Die GoPro HERO10 Black Actionkamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

Die GoPro HERO10 Black ist das neueste von GoPro vorgestellte Actionkameramodell. Vom Vorgängermodell HERO9 Black unterscheidet sich die HERO10 Black vor allem durch einen neuen Sensor und einen neuen Bildprozessor. Das Gehäuse wurde dagegen nicht verändert, das bekannte Zubehör kann daher weiter verwendet werden. Wir nehmen die GoPro HERO10 Black in folgendem Test unter die Lupe und schauen uns die wichtigsten Features der Actionkamera genau an.

Die GoPro HERO10 Black und das mitgelieferte Zubheör:

Die technischen Daten:
Das Kameragehäuse der GoPro HERO10 Black basiert auf dem Gehäuse der GoPro HERO9 Black, beide Actionkameras messen daher rund 7,1 x 5,5 x 3,4cm. Das Gewicht fällt mit knapp 150g ebenfalls ähnlich aus. Dies erlaubt es Besitzern der neuen Actionkamera, alle für die HERO9 Black erworbenen Zubehörteile weiterzuverwenden.

Das Kameragehäuse besitzt die Abmessungen des Vorgängermodells:

Wie das Vorgängermodell ist auch die GoPro HERO10 Black bis zu einer Tiefe von 10m wasserdicht, bis zu 60m sind es mit dem optionalen "Protectiv Case". Zwei Farb-LCDs erlauben die Bildkontrolle sowohl vor als auch hinter der Kamera. Über das rückseitige LCD erfolgen Eingaben zudem per Touch. Beim Akku handelt es sich um ein Modell mit einer Kapazität von 1.720mAh, das Aufladen ist sowohl in der Kamera über USB als auch extern per Ladeschale (nicht im Lieferumfang) möglich.

Den Akku und die microSD-Speicherkarte wechselt man per Fach an der Seite:

Beim Objektiv (Blende F2,5) hat sich GoPro dagegen für ein verbessertes Modell entschieden. Es zeigt zwar weiterhin die für GoPro-Kameras typischen Verzerrungen und besitzt mit 16mm (KB) auch eine klassische Brennweite, bei der Objektivabdeckung kommt jedoch ein neues wasserabweisendes Glas zum Einsatz. Darüber hinaus spricht GoPro von einer kratzfesteren Oberfläche und weniger Geisterbildern. Wie bekannt lässt sich die Objektivabdeckung abnehmen und kann mit dem Max-Lens-Mod getauscht werden.

Für die Bildaufnahme ist bei der GoPro HERO10 Black ein neuer Bildwandler verantwortlich. Es handelt sich um ein 23 Megapixel auflösendes Modell, vermutlich gehört dieses zur 1/2,3-Zoll-Klasse. Genaue Details nennt GoPro jedoch nicht. Der Sensor löst drei Megapixel höher als bei der HERO9 Black auf und soll für eine bessere Bildqualität sorgen. Noch wichtiger als der neue Sensor ist allerdings der neue Bildprozessor. Der „GP2“ genannte Chip stellt laut GoPro das erste Update seit der HERO6 Black dar und beschleunigt die Kamera gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen sorgt er für eine schnellere Datenübertragung via WLAN und eine flüssigere Wiedergabe am vorderen LCD.

Zum anderen ist die GoPro HERO10 Black dank ihm in der Lage, bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde in 5,3K-Auflösung (5.312 x 2.988 Pixel) aufzunehmen. In 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) schafft die neue Actionkamera bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde, in 2,7K-Auflösung (2.704 x 1.520 Pixel) und Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) sind es bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde. Damit erreicht die GoPro HERO10 Black in etwa doppelt so viele Bilder wie das Vorgängermodell. Des Weiteren unterstützt die HERO10 Black die bekannten GoPro-typischen-Aufnahmen im 4:3-Format. Sie stehen bei 5K-Auflösung (5.120 x 3.840 Pixel), 4K-Auflösung (4.000 x 3.000 Pixel) und 2,7K-Auflösung (2.704 x 2.208 Pixel) zur Verfügung. Alle wählbaren Auflösungen und Bildraten haben wir für Sie in der obigen Tabelle zusammengestellt.

Die Bildwinkel der GoPro HERO10 Black (FOV) bei Videoaufnahmen im Vergleich:

Wie schon frühere Modelle hat auch die GoPro HERO10 Black unterschiedliche Bildwinkel (FOV) zu bieten. Diese reichen von „SuperView“ bis „Eng“. Bei der weitwinkeligsten Stellung, „SuperView“ (16mm KB-Brennweite) genannt, wird der komplette Sensor ausgelesen und das 4:3-Bild zu einem 16:9-Bild gestreckt. Dies betrifft die Ränder, in der Mitte ändert sich nichts. Die „Weit“-Option (16 bis 34mm KB-Brennweite) stellt den größtmöglichen nativen Bildwinkel bei 16:9-Aufnahmen dar. Beide Bildoptionen zeigen die von Actionkameras bekannten Fisheye-Verzerrungen.

Bei der nächsten Bildoption „Linear“ korrigiert die Kamera diese Verzerrungen dagegen. Der Bildwinkel wird dadurch allerdings etwas kleiner. Des Weiteren stehen die Bildoptionen „Linear + Horizontausgleich“  (19 bis 39mm KB-Brennweite) und „Eng“ (27mm KB-Brennweite) zur Verfügung. Der Horizontausgleich sorgt für einen stetig waagerecht liegenden Horizont, das geht im Gegensatz zur HERO9 Black nun sogar um bis zu 45 Grad. Die Option „Eng“ sorgt für einen vergleichsweise natürlichen Bildeindruck, dieser Bildwinkel entspricht in etwa einem klassischen Weitwinkelobjektiv.

