
Mit der Z 8 bietet Nikon eine spiegellose Systemkamera an, die die hohe Leistung des Flaggschiffs Z 9 mit einem kompakteren Gehäuse vereint. Klein ist die DSLM mit Abmessungen von 14,4 x 11,8 x 8,3cm natürlich immer noch nicht, in einem Fotorucksack nimmt sie allerdings deutlich weniger Platz als die Z 9 weg. Auf Leistung musst man trotzdem kaum verzichten, bis auf die Akkulaufzeit und die Speicherkartenanbindung schneidet die Z 8 wie das Spitzenmodell des japanischen Konzerns ab. Dafür sorgt unter anderem der 45,4 Megapixel auflösende Vollformatsensor mit zusätzlichem DRAM-Cache. Dank diesem kann der Bildwandler besonders schnell ausgelesen werden. Das macht sich nicht nur bei der Bildrate (bis zu 120 Fotos pro Sekunde) bemerkbar, Nikon konnte durch ihn auch auf einen mechanischen Verschluss verzichten. Verzerrungen durch den Rolling-Shutter-Effekt sieht man trotzdem kaum. Hohe Bildraten und lange Aufnahmeserien (bis zu 466 RAWs in Folge) sind mit einer CFexpress Typ-B-Karte möglich, eine SD-Karte bremst die Kamera dagegen deutlich ein (nur noch 65 RAWs am Stück). Ein zweiter CFexpress-Slot wäre daher die bessere Wahl gewesen.
Das Autofokussystem der Nikon Z 8 arbeitet per Phasendetektion und Kontrastmessung (Hybrid-AF). Es gibt 493 Messfelder, eine Motiverkennung mit KI-Technologie für die wichtigsten Motive (Menschen, Hunden, Katzen, Vögeln, Autos, Motorrädern, Fahrrädern, Zügen und Flugzeugen) und einen Low-Light-AF (ab -9EV). Videos stehen bei der Z 8 neben Fotos ebenso im Fokus: Sie lassen sich in 8K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde und in 4K sowie Full-HD mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen. Zahlreiche professionelle Videooptionen und unterschiedliche Schnittstellen sind obendrein mit an Bord. Das abgedichtete Gehäuse der Nikon Z 8 besteht aus einer robusten Magnesiumlegierung, über diverse Bedienelemente lassen sich Einstellen vornehmen. Zur Bildkontrolle stehen ein großer Sucher und ein in drei Richtungen schwenkbares LCD mit hoher Auflösung zur Verfügung.