Das LG G2 im dkamera.de-Test

Smartphone mit 13 Megapixel-Digitalkamera, optischem Bildstabilisator und 1080p60 Video

Smartphones sind mittlerweile als Digitalkameras nicht mehr wegzudenken und haben das Segment der Einsteiger-Digitalkameras kräftig durcheinander gewirbelt. dkamera.de konnte bereits das Sony Xperia Z1 (Testbericht), das Nokia Lumia 920, das Samsung Galaxy S4 testen und Apple iPhone 5 testen, nun haben wir uns das Flaggschiff-Smartphone von LG ins Testlabor geholt, das LG G2.

Sowohl auf der Hardware- als auch auf der Fotoseite hat das LG G2 einiges zu bieten. Als Prozessor kommt ein Quadcore Modell von Qualcomm namens Snapdragon 800 zum Einsatz. Dieser ist mit 2,26 GHz getaktet und gehört aktuell zu den schnellsten Smartphone-Prozessoren auf dem Markt.

Der Arbeitsspeicher des LG G2 bewegt sich mit 2GB Größe ebenfalls im Spitzenbereich. Beim Display setzt LG auf ein 5,2 Zoll großes IPS-Panel mit 1.920 x 1.080 Pixel. Der verbaute Akku ist 3.000 mAh stark, der integrierte Speicher 16 oder 32GB groß. Erweitern lässt sich dieser aber nicht. Als Betriebssystem kommt Android 4.2.2 Jelly Bean zum Einsatz.

Bekannt ist das LG G2 unter anderem für sein „Knock on“-Feature und die rückseitigen Tasten. Das Smartphone kann durch ein doppeltes Tippen auf das Display aufgeweckt werden, weitere Tasten muss man dazu nicht drücken. Echte Hardware-Tasten bietet das LG G2 nur auf der Rückseite, hier liegen der Power-Schalter und die Lautstärketasten.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des LG G2 ist insgesamt exzellent, ein Ruckeln lässt sich nahezu nicht feststellen. Zum sehr guten Gesamteindruck trägt auch das hochauflösende Display mit sehr guten Einblickwinkeln und einer hervorragenden Detailwiedergabe bei.

Aber nun zur Kamera:
Zur Bildaufnahme verbaut LG einen 1/3,06 Zoll großen Exmor RS-Sensor von Sony. Dieser zeichnet Bilder mit 13 Megapixel (4.160 x 3.120 Pixel) auf und erlaubt Sensorempfindlichkeiten von ISO 100 bis ISO 800 bei manueller Wahl, sowie noch ein mal deutlich höhere Werte bei der ISO-Automatik (bis ca 6.400). Das Objektiv besitzt eine kleinbildäquivalente Brennweite von schätzungsweise etwa 30mm, die Blendenöffnung fällt mit F2,4 relativ groß aus.

Die Bildqualität des LG G2 fällt für ein Smartphone absolut respektabel aus. Bei ausreichend Licht wirken die Aufnahmen sehr scharf und zeigen sehr viele Details. Auf einem Computermonitor oder einem Fernseher lässt sich bei normaler Ansicht fast kein Unterschied zu einer Digitalkamera erkennen, erst beim stärkeren Vergrößern treten die Schwachpunkte des kleinen Bildsensors zu Tage. Die Aufnahmen zeigen auch bei ausreichend Licht einen sichtbaren Aquarell-Effekt, allerdings muss man dafür wirklich weit in die Aufnahmen hineinzoomen. Bei wenig Licht setzt das Bildrauschen natürlich schon früh ein, aber für ein Smartphone hält es sich doch noch zurück. Dafür sorgt eine stärkere Rauschunterdrückung.

Der Autofokus stellt zwar präzise scharf, benötigt dafür aber länger. Ist es wirklich richtig dunkel, können hier schon einmal mehrere Sekunden vergehen. Mit dem LED-Blitz lassen sich nahe Motive aufhellen, gegen einen echten Blitz hat das LED-Licht aber keine Chance.