Die Bildwinkel der GoPro HERO10 Black (FOV) bei Fotoaufnahmen im Vergleich:

Fotos nimmt die GoPro HERO10 Black mit unterschiedlichen Bildformaten und Bildwinkeln auf. Zum einen ist die Speicherung klassischer JPEG-Bilder möglich. Daneben kann man sich für SuperPhotos, HDRs und RAW-Dateien entscheiden. Bei SuperPhotos analysiert die Kamera automatisch das Bild und versucht die optimalen Aufnahme-Einstellungen zu finden. Bei HDR-Aufnahmen werden stets mehrere Bilder zu einer Aufnahme zusammengerechnet, dies sorgt für einen größeren Dynamikumfang. RAW-Bilder, die die Kamera im GPR-Format abspeichert, verfügen über mehr Bilddaten und sind am Computer umfangreicher als JPEGs bearbeitbar. Für Aufnahmen bei Nacht bzw. schlechten Lichtverhältnissen bietet die Actionkamera einen Nachtfotomodus an.

Bei der Fotoaufnahme kann man unter anderem zwischen diesen Optionen wählen:

Neben Einzelbildern unterstützt die GoPro HERO10 Black die Aufnahme von Serienbildern. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass hier nur klassische JPEG-Fotos gespeichert werden. Hier kann man zwischen 25 Bildern in einer Sekunde, 30 Bildern in drei, sechs oder zehn Sekunden, zehn Fotos in einer oder drei Sekunden sowie fünf oder drei Fotos in einer Sekunde wählen. Als Bildwinkel bietet die Kamera „Weit“ (16 bis 34mm), „Linear“ (19 bis 39mm) und „Eng“ (27mm) an. Die Auflösung der Fotos liegt in allen Fällen bei 5.568 x 4.176 Pixel (23,3 Megapixel), abseits von der „Weit“-Option setzt die Kamera somit auf die Interpolation der Bilddaten. Durch das Ändern des Bildwinkels ändert sich die Detailwiedergabe – anders als bei optischen Zoomobjektiven – daher effektiv nicht.

Für automatisierte Aufnahmen bietet die Kamera folgende Modi an:

Wer weder klassische Einzelbilder noch Videos aufnehmen möchte, kann bei der GoPro HERO10 Black zur Zeitrafferaufnahme greifen. Hier stehen die Modi „TimeWarp“, „Zeitraffer“ und „Nachtzeitraffer“ zur Wahl. „TimeWarp“-Aufnahmen sind für bewegte Zeitraffer gedacht, hier sorgt die Stabilisierung der Actionkamera für flüssige Bewegungsveränderungen. Beim „Nachtzeitraffer“ lassen sich im Gegensatz zu herkömmlichen Zeitrafferaufnahmen sehr lange Belichtungszeiten von bis zu 30 Sekunden einstellen. Dadurch sind auch (in sehr begrenztem Umfang) Astroaufnahmen realisierbar.

Über die Protune-Optionen sind weitere Parameter wählbar:

Unter anderem lässt sich der ISO-Wert nach oben sowie unten begrenzen:

Daneben verfügt die GoPro HERO10 Black über die bekannten Protune-Optionen. Mittels Protune lässt sich die Bitrate auf bis zu 100Mbit/s (bei 2,7K-Auflösung und darüber) anheben, um Kompressionsartefakte zu reduzieren. Zudem können Kamerabesitzer das Bild in puncto Weißabgleich (neben „Auto“ stehen „Nativ“ und die Farbtemperatur in Kelvin zur Wahl), Schärfe („Hoch“; „Mittel“, „Niedrig“) und die Farbe („Natürlich“, „Dynamisch“, „Flat“) beeinflussen und manuelle Belichtungseinstellungen (Belichtungskorrektur, ISO Min., ISO Max., Verschlusszeit) vornehmen. Des Weiteren ist es möglich, RAW-Audio aufzuzeichnen und die Windreduzierung zu konfigurieren. Diese Optionen erlauben es, die Kamera besser an schwierige Aufnahmesituationen anzupassen und die bestmögliche Qualität herauszuholen. Zu den jeweils vorhandenen klassischen Zeitrafferoptionen gehören das Intervall, die Dauer eines Zeitraffers und ein Timer. Außerdem lassen sich bestimmte Aufnahme-Einstellungen über die ProTune-Optionen vornehmen.

Die doppelt so hohe Prozessorleistung des GP2 nutzt GoPro bei der HERO10 Black auch für eine bessere Stabilisierung (HyperSmooth 4.0). Sie steht bei bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde in 5,3K-Auflösung, 60 Vollbildern pro Sekunde in 4K-Auflösung oder 120 Vollbildern pro Sekunde in 2,7K-Auflösung zur Verfügung. Daneben kann man die bereits angesprochene Horizontausrichtung nutzen, die den Horizont bis zu einem Kippwinkel vom 45 Grad waagerecht hält. Beide Features erlauben eine besonders starke Stabilisierung.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der GoPro HERO10 Black gehen wir auf die Bedienung und optionales Zubehör ein.

Autor: dkamera.de Redaktion
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