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Praxisbericht zur FujiFilm X-T10

Die FujiFilm X-T10 (Datenblatt) ähnelt der X-T1 in vielen Punkten – und das optisch sowie haptisch. Wie die X-T1 bietet die X-T10 ein hochwertiges Magnesiumgehäuse und eine zum Teil gummierte Oberfläche. Beides verleiht der Kamera eine Retrooptik, für welche die spiegellosen Systemkameras von FujiFilm bekannt sind. Dank ihres Handgriffs liegt die X-T10 sicher und komfortabel in der Hand, auf der Rückseite trägt zudem die größere Daumenablage ihren Teil zum guten Handling bei.

Die FujiFilm X-T10 bietet ein Magnesiumgehäuse in Retrooptik:

Das Bedienkonzept hat sich im Vergleich zur FujiFilm X-T1 (Testbericht) grundsätzlich nur wenig verändert, die FujiFilm X-T10 bietet aber ein paar Bedienelemente weniger. Während das Flaggschiff X-T1 noch zwei doppelte Einstellräder besaß, sind diese bei der X-T10 nur noch einfach ausgelegt. Konkret sind die Wählräder zur ISO-Wahl und der Belichtungsmessmethode weggefallen. Weiterhin vorhanden sind dagegen die Einstellräder für die Belichtungszeit, die Belichtungskorrektur und den Auslösemodus. Über Letzteres werden zudem der Panorama-Modus, die Mehrfachbelichtung und die Advanced-Filter (insgesamt 13 an der Zahl, z. B. „Lochkamera“ oder „Pop-Farbe“) erreicht. Gut zu wissen: Wer den am Zeitenwählrad vorhandenen Schalter auf „Auto“ stellt, kann über die Positionen „S“, „CL“ und „CH“ des Wählrades zudem die Vollautomatik aktivieren.

Die Belichtungszeit wird über ein Wählrad auf der Oberseite eingestellt:

Wer mit der Programmautomatik arbeiten möchte, geht dagegen wie bei den meisten FujiFilm-Kameras vor. Sowohl der Blendenring am Objektiv als auch das Zeitenwählrad müssen hierfür auf „A“ wie Auto stehen. Für eine der Halbautomatiken muss die Blende oder die Verschlusszeit automatisiert von der Kamera gewählt werden, beim manuellen Fotografieren werden beide Parameter selbstständig vom Fotografen eingestellt. Die Bedienung fällt somit klassisch wie zu analogen Zeiten aus, bei der FujiFilm X-T10 (Bildqualität) lässt sich aber natürlich die ISO-Empfindlichkeit einstellen.

Dies ist auf mehrere Arten möglich. Zum einen über das Hauptmenü, zum anderem aber auch über das Quickmenü oder über eine der Fn-Tasten. Insgesamt sieben Fn-Tasten sind vorhanden, 23 Funktionen stehen dabei jeweils zur Wahl. Eine der sieben Tasten ist dabei das Einstellrad auf der Vorderseite, das durch Drücken zur Fn-Taste „mutiert“. Ebenso drücken lässt sich auch das Einstellrad auf der Rückseite. Dieses aktiviert die Displaylupe.

Die Tasten und Einstellräder fallen bei der X-T10 relativ klein aus:

Die meisten Tasten und Einstellräder der FujiFilm X-T10 (Produktbilder) sind relativ klein gehalten, lassen sich aber trotzdem noch gut bedienen. Größer fällt nur das Steuerkreuz auf der Rückseite aus. Dessen Richtungstasten lassen sich als vier der sieben Fn-Tasten frei belegen, über die mittlere Taste gelangt man zudem zum Hauptmenü. Das Hauptmenü besteht aus fünf Reitern für Fotooptionen und drei Reitern für allgemeine Einstellungen. Da konkrete Reiterbeschreibungen fehlen und das Menü sehr viele Optionen zu bieten hat, ist die Suche eines bestimmten Parameters doch etwas aufwendiger. Zudem finden wir die teilweise verwendeten Abkürzungen nicht ganz optimal. Im Fotoeinsatz muss das Hauptmenü allerdings nur relativ selten aufgesucht werden, denn durch die Direktwahlasten, Einstellräder und das zusätzliche Quickmenü sind alle wichtigen Parameter schnell zu erreichen.

Über das Quickmenü lassen sich 15 Parameter anpassen:

Das Quickmenü erlaubt den Zugriff auf 15 Optionen. Neben einer Basisvoreinstellung lassen sich hier sieben verschiedene Custom-Konfigurationen abspeichern. An Konfigurationsmöglichkeiten mangelt es also keinesfalls. Nicht vergessen sollte man bei der FujiFilm X-T10 auch die bekannten Filtersimulationen („Astia“, „Velvia“, „Classic Chrome“, …) und die Möglichkeit der Intervallaufnahme. Bei Letzterer kann die Intervalldauer zwischen einer Sekunde und 24 Stunden liegen, als längste Bildserie werden 999 Bilder angeboten.

Mit dem Zonen-AF der X-T10 lassen sich auch bewegte Motive gut verfolgen:

Wie die FujiFilm X-T1 stellt auch die FujiFilm X-T10 (Geschwindigkeit) mit einem Hybrid-AF scharf, der sowohl die Kontrastmessung als auch die Phasendetektion verwenden kann. Bei der X-T10 sind dabei bereits die neuen AF-Funktionen vorhanden, die bei der X-T1 erst per Firmware-Update 4.0 nachgerüstet werden müssen. Insgesamt hat die Systemkamera 77 Messfelder zu bieten, in der Bildmitte können bis zu 15 Felder (5x3-Raster) auf die Phasendetektion zurückgreifen. Alle 15 – oder neun davon – lassen sich beim neuen Zonen-AF verwenden, was eine besonders schnelle (kontinuierliche) Scharfstellung innerhalb dieses Bereichs ermöglicht. Wir haben diese Funktion getestet und können bestätigten, dass der Zonen-AF auch bewegte Motive gut einfangen kann.

