Sony Xperia 1 III Smartphone- und Kameratest (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones

Sony bietet mit dem Xperia 1 III ein neues Flaggschiff-Smartphone an. Das im Frühjahr 2021 vorgestellte Gerät bedient wie die Vorgängermodelle das High-End-Segment. Zur verbauten Technik gehört unter anderem eine Triple-Kamera, diese verfügt als Neuheit über ein Teleobjektiv mit zwei Brennweiten. Daneben gibt es einen leistungsfähigen SoC, viel Speicherplatz und ein wasserdichtes Gehäuse mit dediziertem Kamera-Auslöser. Im folgenden Test schauen wir uns das Xperia 1 III genauer an.

Der Lieferumfang:
Sony legt dem Xperia 1 III ein USB-C-Kabel und ein passendes Ladegerät mit 30 Watt bei. Weiteres Zubehör wird auch nicht benötigt, Kopfhörer mit 3,5mm-Klinkenstecker sollte beispielsweise praktisch jeder besitzen.

Das legt Sony dem Xperia 1 III bei:

Die technischen Daten:
Das Sony Xperia 1 III ist wie die Vorgängermodelle mit der besten erhältlichen Hardware ausgerüstet. 2021 kommt daher unter anderem der Qualcomm Snapdragon 888 5G zum Einsatz. Dieser SoC besitzt insgesamt acht Kerne. Einen Kryo 680-Gold-Kern mit 2,84 GHz, drei Kryo 680-Gold-Kerne mit 2,42 GHz und vier Kryo 680-Silber-Kerne mit 1,80 GHz. Dazu kommen eine Adreno 660-GPU und 12GB Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR5. Der Festspeicher ist 256GB groß und lässt sich bei Bedarf mittels einer microSD-Karte erweitern. Ein Alleinstellungsmerkmal des Sony Xperia 1 III stellt das 6,5 Zoll OLED-Display dar. Es löst mit 3.840 x 1.644 Pixel extrem hoch auf, die Pixeldichte liegt bei 643ppi. Des Weiteren unterstützt es die Wiedergabe von HDR-Inhalten und den BT.2020-Farbraum. Durch die Bildwiederholrate von 120Hz ist eine sehr flüssige Darstellung möglich.

Das 165 x 71 x 8,2mm große und 187g schwere Gehäuse wurde nach IP68-Standard abgedichtet, Staub und Wasser stellen daher kein Problem dar. Die Verbindung zur Außenwelt kann kabelgebunden und natürlich auch drahtlos erfolgen. Dazu sind ein USB-C-Port (3.1-Standard), WLAN (802.11a/b/g/n/ac/ax), LTE, 5G, NFC oder Bluetooth mit an Bord. Beim Akku hat sich Sony für ein fest verbautes, 4.500mAh starkes Lithium-Polymer Modell entschieden. Dieses kann mittels Fast Charging (30 Watt) innerhalb von 30 Minuten um 50 Prozent aufgeladen werden. Kabelloses Laden ist ebenso möglich. Als Betriebssystem kommt Android 11 zum Einsatz.

Das Kamera-Setup ist in seinen Grundzügen vom Sony Xperia 1 II bekannt. Neben der Kamera auf der Vorderseite (8 Megapixel) sind auf der Rückseite vier Stück verbaut. Eine davon speichert allerdings nur Tiefendaten (ToF) und lässt sich vom Nutzer nicht steuern. Die drei weiteren nehmen Fotos mit zwölf Megapixel auf und decken unterschiedliche Brennweiten ab. Bei der Hauptkamera kommt ein Chip der 1/1,7-Zoll-Klasse um Einsatz, das 24mm-Objektiv (KB-äquivalent) ist optisch stabilisiert und besitzt eine Blende von F1,7.

Die Fotos der Ultraweitwinkelkamera zeigen den Bildwinkel eines 16mm-Objektivs (KB), die Lichtstärke liegt bei F2,2. Der hier verwendete Sensor gehört zur 1/2,55-Zoll-Klasse, einen optischen Stabilisator gibt es nicht. Um eine ganz besondere Konstruktion handelt es sich beim Objektiv der Telekamera. Dieses verfügt über zwei unterschiedliche Brennweiten. In der ersten Telestellung werden 70mm bei einer Blende von F2,3 erreicht, in der zweiten Telestellung sind es 105mm bei einer Blende von F2,8. Ein OIS sorgt für ruhige Aufnahmen, der zum Einsatz kommende Sensor ist 1/2,9 Zoll groß. Videos lassen sich mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde in 4K-Auflösung speichern, in Full-HD sind es ebenfalls bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich.

