Das neue APS-C-Flaggschiff ohne Spiegel: Canon EOS R7

32,3 Megapixel, 30 Bilder/Sek., Deep Learning AF, 4K60p-Video, 2 x SD, abgedichtetes Gehäuse

Seit fast zehn Jahren bietet Canon spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensoren an, im Herbst 2012 erschien mit der EOS M die erste Kamera dieser Klasse. Seitdem wurden zwar einige neue DSLMs vorgestellt, das zuletzt im Fokus stehende RF-Bajonett war bislang jedoch den Vollformatkameras vorbehalten. Das ändert sich nun mit der Canon EOS R7 und Canon EOS R10. Beide sind sowohl mit einem APS-C-Sensor als auch dem RF-Bajonett ausgerüstet. Das neue Flaggschiff mit APS-C-Sensor ist die Canon EOS R7.

Hier setzt Canon auf einen 32,3 Megapixel auflösenden Bildwandler (22,3 x 14,8mm) und Sensorempfindlichkeiten von ISO 100 bis ISO 51.200. Optimierte Mikrolinsen und ein neues Design der Verdrahtungsschichten sollen unter anderem für ein geringeres Bildrauschen sorgen. Die bewegliche Lagerung des Sensors der Canon EOS R7 ermöglicht nicht nur die Bildstabilisierung (bis zu acht Blendenwerte Kompensationsleistung), die Funktion „Automatische Wasserwaage“ erlaubt auch die Aufnahme von Bildern mit geradem Horizont trotz einer leicht schief gehaltenen Kamera. Des Weiteren bringt die von der EOS 7D inspirierte DSLM einen besonders schnellen Serienbildmodus mit. 15 Bilder lassen sich pro Sekunde mit dem mechanischen Schlitzverschluss aufnehmen, bis zu 30 Bilder pro Sekunde sind es mit dem elektronischen Verschluss.

Der Sensor der EOS R7 ist beweglich gelagert und erlaubt hohe Bildraten:

Dabei muss man weder auf die kontinuierliche Belichtungsmessung noch die nachführende Fokussierung verzichten. Hier kommt der Dual Pixel CMOS AF II zum Einsatz, dieser erlaubt das Scharfstellen auf der gesamten (100 x 100 Prozent bei der automatischen Messfeldwahl) oder fast der gesamten (90 x 100 Prozent bei der manuellen Messfeldwahl) Sensorfläche. Der AF-Arbeitsbereich beginnt bei der DSLM bei -5 EV (F1,2-Objektiv), fokussieren lässt sich bis zu einer Blende von F22. Die Motiverkennung der Canon EOS R7 stammt vom Flaggschiff Canon EOS R3 (Testbericht). Dank Deep Learning-Technologie und modernen AF-Algorithmen kann die Kamera Menschen, Tiere und Fahrzeuge erkennen sowie verfolgen. Die Kopf-, Gesichts- und Augenerkennung sind ebenfalls mit an Bord und zu den AF-Optionen gehören mehrere „AF-Cases“.

Die Oberseite der spiegellosen Systemkamera:

Fotos hält die EOS R7 laut Canon bis zu 224 am Stück beim Verwenden des mechanischen Verschlusses fest, bis zu 126 in Folge sind es beim Einsatz des elektronischen Verschlusses. Mit dem RAW-Burst-Modus lassen sich Bilder bei aktivierter PreRec-Funktion als Bonus sogar bis zu 0,5 Sekunden vor dem Drücken des Auslösers aufnehmen. Belichten kann man mit der Canon EOS R7 bis zu 1/8.000 Sekunde mit dem mechanischen Verschluss, bis zu 1/16.000 Sekunde lässt sich mit dem elektronischen Verschluss einstellen. Die Bildspeicherung ist nicht nur im JPEG- und RAW-Format möglich, wie bei den aktuellen Vollformatmodellen lassen sich auch das cRAW- und das HEIF-Format (4:2:0 oder 4:2:2) wählen.

Zu den Fotomodi der Canon EOS R7 zählen natürlich die klassischen PSAM-Programme, drei Custom-Modi und eine Vollautomatik. Canon hat jedoch auch neue Programme integriert. Dazu gehört ein zu fast allen Objektiven kompatibler Panorama-Modus für Aufnahmen mit einer Auflösung von fast 150 Megapixel. Neu ist auch ein spezieller Modus für Mitzieher, hier nimmt die Kamera alle Einstellungen automatisch vor. Darüber hinaus hat Canon die Fokus Bracketing-Funktion früherer EOS-Modelle um das Focus Stacking erweitert.