Ebenfalls neu ist der Weit/Verfolgungs-AF, der das gesamte Bild abdeckt. Außerhalb des Zentrums wird allerdings nur die Kontrastmessung zum Scharfstellen verwendet, weshalb die Geschwindigkeit hier zurückgeht. Wie gewohnt kann bei der X-T10 natürlich auch nur ein Messfeld verwendet werden, hier stehen fünf Messfeldgrößen zur Wahl. Zudem wird auch die automatische Messfeldwahl durch die Kamera angeboten. Die verbesserte Fokusperformance wirkt sich auch auf den Makromodus aus. Während dieser bei älteren Kameramodellen für Aufnahmen an der Naheinstellgrenze verwendet werden musste, kann darauf bei der X-T10 verzichtet werden. Das manuelle Fokussieren erleichtern bei der spiegellosen Systemkamera eine aktivierbare Displaylupe, ein digitales Schnittbild und das Fokuspeaking (Weiß, Rot, Blau). Auf dem Display wird zudem eine Fokusskala angezeigt.

Mit dem elektronischen Verschluss lässt sich bis zu 1/32.000 Sekunde belichten:

Als Belichtungsmessmethoden bietet die FujiFilm X-T10 (Abbildungsleistung) die Mehrfeldmessung, die Integralmessung und die Spotmessung an. In ihrer Klasse sind diese Optionen als Standard anzusehen. Der mechanische Verschluss erlaubt Belichtungen von 30 Sekunden (per Bulb auch verlängerbar) bis zu 1/4.000 Sekunde. Zudem wird der mechanische Verschluss der X-T10 von einem elektronischen Verschluss ergänzt. Dieser bietet eine längste Verschlusszeit von einer Sekunde und eine kürzeste Verschlusszeit von 1/32.000 Sekunde. Noch kürzere Belichtungszeiten hat aktuell keine andere Kamera zu bieten, selbst 1/32.000 Sekunde findet sich nur bei wenigen Modellen. Wer beispielsweise mit der Offenblende eines lichtstarken Objektivs bei Sonnenschein arbeiten möchte, kann dies mit der X-T10 problemlos.

Der Sucher fällt etwas kleiner als bei der X-T1 aus, ist aber immer noch sehr gut:

Bei der X-T1 konnte uns FujiFilm mit einem der besten elektronischen Sucher überzeugen, besonders dessen riesige Abmessungen wussten zu gefallen. Bei der FujiFilm X-T10 (Technik) setzt FujiFilm auf ein etwas kleineres Modell (0,62-fache statt 0,77-fache Vergrößerung), das Sucherbild ist zur Bildkontrolle aber immer noch sehr gut geeignet. Dank 2,36 Millionen Subpixel gibt die Detailwiedergabe keinen Anlass zur Kritik, das Bild gerät auch bei Schwenks nicht ins Stocken. Zwischen dem LCD und dem Sucher lässt sich per Taste umschalten, der Augensensor kann dies allerdings auch automatisch übernehmen. Diese Lösung würden wir auf alle Fälle bevorzugen.

Das Display kann nach oben und unten geschwenkt werden:

Das LCD ist – wie bei der X-T1 – schwenkbar ausgelegt, ein Winkel von 45 Grad nach unten und 105 Grad nach oben erleichtert die Bildkontrolle. Durch große Einblickwinkel ist zudem auch das Betrachten aus einer seitlichen Position möglich. Die 1,04 Millionen Subpixel lösen auch kleine Details auf, mit einer Diagonale von 3,0 Zoll bietet das LCD übliche und bewährte Abmessungen.

Bei der Videoaufnahme greift FujiFilm bei der X-T10 (Beispielaufnahmen) auf die Features der X-T1 zurück. Etwas Neues erwartet einen hier also nicht. Als Auflösungen werden Full-HD und HD angeboten, bei den Bildraten kann man sich zwischen 24, 25, 30, 50 und 60 Vollbildern pro Sekunde entscheiden. Die Belichtungssteuerung ist mit den PSAM-Programmen möglich, wie schon von der X-T1 bekannt muss der ISO-Wert im Videomenü eingestellt werden.

Weitere Optionen gibt es bei Videos in Form eines Lautstärkepegels von eins bis vier. Wer möchte, kann sogar ein externes Mikrofon anschließen. Der dafür vorhandene 2,5mm-Klinkeneingang macht aber bei den meisten Modellen einen Adapter notwendig. Trotzdem begrüßen wir die Integration des Eingangs. Für die meisten Videoaufnahmen liefert auch das integrierte Stereomikrofon einen akzeptablen Klang. Die Bildqualität der Videos wäre generell zwar akzeptabel, wie bei allen X-Trans-CMOS-Kameras zeigen aber auch die Aufnahmen der X-T10 teilweise starke Moire-Artefakte. Diese verschlechtern den Bildeindruck teilweise deutlich.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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Kommentare

Aufgrund dieses Tests habe ich ...

Aufgrund dieses Tests habe ich mir die Kamera geholt und ich wurde nicht enttäuscht. Die Bildqualität ist für diesen Preis unglaublich.

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