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Das Fazit zur GoPro Hero3 Black Edition

Ein wahres Auflösungs- und Bildraten-Wunder ist die Mini-Actionkamera GoPro Hero3 Black Edition in der Praxis. Was sie sonst noch zu bieten hat, lesen Sie an dieser Stelle im Fazit.

Die Laborergebnisse:

Die Bildqualität der Videoaufnahmen der GoPro Hero3 Black Edition ist bei allen Auflösungen überdurchschnittlich hoch, besonders bei 4K-Auflösung werden sehr viele Details wiedergegeben. Aber auch die anderen Video-Auflösungen müssen sich nicht verstecken, das Bild ist generell sehr scharf, viele Details werden auflöst.

Da die GoPro Hero3 Black Edition (Datenblatt) über eine Festbrennweite verfügt, lässt sich die Brennweite des Objektivs zumindest optisch nicht verändern. Allerdings bietet die GoPro Hero3 Black Edition drei verschiedene Blickwinkel – Field of View (FOV) genannt – an. Diese stehen zwar nicht bei allen Auflösungen zur Verfügung, die aber wohl am meisten genutzte Videoaufnahme in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel, erlaubt erfreulicherweise alle drei Optionen. Neben der „Wide“-Einstellung (170 Grad) lassen sich hier auch ein „Medium“- und „Narrow“-Blickwinkel wählen. Während bei der „Wide“-Einstellung das Objektiv eine Brennweite von etwa 15 Millimeter (KB-äquivalent) erreicht und deutliche Verzeichnungen mit Fisheye-Charakter zeigt, fallen diese bei „Medium“ bereits deutlich weniger auf und sind bei „Narrow“ allenfalls noch bei kritischen Motiven erkennbar. Da der 1/2,3 Zoll große Bildsensor der GoPro Hero3 Black Edition (Technik) mit 12 Megapixel deutlich mehr Auflösung bietet, als für Full-HD-Videos benötigt werden (etwa 2 Megapixel), ist der „digitale Zoom“ im Videomodus ohne (effektiven) Verlust der Bildqualität möglich. Der „Trick“ ist dabei, dass der Sensor nicht mehr vollständig, sondern nur noch teilweise ausgelesen wird. Dadurch sinkt zwar die nutzbare Auflösung, wie erwähnt liegt diese bei Full-HD aber deutlich unter der Auflösung des CMOS-Sensors. Bei Fotos mit voller Bildauflösung ist der digitale Zoom dann natürlich nicht mehr ohne Verlust der Bildqualität einsetzbar, weshalb bei voller Auflösung von 4.000 x 3.000 Pixel nur die „Wide“-Einstellung zur Verfügung steht. Werden Bilder nur mit sieben Megapixel gespeichert, steht neben der „Wide“-Einstellung auch die „Medium“-Einstellung zur Wahl. Bei fünf Megapixel lassen sich Bilder außerdem nur mit „Medium“-Blickwinkel speichern.

Die Bildqualität der Fotos ist für eine auf die Videoaufnahme optimierte Kamera durchaus gut, eine durchschnittliche Kompaktkamera löst nicht mehr Details auf. Leider gibt es im Fotomodus nur die Wahl des Blickwinkels, der Auflösung und der Geschwindigkeit der Serienbildaufnahme. Zudem lässt sich einstellen, in welchem zeitlichen Abstand Bilder bei der Zeitrafferfunktion aufgenommen werden und welche Auflösung die während der Videoaufnahme gespeicherten Bilder besitzen (Dual Rec). Die Sensorempfindlichkeit, die Blende oder die Verschlusszeit können hingegen nicht gewählt werden.

Der verhältnismäßig große Bildsensor und die mit F2,8 relativ lichtstarke Offenblende erlauben auch bei weniger Licht noch akzeptable Aufnahmen. Bei richtiger Dunkelheit ist die Kamera aber natürlich deutlich überfordert. Neben einer zu dunklen Belichtung ist auch das sehr starke Bildrauschen dann nicht mehr zu übersehen. Fairerweise muss man hier aber natürlich erwähnen, dass eine Mini-Actionkamera eher für den Einsatz bei Tageslicht gedacht ist.