Bei Videoaufnahmen überzeugt das LG G2 mit einer guten Bildqualität und flüssigen Bewegungen dank 60 Vollbildern pro Sekunde bei 1.920 x 1.080 Pixel. Diese Bildrate bieten aktuell nur wenig Modelle. Der Autofokus stellt flott scharf, pumpt aber des Öfteren hin- und her. Die Tonqualität ist ok, bei sehr lauten Geräuschen scheint aber ein Filter einzugreifen. Dies wirkt sich hörbar negativ aus.

Vom optischen Bildstabilisator (OIS) darf man keine Wunder erwarten, er beruhigt die Videoaufnahmen aber doch ganz gut. Nur ein leichtes Zittern ist noch sichtbar. Bei Bildern kann er sein volles Potenzial bei langen Belichtungszeiten ausspielen, denn hier sorgt er für deutlich mehr scharfe Bilder Aufnahmen auch bei langen Belichtungszeiten.

Wir stellen Ihnen hier unbearbeitete Beispielaufnahmen zur Verfügung, mit der Sie die Bildqualität selbst beurteilen können:

Full-HD-Videoaufnahmen mit 60 Vollbildern pro Sekunde:

Die Kamera des LG G2 bietet einige Einstellungsmöglichkeiten, auch wenn es sich damit nicht auf dem Niveau des Nokia Lumia 1020 bewegt. Als Modi stehen unter anderem die Programme „Normal“, „Dynamischer Ton (HDR)“,  „Panorama“ oder „Beauty Shot“ zur Verfügung. Ebenso sind Serienaufnahmen möglich und neben der Rückkamera lässt sich auch gleichzeitig die Frontkamera aufzeichnen (= „Dual Camera“). Im „Normal-Modus“, der für Tagesaufnahmen eine gute Wahl ist, lässt sich die Belichtung um minus bis plus zwei Stufen verändern, kann der Fokus zwischen „automatisch“, „manuell“ und „Gesichtserkennung“ gewählt werden und lässt sich die Bildgröße zwischen 13 und einem Megapixel wählen. Ebenso kann unter anderem die ISO-Empfindlichkeit eingestellt (100-800), der Weißabgleich angepasst und ein Timer (3, 5 oder 10 Sekunden) aktiviert werden. Bei den Farbeffekten hat das LG G2 nur drei (Schwarzweiß, Sepia und Negativ) zu bieten. Digital zoomen lässt sich über die Lautstärketasten, ausgelöst werden kann unter anderem auch per Sprachbefehl.

Besonders überzeugen konnte uns der bereits erwähnte HDR-Modus, dieser liefert gegenüber normal belichteten Aufnahmen einen deutlich höheren Dynamikumfang ohne zu künstlich zu wirken. Nur die Schärfe lässt hier etwas nach.

Bei Videos steht neben der Auflösung die Helligkeitsregulierung zur Verfügung. Zudem lässt sich wie bei Bildern bis zu 8-fach digital Zoomen. Da sich die Bildqualität dadurch deutlich verschlechtert, sollte davon aber Abstand genommen werden. Auch die Videoaufnahme bietet einen Dual-Kamera-Modus, zudem lässt sich ein Fenster im Bild mit einer starken Vergrößerung eine Ausschnitts einblenden.

Unser Fazit:
Mit dem G2 hat LG ein sehr gutes Smartphone mit ebenfalls guter bis sehr guter Digitalkamera vorgestellt. Die top Ausstattung bei Prozessor und RAM sorgt für nur kurze Wartezeiten, das Display gehört mit zu den besten, die sich aktuell erwerben lassen. Die Farbwiedergabe ist sehr gut, die Auflösung hoch und die Einblickwinkel sind groß. Die Kamera weiß durch eine wirklich gute Detailwiedergabe bei Tageslicht zu gefallen, bei weniger Licht hilft der optische Bildstabilisator gegen Verwacklungen. Da der Bildsensor nur 1/3,06 Zoll groß ist, sollte man bei wenig Licht aber nicht zu viel erwarten. Für einen Schnappschuss sollte die Qualität aber ausreichen. Verbesserungspotenzial gibt es beim Autofokus, der sich bei Dunkelheit teilweise wirklich lange Zeit lässt. Die Videoaufnahmen gefallen durch ihre gute Bildqualität und flüssigen 60 Vollbildern pro Sekunde bei Full-HD-Auflösung. Teilweise nur mager fällt dafür aber der Ton aus.

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