Zur Bildkontrolle eignet sich das dreh- und schwenkbare Display sehr gut:

Zur Bildkontrolle stehen bei der spiegellosen Systemkamera ein elektronischer Sucher und ein Display zur Verfügung. Das Sucherpanel löst 2,36 Millionen Subpixel auf und gibt bis zu 120 Bilder pro Sekunde wieder, die Suchervergrößerung wird mit 0,71-fach angegeben (auf Kleinbild umgerechnet). Beim Display (3,0 Zoll) hat sich Canon für die gewohnte dreh- und schwenkbare Lösung entschieden, die Auflösung liegt bei 1,62 Millionen Subpixel. Natürlich lassen sich Eingaben via Touchscreen vornehmen.

Die Kabelschnittstellen an der linken Seite der EOS R7:

Videos hält die Canon EOS R7 ohne Limitierung in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde fest, dabei muss kein Crop hingenommen werden. Die beste Bildqualität bietet die DSLM bei bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde, hier erfolgt ein 7K-Oversampling. Zeitlupeneffekte kann man in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel; bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde) realisieren, über WLAN lässt sich mit der EOS R7 auf Youtube streamen. Erwähnenswert: Als erste APS-C-Kamera von Canon unterstützt die EOS R7 die Aufnahme mit Canon Log 3- und Cinema-Gamut-Profil, dadurch bleibt viel Spielraum für nachträgliche Bearbeitungen. Mit der HDR PQ-Option werden Videos zudem mit 4:2:2 und 10-Bit gespeichert.

Zur Tonaufnahme ist die Kamera mit einem Stereomikrofon und einem 3,5mm Klinkeneingang ausgestattet, zur Tonkontrolle mit einem Kopfhörerausgang. Sofern das integrierte Stereomikrofon zum Einsatz kommt, minimiert die Noise Cancelling-Funktion (die mit einem zusätzlichen dritten Mikrofon arbeitet) Betriebsgeräusche der Kamera.

Das Kameragehäuse der Canon EOS R7 besteht aus einer Magnesiumlegierung und Polycarbonat, die Abdichtungen erreichen das Level der Canon EOS 90D (Testbericht). Von ihr übernimmt die Kamera zudem den Akku (Modell: LP-E6NH). Zu den Bedienelementen gehört ein neues Steuerrad, einen Joystick gibt es ebenfalls. Auf der Vorderseite erlaubt ein Schalter die Wahl des Fokusmodus, das Aufnahmeprogramm wird per klassischem Einstellrad gewählt. Die Datenspeicherung erfolgt bei der EOS R7 per SD-Karte, dank zwei Slots (angebunden via UHS-II) ist auch das kamerainterne Backup möglich. An einem Computer lässt sich die DSLM über USB-C (3.2 Gen 2) anschließen, darüber kann man sie zudem aufladen. WLAN und Bluetooth wurden für die drahtlose Steuerung und den kabellosen Bildversand verbaut

Neben den RF-S-Objektiven lassen sich natürlich auch RF-Objektive nutzen:

Canon wird die 13,2 x 9,0 x 9,2cm große und mit Akku sowie Speicherkarte 612g schwere EOS R7 ab Juni 2022 für eine unverbindliche Preisempfehlung von1.499 Euro im Fachhandel anbieten. Im Kit mit dem RF-S 18-150mm F3,5-6,3 IS STM sind es 1.889 Euro.

Zum Start wird die DSLM mit einem zusätzlichen EF/RF-Adapter ausgeliefert, dadurch lassen sich bereits vorhandene EF/EF-S-Objektive weiternutzen.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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Kommentare

Echt jetzt, ein Vollformat Gehäuse …

Echt jetzt, ein Vollformat Gehäuse mit einem APS-C Sensor?
Warum kauft man sich eine APS-C Kamera?
Um ein grosses Gehäuse zu erhalten?

Echt jetzt? Rennen hier wirklich …

Echt jetzt? Rennen hier wirklich Leute rum die keine Ahnung haben?

Das Gehäuse ist in der Größe mit dem einer 650d,750d, 850d ähnlich, und das sind alles APS-C Kameras.

Und warum man sich eine APS-C Kamera kauft? Wenn dir das nicht mal klar ist, dann troll dich einfach mit deinem Halb-, oder gar Nichtwissen.

Große Gehäuse sind gut, wenn man große Hände hat.

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