Die Geschwindigkeit der Kamera liegt teilweise deutlich unter den Ergebnissen „gewöhnlicher“ Digitalkameras, allerdings wird die GoPro Hero3 Black Edition natürlich auch völlig anders eingesetzt. Vom Drücken des Auslösers bis zur Bildaufnahme vergehen 0,45 Sekunden. Damit eignet sich die Digitalkamera auch für den ein oder anderen Schnappschuss. Durch den Fixfokus kann es dabei nicht zu einer Fehlfokussierung kommen. Als einzige GoPro-Kamera bietet die Hero3 Black Edition eine Serienbildaufnahme mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde für 30 Bilder in Folge - bei voller Bildauflösung von 4.000 x 3.000 Pixel. Damit bewegt sie sich auf einem sehr hohen Niveau und erlaubt auch die Foto-Dokumentation schneller Motive. Nur wenige herkömmliche Digitalkameras schaffen hier noch höhere Bildraten.

Die Einschaltzeit der GoPro Hero3 Black Edition ist mit 4,26 Sekunden deutlich länger als bei Fotokameras. Da sie aber seltener eingeschaltet wird, ist dieses Ergebnis völlig in Ordnung. Das erste Bild nach dem Einschalten ist zudem schon nach kürzeren 3,35 Sekunden gespeichert. Die Verwendung der GoPro Hero3 wird jedoch weniger auf Schnappschüsse gerichtet sein als vielmehr auf durchdachte und geplante Action-Videoaufnahmen, was die Einschaltzeit absolut relativiert.

Farben gibt die GoPro Hero3 Black Edition hervorragend wieder, was den professionellen Anspruch der Kamera unterstreicht. Genauso wie die geringen durchschnittlichen Abweichungen können auch die geringen maximalen Abweichungen überzeugen. In der Praxis müssen mit der GoPro Hero3 Black Edition also keine farbstichigen Aufnahmen hingenommen werden.

Das Fazit:

Die GoPro Hero3 Black Edition (Hands-On-Video) ist eine sehr gute, da sehr universell einsetzbare Mini-Actionkamera, die mit einigen Features aus der Masse heraussticht. Hier ist zuerst die sehr gute Bildqualität der Videos zu nennen, die auch höheren Ansprüchen genügen sollten. Die Bildschärfe ist hoch, auch feine Details werden problemlos aufgelöst. Zudem glänzt die GoPro Hero3 Black Edition bei den verfügbaren Auflösungen und Bildwiederholungsraten (Details siehe unseren Praxistest). Hier kann kein anderes Modell auf dem Markt mithalten. Neben der Speicherung von 60 Vollbildern pro Sekunde in Full-HD-Auflösung sind zudem auch bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde bei HD-Auflösung und ebenfalls überdurchschnittliche 240 Vollbilder pro Sekunde bei 848 x 480 Pixel möglich.

Zudem, und das lässt die GoPro Hero3 Black Edition (Beispielaufnahmen) endgültig in einer anderen Liga spielen, sind auch Auflösungen über Full-HD hinaus möglich. Hier bietet die GoPro Hero3 Black Edition als einziges, in diesem Preisbereich erhältliches Modell, bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde bei 2.704 x 1.524 Pixel und 15 Vollbilder pro Sekunde in 4K-Auflösung bei 3.840 x 2.160 Pixel. Auch wenn sich bei letzterer Auflösung wegen der niedrigen Bildrate keine standardmäßig verwendbaren Videos speichern lassen, zeigt GoPro damit, dass man nicht nur gewöhnliches anbieten will, sondern „nach Höherem strebt“. Der professionelle Anspruch wird zudem auch durch den "Protune"-Modus mit seiner höheren Datenrate und seiner besseren Möglichkeit zur Nachbearbeitung untermauert. Die Bildqualität der Fotos kann sich bei ausreichend Licht ebenso sehen lassen, allerdings stört der Fisheye-Effekt hier doch sehr deutlich. Für Urlaubsbilder ist die GoPro Hero3 Black Edition daher so gut wie nicht geeignet.

Die Bedienung der Kamera mit nur zwei Tasten ist sehr gewöhnungsbedürftig. Abhilfe schaffen hier allerdings das "LCD Touch BacPac" und die GoPro-App. Wer standardmäßig nur mit einer Einstellung filmen will und ein sicheres Händchen bei der Wahl des Bildausschnittes hat, kann allerdings auch gänzlich ohne Display auskommen.

Das serienmäßig mitgelieferte abgedichtete Gehäuse schützt die Kamera sowohl unter als auch über Wasser vor Schäden, Kratzern oder Verschmutzung und ermöglicht zudem eine sichere Montage. Mit dem Schutzgehäuse ist die Hero3 außerdem bis 60 Meter Tauchtiefe wasserdicht. Des Weiteren spricht für die GoPro Hero3 Black Edition (Praxis) natürlich auch der riesige Zubehörmarkt.