Das Display des Smartphones besitzt ein Seitenverhältnis von 21:9 und löst besonders hoch auf:

Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Sony bleibt sich auch beim neuesten Modell der Xperia 1-Serie treu und setzt bei der dritten Generation auf ein besonders längliches Display im 21:9 Format. Das Panel hebt das Smartphone von der Konkurrenz ab, die meisten Geräte kommen in etwa auf 19:9. Diese Tatsache hat natürlich auch einen deutlichen Einfluss auf die Abmessungen, mit 165 x 71 x 8,2mm fällt das Xperia 1 III etwas schmaler als die Konkurrenz aus. Das Gehäuse besteht wie beim Xperia 1 III aus einem Metallrahmen sowie Vorder- und Rückseiten aus Glas. Dabei handelt es sich um das besonders robuste Gorilla Glass Victus des Herstellers Corning. Die Seitenflächen sind wie schon bei den Vorgängermodellen vergleichsweise kantig, Sony verzichtet – anders als die meisten Hersteller – zudem auf abgerundete Displayränder. Das Display geht daher nicht über den eigentlichen Rand hinaus. Dies erleichtert unter anderem das Anbringen einer Displayschutzfolie. Das kantige Design lässt das Xperia 1 III recht sicher in der Hand liegen, trotzdem würden wir wie immer zum Einsatz einer Hülle raten.

Die Rückseite des Xperia 1 III besteht aus mattem Glas:

Kommen wir noch einmal zurück zum Display: Das von Sony verbaute OLED-Modell besitzt die bereits erwähnte längliche Bauform und kommt auf eine Diagonale von 6,5 Zoll. Bei Filmen im Kinoformat ist das natürlich von Vorteil und auch bei im Hochformat eingesetzten Apps ergeben sich Vorteile. Wer klassisch gedrehte Filme (16:9) ansieht, bekommt allerdings große schwarze Ränder zu Gesicht. Man kann zwar bei einigen Apps in die Aufnahmen hineinzoomen und die Ränder eliminieren, das kostet aber jede Menge Bildinformationen. Wir sind daher kein Fan des 21:9-Formats. Geschmäcker sind jedoch verschieden.

Nur wenig Kritik kann man an den weiteren Daten des Displays üben. Neben großen Blickwinkeln und einem OLED-typisch sehr hohen Kontrast punktet das Panel mit einer extrem scharfen Wiedergabe. Dies ist angesichts der enorm hohen Auflösung von 3.840 x 1.644 Pixel natürlich kein Wunder. Pixel sind dank einer Pixeldichte von 643ppi zweifellos nicht zu erkennen. Bilder gibt das Display bis zu 120 pro Sekunde wieder, dadurch erfolgt die Darstellung jederzeit flüssig. Mit diesen Daten reiht sich das Xperia 1 III in der ersten Liga der Smartphones ein. Die Helligkeit könnte dagegen noch etwas höher sein, bei Sonnenschein leuchten andere Panels heller.

An der rechten Seite liegen insgesamt vier Bedienelemente:

Dazu gehört auch die Powertaste mit dem integrierten Fingerabdrucksensor:

Die Bedienelemente hat Sony bei seinem neuen Flaggschiff-Smartphone allesamt an der rechten Seite verteilt. Zum einen besitzt das Xperia 1 III die bekannte Lautstärkewippe, darunter befindet sich die Powertaste. Darin hat Sony den Fingerabdrucksensor integriert. Dieser arbeitet schnell, das Display geht sofort nach dem Auflegen des Fingers auf den Fingerabdrucksensor an. Darüber hinaus verfügt das Smartphone über eine Taste für den Google Assistant und eine dedizierte Taste zum Auslösen in der Kamera-App. Letztere gestaltet das Auslösen sehr komfortabel und besitzt sogar einen ersten Druckpunkt zum Vorfokussieren. Tipp: Wer die Taste etwas länger gedrückt hält, kann die Kamera-App im Standy-Betrieb schnell starten.

Auf der Oberseite befindet sich ein 3,5mm-Klinkenport für Kopfhörer:

Der USB-C-Port des Xperia 1 III ist mit dem 3.1-Standard angebunden:

Mittlerweile nur noch selten bei Smartphones zu finden ist der beim Xperia 1 III verbaute 3,5mm-Klinkenausgang. Dadurch lässt sich das Smartphone neben dem Einsatz eines kabelgebundenen Kopfhörers zeitgleich per USB aufladen. Der USB-C-Port liegt an der Unterseite, ihn hat Sony mittels 3.1-Standard angebunden.

Es lassen sich zwei Nano-SIM- oder eine Nano-SIM- und eine microSD-karte einsetzen:

Für die Nano-SIM-Karte(n) und die microSD-Karte befindet sich ein kleiner Schacht an der linken Smartphone-Seite. Hier muss man sich zwischen dem Einsatz von zwei SIM-Karten oder einer SIM-Karte und einer microSD-Karte entscheiden. Den Ton geben zwei Lautsprecher aus, dadurch kommt man in den Komfort von gutem Stereo-Klang.

Im zweiten Teil unseres Tests des Sony Xperia 1 III schauen wir uns die Kameras detailliert an.

Autor: dkamera.de Redaktion
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