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Wenn das Licht kommt, wird es dunkel

Ein Gastbeitrag von Adrian Ahlhaus


Ein Gastbeitrag von Adrian Ahlhaus

Die Sonne lacht. Mit den Kindern an der Hand, dem Partner oder der Partnerin im Arm und der Kamera in der Tasche, geht es raus ins Grüne. So manches Foto wird mit einem fast unhörbaren "Klick" gemacht. Geradezu störend erscheinen jene, die mit einem deutlichen Spiegelklappern auffallen und einer "langen Tüte" unübersehbar auf arglos Sonnenhungrige zielen. Es hat seine Vorteile mit einer kompakten Kamera ausgerüstet zu sein - zumindest ist das die Theorie.

Doch das direkte Sonnenlicht gefällt nicht allen Kompakten. Schon der Blick auf den Monitor zeigt - nichts. Da ist zwar etwas, doch gegen das Licht der Sonne hat kein LCD-Monitor eine Chance. Er ist dunkel mit helleren Flecken. Man muss so manches Mal schon ziemlich raten, was im Ersatz für einen Sucher eingefangen wird. Und dabei ist gerade das Licht über die Schulter schön für die Farben, nur nicht für den Monitor, für keinen. Das ist die Praxis.

Eine gewisse Komik erzeugen jene, die als Gruppe von der Sonne weggedreht die Hälse verrenken, um nach dem "Klick" das Foto zu betrachten. Bisher habe ich mit das nur angesehen, doch sind solche Leutchen jedes Foto wert. Diesen Sommer werde ich eine Serie darüber machen wollen, von Menschen, die auf die Monitore der Digicams zu schauen versuchen; in ihrer Haltung so unverwechselbar, wie bei vielen Handy-Telefonierern. Glücklich darf sich nennen, wer bei strahlender Sonne eine Kleine mit optischem Sucher hat. Ob hell, ob dunkel, immer ist etwas zu sehen und den Akku schont es allemal. Zwar kann man auch hier in der Sonne die Bilder von der Speicherkarte nicht durchforsten, doch dazu gibt es bestimmt später eine Gelegenheit.

Ersatzsucher zum Aufstecken wären ein ausgesprochen nützliches Zubehör. Vielleicht ein Tipp für die Foto-Industrie?
Bei den professionellen Kameras gibt es dieses Zubehör ganz selbstverständlich. Ob Linhof, Cambo, Alpa, Arca oder Gilde... Was einen großen Namen trägt, bietet aufsteckbare Sucher - hell und präzise.
Doch so? So muss mancher Bildausschnitt geraten werden. Es ist wieder wie in den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Die erste Leica kam ohne Sucher zum Kunden. Die bereits vierzig Jahre zuvor erhältliche und große Kodak-Box hatte einen. Kleinheit hat ihren Preis. Nicht nur das die Superflache teurer ist als die zweieinhalb Zentimeter "dicke" Kompakte, einen Sucher haben die chicen, flachen Gehäuse alle nicht zu bieten.

Teurer, aber dafür weniger, weil's mehr ist - logisch, oder? Und so scheiden sich die Konsumenten in jene, die ihre Kompakte mit Sucher in die Sonne halten und die anderen, die wortreich versichern, dass man "alles drauf habe".
Ein Sucher ist das Auge einer Kamera. Wer darauf verzichtet, darf sich nicht beschweren das die Sonne scheint.

Gastbeiträge enthalten die Meinung des jeweiligen Autors und spiegeln nicht die Meinung von dkamera.de wieder.

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