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Praxisbericht zur Canon EOS 600D

Im Bereich der digitalen Spiegelreflexkameras von Canon, stellt die dreistellige Baureihe traditionell das gehobene Einsteigersegment dar. Geboten wird dabei die Bildqualität der höheren Klassen in einem kleineren Gehäuse mit einfacherer Ausstattung. Dabei stellt auch die neue Canon EOS 600D (Datenblatt) , immerhin die siebte Generation, keine Ausnahme dar. Ein Novum ist jedoch, dass aufgrund des kurzen Produktzyklus von lediglich einem Jahr diesmal kein neuer Bildsensor verwendet wird, sondern die Canon EOS 600D auf den gleichen, 18,0 Megapixel auflösenden CMOS-Sensor des Vorgängermodells zurückgreift.

Die Verarbeitungsqualität der Canon EOS 600D (Produktfotos) ist als gut zu bewerten, es gibt keine knarzenden Teile oder ungleichmäßige Spaltmaße. Die Knöpfe sitzen fest und weisen einen eindeutigen Druckpunkt auf. Das gilt auch für den Auslöser, der durch seine Dämpfung die beiden Druckpunkte leicht unterscheidbar macht und somit genaues Arbeiten ermöglicht. Auch das Moduswählrad ist gut verarbeitet, lässt sich ausreichend leicht bewegen und besitzt trotzdem gute Einrastpunkte, um ungewolltes Verstellen zu vermeiden. Die Oberfläche ist klassentypisch aus Kunststoff und wirkt zwar nicht besonders hochwertig, allerdings auch nicht billig. Einzig die Gummierung an den Griffen wirkt unterdurchschnittlich und zu hart. Für einen festeren Halt wäre eine höhere Griffigkeit besser gewesen.

Eine große Neuerung ist natürlich der Klapp- und Drehmechanismus des 3,0 Zoll großen Kameradisplays. Hierdurch werden neue Aufnahmepositionen möglich oder zumindest deutlich vereinfacht. Zudem kann das Display für den Transport schützend nach innen geklappt werden. Die Aufhängung macht einen soliden Eindruck, und auch wenn ich auf einen Langzeittest aus nachvollziehbaren Gründen verzichten musste, so habe ich wenig Zweifel über die praxistaugliche Robustheit. Die Canon EOS 600D (Technik) registriert das Zuklappen, also die Position mit der Displayoberfläche nach Innen, und schaltet das Display automatisch ab. Alternativ kann man dies natürlich auch über die Display-Taste erledigen. Wenn man allerdings im Live-View-Modus unterwegs ist, bleibt dieser auch nach dem Zuklappen aktiv. Das ist auf der einen Seite recht sinnlos, da nun das Display als Sucher nicht benutzbar ist, auf der anderen Seite aber geradezu nervig, weil durch den hochgeklappten Spiegel der optische Sucher natürlich blockiert ist. Es gibt zumindest für mich keinen sichtbaren Nutzen eines aktivierten Live-Views ohne Display, so dass man dies durchaus als Fehler betrachten kann. Andere Hersteller schalten zusammen mit dem Display auch die Live-View Ansicht ab, was in meinen Augen die sinnvollere Alternative darstellt.

Neben einem automatisch abschaltenden Live-View hat Canon leider auch darauf verzichtet, einen Augensensor zu integrieren. Somit bleibt das Display aktiv, auch wenn man mit dem Auge durch den optischen Sucher blickt und muss manuell über die Display-Taste oder leichten Druck auf den Auslöser abgeschaltet werden. Auch hier bieten anderen Hersteller in dieser Preisklasse den höheren Komfort eines Augensensors, der diese Aufgabe automatisch übernimmt.

Das 3,0 Zoll große Display mit seiner hohen Auflösung von 1.040.000 Bildpunkten und dem passenden Seitenverhältnis von 3:2, stellt noch immer eine qualitativ sehr hochwertige Ausstattung dar. Das Bild ist gerade im Live-View-Modus sehr scharf, Pixelstrukturen sind kaum erkennbar. Das manuelle Fokussieren über die Lupenfunktion ist problemlos und zügig möglich. Auch Maximalhelligkeit und Kontrast sind für eine Benutzung in helleren Umgebungen gut geeignet. Wenn die Sonneneinstrahlung zu hoch wird, kann durch den Klappmechanismus ein besserer Winkel hergestellt werden - auch dies ist ein Vorteil eines solchen Displays.

