Toshiba NFC Wireless SDHC-Speicherkarte im Test

Diese besondere Speicherkarte erlaubt die drahtlose Bildvorschau am Mobilgerät

Die Near Field Communication Technologie, kurz NFC, wurde entwickelt, um Daten über kurze Strecken austauschen zu können. Bei Digitalkameras kommt diese Technologie zur schnellen und einfachen Verbindungsaufnahme mit einem Mobilgerät zum Einsatz. Die Daten werden allerdings anschließend per WLAN übertragen. Toshiba hat nun eine SDHC-Speicherkarte vorgestellt, die über ein NFC-Modul als Zusatz verfügt. Damit lassen sich die auf der Karte abgelegten Bilder per Smartphone anzeigen. Wir haben diese NFC Wireless SDHC Karte mit 16GB Speicherkapazität in der Praxis getestet. Neben der 16GB-Version werden zudem auch 8GB und 32GB große Modelle angeboten.

Die Toshiba NFC SDHC-Karte sieht wie eine herkömmliche SD-Speicherkarte aus:

Rein äußerlich unterscheidet sich die Toshiba NFC SDHC-Karte nicht von jeder anderen SD-Karte. Dies bedeutet, dass sich die Speicherkarte in jedem Gerät verwenden lässt, welches SDHC-Karten mit 8 bis 32GB Speicherplatz unterstützt. Die Speicherkarte wird ganz normal in die Kamera eingelegt und kann zum Speichern von Bildern und Videos verwendet werden.

Sie ist zu jeder SDHC-tauglichen Kamera mit SD-Slot kompatibel:

Nachdem die Daten aufgenommen wurden, lassen sie sich auf einem Mobilgerät mit der passenden App anzeigen. Diese nennt sich „Memory Card Preview“ und kann kostenlos im Playstore von Google heruntergeladen werden. Zudem muss das Mobilgerät natürlich über eingebautes NFC verfügen, damit die Übertragungsfunktion genutzt werden kann.

Die „Memory Card Preview“-App ist für Android erhältlich:

Die Speicherkarte muss sich zum Auslesen in der Nähe des NFC-Chips befinden:

Ist die App auf dem Mobilgerät installiert und gestartet, muss mit der Speicherkarte der NFC-Chip des Mobilgeräts gesucht werden. Dieses Vorgehen demonstriert die Anleitung der App (siehe folgendes Bild) sehr verständlich. Ist der NFC-Chip gefunden, was durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen kann, werden die Bilder von der App automatisch heruntergeladen. Dabei handelt es sich allerdings bei Weitem nicht um die volle Auflösung, sondern eher um ein pixeliges kleines Vorschaubild.

Die „Memory Card Preview“-App zeigt am Smartphone folgendes an:

Dieses kann per Touch zwar noch etwas "vergrößert" werden, detailreicher wird es dadurch allerdings auch nicht. Daher ist das Vorschaubild gerade einmal zur groben Identifikation des Karteninhalts geeignet. Bei sehr ähnlichen Bildern fällt es schwer, diese zu unterscheiden. RAW-Dateien ließen sich in unserem Test übrigens nicht anzeigen. Gut zu wissen: Während des Auslesevorgangs darf sich die NFC-Karte nicht bewegen, ansonsten bricht der „Download“ ab.

Positiv zu bewerten ist, dass die Bilder auch nach dem Entfernen der Speicherkarte vom Mobilgerät noch angezeigt werden können. Zudem lassen sich mehrere Karten in der Software getrennt anzeigen.

Geschwindigkeitstest der Speicherkarte mit dem Programm CrystalDiskMark 4.1.0:

Bei der Schreib- und Lesegeschwindigkeit erreicht die NFC Wireless SDHC Karte von Toshiba akzeptable Werte, die jedoch weit davon entfernt sind, wirklich flott zu sein. Beim Schreibtest mit der Software CrystalDiskMark (4.1.0; 64bit) messen wir (gemittelt über fünf Testläufe) 12,64MB/s, beim Lesen sind es 35,92MB/s. Dies ist in Ordnung und auch die Class-10-Mindestdatenrate von 10MB/s wird erfüllt. Wer RAW-Bilder aufnehmen möchte, wird aber mit einer längeren Speicherdauer leben müssen. Da die RAW-Vorschau mit der NFC Wireless SDHC Karte aber sowieso nicht möglich ist, bietet sich die Aufnahme von RAW-Bildern kaum an. Natürlich darf bei den Geschwindigkeitstest nicht vergessen werden, dass die Speicherkarte neben dem Flashspeicher auch noch über einen zusätzlichen NFC-Chip verfügt. Dieser schränkt den Platz für den Flashspeicher ein, was eventuell einen Einfluss auf die Geschwindigkeit hat.

Die Vorschaufunktion der Karte mag ganz nett sein, wirklich nötig ist sie allerdings fast nie:

Unser Fazit:
Die NFC Wireless SDHC Karte von Toshiba weiß mit einer problemlosen und einfachen Einrichtung zu gefallen und auch die Geschwindigkeit des Auslesevorgangs ist schnell. Wirklich überzeugen kann uns die Speicherkarte aber trotzdem nicht, denn nur in wenigen Situationen lässt sie sich sinnvoll einsetzen. Diese Situation tritt ein, wenn man wissen möchte, welche Bilder sich auf der  Speicherkarte befinden, aber gerade keine Kamera oder kein Kartenleser zur Hand ist. In diesem Fall kann man relativ schnell und einfach einen Blick auf die Bilder werfen. Wie oft ist dies in der Praxis aber wirklich der Fall? Wir meinen nur sehr selten.

Da die Vorschaubilder pixelig ausfallen und effektiv nicht vergrößert werden können, würden wir – sofern möglich – die Aufnahmen immer über die Kamera selbst oder einen Computer betrachten. Darüber lassen sich zudem auch RAW-Bilder und Videos ansehen. Mit der NFC Wireless SDHC Karte ist dies nicht möglich. In der Praxis hält sich der Nutzen daher oftmals in Grenzen. Dies gilt vor allem auch, weil die meisten aktuellen Kameras mittlerweile über WLAN verfügen und sich der Karteninhalt per App ansehen lässt.

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Kommentare

Interessante Karte. Bisher habe ich ...

Interessante Karte. Bisher habe ich noch keine SD-Karten mit NFC getestet, werde ich mir aber auch mal anschauen.

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