Testbericht des Nikon Filmdigitalisierungsadapters ES-2 (Teil 1)

Wir stellen den Adapter im Detail vor und prüfen ihn in der Praxis

Die Foto-Welt war nicht immer „digital“, auch wenn viele das heute – rund 20 Jahre nach dem Aufkommen der Consumer-Digitalkameras – kaum mehr so empfinden. Über etliche Jahrzehnte wurden Fotos auf analogem Filmmaterial gespeichert. Wer diese Aufnahmen heute digital besitzen möchte, um sie beispielsweise auf einem TV betrachten zu können, kann die Bilder bzw. Filme einscannen oder abfotografieren. Im folgenden Artikel nutzen wir den Filmdigitalisierungsadapters ES-2 von Nikon, der zusammen mit der D780 zur fast perfekten „Digitalisierungsmaschine“ werden könnte.

Der Nikon Filmdigitalisierungsadapters ES-2 im Detail:
Wer den Filmdigitalisierungsadapter ES-2 erwirbt, erhält ein Paket aus zwei Adaptern zum Einsatz verschiedener Objektive, die eigentliche Halterung und zwei Halter zum Einlegen von Dias bzw. Negativfilmen. Ganz theoretisch lässt sich dieses Set über weitere Adapter sowie mit Einschränkungen praktisch mit allen Objektiven kombinieren, laut Handbuch ist er aber nur für drei Objektive gedacht.

Der Lieferumfang:

Als Objektiv lässt sich unter anderem das AF-S Nikkor 60mm F2.8G ED verwenden:

Zum einen handelt es sich dabei um das für APS-C-Kameras konstruierte AF-S DX Micro-Nikkor 40mm F2,8G, zum anderen um die auch für Kleinbildkameras geeigneten Objektive AF-S Micro-Nikkor 60mm F2,8G ED und AF Micro-Nikkor 60mm F2,8D. Für letztere beiden wird jeweils ein beiliegender Adapter benötigt, andere Nachteile ergeben sich allerdings nicht.

Der Filmdigitalisierungsadapter montiert am AF-S Nikkor 60mm F2.8G ED:

Der Einsatz selbst ist denkbar einfach. Wer eines der beiden kompatiblen 60mm-Modelle verwendet, muss die Halterung und den Adapter zusammenschrauben, danach lässt sich das Konstrukt in das Filtergewinde einschrauben. Das Einlegen der Dias oder Negativfilme erfolgt mit dem Diarahmenhalter oder dem Filmstreifenhalter.

Ein Halter ist für Filmstreifen gedacht, der andere für Dias:

Im Filmhalter lassen sich Filmstreifen mit bis zu sechs Einzelbildern (35mm) einlegen:

Der Vorgang des Abfotografierens:
Für das Abfotografieren der Dias wird eine helle Lichtquelle benötigt, diese sollte einen möglichst hohen Farbwiedergabeindex besitzen. Wir haben uns für ein LED-Panel und hier eine „neutrale“ Farbtemperatur entschieden. Die Lichtquelle muss sich bei der Aufnahme gegenüber des Adapters, befinden, die Montage auf einem Stativ erleichtert den Einsatz. Der Abstand des eingelegten Filmmaterials lässt sich durch das Vor- und Zurückschieben der Konstruktion verändern, dazu muss man zunächst die Schraube am Halter lösen. Der Abstand entscheidet über den abfotografierten Bildausschnitt. Ob man sich hier für den finalen Ausschnitt entscheidet oder das Bild im Nachhinein lieber digital zuschneidet, ist jedem selbst überlassen.

Der Filmdigitalisierungsadapter ES-2 mit eingelegtem Diahalter:

Konkret sollte bei der Aufnahme wie folgt vorgegangen werden: Zunächst entscheidet man sich für die Bilder, die man abfotografieren möchte. Dias werden in die Diahalterung mit zwei Plätzen und Negativfilme in die Filmhalterung mit Platz für bis zu sechs Bilder eingelegt. Bei Dias bestehen wenig Möglichkeiten, beim Einlegen etwas falsch zu machen. In unserem Praxistest passten jedoch nur zwei von vier Diatypen in die Halterung. Die andere beiden waren zu breit. Wer diese Bilder abfotografieren will, muss die Rahmen öffnen. Teilweise ging dies, ohne bleibende Schäden am Rahmen zu hinterlassen, teilweise brachen Teile der Rahmen – wohl auch wegen des Alters (zwischen 30 und 50 Jahren) – ab.

Nicht alle Dias passen in den Diahalter:

In diesem Fall muss der Diarahmen geöffnet und der Film entnommen werden:

Aus unserer Sicht ergibt es allerdings wenig Sinn, die bestmöglich abfotografierten und aufbereiteten Bilder später noch einmal mittels eines Diaprojektors zu betrachten. Die digitalen Bilddateien sind dafür aus diversen Gründen besser geeignet. Diarahmen mit zusätzlichen Glas- oder Kunststoffflächen, die den Film schützen, würden wir grundsätzlich öffnen. Zumindest bei uns sorgten diese Scheiben für eine deutlich schlechtere Qualität. Das Filmmaterial ließ sich im Test sich in der Halterung gut einlegen und wird von den seitlichen Rändern festgehalten.

Im zweiten Teil unseres Testberichts gehen wir auf die Besonderheiten der Nikon D780 beim Digitalisieren von Negativen ein.

Autor: dkamera.de Redaktion
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