Das Autofokussystem der Canon EOS 600D (Beispielaufnahmen) besitzt neun Messfelder, von denen das zentrale Messfeld als Kreuzsensor mit erhöhter Empfindlichkeit ausgelegt ist. Zusammen mit dem Kitobjektiv Canon EF-S 18-55mm IS II ist die Geschwindigkeit ausreichend für schnelle Schnappschüsse, auch von bewegten Motiven, sofern diese nicht im direkten Nahbereich unterwegs sind. Dies gilt für den Phasenautofokus und der Nutzung des optischen Suchers. Im Live-View-Modus bei Nutzung des Kontrastautofokus sieht die Situation etwas anders aus: Für bewegte Motive ist dieser nicht geeignet, für eine passende Fokussierung benötigt er einfach zu viel Zeit. Der wahlweise zur Verfügung stehende Phasenautofokus, der aufgrund der Spiegelbewegung für eine Dunkelphase sorgt, ist da kaum eine Alternative. Dies reduziert natürlich auch den praktischen Nutzen des Klappdisplays und beschränkt diesen auf statische Motive.

Bei der Bedienung merkt man der Canon EOS 600D (Datenblatt) ihren Charakter als Einsteigerkamera deutlich an. Die Menüs sind leicht verständlich, tiefergehende Einstellungen sind allerdings gut versteckt, wobei ich letzteres in Anbetracht der Positionierung nicht als Negativpunkt sehe. Der „grüne Modus“, bekannt von älteren digitalen Spiegelreflexkameras, ist als automatische Motiverkennung auch bei der Canon EOS 600D wieder mit dabei. Ergänzt wird dieser dabei durch einen CA-Modus, der nichts mit Farbsäumen zu tun hat, sondern eine Kreativautomatik darstellt. Der erste Modus richtet sich an absolute Neueinsteiger und funktioniert in der Praxis ausreichend gut, um dem Gespenst der vielen Einstellungen vorerst den Schrecken zu nehmen. Auch ohne weitere Kenntnisse lassen sich so gute Bilder erstellen. Den Kreativmodus sehe ich zwiegespalten: Dieser ist sicherlich für Einsteiger, die sich doch etwas an die Einstellungen heranwagen wollen, attraktiv. Letztlich beschränkt er sich aber auf kaum mehr als die Farbgebung und die Hintergrundunschärfe, ohne dabei weitere kreative Ausdrucksformen zu berücksichtigen. Zudem wird nicht über die Grundlagen aufgeklärt, so dass sich kein Lerneffekt einstellt. Zum schnellen Spielen ist das eine brauchbare Methode, wer sich jedoch weitergehend mit der Fotografie auseinandersetzen will, sollte ein gutes Einsteigerbuch und die natürlich vorhandenen Halbautomatiken und den manuellen Modus nutzen.

Im praktischen Einsatz ist die Canon EOS 600D (Bildqualität) genau das, was sie darstellen soll. Eine kleine, einfach zu bedienende digitale Spiegelreflexkamera, deren Gewicht meist nicht stört, die nicht zuletzt durch das Display eine Vielzahl an Möglichkeiten eröffnet und die sich nahtlos in ein großes System einfügt, so dass die Kamera ohne Probleme der Startpunkt für mehr sein kann. Die gute Akkulaufzeit, der im Normalfall treffsichere und schnelle Autofokus und die guten Leistungen im Bereich der Bildqualität sorgen für entspanntes Fotografieren - ob nun einfaches Knipsen oder professionelleres Arbeiten. Auffällige Schwächen zeigte nur der Live-View-Modus bei bewegten Motiven. Hier stimmt die Leistungsfähigkeit des Autofokus noch nicht. Wenn dies also die bevorzugte Nutzung ist, sollten entsprechende Alternativen in Betracht gezogen werden.

Ein Praxisbericht von:

Sascha Stewen

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