder bei Überkopfaufnahmen sorgt die schwenkbare Lagerung für Vorteile. Details geben beide LCDs sehr gut wieder, das Display der TZ202 fällt noch einen Tick schärfer aus. Die Integration des jeweils vorhandenen Touchscreens hat Panasonic zudem wesentlich besser gelöst.

Die RX100 VI ist insgesamt gesehen das bessere Modell, die TZ202 unser Preis-Leistungs-Tipp:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI, rechts die Panasonic Lumix DC-TZ202.

Die Arbeitsgeschwindigkeit ist jeweils sehr hoch: Beide Kameras erreichen hohe Bildraten, besitzen einen großen Pufferspeicher und fokussieren sehr flott. Die RX100 VI zieht trotzdem deutlich davon, mit 24 Bildern pro Sekunde und 109 RAW-Fotos in Folge sind deren Werte zweifellos beeindruckend. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Videoaufnahmen. In 4K liegen beide Kameras mit 30 Vollbildern pro Sekunde zwar gleichauf, die RX100 VI liest als Unterschied aber den gesamten Bildwandler aus. Ihre Bildqualität ist daher nicht nur ein klein wenig besser, es entsteht auch kein Cropeffekt. Dafür speichert die TZ202 bis zu 15 Minuten lange Videos, bei der RX100 VI gehen lediglich fünf Minuten am Stück. Fans von Zeitlupenaufnahmen kommen bei der RX100 VI mit einer bis zu 40-fachen Verlangsamung (1.000 Vollbilder pro Sekunde) besonders auf ihre Kosten, Profi-Videofeatures gibt es ebenso mehr.

Absetzen kann sich die TZ202 hinsichtlich der Spezialfunktionen. Mit der 4K-Fotoaufnahme, der Post-Focus-Funktion oder auch der Intervallaufnahme hat sie ein umfassenderes Featurepaket zu bieten.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI oder Panasonic Lumix DC-TZ202 – welche Kamera sollte man nehmen? Insgesamt betrachtet stellt das Modell von Sony die bessere Kamera dar, sofern der Brennweitenbereich nicht möglichst groß ausfallen soll.

Unser Testsieger:

Die TZ202 überzeugt in den meisten Punkten aber ebenso und kostet zugleich deutlich weniger. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei ihr daher besser.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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