Mit der Hero3 Black Edition hat GoPro eine im Vergleich zu den Vorgängermodellen noch einmal deutlich verbesserte und kleinere Kamera auf den Markt gebracht. Diese überzeugt mit einer guten serienmäßigen Ausstattung (Unterwassergehäuse, WLAN-Fernbedienung, ...), äußerst kompakten Abmessungen, einem sehr geringen Gewicht, einer sehr guten Videobildqualität und einer wirklich langen Feature- und Zubehörliste. Die Möglichkeiten erstrecken sich beispielsweise von Luftbild-Videographie mittels eines Quadrocopters bis zu Aufnahmen mit dem Surfbrett und stellen die Einsatz-Möglichkeiten "herkömmlicher" Digitalkameras deutlich in den Schatten.

Pro&Contra zur GoPro Hero3 Black Edition

  • Sehr gute Bildqualität der Videoaufnahmen
  • Gute Bildqualität der 12 Megapixel Fotos bei ausreichend Licht
  • Akzeptable Bildqualität der Bilder und Videos bei weniger Licht
  • Ultra-HD- bzw. 4K-Videoaufnahmen (3.840 x 2.160 Pixel) mit 15 Vollbilder pro Sekunde möglich
  • 2,7K-Videoaufnahmen (2.704 x 1.524 Pixel ) mit 30 Vollbilder pro Sekunde möglich
  • Full-HD-Videoaufnahme (1.920 x 1.080 Pixel) mit 60 Vollbildern pro Sekunde möglich
  • Highspeed-Videos mit bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde möglich (bei 848 x 480 Pixel)
  • Viele weitere Videoauflösungen und Bildraten einstellbar
  • "Protune"-Modus mit einer höheren Bitrate und besseren Nachbearbeitungsmöglichkeiten
  • Drei Brennweiten in Full-HD-Videoauflösung in jeder Bildrate wählbar (Wide, Medium, Narrow)
  • Sehr schnelle Serienbildaufnahme mit 30 Bildern pro Sekunde (für 1 Sekunde)
  • Das Schutz- bzw. Unterwassergehäuse (bis 60 Meter Tauchtiefe) wird serienmäßig mitgeliefert
  • WLAN-Fernbedienung bei der GoPro Hero3 Black Edition serienmäßig mitgeliefert
  • WLAN-Verbindung für eine kabellose Fernsteuerung per Fernbedienung oder GoPro-App
  • Viel sinnvolles optionales Zubehör erhältlich: "LCD Touch BacPac", Saugnapf, Stativadapter, ...
  • Sehr gut durchdachtes vielseitiges GoPro-Befestigungs-System schier endlos erweiterbar
  • Äußerst kompaktes und sehr leichtes Kameragehäuse (75 Gramm mit Akku)
  • Kamera daher auch beispielsweise perfekt für entsprechende Videodrohnen geeignet
  • Nahezu perfekte Actionkamera für beinahe jede erdenkliche (Extrem-)sportart geeignet
  • Das Objektiv verzeichnet in der "Wide"-Stellung extrem stark (siehe Beispielaufnahmen)
  • Kein optischer Bildstabilisator - nachträgliche Bildstabilisation aber mit Videosoftware möglich
  • Bilder können nur in JPEG aufgenommen werden (keine Aufzeichnung in RAW möglich)
  • Ohne Zubehör nur nur sehr kleines monochromes Display zur Konfiguration vorhanden
  • Über dieses Display können keine Videos oder Fotos direkt angesehen werden
  • Ohne "LCD Touch BacPac" oder der kostenlosen App fällt die Bedienung wenig komfortabel aus
  • Deutlich kürzere Akkulaufzeit bei Nutzung der WLAN-Funktionalität
  • Fast keinerlei manuelle Einstellung bei der Bild- und Videoaufnahme
  • Das Live Bild, welches man über die App anzeigen lassen kann ist 2-3 Sekunden zeitversetzt
  • Vieles Original-Zubehör lässt sich der Hersteller GoPro relativ teuer bezahlen
  • Mit neuester FW 2.39 funktionierte nur die Lexar microSDHC UHS-I 600x 32GB Karte fehlerfrei
  • Die SanDisk microSDXC UHS-I Mobile Ultra 64GB brach Videoaufnahmen sporadisch ab
  • Auch mit der Kingston microSDHC SDC10/32GB Karte brachen Videoaufnahmen sporadisch ab

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

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Kommentare

Erwähnt werden sollte auch, das ...

Erwähnt werden sollte auch, das sich die Kamera im Menü auf "PAL" umschalten lässt - und sie somit folglich auch 50p bzw. 25p Aufnahmen zulässt welche in unseren Gefilden deutlich häufiger anzutreffen sind.

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